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Haushaltsversicherung – die Fallen und Tücken erklärt von Martin Kliment

Haushaltsversicherung – die Fallen und Tücken

von | Aug 21, 2019

Haushaltsversicherung – die Tücken und Fallen verrät der Produktexperte Martin Kliment.

 

1) Lieber Martin, du bist bei FiNUM für das Produktmanagement zuständig. Was heißt das genau und was steht bei diesem Job für dich im Vordergrund?

Produktmanagement bedeutet, sich mit den für einen entsprechenden Zielmarkt interessanten und nachgefragten Produkten zu befassen. Dies umfasst die Prüfung der produktgebenden Gesellschaften oder die Einzelproduktprüfung und geht bis in die Tiefe des jeweiligen Bedingungswerks.

Konkret ist also meine Aufgabe, die für unseren Zielmarkt passenden Produkte zu finden, um die Nachfrage unserer Endkunden über unsere Berater bestmöglich abdecken zu können. Dabei ist der Kundenwunsch maßgeblich entscheidend. Weiters sind damit auch sämtliche Produktvertriebsvorkehrungen verbunden, um im Beratungsgespräch das entsprechende Fachwissen sowie alle relevanten Informationen sicherzustellen.

2) Die Haushaltsversicherung wird zu den elementaren Versicherungen gezählt. Warum ist das so?

Die Haushaltsversicherung ist eine Bündelversicherung aus mehreren auf das versicherte Inventar wirkenden elementaren Gefahren sowie einer Privathaftpflichtversicherung. So besteht in der Regel ein solches Produkt aus der Absicherung gegen die elementaren Gefahren Feuer, Sturm, Leitungswasseraustritt, Einbruchdiebstahl und Glasbruch.

Die Aufgabe der Privathaftpflichtversicherung ist es unberechtigte Schadenersatzansprüche gegen die versicherte Person abzuwehren und kommt für Schäden auf, die eine versicherte Person in den Gefahren des täglichen Lebens verursacht. Es gibt auch die anbieterabhängige Möglichkeit, weitere Erweiterungsbausteine in eine Haushaltsversicherung einzuschließen.

3) In meiner täglichen Praxis sehe ich immer wieder Personen, die entweder mit sehr niedriger Versicherungssumme von unter 2 Millionen Euro agieren oder gar keine Privathaftpflichtversicherung haben. Kannst du unseren Lesern erklären, wieso der Gesetzgeber Versicherungsmakler, die diese Lücke nicht aufdecken, als grob fahrlässig bezeichnet?

Die Aufgabe des Versicherungsvermittlers ist es, die Wünsche des jeweiligen Klienten zu erfragen und Bedürfnisse festzustellen. So ist dem Kunden unter anderem die Möglichkeit der Absicherung gegen Schadenersatzforderungen Dritter aufzuzeigen. Bei der Empfehlung der Versicherungssumme sollte ein Versicherungsvermittler an den möglichen Fall eines schwerwiegenden Personenschadens denken – diese Schadenersatzverpflichtung kann in die Millionenhöhe gehen.

4) Es hält sich, seitdem ich jetzt in der Finanz- und Versicherungsbranche bin, sehr beständig die allgemeine Meinung, dass Versicherungen eher viel kosten und im Leistungsfall nicht zahlen. Wie beurteilst du das?

Aus meiner Sicht ist dies generell in der Idee einer Versicherung zu verorten. So zahlt die gesamte versicherte Gemeinschaft Versicherungsprämien, Leistung erhalten aber jene wenigen, welche tatsächlich Schaden erfahren. Beide Parteien sind faktisch unzufrieden, da jene ohne Schaden das subjektive Gefühl hat, keine Leistung zu erhalten, und jene, die den Schaden erfahren hat, lieber schadlos geblieben wären.

Aus unserer Erfahrung, explizit bei existenzbedrohenden biometrischen Risken, sind Kunden endlos dankbar für die Leistung aus deren Versicherungen. Der Betroffenenkreis ist (Klopf auf Holz) jedoch „glücklicherweise“ sehr gering.

