My first million game

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Warum 99 % dem Geld hinterher laufen und nur 1 % Geld wie ein Magnet anziehen

Komm und spiele das My First Million Game!

Diese Frage beschäftigt mich schon seit rund zehn Jahren. Wie ist es möglich, dass ein kleiner Prozentsatz an Menschen riesige Summen an Geld anziehen, und andere sich abmühen, um finanziell über die Runden zu kommen? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich letztes Jahr rund 20 Millionäre im Raum Wien tiefeninterviewt. Die Interviews dauerten in der Regel 2,5-3 Stunden. Ich wollte herausfinden, was Millionäre anders machen als der Durchschnitt. Jedes Interview war anders und großartig zu erleben, wofür ich sehr dankbar bin.

In meinem heutigen Blogartikel möchte ich dir daraus die wesentlichen Erkenntnisse vorstellen und von unserem neuen Finanzspiel My First Million Game erzählen.

 

Erkenntnis 1: Unternehmergeist wecken

90 Prozent der Studienteilnehmer waren unternehmerisch aktiv. Das ist schon eine spannende Erkenntnis. Offensichtlich erhöht es deutlich die Chancen, zu Wohlstand zu kommen, wenn du Unternehmer bist. Ist jetzt jeder Trafikant, Installateur oder Würstelstandbesitzer am besten Weg zum Millionär? Nein, natürlich nicht. Entscheidend ist, ob er/sie Zeit gegen Geld tauscht oder ob seine Einnahmen losgelöst von seiner/ihrer Arbeitszeit sind.

Ein einfaches Rechenbeispiel dazu: Was ist effizienter?

10 + 10 +10 +10 +10 + 10 + 10 +10 +10 +10 = 100 oder

10 x 10 = 100

Die Millionäre haben einen Weg gefunden zu multiplizieren, anstatt zu addieren, zum Beispiel über Produkte oder Systeme. In Wien kennt jeder die Kebap Kette Türkis. Der Eigentümer ist schwerreich geworden, weil er nicht selber in einem Standort steht, sondern viele Standorte an stark frequentierten Plätzen hat.

 

Erkenntnis 2: Money Flow aktivieren

Weit über 70 Prozent der Studienteilnehmer haben vor ihrem zwanzigsten Lebensjahr erste eigene Investitionen am Kapitalmarkt getätigt. Sie waren also sehr früh damit konfrontiert, sich mit Geldanlage auseinanderzusetzen. Was nicht gemeint ist, dass sie am Sparbuch zu sparen begonnen haben. Nein, sie haben selber in Aktien, Fonds, Anleihen etc. investiert.

Das entscheidende Kriterium ist, sie haben eigene Finanzentscheidungen sehr früh getroffen. Dabei ist es sogar relativ nebensächlich, ob diese Entscheidungen gut oder schlecht waren. Das Entscheidende dabei war, dass es ihnen geholfen hat, sich früh mit dem Investieren vertraut zu machen. Sie lernten, wie sie ihr Geld aus der Sackgasse auf die Autobahn bringen konnten.

Mit Sackgasse sind sinnbildlich Sparkonten, Sparbücher und Konsum gemeint, sprich totes Kapital. Autobahn oder Schnellstraßen sind sehr stark für sie der Aktienmarkt gewesen. So haben die Millionäre sehr früh ihren Money Flow gestartet.

 

Erkenntnis 3: Quantenfeld einsetzen

Jeder zweite Teilnehmer der Studie hat angegeben, regelmäßig zu meditieren. Ist das ein Zufall? Ich denke nicht. Meditation ist eine der effektivsten Varianten, um eine Verbindung zum Quantenfeld bzw. Universum zu erzeugen. Weiters konnte ich erkennen, dass sich fast jeder der Millionäre beruflich verwirklicht. Sie sind bewusst oder unbewusst auf ihren Leidenschaftsfeldern gelandet.

Das ist jene Schnittmenge aus deinen Interessen und Talenten, wo du besonders gut dein Potential ausschöpfen kannst. Menschen, die gut mit dem Quantenbewusstsein verbunden sind, leben intensiv ihre Lebensmission. Viele Teilnehmer waren der intensiven Überzeugung, dass jeder Mensch eine (vor-)bestimmte Lebensmission hat. Finde diese und du erlangst Glück, Wohlstand und Erfüllung.

Wie du weißt, veranstalte ich jeden Monat einen Cashflow Spieleabend. Hier spielen wir regelmäßig das Finanzspiel von Robert Kiyosaki. Vergangenen Herbst wurde ich mehrfach gefragt, ob ich eines unserer Spiele verkaufen könnte, weil diese nicht mehr auf Deutsch zu kaufen seien. Dann hat das Quantenbewusstsein bei mir eingeschlagen: „Dann entwickle doch ein neues Finanzspiel und arbeite die Erkenntnisse aus deiner Ministudie ein“.

Wow, coole Idee, aber auch eine sehr große Herausforderung mit viel Arbeit. Schnell einen Verbündeten suchen und mit der Entwicklung beginnen. Wer spielt gerne und wäre für ein solches Projekt zu gewinnen? Mein Kollege und mittlerweile Partner Wolfgang Tritsch! Gefragt und begonnen. Die letzten elf Monate haben wir beide geplant, getüftelt, gespielt und immer wieder verworfen und verbessert, und jetzt ist es so weit.

 

Lerne im „My First Million Game“, deinen Money Flow zu aktivieren

Im „My First Million“ Spiel geht es darum, wie der Name schon sagt, seine erste Million aufzubauen. Jeder Spieler beginnt in der Basic Variante mit einem Startkapital von 100.000 Euro. Im Spiel gibt es im Wesentlichen drei Assetgruppen: Start-ups, Aktien und Immobilien. Was das Spiel so herausragend als Finanzspiel macht, sind die 240 Wissensfragen, die aus diesen drei Bereichen kommen.

Wenn du beispielsweise ein Start-up bei „My First Million“ gründest, kannst du es nur weiterentwickeln, wenn du einen oder mehrere Business-Know-how-Punkte hast. Diese bekommst du, indem du Fragen wie die folgende richtig beantwortest:

 

Auf welchen drei Schritten basiert Lean Start-up?

  1. Idee – Experiment – Daten
  2. Idee – Planen – Umsetzen
  3. Vision – Gründen – Starten
  4. Gründen – Investieren – Skalieren

Was meinst du, welche Antwort richtig ist? A, B, C oder D?

