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Ausgabenkontrolle: der Schlüssel zur finanziellen Freiheit

Ausgabenkontrolle: der Schlüssel zur finanziellen Freiheit

Ausgabenkontrolle: der Schlüssel zur finanziellen Freiheit

Ausgabenkontrolle: der Schlüssel zur finanziellen Freiheit

Wie viele von euch wissen, organisiere ich seit mittlerweile zwölf Jahren monatlich Cashflow Spieleabende. Seit 2018 veranstalten wir zusätzlich unser selbst entwickeltes Spiel My First Million. In beiden Spielen ist der sogenannte Lifestyle oder Schnickschnack der große Feind des Vermögensaufbaus. Rational verstehen alle Teilnehmer, dass wir für einen erfolgreichen Wohlstandsaufbau weniger ausgeben sollten. Im Alltag gestaltet sich dieses Vorhaben dann aber wesentlich schwieriger. Aber warum eigentlich?

Bedürfnisse wollen sofort gestillt werden

 

Ein erster Grund dafür ist die menschliche Psyche. Bedürfnisse wollen wir sofort befriedigt haben. Wir hassen es Bedürfnisse aufschieben zu müssen. Das hat bereits der Marshmallow-Test in den Sechzigerjahren deutlich gezeigt.

Hier wurden Kinder mit der Süßigkeit für ein paar Minuten alleine in einem Raum gelassen. Wenn sie nach Ablauf der Zeit das Marshmallow nicht gegessen hatten, bekamen sie zwei zusätzliche Marshmallows.

20 Jahre später wurden die dann schon Erwachsenen nochmal in Bezug auf ihren beruflichen Erfolg untersucht. Die Kinder, die sich damals beherrschen konnten, waren signifikant erfolgreicher. Das haben aber nur wenige Personen geschafft.

Großmeister der Verlockung

 

Marketing und Werbung haben sich in den letzten Jahren massiv über Big Data weiterentwickelt. Wir werden ständig sehr geschickt und subtil mit Lockbotschaften bespielt. Je müder wir sind, desto empfänglicher werden wir, weil unsere rationale Abwehr nicht mehr so gut funktioniert. Wer also Abends einfach vor dem Fernseher sitzt, im Internet surft oder auf Facebook unterwegs ist, wird leicht ein Opfer der Großmeister der Verführung. Hier ist auch dein bewusster Umgang wichtig. Und Achtung, jetzt kommt die größte Konsumjahreszeit erst auf uns zu: Weihnachten! Vorsicht ist allgemein beim Medienkonsum geboten. Platzierte Werbung gibt es überall. Aus diesem Grund lese ich so gerne Bücher – kein Werbeblock oder versteckte Kaufanreize.

Sinnlosigkeit des Sparens

 

Immer wieder höre ich auch Aussagen, dass Sparen ja überhaupt keinen Sinn mache. Die Zinsen sind so niedrig und die Inflation frisst ja eh alles auf. „Da ist es doch gescheiter, wenn ich alles ausgebe.“ „Und außerdem lebe ich nur einmal.“

Hierzu eine kleine Anekdote: Ich gehe seit vielen Jahren immer in der Mittagspause ins Fitnesscenter. Ein ehemaliger Bäckermeister trainiert immer wieder zur gleichen Zeit und wir plaudern manchmal. Vor Kurzem kommt er zu mir und sagt: „Alex, du wirst es mir nicht glauben, aber ich habe mich verwirklicht.“ „Ich habe eine größere Auszahlung von einer Lebensversicherung bekommen und habe mir einen Bentley gekauft.“ „Ich habe gehört, dass Menschen am Lebensende nicht ihre Fehler bereuen, sondern das, was sie nicht gemacht haben.“

Der Bentley ist jetzt schon nicht mehr das wert, was er bezahlt hat.

Wer reich werden will, muss seine Ausgaben beherrschen

 

Wenn ich am Anfang von Finanzberatungsterminen Personen frage, ob sie sich selbst als sparsam bezeichnen, dann antworten 90 Prozent mit ja. Sie sparen monatlich ein paar Hundert Euro auf ein Sparkonto. Wenn wir dann die Vermögensübersicht machen, stellt sich immer schnell heraus, ob die Person tatsächlich sparsam ist. Immer wieder sind Personen dabei, die wenig bis gar kein Kapital haben, obwohl sie monatlich sparen. Wo ist das Geld nur geblieben?

Achtung vor Konsumsparen

 

Die Antwort ist Konsumsparen. Die Person hat zwar das subjektive Gefühl sparsam zu sein, weil sie ja regelmäßig etwas auf die Seite legt. Nur wird das Geld im Laufe des Jahres wieder für Dinge wie  Reisen, eine neue Couch, eine Autoreparatur, etc. ausgegeben. Somit kann das gesparte Geld nie richtig zu arbeiten beginnen und die so wichtigen Zinses-Zins-Effekte nützen.

Geld muss in langfristiges Kapital umgewandelt werden

Ich habe 2017 eine kleine Millionärsstudie gemacht. Dabei habe ich 20 Selfmade Millionäre im Raum Wien interviewt. Es war kein einziger dabei, der nicht monatlich einen Überschuss an Geld produzierte. Seine Einnahmen waren immer, in jeder Lebenssituation höher als seine Ausgaben.

Und es war keiner dabei, der sein Geld nicht langfristig veranlagt hat. Langfristig heißt mehrere Jahrzehnte. Unter veranlagt versteht man, dass sie immer eine hohe Aktienquote hatten – meistens über Fonds, ETFs oder Vermögensverwaltungen gehalten.

Rein mathematisch betrachtet ist das auch ganz klar. Der Zinses-Zins-Effekt funktioniert nur, wenn Erträge erwirtschaftet werden. Langfristig betrachtet liegen Aktien, wenn sie sinnvoll diversifiziert sind, bei rund 5-7 Prozent Wertsteigerung pro Jahr. Zweitens gilt für den Zinses-Zins-Effekt je länger er aktiv ist, desto stärker wird er. Hierzu eine kleine Rechnung. Angenommen du veranlagst auf einmal 100.000 Euro bei einer Nettoverzinsung von 5 Prozent pro Jahr:

Nach 5 Jahren: 128.336 Euro

Nach 10 Jahren: 164.701 Euro

Nach 15 Jahren: 211.370 Euro

Nach 20 Jahren: 271.264 Euro

Nach 30 Jahren: 446.774 Euro

Nach 40 Jahren: 735.842 Euro

Nach 50 Jahren: 1.211.938 Euro.

Wie du siehst werden die Hebel immer stärker und stärker. Wer also wohlhabend werden will, muss sein Geld lange und mit einer höheren Aktienquote veranlagen. Als ersten Schritt solltest du herausfinden wo deine großen Ausgabenblöcke liegen und wie du diese reduzieren kannst.

Tipp: einer der größten Ausgabenbereiche ist das Wohnen. Löse es smart und es bleiben dir gleich mehrere Hundert Euro monatlich übrig, die du dann dauerhaft investieren kannst. Viel Spaß beim Vermögensaufbau!

 

Photo by rupixen.com on Unsplash

 

Viele Menschen überschätzen...

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

DAS WICHTIGE

 

Megatrend ökologisches Investieren

Megatrend ökologisches Investieren

Megatrend Ökologisches Investieren

Megatrend ökologisches Investieren

 

     

    Wir haben bei FiNUM zweimal im Jahr ein Strategiemeeting, bei dem sich kluge Köpfe Gedanken rund um Geld, Veranlagung und Versicherung machen. Heuer fand das zweite Meeting am 10. und 11. September in Wien statt. Wenn ich nun einige Tage nachher meine Unterlagen betrachte und die Inhalte reflektiere, dann hebt sich ein Thema besonders ab - aktives Stimmrecht.

     

     

    Klimawandel ist kein Fake

     

    Aktuell erleben wir weltweit permanent Nachrichten über die dramatischen Folgen des menschlichen Handelns. Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung, Hurrikans und vieles mehr fällt mir dazu ein.