5) Gerade bei der Haushaltsversicherung gibt es auch Selbstbehalt-Varianten, oft zwischen 100 und 300 Euro. Was hältst du davon?

Es besteht die Möglichkeit, eine Selbstbeteiligung im Schadensfall im Versicherungsvertrag zu vereinbaren. Dadurch reduziert sich die Prämie des Versicherungsvertrages, da das Versicherungsunternehmen im Leistungsfall die ersatzpflichtige Schadenshöhe um den vereinbarten Selbstbehalt reduziert und der Versicherungsnehmer für Schäden unter der Selbstbehaltshöhe auch selbstständig aufkommt.

Die Entscheidung über die Vereinbarung eines Selbstbehaltes obliegt dem jeweiligen Kunden, in meinen persönlichen Verträgen habe ich überall 300€ Selbstbeteiligung vereinbart. Einerseits habe ich kein Interesse, Kleinschäden über die Versicherung abzuwickeln, und andererseits habe ich durch die Prämienersparnis innerhalb von 15 Monaten den möglichen Selbstbehalt im Großschadensfall bereits erwirtschaftet.

6) Es gibt Personen, die über Vergleichsportale online die billigsten Versicherungen selbst abschließen. Welche Gefahren siehst du bei diesem Vorgehen?

Versicherungen sind keineswegs einfache Produkte, für die korrekte Absicherung ist Beratung erforderlich. Bei den Internetprodukten liegen die entsprechenden Ausschlüsse bzw. Gefahren tief in den Bedingungen versteckt, in den übersichtlichen Deckungsauszügen werden diese nicht dargestellt. Im Schadensfall sind die Kunden dann auf sich selbst gestellt, ohne die Gepflogenheiten einer Branche zu kennen.

Das Internet hat mittlerweile einen unfassbaren Einfluss auf die Entscheidungsfindung der Kunden. So haben wir durch unsere tiefgehende Analyse unseres Zielmarktes Produktlösungen für die Nachfrage unserer Kunden gefunden, welche günstiger als die Billigprodukte im Internet sind und dennoch deutlich mehr Leistung bieten. Die logische Argumentation, dass ein Unternehmen mit 25 Jahren Erfahrung bessere Lösungen bieten kann als das Internet erscheint den Endkunden oftmals unlogisch.

Dies ist generell branchenübergreifend der Fall, so besuchen zum Beispiel Menschen nachweislich lieber ein Restaurant mit der guten Bewertung eines wildfremden oder gar bezahlten Menschen, als sich selbst zu entscheiden. Oder in meiner Tätigkeit als freiwilliger Sanitäter habe ich oftmals erlebt, dass Patienten dem Internet in der Diagnose mehr vertrauen als einem Notarzt. All dies ist aber wie man so schön sagt ein anderes Kapitel …

7) Wie gut eine Haushaltsversicherung tatsächlich ist, zeigt sich oft erst im Schadensfall. Gerade darüber verfügen Kunden, die auf sich alleine gestellt sind, in der Regel keine Erfahrung. Was bietet hier FiNUM und auch dein Team an Mehrwert?

Der mit Abstand größte Mehrwert bleibt den meisten Kunden verborgen, nämlich die qualitative Prüfung der Produktpartner. Ein wesentliches Prüfkriterium ist die Schadensbearbeitung des jeweiligen Unternehmens, so treffen wir uns persönlich mit den jeweiligen Hauptverantwortlichen der Gesellschaften, um die Prozesse zu durchleuchten und die notwendige Qualität der Schadensbearbeitung für unsere Kunden sicherzustellen.

8) Ein wesentlicher Bestandteil von Versicherungsverträgen sind die Bedingungen. Diese sind aber oft in eher kompliziertem Versicherungsdeutsch geschrieben. Aber aus deiner Erfahrung, worauf sollte man hier achten?

Die Bedingungen regeln den Versicherungsvertrag; sämtliche Folder, Broschüren, Deckungsübersichten sind Marketing bzw. Verkaufsunterlagen.