Die Börse weist drei Aktien auf, deren Kurse ständig in Bewegung sind, weil nach jedem Würfelzug eine neue Karte vom Stapel Börsenticker gezogen wird. Diese führen zu Kursveränderungen. Nach jeder Änderung hast du neue Kauf- bzw. Verkaufsmöglichkeiten. Börse-Know-how-Punkte bringen dir zusätzliche Gratisaktien ein. Hier auch ein Beispiel für eine Börse-Know-how-Frage:

 

Wer bestimmt die Zusammensetzung des Dow Jones Index?

  1. Die Erben von Dow Jones
  2. Der Herausgeber des Wall Street Journal
  3. Die New York Stock Exchange
  4. Die FED (amerikanische Notenbank)

Immobilien können im Spiel als Anteile an bestehenden Immobilienprojekten gekauft werden. Hier bringen dir die Know-how-Punkte die Möglichkeit, deine Mieterlöse zu steigern. Auch hier wollen wir dir eine exemplarische Frage nicht vorenthalten:

 

In welcher der folgenden Städte konnte man laut Rentcafé 2017 vergleichsweise noch am billigsten mieten?

  1. London
  2. Singapur
  3. San Francisco
  4. Paris

Durch die Know-how-Fragen baust du spielerisch Wissen in allen drei Bereichen auf, das dir bei deinen eigenen finanziellen Entscheidungen auch zugute kommen kann. Im Spiel hast du darüber hinaus die Möglichkeit, finanzielle Entscheidungen zu treffen, ohne befürchten zu müssen, dass sich falsche Entscheidungen negativ auf deine Lebenssituation auswirken.

Wenn du dich aber spielerisch mit den drei Assetklassen öfter beschäftigst und Spaß und Erfolg dabei hast, warum solltest du in Zukunft nicht auch in deinem Leben mehr für dich herausholen?

Ziel des „My First Million“ Game ist es, die Frage „warum 99% Geld hinterherlaufen und 1% Geld wie ein Magnet anziehen“ spielerisch zu beantworten. Spiele haben den großen Vorteil, dass wir Neues ohne Risiko ausprobieren können. Wir haben unser Spiel so konzipiert, dass du dir durch mehrmaliges Spielen immer mehr die wesentlichen Erfolgsmuster von Millionären aneignest. Komm zu unserem nächsten Spieleabend am 15.12.2018 und lerne das Spiel bereits jetzt kennen, denn kaufen wirst du es erst voraussichtlich ab Mai 2019 können!

Schicke uns einfach ein kurzes Mail an office@finanzielle-intelligenz.at mit deinem Namen und der Angabe, ob du alleine oder in Begleitung kommen willst. Du kannst dich auf einen spannenden und unterhaltsamen Abend freuen!

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

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Was macht einen smarten Experten aus?

Was macht einen smarten Experten aus?

smarteexpertenAm 09.10.2018 durften wir erneut ein sehr aufschlussreiches Interview führen. Dieses Mal mit dem Autoren- und Unternehmerpaar Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg, die uns mit ihrem neuesten Bestseller „Die Zeit der smarten Experten“ einen literarischen Wegweiser für die Zukunft des Unternehmertums mit auf den Weg geben.

 

 

 

In meinem Blog habe ich bereits mehrmals über die Diversifikation der Einkommensquellen berichtet. Wie wird eurer Meinung nach der klassische Büroangestellte zum smarten Experten?

Ein Weg ist, aktiv neben der Anstellung weiteres Geld zu verdienen. Dafür brauche ich ein Geschäftskonzept, das möglichst schlank aufgebaut werden kann. Wir nennen das ein smartes Geschäftskonzept. In unserem neuen Buch haben wir speziell die Experten-Konzepte  herausgegriffen. Expertenmodelle eignen sich dafür besonders gut, weil sie aus der eigenen Person geschöpft werden. In einem Service oder einer Produktion muss zum Beispiel erst extern eine Infrastruktur aufgebaut werden. Das ist bei Experten anders, sie können mit sehr wenigen Dingen starten.

Trotzdem raten wir auch bei Experten, zu Beginn nicht zu viel Risiko einzugehen und den Expertenstatus erst im Zuge seines Nebenberufes zu etablieren. Es ist grundlegend, sich zuerst auf Persönlichkeitsebene mit der Frage nach seinem Herzensthema auseinanderzusetzen und folglich einen diesbezüglichen Markt zu finden. Wir nennen dies umgangssprachlich „Herz-Taxi“. Ist diese Kombination gefunden, ein Thema, für das ich gerne aufstehe und für das andere mich auch buchen, dann kann ich das ausbauen.

 

Welche drei Fragen sollte man beantworten, um sein Expertenthema zu finden?

Um das Thema zu finden, das mich antreibt und in dem ich gleichzeitig von anderen auch als Experte akzeptiert werde, empfehlen wir, sich zu fragen:

  1. Welche Skills, Leidenschaften, Erfahrungen, Kompetenzen, Ausbildungen bilden die Basis meines Expertenthemas?
  2. Habe ich eine Faszination oder Betroffenheit (eigene Erfahrung, Prägung), wodurch mein Einstiegspunkt in das Expertenthema ermöglicht wird?
  3. Welche Belege (Rezensionen, Auszeichnungen, Follower) gibt es, die mich als Experte qualifizieren?

 

Wer ist im Umkehrschluss ungeeignet, ein smarter Experte zu werden?

Menschen, die bevorzugt praktisch arbeiten und in Teams in einer Firma aufblühen. Diese Menschen schaffen es meist nicht, sich tagelang zurückzuziehen, um an einem Programm, einem Buch oder einem Kurs zu arbeiten.

 

Welche Arten von smarten Experten gibt es laut eurer Erfahrung?

Wir schlüsseln im Buch fünf Grundtypen auf. Die Serien-Autoren, Media-Sender, Themen-Redner, Programm-Gestalter und Community-Builder. Was diese Typen unterscheidet, ist im Buch ausführlich beschrieben. Diese Typen zu kennen hilft einem, sein eigenes Experten-Konzept zusammenzustellen. Man muss also nicht einem „reinen“ Typen entsprechen. Aber man sollte sie kennen, bevor man auf eine professionelle Ebene geht.

Dann sehen wir in der Praxis noch zwei verschiedene Alters-Gassen: Einerseits die 20- bis 30-Jährigen. Diese gehen häuft mit Lifestyle-Themen raus und zeichnen sich oft durch viel Social Media aus. Anderseits die 35- bis 45-Jährigen, die sogenannten „Switcher“. Diese kommen vorwiegend aus der Selbständigkeit und wollen als smarte Experten leichtere Arbeitsprozesse und mehr Lebensqualität.  Hier geht es oft um „klassische“ Themen, die in eine neue, digitale Form wollen.