    Unser Sohn hat mich vor Kurzem gefragt, wer Plastik erfunden hat. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Das war auch nicht so wichtig für ihn. Wichtiger war ihm die Aussage danach: „Der gehört auf jeden Fall verurteilt, weil so viele Meerestiere wegen ihm sterben müssen“. Es ist erschrecken, dass sich ein 10-Jähriger darüber Gedanken machen muss.

    Auch Prominente machen auf die Problematik aufmerksam. Dominik Thiem schreibt bei Tennisturnieren auf die Kameralinsen der großen Rundfunksender „Save the Ocean“.

     

     

    Zeigt uns die junge Generation gerade unsere Fehler auf?

     

    Ich habe den Eindruck, ein neues globales Verständnis wächst bei unseren Kindern heran. Sie zeigen uns auf, dass so nicht mehr weitergehen kann. Das ist ein wichtiges Signal und jeder von uns ist gefordert Verantwortung zu übernehmen. Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, hat Anfang des Jahres Schüler zu Streiks aufgerufen. Seitdem gehen weltweit tausende junge Menschen an den „Fridays for Future“ auf die Straße.

     

     

    Nachhaltiger Leben

     

    Ein sehr lieber Freund von mir hat dies schon vor einigen Jahren antizipiert und geht mit gutem Beispiel voran. Vor den VW-Dieselskandalen hat er der Verbrennungsmotoren-Industrie den Rücken gekehrt und baut seit rund fünf Jahren sehr erfolgreich seine E-Mobility Start-ups auf. Er fährt nur noch öffentlich oder E-Auto, hat auf eine fleischarme Ernährung umgestellt, beteiligt seine Mitarbeiter an seinen Start-ups und meidet Plastikmüll.

    Das hat mich wirklich beeindruckt und auch schon zum Teil auf mich abgefärbt. Ich achte mittlerweile darauf Plastiksackerl mehrfach zu verwenden oder auf kompostierbare Sackerl zurückzugreifen. Im Alltag fahre ich immer mehr öffentlich, gehe zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Fleischlos bin ich noch nicht, aber vielleicht wird das noch. Auf das Fliegen großteils zu verzichten, ist für mich kein Problem, da ich es ohnehin nicht sehr angenehm finde.

     

     

    Ein großer Hebel liegt in unseren Berufen

     

    Seit 2006 bin ich selbstständiger Finanzberater und trage doch für mehrere Millionen Euro zumindest eine Mitverantwortung. Hier will grundsätzlich jeder Kunde mit so wenig Risiko wie möglich den maximalen Gewinn erzielen.

    Doch was passiert, wenn wir uns unsere Veranlagung unter einem anderen Gesichtspunkt ansehen? Wie viel CO2, wie viel Energie, wie viel Wasser bzw. wie viele Ressourcen verbrauchen, vergeuden bzw. verschwenden unsere Investments? Sind unsere Veranlagungen im Sinne zukünftiger Generationen? Beschleunigen oder entschleunigen unsere Gelder den Klimawandel?

    Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann eröffnen sich neue Perspektiven der Bewertung. Welche Investments geben nachhaltig Sinn, welche sind zwar kurzfristig gut, aber schlecht für unsere Umwelt? Hier möchte ich in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen.

    Veranlagen mit Sinn ist das Ziel

     

    Bis jetzt war ich bei ökologischen Investments eher zurückhaltend. Aus folgenden Gründen:

    • Gebührenstruktur zumeist überteuert
    • Viel Marketing und heiße Luft
    • Schlechtere Performance
    • Eingeschränkte Auswahl

    In den letzten Jahren hat sich einiges getan und meiner Meinung nach ist die Zeit reif, um nachhaltig zu investieren. Es gibt mittlerweile einige gute Fonds mit sehr guter Kostenstruktur, deren Rendite sich auch in den letzten Jahren sehen lässt. Die Auswahl ist zwar im Vergleich zum gesamten Veranlagungsuniversum nach wie vor geringer. Hier hat der Anleger aber selbst Handhabe, wieviel er nachhaltig investieren möchte. Es muss ja, nicht zu 100 Prozent sein.

    Was mich restlos überzeugt hat – das aktive Stimmrecht

     

    Wir haben jetzt rund 5 Jahre großer ETF-Hysterie hinter uns. Jeder Finanzjournalist, der etwas auf sich hielt, hat einen sehr positiven Artikel über ETFs geschrieben. Die Aussage ist auch bestechend: Fondsmanager schaffen es kaum über 5 Jahre ihren Vergleichsindex zu schlagen und sind auch teurer. Warum investierst du denn dann noch in aktiv gemanagte Fonds?

    Ein wesentlicher Punkt bei nachhaltigen Fonds ist, dass diese ihre Stimmrechte bei Aktionär-Hauptversammlungen aktiv ausüben. Was heißt das? Im Gesellschaftsrecht ist festgehalten, dass jede Aktiengesellschaft einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung abhalten muss. Hierbei werden grundsätzliche Entscheidungen für das jeweilige Unternehmen getroffen.

    ETFs sind hier wenig bis gar nicht aktiv, womit eine wichtige Kontrollinstanz unserer Wirtschaft geschwächt wird. Dieses aktive Stimmrecht nehmen aber einige sehr gute Öko-Fonds wahr. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, Unternehmen auf den nachhaltigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft aufmerksam zu machen.

    Auch ich werde das künftig in meiner Veranlagungsberatung fix integrieren und meinen Klienten aufzeigen, damit auch wir unseren Beitrag leisten. Ich freue mich auf die nächsten Veranlagungstermine😊

     

     

     Photo by Chris Barbalis on Unsplash

     

    Viele Menschen überschätzen...

    was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

    - Anthony Robbins 

     

    ALEXANDER OBERENZER

     

    Köstlergasse 10 / 4,
    1060 Wien

    www.finum.at

    Wertpapierverzeichnis

     

    DAS WICHTIGE

     

    Haushaltsversicherung – die Fallen und Tücken

    Haushaltsversicherung – die Fallen und Tücken

    Haushaltsversicherung – die Fallen und Tücken erklärt von Martin Kliment

    Haushaltsversicherung – die Fallen und Tücken

    Haushaltsversicherung – die Tücken und Fallen verrät der Produktexperte Martin Kliment.

     

    1) Lieber Martin, du bist bei FiNUM für das Produktmanagement zuständig. Was heißt das genau und was steht bei diesem Job für dich im Vordergrund?

    Produktmanagement bedeutet, sich mit den für einen entsprechenden Zielmarkt interessanten und nachgefragten Produkten zu befassen. Dies umfasst die Prüfung der produktgebenden Gesellschaften oder die Einzelproduktprüfung und geht bis in die Tiefe des jeweiligen Bedingungswerks.

    Konkret ist also meine Aufgabe, die für unseren Zielmarkt passenden Produkte zu finden, um die Nachfrage unserer Endkunden über unsere Berater bestmöglich abdecken zu können. Dabei ist der Kundenwunsch maßgeblich entscheidend. Weiters sind damit auch sämtliche Produktvertriebsvorkehrungen verbunden, um im Beratungsgespräch das entsprechende Fachwissen sowie alle relevanten Informationen sicherzustellen.

    2) Die Haushaltsversicherung wird zu den elementaren Versicherungen gezählt. Warum ist das so?

    Die Haushaltsversicherung ist eine Bündelversicherung aus mehreren auf das versicherte Inventar wirkenden elementaren Gefahren sowie einer Privathaftpflichtversicherung. So besteht in der Regel ein solches Produkt aus der Absicherung gegen die elementaren Gefahren Feuer, Sturm, Leitungswasseraustritt, Einbruchdiebstahl und Glasbruch.

    Die Aufgabe der Privathaftpflichtversicherung ist es unberechtigte Schadenersatzansprüche gegen die versicherte Person abzuwehren und kommt für Schäden auf, die eine versicherte Person in den Gefahren des täglichen Lebens verursacht. Es gibt auch die anbieterabhängige Möglichkeit, weitere Erweiterungsbausteine in eine Haushaltsversicherung einzuschließen.