Man sollte darauf achten, dass man sich an einen unabhängigen Versicherungsmakler wendet, um gut abgesichert zu sein. Wer sich im Eigenstudium versuchen möchte, sollte auf die Deckungseinschränkungen und Leistungslimits achten. In den Bedingungen sind diese mit „nicht versichert sind“ oder „bis zu einer Versicherungssumme von“ aufgezählt.

9) Gute Versicherungsmakler haben für ihre Klienten eigene Sideletter mit den Haushaltsversicherern vereinbart, um nochmal bessere Leistungen für ihre Kunden zu erhalten. Hier habe ich gehört, dass dein Team und dir etwas sehr Großartiges gelungen ist. Was ist das?

Da über unsere Abteilung gesammelt die Beratungsprotokolle eingehen, können wir die gemeinsame Nachfrage unserer Kunden konkret nachvollziehen. Diese tragen wir an Produktpartner heran, die sie uns dann kostenlos in Ergänzung zu den besten Deckungsvarianten und mit exklusiven Rabatten zu Verfügung stellen.

Eine beispielsweise von unseren Klienten geschätzte Deckung ist, dass Fahrräder österreichweit bis zu einem Einzelwert von 5.000€ mitversichert sind.

10) Abschließend würde mich noch dein Lebensmotto interessieren.

Mein Motto lautet „100% Mensch“, damit verbinde ich, alles vollständig bzw. nachhaltig und nichts halbherzig zu machen. Andererseits immer absolut authentisch und menschlich zu sein.

Die letzten neun Wochen seit den Corona-Maßnahmen waren sehr intensiv. Deshalb melde ich mich erst jetzt wieder bei euch. Vielen Dank für eure Rücksicht! Warum waren die Wochen so intensiv? Wir haben in kurzer Zeit auf Homeoffice und digitale Beratung umgestellt. Gleichzeitig sind die Börsen teilweise bis zu 30% gefallen. Wenn du in den letzten zehn Jahren einmal bei unserem Cashflow oder My First Million Spiel warst, kannst du dich vielleicht noch erinnern: Wann werden Wertpapiere gekauft? Genau, wenn die Preise günstig sind. Wenn in kurzer Zeit so ein starker Einbruch geschieht, dann war und ist es immer gut gewesen zu investieren. Und das habe ich in den letzten neun Wochen sehr eingehend mit meinen Klienten gemacht.

Mein Partner Wolfgang Tritsch und ich haben in der Zwischenzeit an der Online-Version des My First Million Games gearbeitet und erfolgreich gelauncht. Seit einigen Wochen können Gruppen von 5-6 Personen moderiert durch einen Spielleiter das My first Million Game online spielen. Zusätzlich haben wir weiter an der My First Million Academy gearbeitet. Dabei hat uns ein Thema besonders beschäftigt. Wann soll ich meine Finanzen selbst managen und wann soll ich das gemeinsam mit einem guten Finanzberater machen?