 

Wie viele Experten braucht unsere Gesellschaft bzw. wie viel Marktpotential gibt es eurer Meinung nach hierfür? Oder metaphorisch ausgedrückt: wenn es vor lauter Häuptlingen keine Indianer mehr gibt, wie kann die Gesellschaft dann noch funktionieren?

Es kommt immer mehr zu einem Umbruch und einem Wegfall der alten Industriearbeitsplätze. Viele Berufe müssen heute eine Etage nach oben, sich neu aufstellen, anderes Wissen anwenden. Wer vermittelt diese neuen Skills? Die Wertschöpfung wandert an vielen Stellen in den Kopf. „Abarbeiter“ werden in Zukunft Probleme haben, Arbeit zu finden. Dazu gibt es viele Umbrüche im Lifestyle:  vegan kochen? Kite-Surfen an asiatischen Küsten? Diese Fragen hatte man früher nicht. Daher kann es unserer Meinung nach nicht genug smarte Experten geben. Wir machen Mut, es zu versuchen.

 

Gerade in der amerikanischen Literatur, wie beispielsweise der „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris, wird behauptet, dass im Schlaf Millionen verdient werden können. Sind im Umkehrschluss Menschen, die hart arbeiten, daher nicht smart genug?

Wir können Tim Ferris‘ Aussage nicht ganz zustimmen. Es ist möglich, smart sein Geld zu verdienen, wir tun das ja auch. Aber wir haben viele Experten begleitet: Bis diese sich etabliert hatten, mussten sie Arbeitszeit investieren, häufig viel Zeit. Es muss ja erst einmal ein Produkt entwickelt werden, wofür sich dann eine Nachfrage aufbaut. Abgesehen davon ist auch die Halbwertszeit von Produkten zu berücksichtigen. In unserem Beispiel, wir schreiben Fachbücher, beträgt diese zwischen fünf und zehn Jahren. Sprich: Es gelingt so gut wie nie, mit einem einzigen Produkt ein Perpetuum Mobile aufzubauen. Wir zeigen deshalb im Buch, wie man Geschäftskonzepte als Struktur anlegt, also verschiedene Produkte im Portfolio kombiniert. Smart sein und dafür zu arbeiten, gehört in unseren Augen zusammen. Aber man kann smart arbeiten.

 

Ihr begleitet sehr viele Jungunternehmer. Was sind eurer Erfahrung nach die häufigsten Fehler bzw. wesentliche Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Gründung?

Ein häufiger Fehler liegt darin, dass anfangs schon zu viel Risiko übernommen wird. Man denkt an eine große Firma und nimmt dafür sogar Fremdkapital auf. Das ist gerade als Experte Unsinn. Wir raten, nur mit Komponenten zu gründen, die nicht in Widerspruch mit der noch „kleinen“ Idee stehen. Wer einen Online-Kurs ins Netz stellt, entwickelt keine eigene Plattform für Online-Kurse, er stellt diesen Kurs einfach bei Teachable, Coursera oder Udemy ein und testet, ob das funktioniert. Es reicht, den Ball zunächst flach zu halten.

Eine weitere Fehlerquelle ist „Teamromantik“. Alle sagen, man braucht als Unternehmer ein gutes Team. Ergo tendieren Jungunternehmer dazu, gleich zu Beginn Partner mit in die eigene Firma zu holen. Das Problem: Die meisten Teams lösen sich nach kurzer Zeit wieder auf. Das ist gerade unter Experten nicht lustig. Was passiert, wenn man zusammen Bücher geschrieben hat? Wem gehören die Rechte? Gerade als Experte kann ich aber perfekt solo arbeiten. Ich entwickle ein eigenes Geschäftsmodell, das gleichzeitig auch das eigene Herzensthema ist. Je mehr Leidenschaft man für sein Produkt hat, desto erfolgreicher und glücklicher wird man in seiner Arbeit. Dazu braucht man gerade zu Beginn kein Team. Später, wenn es wächst, kann das anders aussehen.

 

In eurem neuesten Buch ruft ihr das Zeitalter der smarten Experten aus. Was zeichnet denn nun einen smarten Experten aus? 

Die Tools für Experten sind sehr stark. Hier ist die digitale Transformation bereits voll angekommen. Nur noch die E-Commerce-Händler sind ähnlich gut ausgestattet. Davon abgeleitet ist für uns ein smarter Experte jemand, der diese Tools nutzt, und ein dazu passendes Geschäftsmodell aufbaut. Der Unterschied zum klassischen Experten ist der Arbeitsmodus. Klassisch arbeite ich mit Aufträgen für Kunden. Smarte Experten entwickeln Produkte und Marken und gehen damit auf den Markt, wie große Firmen das auch tun, nur eben smart.

 

In der Reichenliteratur ist man sich noch uneinig, ab wann jemand wirklich als reich und finanziell unabhängig gilt. Die Definitionen gehen von „Average Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 1.500-3000€) über „Good Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 10.000-30.000€) und „Big Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: über 100.000€) bis hin zu „Legendary Money“ (Monatliche Nettoeinnahmen: größer oder gleich 1 Million €). Wie schafft es eurer Meinung nach, ein smarter Experte zu „Good Money“ und darüber hinaus?

Smart zu werden hat zwei Gründe:

a) möchte ich eine bessere Qualität in meinem Leben

Also nicht mehr pendeln, sondern von zu Hause (in der Nähe meiner Familie) oder ortsunabhängig und mit freier Zeiteinteilung arbeiten, die Themen vorantreiben, die mich selbst interessieren … Dazu sind viele auch bereit, weniger als vorher zu verdienen. Trotzdem sollte ein Experte bei den Umsätzen bei 10.000 Euro pro Monat landen. Nur so kann ich privat genug entnehmen und Vermögen und Rücklagen aufbauen.

b) möchte ich gutes Geld verdienen

Es gibt Experten, die sehr gut verdienen. Wir arbeiten im Buch heraus, dass die hohen Einkommen sich bei den Experten aber nur einstellen, wenn ich das Geschäftskonzept strategisch denke. Die Skalierungs-Effekte kommen, wenn ich professionell ein gutes Thema an die richtige Stelle bringe. Entweder erreiche ich VIELE Menschen oder die RICHTIGEN Menschen. Gerade Experten verdienen häufig B2B mehr als B2C. Das hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Nur wenn ich weiß, dass ich etwas zu sagen habe, werde ich auch Geld damit verdienen.