    3) In meiner täglichen Praxis sehe ich immer wieder Personen, die entweder mit sehr niedriger Versicherungssumme von unter 2 Millionen Euro agieren oder gar keine Privathaftpflichtversicherung haben. Kannst du unseren Lesern erklären, wieso der Gesetzgeber Versicherungsmakler, die diese Lücke nicht aufdecken, als grob fahrlässig bezeichnet?

    Die Aufgabe des Versicherungsvermittlers ist es, die Wünsche des jeweiligen Klienten zu erfragen und Bedürfnisse festzustellen. So ist dem Kunden unter anderem die Möglichkeit der Absicherung gegen Schadenersatzforderungen Dritter aufzuzeigen. Bei der Empfehlung der Versicherungssumme sollte ein Versicherungsvermittler an den möglichen Fall eines schwerwiegenden Personenschadens denken – diese Schadenersatzverpflichtung kann in die Millionenhöhe gehen.

    4) Es hält sich, seitdem ich jetzt in der Finanz- und Versicherungsbranche bin, sehr beständig die allgemeine Meinung, dass Versicherungen eher viel kosten und im Leistungsfall nicht zahlen. Wie beurteilst du das?

    Aus meiner Sicht ist dies generell in der Idee einer Versicherung zu verorten. So zahlt die gesamte versicherte Gemeinschaft Versicherungsprämien, Leistung erhalten aber jene wenigen, welche tatsächlich Schaden erfahren. Beide Parteien sind faktisch unzufrieden, da jene ohne Schaden das subjektive Gefühl hat, keine Leistung zu erhalten, und jene, die den Schaden erfahren hat, lieber schadlos geblieben wären.

    Aus unserer Erfahrung, explizit bei existenzbedrohenden biometrischen Risken, sind Kunden endlos dankbar für die Leistung aus deren Versicherungen. Der Betroffenenkreis ist (Klopf auf Holz) jedoch „glücklicherweise“ sehr gering.

    5) Gerade bei der Haushaltsversicherung gibt es auch Selbstbehalt-Varianten, oft zwischen 100 und 300 Euro. Was hältst du davon?

    Es besteht die Möglichkeit, eine Selbstbeteiligung im Schadensfall im Versicherungsvertrag zu vereinbaren. Dadurch reduziert sich die Prämie des Versicherungsvertrages, da das Versicherungsunternehmen im Leistungsfall die ersatzpflichtige Schadenshöhe um den vereinbarten Selbstbehalt reduziert und der Versicherungsnehmer für Schäden unter der Selbstbehaltshöhe auch selbstständig aufkommt.

    Die Entscheidung über die Vereinbarung eines Selbstbehaltes obliegt dem jeweiligen Kunden, in meinen persönlichen Verträgen habe ich überall 300€ Selbstbeteiligung vereinbart. Einerseits habe ich kein Interesse, Kleinschäden über die Versicherung abzuwickeln, und andererseits habe ich durch die Prämienersparnis innerhalb von 15 Monaten den möglichen Selbstbehalt im Großschadensfall bereits erwirtschaftet.

    6) Es gibt Personen, die über Vergleichsportale online die billigsten Versicherungen selbst abschließen. Welche Gefahren siehst du bei diesem Vorgehen?

    Versicherungen sind keineswegs einfache Produkte, für die korrekte Absicherung ist Beratung erforderlich. Bei den Internetprodukten liegen die entsprechenden Ausschlüsse bzw. Gefahren tief in den Bedingungen versteckt, in den übersichtlichen Deckungsauszügen werden diese nicht dargestellt. Im Schadensfall sind die Kunden dann auf sich selbst gestellt, ohne die Gepflogenheiten einer Branche zu kennen.

    Das Internet hat mittlerweile einen unfassbaren Einfluss auf die Entscheidungsfindung der Kunden. So haben wir durch unsere tiefgehende Analyse unseres Zielmarktes Produktlösungen für die Nachfrage unserer Kunden gefunden, welche günstiger als die Billigprodukte im Internet sind und dennoch deutlich mehr Leistung bieten. Die logische Argumentation, dass ein Unternehmen mit 25 Jahren Erfahrung bessere Lösungen bieten kann als das Internet erscheint den Endkunden oftmals unlogisch.

    Dies ist generell branchenübergreifend der Fall, so besuchen zum Beispiel Menschen nachweislich lieber ein Restaurant mit der guten Bewertung eines wildfremden oder gar bezahlten Menschen, als sich selbst zu entscheiden. Oder in meiner Tätigkeit als freiwilliger Sanitäter habe ich oftmals erlebt, dass Patienten dem Internet in der Diagnose mehr vertrauen als einem Notarzt. All dies ist aber wie man so schön sagt ein anderes Kapitel …

    7) Wie gut eine Haushaltsversicherung tatsächlich ist, zeigt sich oft erst im Schadensfall. Gerade darüber verfügen Kunden, die auf sich alleine gestellt sind, in der Regel keine Erfahrung. Was bietet hier FiNUM und auch dein Team an Mehrwert?

    Der mit Abstand größte Mehrwert bleibt den meisten Kunden verborgen, nämlich die qualitative Prüfung der Produktpartner. Ein wesentliches Prüfkriterium ist die Schadensbearbeitung des jeweiligen Unternehmens, so treffen wir uns persönlich mit den jeweiligen Hauptverantwortlichen der Gesellschaften, um die Prozesse zu durchleuchten und die notwendige Qualität der Schadensbearbeitung für unsere Kunden sicherzustellen.

    8) Ein wesentlicher Bestandteil von Versicherungsverträgen sind die Bedingungen. Diese sind aber oft in eher kompliziertem Versicherungsdeutsch geschrieben. Aber aus deiner Erfahrung, worauf sollte man hier achten?

    Die Bedingungen regeln den Versicherungsvertrag; sämtliche Folder, Broschüren, Deckungsübersichten sind Marketing bzw. Verkaufsunterlagen.

    Man sollte darauf achten, dass man sich an einen unabhängigen Versicherungsmakler wendet, um gut abgesichert zu sein. Wer sich im Eigenstudium versuchen möchte, sollte auf die Deckungseinschränkungen und Leistungslimits achten. In den Bedingungen sind diese mit „nicht versichert sind“ oder „bis zu einer Versicherungssumme von“ aufgezählt.

    9) Gute Versicherungsmakler haben für ihre Klienten eigene Sideletter mit den Haushaltsversicherern vereinbart, um nochmal bessere Leistungen für ihre Kunden zu erhalten. Hier habe ich gehört, dass dein Team und dir etwas sehr Großartiges gelungen ist. Was ist das?

    Da über unsere Abteilung gesammelt die Beratungsprotokolle eingehen, können wir die gemeinsame Nachfrage unserer Kunden konkret nachvollziehen. Diese tragen wir an Produktpartner heran, die sie uns dann kostenlos in Ergänzung zu den besten Deckungsvarianten und mit exklusiven Rabatten zu Verfügung stellen.

    Eine beispielsweise von unseren Klienten geschätzte Deckung ist, dass Fahrräder österreichweit bis zu einem Einzelwert von 5.000€ mitversichert sind.

    10) Abschließend würde mich noch dein Lebensmotto interessieren.

    Mein Motto lautet „100% Mensch“, damit verbinde ich, alles vollständig bzw. nachhaltig und nichts halbherzig zu machen. Andererseits immer absolut authentisch und menschlich zu sein.

    Wir haben bei FiNUM zweimal im Jahr ein Strategiemeeting, bei dem sich kluge Köpfe Gedanken rund um Geld, Veranlagung und Versicherung machen. Heuer fand das zweite Meeting am 10. und 11. September in Wien statt. Wenn ich nun einige Tage nachher meine Unterlagen betrachte und die Inhalte reflektiere, dann hebt sich ein Thema besonders ab - aktives Stimmrecht.