Dein Passionfield

Jeder von uns hat von Haus aus Talente und Interessen mitbekommen. Talente sind Fähigkeiten, die dir gewisse Aufgabengebiete sehr einfach erscheinen lassen. Oft fallen uns unsere besonderen Talente gar nicht auf. Mein Kollege Wolfgang hat zum Beispiel die Fähigkeit vor Menschen zu sprechen und alle hören ihm wie gebannt zu. Ihm selbst ist das jedoch gar nicht bewusst gewesen, wie gut er als Redner bzw. Workshopleiter ist. Interessen sind die Gebiete, mit denen wir uns auch in unserer Freizeit begeistert beschäftigen. Welche Bereiche liest du in der Zeitung und welche überspringst du? Ich liebe zum Beispiel Wirtschaft/Finanzen und Sport, lasse hingegen Chronik und Kunst/Kultur aus. Dein Passionfield spannt sich genau hier auf, die Schnittmenge zwischen Talent und Interesse. Wenn deine Passionfields Finanzen und Veranlagen sind, dann ist es sinnvoll für dich, hier auch deine berufliche Heimat zu finden. Sprich, nicht nur ein bisschen in der Freizeit zu Traden und dich mit Aktien zu beschäftigen, sondern voll und ganz hineinzugehen. Wenn in deinem Passionfield aber andere Gebiete vorkommen, dann solltest du die Wichtigkeit von Finanzen erkennen und mit einem Profi zusammenarbeiten. Warum? Weil wir unsere Talente und Interessen nicht zufällig besitzen. Sie ermöglichen, dass du in diesen Bereichen spielerisch Extraklasse werden kannst und damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten kannst. Anders ausgedrückt: Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen – hier denke ich an Klimawandel, das Steigen der Weltbevölkerung, Rassismus, persönliche Freiheit, Künstliche Intelligenz, Grundeinkommen und noch vieles mehr. Wir können es uns eigentlich gar nicht leisten, dass du dein Potential nicht nutzt. Für die Entwicklung unseres My First Million Games habe ich mich einerseits über Literatur und Wissenschaft und andererseits über eine eigene kleine Millionärsstudie mit wohlhabenden und sehr erfolgreichen Menschen auseinandergesetzt. Die wesentliche Erkenntnis: Erfolgreiche Menschen suchen bewusst oder unbewusst ihr Passionfield und werden in diesem Bereich Extraklasse. Dadurch werden sie meistens sehr erfolgreich, erfüllt und glücklich. Sie widmen sich zu 100% ihrer Aufgabe, die sie durch ihre Talente und Interessen gesucht und gefunden haben.

Dein Zeiteinsatz für deine Finanzen

Vor dem Hintergrund dieser grundlegenden Gedanken, hier ein interessantes Beispiel:

Angenommen du hast ein Wertpapierdepot mit 100.000 Euro. Du investierst 3 Stunden pro Woche für Recherche, Weiterbildung und Handeln am Wertpapierdepot. Wir nehmen an, dass du durch deinen persönlichen Einsatz sehr erfolgreich investierst und es schaffst rund 10% Ertrag pro Jahr zu erwirtschaften. Damit schaffst du den Index oder Fonds um 3,5% zu überbieten. In Euro bedeutet das einen Mehrertrag von 3.500 Euro bei deinem Depot mit 100.000 Euro. Das ist ein herausragendes Ergebnis. Dein Zeiteinsatz waren 52 Wochen mal 3 Stunden also 156 Stunden. Jetzt würden hier viele Menschen selbstzufrieden sagen, dass sie alles richtig gemacht haben. Doch stimmt dieses Gefühl? Nehmen wir an, dass du diese 156 Stunden anders einsetzt. Dein Passionfield ist beispielsweise Coaching. In diesem Bereich bist du ein Profi und deswegen nehmen wir an, dass du einen Stundensatz von 150 Euro verlangen kannst – übrigens ein normaler Stundensatz im Businesscoaching. Lass uns hier eine Rechnung aufstellen: 156 Stunden mal 150 Euro sind 23.400 Euro. Lass uns diese zwei Zahlen gegenüberstellen. Dein Zeiteinsatz in deinem Nicht-Passionfield „Wertpapierdepot“ hat dir 3500 Euro Mehrertrag im Jahr gebracht.  Was einem Stundensatz von 3500 Euro dividiert durch 156 Stunden, also 2,24 Euro entspricht. Hättest du diese Zeit in deinem Passionfield optimal einsetzt, wäre dein Mehrertrag 23.400 Euro gewesen.

Erkenntnis

Wenn dein Passionfield Finanzen & Investieren ist, dann Hände weg von einem Finanzberater. Gehe voll hinein, am besten auch beruflich und du wirst damit sehr erfolgreich und glücklich werden. Wenn Finanzen & Investieren nicht in deinem Passionfield liegen, dann arbeite mit voller Überzeugung mit einem guten Finanzberater zusammen. Es rechnet sich!

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