 

Ihr beide seid eurer Definition nach selbst smarte Experten. Wo steht ihr auf eurem Weg und wo wollt ihr euch hin entwickeln? 

Wir sind gut etabliert. Wer über smarte Geschäftskonzepte nachdenkt, wird in der Regel irgendwann über uns stolpern. Das wollten wir, aber wie immer im Leben haben wir auch etwas Glück gehabt. Wir waren die ersten, die im deutschsprachigen Raum über smarte Geschäftskonzepte und Solopreneurship geschrieben haben.

Seit 25 Jahren arbeiten wir aus dem Home Office. Bei uns ist das ein eigenes Haus, das wir speziell für unsere Zwecke gebaut haben. Darin genießen wir unsere Unabhängigkeit. Das ist uns ein hoher Wert. Deshalb ist es uns wichtig, dass in unseren GmbHs keine anderen Gesellschafter sind, dass wir keine Fremdschulden haben. Dazu kommt, dass wir so gut wie keine Kundentermine mehr haben und damit fast nicht mehr beruflich ins Auto steigen, also unseren Tagesablauf optimal für uns gestalten können. Wo wir noch nicht so gut sind wie der eine oder andere digitale Experte, ist der automatisierte Workflow. Da gibt es noch Verbesserungspotential. Das wollen wir demnächst stärker angehen.

 

In euren Büchern streift ihr immer wieder mein Leidenschaftsthema „Finanzielle Intelligenz“, sprich wie man intelligent mit Geld umgeht. Auf welche Veranlagungsformen vertraut ihr?

Deswegen sind wir hier auch gerne mit dabei. Es wird uns in Deutschland, in Österreich wird das nicht viel anders sein, nicht beigebracht, wie man gut mit Finanzen umgeht. Aber es ist für die eigene Unabhängigkeit extrem wichtig. Ein Norddeutscher würde sagen: „Achte darauf, immer genug Wasser unter dem Kiel zu haben.“

Wir achten deshalb auf eine hohe Liquidität und verzichten dafür auf die eine oder andere Status-Anschaffung. Wir legen unser Geld in Immobilien, Aktien (meist ETFs) und Unternehmensbeteiligungen an. Als Business Angels sind wir vor allem aus beruflichem Interesse unterwegs. Wir wollen wissen, wie Gesellschafterkreise funktionieren. Unsere Beteiligungen bei Start-ups in der Seedphase lösen sich fast genauso oft in Luft auf, wie sie ziehen. Das ist also mit Vorsicht zu genießen.

 

Um den Kreis zu schließen, noch die Frage nach eurem Lebensmotto?

„Verändere dein Leben und auch das von anderen“. Es geht nicht nur ums Geld verdienen, sondern um positive Veränderung. Deswegen mögen wir auch die Expertenkonzepte so sehr. Wer seinen eigenen Horizont erweitert, um so den Einstieg in ein Expertenfenster zu bekommen, bereichert fast immer auch sein Leben und das Leben anderer Menschen positiv.

 

Photo by Hunters Race on Unsplash

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Wer kann von der „betrieblichen Altersvorsorge“ profitieren?

Wer kann von der "betrieblichen Altersvorsorge" profitieren?

Dieser Frage durfte Sandra Drexel im Interview mit Herrn Dr. Wolfgang Ellmaier auf den Grund gehen. Er ist Unternehmensberater sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und gilt als ausgezeichneter Experte im Bereich der „Betrieblichen Altersvorsorge“. Er stand uns für ein Interview am 8. August 2018 zur Verfügung.

 

ellmaierMitte Juli durfte ich einen Vortrag von Ihnen erleben, in dem Sie sagten, dass jeder Österreicher von der „Betrieblichen Altersvorsorge“ profitieren kann und sollte. Was meinten Sie damit genau?

Grundsätzlich gilt in Österreich das „Drei-Säulen-Modell“. Dieses umfasst einerseits die staatliche Pension als erste Säule, die betriebliche Altersvorsorge als zweite Säule und abschließend die Privatvorsorge als dritte Säule. Meines Erachtens sind alle drei Säulen, hierbei insbesondere die guten Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge, ausnahmslos von jedem zu nutzen. Im Rahmen meiner Beratungstätigkeit sowie Vermögensplanung wird immer wieder erkennbar, dass sich unsere Kunden im Laufe der Jahre einen gewissen Lebensstandard aufgebaut haben, den sie auch im Pensionsalter aufrechterhalten wollen. Unsere Zielgruppe ist stark mit dem Faktum der drohenden „Pensionslücke“ konfrontiert, die sich bekanntlich aus der niedrigen Geburtenrate sowie den äußerst langen Ausbildungszeiten ableiten lässt. Es muss daher unser Ziel sein, eine nachhaltige Lösung zu finden.

 

Das Thema „Betriebliche Altersvorsorge“ wird mit vielen Begrifflichkeiten, unter anderem mit „Pensionskasse“ oder „Pensionszusage“ verbunden. Können Sie uns einen kurzen Überblick verschaffen?

Die „Betriebliche Altersvorsorge“ unterteilt sich in folgende Vorsorgeoptionen:

  1. Zukunftssicherung (300-Euro-Modell):

Im Rahmen der Zukunftssicherung schließt ein Arbeitgeber für alle oder eine Gruppe von Mitarbeitern ein steuerbegünstigtes Vorsorgemodell ab. Dieses kann als freiwillige Sozialleistung oder auf Basis einer Gehaltsumwandlung erfolgen. Die Zukunftssicherung wird mit einem Betrag in Höhe von € 300,- begrenzt und jährlich brutto für netto auf ein Versicherungs- oder Vorsorgekonto (Bsp.: Lebensversicherungskonto) veranlagt. Diese Beitragszahlung gilt für den Arbeitgeber als Betriebsaufwand. Folglich entstehen weder Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber noch Lohnsteuer und Sozialabgaben für die Mitarbeiter.

  1. Vorsorge für alte Abfertigungen:

Abfertigungsansprüche für Dienstverhältnisse vor dem 01.01.2003 unterliegen der „Abfertigung Alt“. Diese Verpflichtungen bleiben am Unternehmen bestehen und könnten für Liquiditätsprobleme sorgen. Mit Zahlung der Beiträge in eine Vorsorgekasse wären alle Abfertigungsverpflichtungen eines Unternehmens erfüllt.