     

     

    Klimawandel ist kein Fake

     

    Aktuell erleben wir weltweit permanent Nachrichten über die dramatischen Folgen des menschlichen Handelns. Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung, Hurrikans und vieles mehr fällt mir dazu ein.

    Unser Sohn hat mich vor Kurzem gefragt, wer Plastik erfunden hat. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Das war auch nicht so wichtig für ihn. Wichtiger war ihm die Aussage danach: „Der gehört auf jeden Fall verurteilt, weil so viele Meerestiere wegen ihm sterben müssen“. Es ist erschrecken, dass sich ein 10-Jähriger darüber Gedanken machen muss.

    Auch Prominente machen auf die Problematik aufmerksam. Dominik Thiem schreibt bei Tennisturnieren auf die Kameralinsen der großen Rundfunksender „Save the Ocean“.

     

     

    Zeigt uns die junge Generation gerade unsere Fehler auf?

     

    Ich habe den Eindruck, ein neues globales Verständnis wächst bei unseren Kindern heran. Sie zeigen uns auf, dass so nicht mehr weitergehen kann. Das ist ein wichtiges Signal und jeder von uns ist gefordert Verantwortung zu übernehmen. Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, hat Anfang des Jahres Schüler zu Streiks aufgerufen. Seitdem gehen weltweit tausende junge Menschen an den „Fridays for Future“ auf die Straße.

     

     

    Nachhaltiger Leben

     

    Ein sehr lieber Freund von mir hat dies schon vor einigen Jahren antizipiert und geht mit gutem Beispiel voran. Vor den VW-Dieselskandalen hat er der Verbrennungsmotoren-Industrie den Rücken gekehrt und baut seit rund fünf Jahren sehr erfolgreich seine E-Mobility Start-ups auf. Er fährt nur noch öffentlich oder E-Auto, hat auf eine fleischarme Ernährung umgestellt, beteiligt seine Mitarbeiter an seinen Start-ups und meidet Plastikmüll.

    Das hat mich wirklich beeindruckt und auch schon zum Teil auf mich abgefärbt. Ich achte mittlerweile darauf Plastiksackerl mehrfach zu verwenden oder auf kompostierbare Sackerl zurückzugreifen. Im Alltag fahre ich immer mehr öffentlich, gehe zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Fleischlos bin ich noch nicht, aber vielleicht wird das noch. Auf das Fliegen großteils zu verzichten, ist für mich kein Problem, da ich es ohnehin nicht sehr angenehm finde.

     

     

    Ein großer Hebel liegt in unseren Berufen

     

    Seit 2006 bin ich selbstständiger Finanzberater und trage doch für mehrere Millionen Euro zumindest eine Mitverantwortung. Hier will grundsätzlich jeder Kunde mit so wenig Risiko wie möglich den maximalen Gewinn erzielen.

    Doch was passiert, wenn wir uns unsere Veranlagung unter einem anderen Gesichtspunkt ansehen? Wie viel CO2, wie viel Energie, wie viel Wasser bzw. wie viele Ressourcen verbrauchen, vergeuden bzw. verschwenden unsere Investments? Sind unsere Veranlagungen im Sinne zukünftiger Generationen? Beschleunigen oder entschleunigen unsere Gelder den Klimawandel?

    Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann eröffnen sich neue Perspektiven der Bewertung. Welche Investments geben nachhaltig Sinn, welche sind zwar kurzfristig gut, aber schlecht für unsere Umwelt? Hier möchte ich in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen.

    Veranlagen mit Sinn ist das Ziel

     

    Bis jetzt war ich bei ökologischen Investments eher zurückhaltend. Aus folgenden Gründen:

    • Gebührenstruktur zumeist überteuert
    • Viel Marketing und heiße Luft
    • Schlechtere Performance
    • Eingeschränkte Auswahl

    In den letzten Jahren hat sich einiges getan und meiner Meinung nach ist die Zeit reif, um nachhaltig zu investieren. Es gibt mittlerweile einige gute Fonds mit sehr guter Kostenstruktur, deren Rendite sich auch in den letzten Jahren sehen lässt. Die Auswahl ist zwar im Vergleich zum gesamten Veranlagungsuniversum nach wie vor geringer. Hier hat der Anleger aber selbst Handhabe, wieviel er nachhaltig investieren möchte. Es muss ja, nicht zu 100 Prozent sein.

    Was mich restlos überzeugt hat – das aktive Stimmrecht

     

    Wir haben jetzt rund 5 Jahre großer ETF-Hysterie hinter uns. Jeder Finanzjournalist, der etwas auf sich hielt, hat einen sehr positiven Artikel über ETFs geschrieben. Die Aussage ist auch bestechend: Fondsmanager schaffen es kaum über 5 Jahre ihren Vergleichsindex zu schlagen und sind auch teurer. Warum investierst du denn dann noch in aktiv gemanagte Fonds?

    Ein wesentlicher Punkt bei nachhaltigen Fonds ist, dass diese ihre Stimmrechte bei Aktionär-Hauptversammlungen aktiv ausüben. Was heißt das? Im Gesellschaftsrecht ist festgehalten, dass jede Aktiengesellschaft einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung abhalten muss. Hierbei werden grundsätzliche Entscheidungen für das jeweilige Unternehmen getroffen.

    ETFs sind hier wenig bis gar nicht aktiv, womit eine wichtige Kontrollinstanz unserer Wirtschaft geschwächt wird. Dieses aktive Stimmrecht nehmen aber einige sehr gute Öko-Fonds wahr. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, Unternehmen auf den nachhaltigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft aufmerksam zu machen.

    Auch ich werde das künftig in meiner Veranlagungsberatung fix integrieren und meinen Klienten aufzeigen, damit auch wir unseren Beitrag leisten. Ich freue mich auf die nächsten Veranlagungstermine😊

     

     

     Photo by Chris Barbalis on Unsplash

     

    Viele Menschen überschätzen...

    was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

    - Anthony Robbins 

     

    ALEXANDER OBERENZER

     

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    DAS WICHTIGE

     

    Kindervorsorge smart gemacht!

    Kindervorsorge smart gemacht!

    Kindervorsorge: Smart gemacht und 1500 Euro geschenkt!

    Kindervorsorge smart gemacht!

     

    Heute wende ich mich an alle Leserinnen und Leser, die entweder selber Eltern sind oder die Verwandte bzw. Bekannte mit Kindern haben. Wenn ein Neugeborenes auf die Welt kommt, stellen sich die meisten jungen Eltern die Frage: Was sollten wir denn eigentlich alles im Bereich Versicherung und Ansparen für unser Kind tun?

     

    Ich gebe dir eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten an die Hand. Obendrein einen aktuellen Steuertipp, wie sich Eltern in Österreich pro Kind unter 18 Jahren jährlich 1500 Euro vom Finanzamt holen können.

     

    Private Krankenzusatzversicherung

     

    Macht eine private Krankenversicherung denn überhaupt Sinn? Oder ist das nur rausgeschmissenes Geld? Anfang 2018 durfte ich selber erleben, wie relevant die Privatversicherung mittlerweile ist. In meiner eigenen Familie musste sich jemand einer eher schweren Operation mit anschließendem mehrtägigem Krankenhausaufenthalt unterziehen.

     

    Relativ schnell findest du in dieser Situation heraus, wer der medizinische Experte auf diesem Gebiet ist. Diesen erreichst du dann nur über seine Privatpraxis und er operiert dich auch nur zeitnah, wenn du entweder selber mehrere tausend Euro bezahlst oder privat versichert bist.

     

    Da es bei der Operation Komplikationen gab, war vor allem die Nachbetreuung sehr wichtig. Und hier wurden die Vorteile noch einmal deutlich spürbar. Denn es ist ein wesentlicher Unterschied, ob du auf Sonderklasse liegst und die Schwester nur drei bis vier Patienten zu betreuen hat – oder zehn bis 20. Ob das Pflegepersonal nicht nachdenken muss, ob man dir nun eine Infusion geben darf oder nicht und uneingeschränkt die besten Behandlungen bzw. Medikamente eingesetzt werden.