  1. Pensionskassa/Betriebliche Kollektivversicherung:

Bei dieser Pensionslösung kann über den Betrag von € 300,- hinaus pro Jahr und Mitarbeiter (maximal bis zu 10 % der Bruttolohn- und Gehaltssumme) steuerbegünstigt brutto für netto investiert werden. Die „Pensionskasse“ bietet eine chancenorientierte Veranlagung am Kapitalmarkt. Die „Betriebliche Kollektivversicherung“ hingegen gewährt eine Garantieverzinsung des veranlagten Kapitals sowie eine garantierte Rente.

  1. Pensionszusage:

Diese Vorsorgeoption eignet sich für ausgewählte Personen im Unternehmen und wird daher meist Führungskräften, leitenden Angestellten und sogenannten „High Potentials“ angeboten. Hierfür wird die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG) benötigt, da eine Rückstellungsfähigkeit gewährleistet sein muss. Diese gilt wiederum als Betriebsausgabe.

 

Worin sehen Sie die Vorteile der „Betrieblichen Altersvorsorge“?

Sie dient vor allem der Zukunftssicherung, aber auch der Mitarbeitermotivation zu höheren Leistungen sowie der Bindung wertvoller, hochqualifizierter Mitarbeiter ans Unternehmen. Weiters ermöglicht das steuerbegünstigte Brutto-für-Netto-Ansparen im Vergleich zur Privatvorsorge einen deutlich höheren Veranlagungsbetrag. Es wird daher ein strukturiertes, regelmäßiges und sukzessives Ansparen aus dem Unternehmen heraus ermöglicht, das dessen Liquidität nicht tangiert.

 

Worin sehen Sie etwaige Fallstricke der „Betrieblichen Altersvorsorge“?

Sollten das Konzept nicht individuell genug gestaltet und das beteiligte Unternehmen sowie dessen Mitarbeiter nicht genügend in den Prozess eingebunden werden, sodass beispielsweise die umgesetzte Lösung nicht mit der Liquiditätssituation im Unternehmen übereinstimmt oder die Pensionslücke einer konkreten Person nicht ausreichend mit einer betrieblichen Lösung gedeckt wurde, so kann dies durchaus Fallstricke bilden. Daher ist es unerlässlich, einen fachkompetenten Berater hinzuzuziehen, der die vermeintlich komplexe Thematik simplifiziert.

 

Sie gelten in Österreich als ausgewiesener Experte im Bereich der „Betrieblichen Altersvorsorge“. Dennoch treten Steuerberater dieser eher skeptisch gegenüber. Woran könnte dies Ihrer Meinung nach liegen?

Die „Betriebliche Altersvorsorge“ gilt als Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft, Steuerwesen sowie Finanz- und Versicherungswirtschaft. Es kann durchaus sein, dass sich Steuerberater vor der vermeintlichen Komplexität sowie einem etwaigen Mehraufwand in der Bilanzierung scheuen. Daher ist es wiederum essentiell, einen geeigneten Berater zur Seite zu haben.

 

Wie viel Geld schenkt ein Österreicher ungefähr her, wenn er als Angestellter keine „Betriebliche Altersvorsorge“ hat?

Im Vergleich zur Privatvorsorge sind es in etwa € 2.000,- pro Jahr.

 

Wie schätzen Sie die Rechtssicherheit der „Betrieblichen Altersvorsorge“ in Österreich ein? Was wäre, wenn die steuerlichen Vorteile aufgrund einer Gesetzesänderung entfielen?

Die Rechtssicherheit schätze ich in diesem Bereich sehr hoch ein. Aus dem Gesetzestext geht sehr klar hervor, dass es der Wille des Gesetzgebers ist, in diesem Bereich zu handeln.

 

Sie führen selbst auch ein Unternehmen. Welche „Betriebliche Altersvorsorge“ haben Sie gewählt und warum?

Mein Unternehmen ist in der Rechtsform einer GmbH gegründet. Als beteiligter Gesellschafter und Geschäftsführer habe ich für mich selbst das Konzept der Pensionszusage mit direkter Leistungszusage umgesetzt. Zusätzlich konnte ich im Rahmen der Pensionszusage auch meine beiden Kinder in Form einer Waisenpension absichern.

 

Wie sorgen Sie sonst noch vor?

Abgesehen von der Pensionszusage nutze ich sehr wohl auch die Möglichkeiten am Kapitalmarkt und veranlage in fondsgebundenen Lebensversicherungen. Hierbei achte ich darauf, dass ich sehr flexibel bin und eine breitgefächerte Fondspalette, wie beispielsweise Indexfonds, zur Verfügung habe.

 

Unsere Blogleser interessieren sich sehr für Themen wie „finanzielle Freiheit & Wohlstand aufbauen“. Wie wird man Ihrer Meinung nach reich?

Im ersten Schritt ist es wichtig zu definieren, was Reichtum für jeden individuell bedeutet, gefolgt von einer diesbezüglichen Zielsetzung und Vermögensplanung. Es ist außerdem wesentlich, keine Angst vor Entwicklungen zu haben, sodass Möglichkeiten nicht ungenützt verstreichen. Und zu guter Letzt gilt es, den Beruf zu finden, der einen begeistert und einem Spaß macht.

 

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Mein Erfolgsgeheimnis liegt in einer täglichen, ca. 15-minütigen Visualisierungsübung. Hierbei richte ich meine Gedanken auf eine eigens erstellte Mindmap, bestehend aus meinen persönlich wichtigsten Lebensbereichen, die ich Schritt für Schritt visualisiere und mit Notizen vermerke.

 

Abschließend noch die Frage, welchem Lebensmotto Sie folgen?

Mein Lebensmotto verdeutlicht sich in einem Lied, das ich zur Taufe meines mittlerweile einjährigen Sohnes eigens komponiert habe: „Höre nicht auf zu suchen nach der Quelle deines Meers, darauf zu segeln, die Anker heben, es verstehen tief in dir. Du bist der Herrscher über dein Leben. Jubelchöre. Hab keine Angst, hab Spaß am Leben, schließ die Augen, es ist geschafft.“

 

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Mach deinen Erfolg zum Ritual!

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Erfolgsrituale… jeder erfolgreiche Mensch hat sie und ganze Ratgeber werden über sie geschrieben. Und das ist auch gut so! Denn, seien wir mal ganz ehrlich, wie viele erprobte Erfolgsrituale fallen dir ad hoc ein? Wenn du sofort einige davon aufzählen kannst, super! Doch viele werden bei dieser Frage vielleicht erst mal ins Straucheln geraten. Das wollen wir vermeiden, denn Erfolgsrituale und persönliches Energiemanagement können dir auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit eine große Hilfe sein. Und die wollen wir schließlich alle erreichen, oder?

Vor rund 2 Monaten wurde ich von Michaela Forstik für eine der größten Online-Interviewreihen „Alltagshelden“ interviewt – und nun darf ich es endlich auch mit dir teilen! Ich spreche darin über meine Millionärsstudie und Finanzbildung, aber auch meine persönlichen Erfolgsrituale werden ein großes Thema sein. Falls du also noch kein Erfolgsritual hast, klick dich rein und schau dir vielleicht das eine oder andere ab!

Ich wünsche dir viel Spaß und hoffentlich auch Inspiration,

Dein Alexander

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Wer verwaltet schon mehr als 1 Milliarde Euro?

Wer verwaltet schon mehr als 1 Milliarde Euro?

Wer verwaltet schon mehr als 1 Milliarde Euro?

Wer mehr als 16 Milliarden Euro verwaltet, sollte uns etwas zu sagen haben.

In meinem täglichen Beraterleben habe ich es immer wieder mit sehr interessanten Persönlichkeiten aus der Finanz- und Veranlagungswelt zu tun. Im Mai 2018 hat es sich ergeben, dass ich ein Interview mit Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments führen durfte. Herr Heidinger verwaltet mit seinem Team gemeinsam rund 17 Milliarden Euro. Ich möchte dir in diesem Blogbeitrag einen kleinen Auszug davon zur Verfügung stellen.

Frage 1: Herr Heidinger, vielen Dank, dass Sie sich für unser Interview zur Verfügung stellen. Gleich meine erste Frage: Für wie wahrscheinlich halten Sie einen Crash in den nächsten Jahren?

„Aktuell ist der Ballon schon sehr voll. Die Börsen sind mehr oder weniger seit zehn Jahren im Steigen begriffen. Wir beobachten aktuell, dass die Zentralbanken wieder sehr aktiv sind und gehen davon aus, dass die lockere Zentralbankenpolitik noch drei bis fünf Jahre andauern wird. Das spricht eher für kein Crashszenario. Hingegen gefällt uns aktuell die hohe Verschuldung in den USA nicht.“

Frage 2: Was glauben Sie werden in den nächsten zehn Jahren die wesentlichen Trends bzw. Treiber an den Kapitalmärkten sein?

„Hier sehe ich primär drei wesentliche Treiber: Erstens ist der Aufstieg der Schwellenländer, allen voran Chinas, unumgänglich. Es werden sich die wirtschaftlichen Machtverhältnisse ändern. Deswegen muss in die Regionen investiert sein. Sinnvoll sind wahrscheinlich 20 bis 30 Prozent.

Zweitens Digitalisierung, Robotik und Technik. Es werden auch in näherer Zukunft Unternehmen wie Apple und Co. sehr gut performen. Vor allem mit der Künstlichen-Intelligenz-Welle, die noch kommen wird. Hier sollten in der Veranlagung auch solche Positionen entsprechend aufgebaut werden.

Drittens sehen wir leider die Entwicklung des Populismus und das Aufkommen von Extremflügelparteien kritisch. Besonders in Europa und Amerika sehen wir Herausforderungen auf uns zukommen.“

Frage 3: In was investieren Sie persönlich?

„Für meine Veranlagungen denke und handle ich sehr langfristig, gerne 30 Jahre plus. Hier vertraue ich unserer eigenen Veranlagungsserie MyFolio Chance Plus, die sehr offensiv ausgerichtet ist. Zusätzlich gefallen mir drei Märkte sehr gut: China, Indien und Irland.“

Frage 4: Herr Heidinger, viele erfolgreiche Autoren wie Robert Kiyosaki und Anthony Robbins empfehlen, den richtigen Finanzberater zu finden. Woran erkennt man Ihrer Meinung nach den richtigen Berater?

„Auch hier empfehle ich, auf drei Bereiche zu achten: erstens Verkäufer vs. Berater. Ein Verkäufer ist in der Regel eine Person, die ausschließlich ein Produkt, eine Gesellschaft verkauft. Ein Berater ist jemand, der mehrere Lösungen hat bzw. einsetzen kann. Verschiedene Produkte bzw. Investmentmöglichkeiten.

Zweitens, ob sich der Berater für mich Zeit nimmt, um meine Situation zu verstehen, meine Bedürfnisse zu klären und eine gemeinsame Linie mit mir entwirft.

Und drittens: Kann der Berater ein Gesamtkonzept entwickeln oder verharrt er nur bei Einzellösungen? Wenn Sie diese Punkte positiv beantworten können, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie einen guten Berater vor sich haben.“

Frage 5: Viele Menschen kommen aus einem Elternhaus mit einer negativen Prägung bzw. Einstellung zu Geld. Bei uns in der Familie war zum Beispiel oft zu hören: „Das können wir uns nicht leisten“ oder „Geld regiert die Welt“. Was können Sie diesen Menschen mitgeben?

„Wenn Sie von Ihrer Familie eine schlechte Einstellung zu Geld mitbekommen haben und Ihnen diese bewusst ist, dann brauchen Sie Vehikel, die Sie von dem Angst-Gier-Modus der Kapitalmärkte entkoppeln. Ein sehr guter Ansatz dafür ist meiner Meinung nach die Dividendenstrategie. Der Fokus liegt dann nicht mehr auf dem Kurs, sondern auf den Dividendenströmen, die weniger von der Börsenstimmung geleitet sind.“

Frage 6: Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen Gründe, warum ein Privatinvestor die Verwaltung seines Vermögens in professionelle Hände legen sollte?

„Ein wesentlicher Grund liegt sicherlich in der Diversifikation. Um ein Wertpapierdepot weltweit gut und sinnvoll aufzubauen, ist schon ein gewisses Know-how notwendig. Es gibt die einen Kunden, die sich ungern mit der Thematik auseinandersetzen. Zum anderen auch die Personengruppe, die beruflich oder auch familiär sehr stark engagiert ist – Menschen, die einfach wenig Zeit für die Verwaltung ihres Geldes aufbringen können oder wollen.“

Frage 7: Herr Heidinger, welchen Veranlagungsformen vertrauen Sie am meisten?

„Sicherlich ganz vorne ist der Bereich Aktien global. Anleihen zur Stabilisation und dann noch der Bereich Infrastruktur wie Solar und Wind, hier aber in Beteiligungsform. Last but not least der Markt UK.“

Frage 8: Finanzielle Freiheit ist so definiert, dass die Lebenskosten durch die Kapitalerträge gedeckt sind. Welche drei Tipps können Sie Menschen mitgeben, die finanzielle Freiheit anstreben?