     

    Aus dieser Erfahrung heraus kann ich allen Eltern nur schwerstens eine private Krankenversicherung für ihre Kinder ans Herz legen.

     

    Je jünger und gesünder, desto günstiger

     

    Sobald ein Kind auf die Welt kommt, sollte dieses sofort privat krankenversichert werden, denn die Höhe der zu zahlenden Prämie richtet sich primär am Alter und Gesundheitszustand der zu versichernden Person. Hier gilt die Faustregel: „Je jünger und gesünder, desto günstiger die Prämie.“

     

    Optionstarif

     

    Es gibt hunderte Krankenversicherungstarife. Hier den richtigen herauszufinden, ist für Laien nahezu unmöglich. Merke dir aber unbedingt den Begriff Optionstarif, der reduziert deine Kosten sehr. 

     

    Babyoption

     

    Für alle angehenden Eltern: Sofern du schon selber krankenversichert bist, dann versuche, die Babyoption in deinen Vertrag zu integrieren. „Versuche“ sage ich deswegen, weil das nicht alle Versicherer anbieten.

     

    Was ist die Babyoption? Wie ich zuvor schon erwähnt habe, ist neben dem Alter auch der Gesundheitszustand relevant für die Prämienkalkulation. Babyoption sichert dir zu, egal in welchem Gesundheitszustand dein Kind auf die Welt kommt, du kannst es zur normalen Kondition und Prämie versichern.

     

    Wichtig dabei: Die Babyoption muss vor der Schwangerschaft integriert werden – das kostet im Monat ein paar Euro.

     

    Unfallversicherung

     

    Da bei Babys und Kleinkindern eine höhere Verletzungsgefahr besteht, gehört eine Unfallversicherung auf jeden Fall dazu. Oft wird die Unfallversicherung mit der Krankenversicherung nach Unfall verwechselt.

     

    Mit einer Krankenversicherung wird dem Kind im Spital nach einem Unfall die beste medizinische Versorgung geboten. Hingegen ist die Unfallversicherung relevant, wenn ein Invaliditätsgrad nach der Rehabilitation bestehen bleibt.

     

    Worst Case: Ich erleide einen so schweren Unfall, dass ich danach an den Rollstuhl gebunden bin. Dann kommen sehr hohe Kosten auf mich zu. Aus diesem Grund hier ein paar Tipps: Die Grundversicherungssumme sollte mindestens 100.000 Euro umfassen, Bergekosten sollten ebenfalls mitversichert sein.

     

    Einer der wichtigsten Teile einer Unfallversicherung ist die so genannte Gliedertaxe. Diese bestimmt den Invaliditätsgrad, also letztlich die Höhe der ausgezahlten Geldleistung, im Fall eines durch Unfall eingebüßten Körperteils. Hier empfehle ich dir unbedingt, dich an einen Experten zu wenden. In dieser komplexen Materie die bestmögliche Lösung zu finden, ist nicht einfach.

     

     

     

    Familienbonus Plus

     

     

    Anfang des Jahres wurde in österreichischen Medien viel über den Familienbonus berichtet, den die damalige Regierung beschlossen hatte. In der Tat bedeutet das rund 1500 Euro pro Jahr für Kinder unter 18 Jahren. Allerdings bekommst du das Geld nur, wenn du als Mutter oder Vater dieses auch beantragst. Bitte mach das unbedingt!!

     

    Hier auch der Link zum Bundesministerium mit einer guten Erklärung samt Formular: https://www.bmf.gv.at/top-themen/familienbonusplus.html

     

    Ich habe das auch ausgefüllt. Als Angestellter bitte deinem Dienstgeber übergeben und als Selbstständiger einfach deinem Steuerberater, damit diese die 1500 Euro für dich einholen können.

     

     

     

    Kindervorsorge

     

    Umgerechnet bedeuten diese 1500 Euro Familienbonus 125 Euro mehr im Monat. Das ist der perfekte Betrag, um Geld für deine Kinder anzusparen. Auch hier gilt: Je früher du für deine Kinder startest, desto mehr baut sich auf. Leider denken viele, vor allem Großeltern, beim Ansparen fürs Enkerl an einen Bausparer. Bitte unterbinde das! In einer Phase von Niedrigzins und negativen Zinsen macht das keinen Sinn. Nicht umsonst gibt es die Regel:

     

    100 – Lebensalter = Aktienquote

     

    Für Kinder, die noch viele Jahre vor sich haben, gehört mit einer höheren Aktienquote vorgesorgt. Klassisch könnte das ein Wertpapierdepot sein. Wer smart für seine Kinder vorsorgen will, der macht das über eine fondsgebundene Lebensversicherung, welche in Österreich KEST-befreit ist.

     

    Wenn auch du smart für deine Kinder vorsorgen und strategisch beraten werden willst, dann melde dich einfach bei uns unter office@finanzielle-intelligenz.at.

     

     

    Photo by Kelly Sikkema on Unsplash  

    Wir haben bei FiNUM zweimal im Jahr ein Strategiemeeting, bei dem sich kluge Köpfe Gedanken rund um Geld, Veranlagung und Versicherung machen. Heuer fand das zweite Meeting am 10. und 11. September in Wien statt. Wenn ich nun einige Tage nachher meine Unterlagen betrachte und die Inhalte reflektiere, dann hebt sich ein Thema besonders ab - aktives Stimmrecht.

     

     

    Klimawandel ist kein Fake

     

    Aktuell erleben wir weltweit permanent Nachrichten über die dramatischen Folgen des menschlichen Handelns. Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung, Hurrikans und vieles mehr fällt mir dazu ein.

    Unser Sohn hat mich vor Kurzem gefragt, wer Plastik erfunden hat. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Das war auch nicht so wichtig für ihn. Wichtiger war ihm die Aussage danach: „Der gehört auf jeden Fall verurteilt, weil so viele Meerestiere wegen ihm sterben müssen“. Es ist erschrecken, dass sich ein 10-Jähriger darüber Gedanken machen muss.

    Auch Prominente machen auf die Problematik aufmerksam. Dominik Thiem schreibt bei Tennisturnieren auf die Kameralinsen der großen Rundfunksender „Save the Ocean“.

     

     

    Zeigt uns die junge Generation gerade unsere Fehler auf?

     

    Ich habe den Eindruck, ein neues globales Verständnis wächst bei unseren Kindern heran. Sie zeigen uns auf, dass so nicht mehr weitergehen kann. Das ist ein wichtiges Signal und jeder von uns ist gefordert Verantwortung zu übernehmen. Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, hat Anfang des Jahres Schüler zu Streiks aufgerufen. Seitdem gehen weltweit tausende junge Menschen an den „Fridays for Future“ auf die Straße.

     

     

    Nachhaltiger Leben

     

    Ein sehr lieber Freund von mir hat dies schon vor einigen Jahren antizipiert und geht mit gutem Beispiel voran. Vor den VW-Dieselskandalen hat er der Verbrennungsmotoren-Industrie den Rücken gekehrt und baut seit rund fünf Jahren sehr erfolgreich seine E-Mobility Start-ups auf. Er fährt nur noch öffentlich oder E-Auto, hat auf eine fleischarme Ernährung umgestellt, beteiligt seine Mitarbeiter an seinen Start-ups und meidet Plastikmüll.

    Das hat mich wirklich beeindruckt und auch schon zum Teil auf mich abgefärbt. Ich achte mittlerweile darauf Plastiksackerl mehrfach zu verwenden oder auf kompostierbare Sackerl zurückzugreifen. Im Alltag fahre ich immer mehr öffentlich, gehe zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Fleischlos bin ich noch nicht, aber vielleicht wird das noch. Auf das Fliegen großteils zu verzichten, ist für mich kein Problem, da ich es ohnehin nicht sehr angenehm finde.

     

     

    Ein großer Hebel liegt in unseren Berufen

     

    Seit 2006 bin ich selbstständiger Finanzberater und trage doch für mehrere Millionen Euro zumindest eine Mitverantwortung. Hier will grundsätzlich jeder Kunde mit so wenig Risiko wie möglich den maximalen Gewinn erzielen.

    Doch was passiert, wenn wir uns unsere Veranlagung unter einem anderen Gesichtspunkt ansehen? Wie viel CO2, wie viel Energie, wie viel Wasser bzw. wie viele Ressourcen verbrauchen, vergeuden bzw. verschwenden unsere Investments? Sind unsere Veranlagungen im Sinne zukünftiger Generationen? Beschleunigen oder entschleunigen unsere Gelder den Klimawandel?

    Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann eröffnen sich neue Perspektiven der Bewertung. Welche Investments geben nachhaltig Sinn, welche sind zwar kurzfristig gut, aber schlecht für unsere Umwelt? Hier möchte ich in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen.

    Veranlagen mit Sinn ist das Ziel

     

    Bis jetzt war ich bei ökologischen Investments eher zurückhaltend. Aus folgenden Gründen:

    • Gebührenstruktur zumeist überteuert
    • Viel Marketing und heiße Luft
    • Schlechtere Performance
    • Eingeschränkte Auswahl

    In den letzten Jahren hat sich einiges getan und meiner Meinung nach ist die Zeit reif, um nachhaltig zu investieren. Es gibt mittlerweile einige gute Fonds mit sehr guter Kostenstruktur, deren Rendite sich auch in den letzten Jahren sehen lässt. Die Auswahl ist zwar im Vergleich zum gesamten Veranlagungsuniversum nach wie vor geringer. Hier hat der Anleger aber selbst Handhabe, wieviel er nachhaltig investieren möchte. Es muss ja, nicht zu 100 Prozent sein.

    Was mich restlos überzeugt hat – das aktive Stimmrecht

     

    Wir haben jetzt rund 5 Jahre großer ETF-Hysterie hinter uns. Jeder Finanzjournalist, der etwas auf sich hielt, hat einen sehr positiven Artikel über ETFs geschrieben. Die Aussage ist auch bestechend: Fondsmanager schaffen es kaum über 5 Jahre ihren Vergleichsindex zu schlagen und sind auch teurer. Warum investierst du denn dann noch in aktiv gemanagte Fonds?

    Ein wesentlicher Punkt bei nachhaltigen Fonds ist, dass diese ihre Stimmrechte bei Aktionär-Hauptversammlungen aktiv ausüben. Was heißt das? Im Gesellschaftsrecht ist festgehalten, dass jede Aktiengesellschaft einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung abhalten muss. Hierbei werden grundsätzliche Entscheidungen für das jeweilige Unternehmen getroffen.

    ETFs sind hier wenig bis gar nicht aktiv, womit eine wichtige Kontrollinstanz unserer Wirtschaft geschwächt wird. Dieses aktive Stimmrecht nehmen aber einige sehr gute Öko-Fonds wahr. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, Unternehmen auf den nachhaltigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft aufmerksam zu machen.

    Auch ich werde das künftig in meiner Veranlagungsberatung fix integrieren und meinen Klienten aufzeigen, damit auch wir unseren Beitrag leisten. Ich freue mich auf die nächsten Veranlagungstermine😊

     

     

     Photo by Chris Barbalis on Unsplash

     

    Viele Menschen überschätzen...

    was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

    - Anthony Robbins 

     

    ALEXANDER OBERENZER

     

    Köstlergasse 10 / 4,
    1060 Wien

    www.finum.at

    Wertpapierverzeichnis

     

    DAS WICHTIGE

     

    Die größte Angst der Anleger

    Die größte Angst der Anleger

    Warum die größte Angst häufig zum größten Anlegerfehler führt

    Die größte Angst der Anleger

    Aktuell erlebe ich in meinen Gesprächen mit neuen Klienten regelmäßig die Frage, ob es aktuell nicht besser wäre, mit dem Veranlagen zu warten. Welche Gründe es für diese Überlegung denn gäbe? Dann kommen folgende Antworten: Die Kurse sind stark gestiegen, sollen wir nicht warten, bis diese wieder fallen?

    Seit Anfang des Jahres hat die Verunsicherung an den Börsen zugenommen. Der Brexit. Der Handelskrieg USA-China. Oder die Auftragsbücher sind weniger prall gefüllt als vor einem Jahr. Ja, aus dieser Sicht gesehen spricht doch einiges dagegen.

    Was dahinter steckt, ist die Urangst jedes Investors. Die Angst vor Verlusten. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Aktieninstituts geben 65 Prozent der Nicht-Aktienbesitzern an (https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/studien/190116%20Studie%20Mehr%20Aktionaere%20in%20Deutschland.pdf), Aktien seien einfach zu riskant. Sie fürchten, mit Aktien mehr zu verlieren als zu gewinnen. Bestätigt fühlen sie sich durch die Dotcom-Blase um das Jahr 2000 und die Finanzkrise 2008, als es Verluste von bis zu 60 Prozent gab. Was sie jedoch ausblenden ist, dass Aktien weltweit seit Jahrzehnten durchschnittlich 5-8 Prozent pro Jahr an Zuwachs erzielt haben.

    Der Denkfehler

    Hier sieht Verhaltensökonom Bernd Ankenbrand einen entscheidenden Denkfehler: „Schwankungen gehören zum Leben dazu, denn nur aus Bewegung kann Veränderung entstehen. Darum ist die Volatilität am Finanzmarkt kein Grund für Angst — vielmehr bietet sie die Chance auf Kursgewinne.“

    Fakt ist jedoch, dass speziell Österreicher und Deutsche eine viel zu niedrige Aktienquote bei ihren Kapitalbeträgen haben. Oft lesen wir erschreckend niedrige Zahlen. Nur rund 10-20 Prozent der deutschsprachigen Menschen besitzen Aktienbeteiligungen. Das ist nachweislich „Vermögensvernichtung“ und führt im doppelten Sinne zu Wohlstandsverlusten.

    Einerseits sind wir einigen Kräften ausgesetzt: Inflation, Niedrigzinspolitik und steigenden Steuern. Die Geldentwertung liegt in den letzten Jahren in Österreich und Deutschland zwischen 1,5 und 2 Prozent.

    Gleichzeitig liegen die Zinserträge auf Sparbüchern und festverzinslichen Papieren wie Anleihen auf historischen Tiefständen: zwischen 0,01 und 0,25 Prozent und bei Anleihen teilweise sogar mit Negativrendite.

    100.000 Euro für zehn Jahre veranlagt:

    Hier ein Beispiel zur Verdeutlichung. Gegenüberstellung: Jemand hat die letzten zehn Jahre 100.000 Euro auf einem Sparbuch oder in einem weltweiten Aktienfonds gehalten:

    Sparbuch bei schlechtem Zinsangebot und 2 % pro Jahr Inflation: 81.859 Euro

    Sparbuch bei besserem Zinsangebot und 1,5 % pro Jahr Inflation: 90.480 Euro

    Wertpapierdepot mit guter Performance von 5 %, KEST und 2 % Inflation: 117.632 Euro

    Wertpapierdepot mit guter Performance von 5 %, KEST und 1,5 % Inflation: 123.653 Euro

    Wertpapierdepot mit sehr guter Performance von 8 %, KEST und 2 % Inflation: 146.141 Euro

    Wertpapierdepot mit sehr guter Performance von 8 %, KEST und 1,5 % Inflation: 153.608 Euro

    Was du auf einen Blick sehr gut erkennen kannst: Sparer haben im Worst Case aus ihren 100.000 Euro nach 10 Jahren rund 82.000 Euro gemacht. Das ist ein Realverlust von 18.000 Euro! Hingegen haben Aktieninvestoren im schlechtesten Fall rund 118.000 Euro nach zehn Jahren bzw. im besten Fall sogar 154.000 Euro erzielt. Wir reden von einer Differenz von 36.000 bzw. 72.000 Euro!