„Der erste und meiner Meinung nach wichtigste Tipp ist: Monitore deine Ausgabenseite. Stelle dir bei jeder Ausgabe die Frage – ist das Luxus oder wirklich notwendig? Mein zweiter Tipp ist, suche dir den richtigen Partner. Mein Haus baue ich auch nicht selber, sondern lasse es mir bauen. Mein letzter Tipp ist – Ruhe bewahren, dran bleiben und seinem ursprünglichen Plan langfristig treu bleiben.“

Frage 9: Herr Heidinger, Sie verwalten mit Ihrem Team rund 17 Milliarden Euro, welche Investitionsregeln können Sie uns empfehlen?

„Als erstes entwickeln Sie Ihre finanziellen Ziele und ein Zielbewusstsein. Andernfalls können Sie langfristig nicht am Markt bestehen! Nur so können Sie weitermachen und einfach dranbleiben, auch wenn die Märkte scheinbar verrückt spielen. Nur so können Sie einen kühlen Kopf bewahren.

Zweite Regel: Lassen Sie sich Zeit. Das bedeutet nicht, dass Sie erst in zwei bis drei Jahren zu investieren beginnen sollen. Es bedeutet, dass ein gewisses Vermögen aufzubauen einfach seine Zeit braucht. Mal haben Sie ein durchschnittliches Jahr, mal ein sehr schlechtes, mal ein sehr gutes. Das gehört dazu und darf Sie nicht aus der Ruhe bringen. Ich erlebe immer wieder Menschen, die sich zu sehr unter zeitlichen Druck setzen. Gefühlt müssen sie schon morgen Millionär sein. Das ist zum Scheitern verurteilt!

Dritte Regel, die wir vor allem bei Aberdeen Standard Investments leben, ist Transparenz. Die Frage, die jedes Teammitglied verstehen muss: Wie wird was warum gemacht?“

Frage 10: Wir erleben aktuell speziell in den Fachmedien eine große Diskussion rund um aktiv bzw. passiv gemanagte Veranlagungen. Wie ist Ihre Haltung dazu?

„Für richtig halte ich es, dass in sehr transparenten Märkten wie den USA passive Investments, sogenannte ETFs, kostengünstig eingesetzt werden. Aber – und das wird in der aktuellen Diskussion komplett ausgeblendet – ob ich aktiv oder passiv investiere, bringt nur 10 Prozent der Performance. 90 Prozent kommen von der richtigen Asset-Allocation – sprich, von der richtigen Zusammensetzung aus Märkten, Regionen, Branchen, Anlagegruppen etc. Also wird dieser Diskussion viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.“

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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Was ist Finanzielle Intelligenz?

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Liebe Leser!

Das erste Jahr unseres Blogs Finanzielle Intelligenz ist vorbei. Ich hoffe, ihr habt hilfreiche Anregungen und Ideen erhalten, um mit eurem Geld smarter umzugehen. Ich möchte den heutigen Artikel dazu nutzen, um auf die wesentlichen Aspekte finanzieller Intelligenz hinzuweisen. Lerne die sechs wesentlichen Bereiche für deinen finanziellen Wohlstand kennen.

Die Definition finanzieller Intelligenz – Was sie bedeutet und wofür ich sie brauche:

Finanzielle Intelligenz ist die Fähigkeit Wohlstand aufzubauen, von dem man nachhaltig leben kann, sodass man nicht mehr arbeiten gehen muss. Finanzielle Intelligenz strebt also finanzielle Freiheit an!

Wohlstand und finanzielle Freiheit können nur aufgebaut werden, wenn die folgenden Faktoren vorhanden sind bzw. berücksichtigt werden:

Karriereintelligenz – Mache Karriere und steigere deine Einnahmen!

Die meisten Menschen starten mit wenig oder gar keinem Kapital. Die einzige Möglichkeit nun an Geld zu kommen ist, dass du mit deiner Arbeitskraft Geld verdienst. Wenn du allerdings nur arbeitest, um genug zum Leben zu haben, dann wirst du kein Kapital aufbauen können, von dessen Erträgen du einmal leben kannst. Aus diesem Grund ist es für dich von großer Bedeutung, genau den beruflichen Bereich zu finden, der dir viel Spaß macht und in welchem du Fähigkeiten besitzt, die du ausbauen kannst und die vom Markt auch benötigt werden. Das ist Karriereintelligenz. Alle Selfmade-Millionäre haben außerordentliche Fähigkeiten in ihren beruflichen Gebieten entwickelt und haben diese konsequent ausgebaut. Wenn du gut bist, kannst du mehr Geld verdienen. Und hohe bzw. steigende Einnahmen sind eine wichtige Voraussetzung für Wohlstandsaufbau.

Sparintelligenz – Gib immer weniger aus als du einnimmst!

Kein Mensch der Welt kann sich Wohlstand aufbauen, wenn er keine Sparintelligenz hat. Die alte Kaufmannsweisheit „Gib weniger aus als du einnimmst“ ist leider in der heutigen Konsumwelt sehr in Vergessenheit geraten. Unsere Großeltern hatten noch Werte wie Genügsamkeit, Fleiß und Sparsamkeit. Sie haben Europa nach dem 2. Weltkrieg genau mit diesen Eigenschaften wieder aufgebaut und uns einen gewissen Wohlstand ermöglicht. Diese Werte sind nicht mehr in Mode. Vielmehr geht es heutzutage um Selbstverwirklichung, die primär über Konsum und schnelle Lustbefriedung gesucht wird. Zu unser aller Unglück ist das beste Beispiel dafür der Staat. Fast alle Staaten in Europa geben seit Jahrzehnten mehr Geld aus als sie einnehmen. Das kann langfristig nicht gut gehen. Generell sollte gelten: Lege als Student 10% deiner Einnahmen auf die Seite. Bei Einstieg in einen Vollzeitjob werden dann zwei Drittel deiner Einnahmen zum Leben verwendet und ein Drittel gespart. Bei jeder neuen Einkommenssteigerung, legst du 50% auf die Seite. So kannst du Wohlstand aufbauen!

Investmentintelligenz – Ohne Investieren oder Veranlagen kein Wohlstand!