    Fernbleiben macht arm

    Der größte Fehler ist also, gar nicht investiert zu haben! Wie so oft im Leben geht es um die ersten Schritte, die oft die schwierigsten, aber entscheidenden sind. Ich halte aus diesem Grund schon seit über zehn Jahren monatlich den Finanzspieleabend ab. Hier kannst du spielerisch anlegen ausprobieren und ohne Risiko am Kapitalmarkt investieren üben.

    Letztes Jahr haben mein Partner Wolfgang Tritsch und ich ein eigenes Spiel, das „My First Million Game“, entwickelt. Das Spiel bildet eine sehr aktive Börse ab, wo du den Finanzmarkt mit seinen Schwankungen kennenlernen und zusätzlich über Spiel-Know-how-Fragen deine Finanzbildung ausbauen kannst – welche ja die Basis jeglichen Finanzerfolges ist. Das Ziel ist es, Menschen spielerisch den Zugang zu Finanzbildung zu ermöglichen.

    Neben dem individuellen negativen Effekt des Wohlstandsverlustes, wie oben vorgerechnet, gibt es auch einen erheblichen Nachteil, der sich gesamtwirtschaftlich auswirkt. Wenn den Unternehmen weniger Kapital zufließt, leidet auch deren Wettbewerbsfähigkeit. Aus diesem Grund sollte immer auch ein Teil in europäische Aktien investiert werden.

    Smartes Investieren am Kapitalmarkt

    Viele Klienten befinden sich im Lebensstadium des Vermögensaufbaus. Über ihr Arbeitseinkommen abzüglich ihrer Lebenskosten schaufeln sie Monat für Monat Geldbeträge frei. Viele Anfänger machen nun den Fehler zu warten, bis sie eine größere Summe beisammen haben, um dann anlegen zu können.

    Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Es sprechen nur zwei Erfahrungen massiv dagegen: Erstens kommen doch immer wieder Ausgaben dazu, die ungeplant mehr kosten. Wie zum Beispiel ein teurer Urlaub, doch mehr für Kleidung ausgegeben, doch eine hochwertigere Couch etc.

    Eine Aussage eines Millionärs hat mir diesbezüglich sehr geholfen: „Geld, das wir nicht sehen, können wir nicht ausgeben.“ Wenn du monatlich automatisch über ein Sepa-Lastschriftmandat investierst, wird die Summe am Anfang des Monats abgebucht. Dieses Geld siehst du nicht, kannst es nicht ausgeben und lernst gut, mit deinem restlichen Geld auszukommen. Das wirkt wahre Wunder!

    Zweitens kannst du über das monatliche Ansparen im Aktienmarkt sehr gut die Schwankungen ausnützen. In dem Fall kannst du dich freuen, wenn die Kurse fallen, denn so kaufst du mehr Anteile ein. Na dann, viel Spaß beim Vermögensaufbau und bis zum nächsten Abend mit My First Million Game!

    Photo by Austin Distel on Unsplash

    Wir haben bei FiNUM zweimal im Jahr ein Strategiemeeting, bei dem sich kluge Köpfe Gedanken rund um Geld, Veranlagung und Versicherung machen. Heuer fand das zweite Meeting am 10. und 11. September in Wien statt. Wenn ich nun einige Tage nachher meine Unterlagen betrachte und die Inhalte reflektiere, dann hebt sich ein Thema besonders ab - aktives Stimmrecht.

     

     

    Klimawandel ist kein Fake

     

    Aktuell erleben wir weltweit permanent Nachrichten über die dramatischen Folgen des menschlichen Handelns. Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung, Hurrikans und vieles mehr fällt mir dazu ein.

    Unser Sohn hat mich vor Kurzem gefragt, wer Plastik erfunden hat. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Das war auch nicht so wichtig für ihn. Wichtiger war ihm die Aussage danach: „Der gehört auf jeden Fall verurteilt, weil so viele Meerestiere wegen ihm sterben müssen“. Es ist erschrecken, dass sich ein 10-Jähriger darüber Gedanken machen muss.

    Auch Prominente machen auf die Problematik aufmerksam. Dominik Thiem schreibt bei Tennisturnieren auf die Kameralinsen der großen Rundfunksender „Save the Ocean“.

     

     

    Zeigt uns die junge Generation gerade unsere Fehler auf?

     

    Ich habe den Eindruck, ein neues globales Verständnis wächst bei unseren Kindern heran. Sie zeigen uns auf, dass so nicht mehr weitergehen kann. Das ist ein wichtiges Signal und jeder von uns ist gefordert Verantwortung zu übernehmen. Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, hat Anfang des Jahres Schüler zu Streiks aufgerufen. Seitdem gehen weltweit tausende junge Menschen an den „Fridays for Future“ auf die Straße.

     

     

    Nachhaltiger Leben

     

    Ein sehr lieber Freund von mir hat dies schon vor einigen Jahren antizipiert und geht mit gutem Beispiel voran. Vor den VW-Dieselskandalen hat er der Verbrennungsmotoren-Industrie den Rücken gekehrt und baut seit rund fünf Jahren sehr erfolgreich seine E-Mobility Start-ups auf. Er fährt nur noch öffentlich oder E-Auto, hat auf eine fleischarme Ernährung umgestellt, beteiligt seine Mitarbeiter an seinen Start-ups und meidet Plastikmüll.

    Das hat mich wirklich beeindruckt und auch schon zum Teil auf mich abgefärbt. Ich achte mittlerweile darauf Plastiksackerl mehrfach zu verwenden oder auf kompostierbare Sackerl zurückzugreifen. Im Alltag fahre ich immer mehr öffentlich, gehe zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Fleischlos bin ich noch nicht, aber vielleicht wird das noch. Auf das Fliegen großteils zu verzichten, ist für mich kein Problem, da ich es ohnehin nicht sehr angenehm finde.

     

     

    Ein großer Hebel liegt in unseren Berufen

     

    Seit 2006 bin ich selbstständiger Finanzberater und trage doch für mehrere Millionen Euro zumindest eine Mitverantwortung. Hier will grundsätzlich jeder Kunde mit so wenig Risiko wie möglich den maximalen Gewinn erzielen.

    Doch was passiert, wenn wir uns unsere Veranlagung unter einem anderen Gesichtspunkt ansehen? Wie viel CO2, wie viel Energie, wie viel Wasser bzw. wie viele Ressourcen verbrauchen, vergeuden bzw. verschwenden unsere Investments? Sind unsere Veranlagungen im Sinne zukünftiger Generationen? Beschleunigen oder entschleunigen unsere Gelder den Klimawandel?

    Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann eröffnen sich neue Perspektiven der Bewertung. Welche Investments geben nachhaltig Sinn, welche sind zwar kurzfristig gut, aber schlecht für unsere Umwelt? Hier möchte ich in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen.

    Veranlagen mit Sinn ist das Ziel

     

    Bis jetzt war ich bei ökologischen Investments eher zurückhaltend. Aus folgenden Gründen:

    • Gebührenstruktur zumeist überteuert
    • Viel Marketing und heiße Luft
    • Schlechtere Performance
    • Eingeschränkte Auswahl

    In den letzten Jahren hat sich einiges getan und meiner Meinung nach ist die Zeit reif, um nachhaltig zu investieren. Es gibt mittlerweile einige gute Fonds mit sehr guter Kostenstruktur, deren Rendite sich auch in den letzten Jahren sehen lässt. Die Auswahl ist zwar im Vergleich zum gesamten Veranlagungsuniversum nach wie vor geringer. Hier hat der Anleger aber selbst Handhabe, wieviel er nachhaltig investieren möchte. Es muss ja, nicht zu 100 Prozent sein.

    Was mich restlos überzeugt hat – das aktive Stimmrecht

     

    Wir haben jetzt rund 5 Jahre großer ETF-Hysterie hinter uns. Jeder Finanzjournalist, der etwas auf sich hielt, hat einen sehr positiven Artikel über ETFs geschrieben. Die Aussage ist auch bestechend: Fondsmanager schaffen es kaum über 5 Jahre ihren Vergleichsindex zu schlagen und sind auch teurer. Warum investierst du denn dann noch in aktiv gemanagte Fonds?

    Ein wesentlicher Punkt bei nachhaltigen Fonds ist, dass diese ihre Stimmrechte bei Aktionär-Hauptversammlungen aktiv ausüben. Was heißt das? Im Gesellschaftsrecht ist festgehalten, dass jede Aktiengesellschaft einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung abhalten muss. Hierbei werden grundsätzliche Entscheidungen für das jeweilige Unternehmen getroffen.

    ETFs sind hier wenig bis gar nicht aktiv, womit eine wichtige Kontrollinstanz unserer Wirtschaft geschwächt wird. Dieses aktive Stimmrecht nehmen aber einige sehr gute Öko-Fonds wahr. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, Unternehmen auf den nachhaltigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft aufmerksam zu machen.

    Auch ich werde das künftig in meiner Veranlagungsberatung fix integrieren und meinen Klienten aufzeigen, damit auch wir unseren Beitrag leisten. Ich freue mich auf die nächsten Veranlagungstermine😊

     

     

     Photo by Chris Barbalis on Unsplash

     

    Viele Menschen überschätzen...

    was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

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    1060 Wien

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    DAS WICHTIGE

     

    Warum du vor allem auf deine kleinen Ausgaben achten solltest

    Warum du vor allem auf deine kleinen Ausgaben achten solltest

    Warum du vor allem auf deine kleinen Ausgaben achten solltest

    Warum du vor allem auf deine kleinen Ausgaben achten solltest

    Wir haben bei FiNUM zweimal im Jahr ein Strategiemeeting, bei dem sich kluge Köpfe Gedanken rund um Geld, Veranlagung und Versicherung machen. Heuer fand das zweite Meeting am 10. und 11. September in Wien statt. Wenn ich nun einige Tage nachher meine Unterlagen betrachte und die Inhalte reflektiere, dann hebt sich ein Thema besonders ab - aktives Stimmrecht.

     

     

    Klimawandel ist kein Fake

     

    Aktuell erleben wir weltweit permanent Nachrichten über die dramatischen Folgen des menschlichen Handelns. Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung, Hurrikans und vieles mehr fällt mir dazu ein.

    Unser Sohn hat mich vor Kurzem gefragt, wer Plastik erfunden hat. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Das war auch nicht so wichtig für ihn. Wichtiger war ihm die Aussage danach: „Der gehört auf jeden Fall verurteilt, weil so viele Meerestiere wegen ihm sterben müssen“. Es ist erschrecken, dass sich ein 10-Jähriger darüber Gedanken machen muss.

    Auch Prominente machen auf die Problematik aufmerksam. Dominik Thiem schreibt bei Tennisturnieren auf die Kameralinsen der großen Rundfunksender „Save the Ocean“.

     

     

    Zeigt uns die junge Generation gerade unsere Fehler auf?

     

    Ich habe den Eindruck, ein neues globales Verständnis wächst bei unseren Kindern heran. Sie zeigen uns auf, dass so nicht mehr weitergehen kann. Das ist ein wichtiges Signal und jeder von uns ist gefordert Verantwortung zu übernehmen. Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, hat Anfang des Jahres Schüler zu Streiks aufgerufen. Seitdem gehen weltweit tausende junge Menschen an den „Fridays for Future“ auf die Straße.

     

     

    Nachhaltiger Leben

     

    Ein sehr lieber Freund von mir hat dies schon vor einigen Jahren antizipiert und geht mit gutem Beispiel voran. Vor den VW-Dieselskandalen hat er der Verbrennungsmotoren-Industrie den Rücken gekehrt und baut seit rund fünf Jahren sehr erfolgreich seine E-Mobility Start-ups auf. Er fährt nur noch öffentlich oder E-Auto, hat auf eine fleischarme Ernährung umgestellt, beteiligt seine Mitarbeiter an seinen Start-ups und meidet Plastikmüll.

    Das hat mich wirklich beeindruckt und auch schon zum Teil auf mich abgefärbt. Ich achte mittlerweile darauf Plastiksackerl mehrfach zu verwenden oder auf kompostierbare Sackerl zurückzugreifen. Im Alltag fahre ich immer mehr öffentlich, gehe zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Fleischlos bin ich noch nicht, aber vielleicht wird das noch. Auf das Fliegen großteils zu verzichten, ist für mich kein Problem, da ich es ohnehin nicht sehr angenehm finde.

     

     

    Ein großer Hebel liegt in unseren Berufen

     

    Seit 2006 bin ich selbstständiger Finanzberater und trage doch für mehrere Millionen Euro zumindest eine Mitverantwortung. Hier will grundsätzlich jeder Kunde mit so wenig Risiko wie möglich den maximalen Gewinn erzielen.

    Doch was passiert, wenn wir uns unsere Veranlagung unter einem anderen Gesichtspunkt ansehen? Wie viel CO2, wie viel Energie, wie viel Wasser bzw. wie viele Ressourcen verbrauchen, vergeuden bzw. verschwenden unsere Investments? Sind unsere Veranlagungen im Sinne zukünftiger Generationen? Beschleunigen oder entschleunigen unsere Gelder den Klimawandel?

    Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann eröffnen sich neue Perspektiven der Bewertung. Welche Investments geben nachhaltig Sinn, welche sind zwar kurzfristig gut, aber schlecht für unsere Umwelt? Hier möchte ich in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen.

    Veranlagen mit Sinn ist das Ziel

     

    Bis jetzt war ich bei ökologischen Investments eher zurückhaltend. Aus folgenden Gründen:

    • Gebührenstruktur zumeist überteuert
    • Viel Marketing und heiße Luft
    • Schlechtere Performance
    • Eingeschränkte Auswahl

    In den letzten Jahren hat sich einiges getan und meiner Meinung nach ist die Zeit reif, um nachhaltig zu investieren. Es gibt mittlerweile einige gute Fonds mit sehr guter Kostenstruktur, deren Rendite sich auch in den letzten Jahren sehen lässt. Die Auswahl ist zwar im Vergleich zum gesamten Veranlagungsuniversum nach wie vor geringer. Hier hat der Anleger aber selbst Handhabe, wieviel er nachhaltig investieren möchte. Es muss ja, nicht zu 100 Prozent sein.

    Was mich restlos überzeugt hat – das aktive Stimmrecht

     

    Wir haben jetzt rund 5 Jahre großer ETF-Hysterie hinter uns. Jeder Finanzjournalist, der etwas auf sich hielt, hat einen sehr positiven Artikel über ETFs geschrieben. Die Aussage ist auch bestechend: Fondsmanager schaffen es kaum über 5 Jahre ihren Vergleichsindex zu schlagen und sind auch teurer. Warum investierst du denn dann noch in aktiv gemanagte Fonds?

    Ein wesentlicher Punkt bei nachhaltigen Fonds ist, dass diese ihre Stimmrechte bei Aktionär-Hauptversammlungen aktiv ausüben. Was heißt das? Im Gesellschaftsrecht ist festgehalten, dass jede Aktiengesellschaft einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung abhalten muss. Hierbei werden grundsätzliche Entscheidungen für das jeweilige Unternehmen getroffen.

    ETFs sind hier wenig bis gar nicht aktiv, womit eine wichtige Kontrollinstanz unserer Wirtschaft geschwächt wird. Dieses aktive Stimmrecht nehmen aber einige sehr gute Öko-Fonds wahr. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, Unternehmen auf den nachhaltigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft aufmerksam zu machen.

    Auch ich werde das künftig in meiner Veranlagungsberatung fix integrieren und meinen Klienten aufzeigen, damit auch wir unseren Beitrag leisten. Ich freue mich auf die nächsten Veranlagungstermine😊

     

     

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    Viele Menschen überschätzen...

    was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

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