Die breite Masse geht bei Geldangelegenheiten auf Nummer sicher. Generationen von Menschen sparen in Bausparformen, Garantiezins-Produkten oder mit dem Sparbuch. Ist die breite Masse wohlhabend? Nein, ist sie nicht. Leider leben nur 2-5% der Bürger in einer Familie, die sich als finanziell intelligent bezeichnen kann. Sie haben es geschafft, ein Geldwissen aufzubauen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Diese Familienangehörigen müssten nicht mehr arbeiten, weil sie finanziell frei sind. Die Einnahmen ihrer Investments sind höher als ihre Ausgaben. Meistens wird jedoch ganz im Sinne der Karriereintelligenz sehr intensiv gearbeitet. Jetzt die entscheidende Frage: Sparen diese Familien primär über Bausparer und Co? Fehlanzeige. Diese Familien haben sich ganz gezielt Vermögenswerte aufgebaut, wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Geschäftsbeteiligungen, etc. – alles Veranlagungen, die nicht todsicher sind, aber über längere Zeit (meist mehrere Jahrzehnte) viel höhere Erträge erwirtschaften. Ziel ist es, nach Abzug von Steuer, Kosten und Inflation zumindest den Wert zu erhalten bzw. reale Wertsteigerungen zu erwirtschaften. Der wesentliche Unterschied ist: Wohlstandsaufbauer denken langfristig, lernen mit Risiko – sprich Wertschwankungen – umzugehen. Sie veranlagen schon früh und streuen ihre Veranlagungen sehr breit.

Absicherungsintelligenz: Berücksichtige auch das worst-case Szenario

So risikoscheu der Durchschnitt bei seinen Finanzen ist, so leichtsinnig ist dieser wiederum bei den wirklichen worst-case Varianten. Welche zum Teil irreversiblen Katastrophenszenarien auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit gibt es? Gehen wir nochmal einen Schritt zurück. Der erste Bereich der finanziellen Intelligenz ist die Karrierefähigkeit, um die eigene Einkommenssituation sukzessive auszubauen. Was könnte dir da langfristig in die Quere kommen? Körperliche Gebrechen, psychische Probleme, Invadilität, kurz zusammengefasst: Berufsunfähigkeit. Viele Menschen haben für ihr Auto eine Vollkaskoversicherung. Hat das Auto also einen Totalschaden, dann ist es zur Gänze versichert. Was aber ist, wenn du einen Totalschaden hast? Kann deine Familie bis ins hohe Alter für dich sorgen? Oder müsstest du dich darum selber kümmern? Die Meisten blenden diese Frage einfach aus. „So was passiert mir nicht!“ – Ein Blick in die Statistik aber reicht. Jeder dritte Österreicher und auch Deutsche wird einmal in seinem Berufsleben zumindest temporär berufsunfähig. Viele Jungfamilien gehen zudem ein überdurchschnittlich hohes Risiko ein, weil oft zwei Drittel und mehr vom Einkommen des Jungvaters abhängen. Doch was, wenn ihm etwas passiert? Die relevantesten worst-case Fälle sind Berufsunfähigkeit, Chronische Krankheiten und damit verbunden extrem hohe Arzt-, Behandlungs- und Medikamentenkosten, Ableben (meinst du den Tod?? dann schreibe lieber Tod, nicht Ableben). Auch eine Pensionsabsicherung solltest du einplanen, wenn du bis 65 nicht finanziell intelligent genug gewesen bist. Die staatliche Pension wird sehr niedrig ausfallen und eventuell nur bei der Existenzsicherung liegen. Um jedoch einen gewissen Lebensstandard halten zu können, bedarf es einer adäquaten Pensionsvorsorge.

Neben diesen vier Hauptfaktoren (Karriere, Sparen, Investment, Absicherung) der finanziellen Intelligenz gibt es zwei weitere Nebenfaktoren, die wesentlich zum Gesamterfolg deines Wohlstandsaufbaus beitragen.

Zukunftsblick: Öffne dich für Neues!

Warum fällt es uns grundsätzlich so schwer, Entscheidung zu treffen? Weil die Konsequenz unserer Entscheidungen in der Zukunft liegt, die ja bekanntlich ungewiss und neu ist. Und vor allem Neuen und Unbekannten haben wir Menschen seit jeher Angst. Dennoch müssen wir lernen, damit umzugehen. Lernen wir das nicht, werden die anderen Entscheidungen für uns treffen. Und wer möchte schon ein entmündigtes Leben führen? Die einzige Möglichkeit fit für die Zukunft zu sein, ist, sich neugierig und offen mit neuen Entwicklungen auseinander zu setzen. Suche Informationsquellen, die dich mit neuen Erkenntnissen füttern und von denen du lernen kannst. Das können qualitativ hochwertige Medien sein, intelligente Menschen usw. Mit deren Hilfe schaffst du es, deinen Blick für die Zukunft zu schärfen, Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und letztlich bessere Entscheidungen zu treffen.

Selbstmanagement: Arbeite an dir!

Wesentliche Eigenschaften des Selbstmanagements sind: Disziplin, Konstanz, Wille und Commitment. Alle bisher genannten Faktoren – Karriere-, Spar-, Investment-, Absicherungsintelligenz und Zukunftsblick sind wertlos, wenn du nicht ein gewisses Maß an Selbstmanagement besitzt. Nur wer sich selbst Ziele stecken kann und diese auch fokussiert verfolgt, kann finanzielle Freiheit erlangen. Die meisten Menschen scheitern an diesem Punkt. Die einzige Möglichkeit, um die Wahrscheinlichkeit deines langfristigen Erfolgs zu steigern, habe ich im Sport kennengelernt. Kein Spitzensportler käme je auf die Idee, seine Ziele ohne Trainer anzugehen. Ein guter Trainer, Coach bzw. Berater hilft dir, an deinen Zielen festzuhalten, dich aus deiner Comfortzone heraus zu holen, dein volles Potential auszuschöpfen und so schließlich deine Leistung zu steigern. Warum darauf verzichten? Was die Fähigkeiten des Selbstmanagements abrundet, ist die Fähigkeit, die richtigen Personen um sich zu vereinen. Das beginnt bei der Auswahl des richtigen Lebenspartners, Freunde, Geschäftspartner, Vorgesetzten, Mentoren und geht bis zu den richtigen Beratern, wie Steuer- und Finanzberater, Ärzte und so weiter.

Abschließend wünsche ich euch allen ein gesundes, lustiges und finanziell intelligentes Jahr 2016!

Tipp: Nutze deine Energie und starte das Jahr finanziell intelligent. Komm und spiele am 26.1.16 um 19.00 Uhr mit anderen Interessierten Personen das Cashflow Spiel. Dort lernst du spielerisch deine finanziellen Fähigkeiten zu steigern. Melde dich hier an!

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

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