Die 5 größten Anlagefehler – aktuell!

Die 5 größten Anlagefehler – aktuell!

Die 5 größten Anlagefehler - aktuell!

Es ist wieder einmal Zeit für einen Blick auf die aktuelle Marktlage. Besuche bedeutender Investmentsymposien haben meinen Blick für die derzeit größten Anlagefehler nochmals geschärft. Ich will diese hier in 5 Punkten für dich zusammenfassen!

1. Anleihen zu halten!

Wir sind seit circa Mitte 2014 in Europa in der Nullzins-Politik gefangen. Das hat im ersten Schritt direkt alle Sparbuchsparer getroffen. Der Realzins, das ist der Zins nach Abzug der Inflation, ist negativ geworden. Wer in dieser Sparform zu viel Geld liegen hat, der vernichtet sein Erspartes. Klare Empfehlung: Hier nur noch die Notreserve anlegen (man spricht hier in der Regel bei Angestellten von 2–3 Monatsnettogehältern und bei Selbstständigen von 3–6 Monatsnettoeinnahmen)!

Etwas zeitverzögert hat es auch die Anleihen erwischt. Nach Abzug von Kosten und Inflation sind mit wenigen Ausnahmen alle namhaften internationalen Staatsanleihen im Minus (siehe dazu auch die erste Grafik). Als kluger Investor bedeutet das für dich: Anleihen raus aus deinem Depot! Tipp: Auch genau bei Mischfonds hinsehen und vor allem bei Pensionsvorsorgen. Im Fall einer fondsgebundenen Variante kannst du leicht das Investment ändern.

realzinsen

2. Weniger als 60 % Aktien zu halten!

Die konsequente Antwort auf „Anleihen raus!“ ist die Erhöhung der Aktienquote. Viele Experten und auch unsere internen FiNUM-Berechnungen kommen zu dem Schluss, dass ein Anleger aktuell mindestens 60% Aktienquote benötigt, um nach Abzug von Kosten, Steuer und Inflation positiv sein zu können. Wer also nachhaltigen Ertrag erwirtschaften will, muss bereit sein, 60–100 % Aktienquote einzusetzen. Wer darunter liegt, wird keinen realen Ertrag erwirtschaften und somit wieder sein Geld verlieren, so wie im Fall von Anleihen-Investments.

ertragserwartung

Wie in der zweiten Grafik gut erkennbar, liegen die Ertragserwartungen bei Aktien zwischen 5 und 11,6 % – also deutlich über den negativen Erwartungen bei Anleihen.

 

3. Auf Asien zu verzichten!

Ein Blick auf Grafik Nr. 2 macht zudem deutlich zwei Gruppen unterscheidbar. Einmal den niedrigeren Ertragswert bei entwickelten Regionen (DM, steht für Developed Markets), andererseits höhere Ertragswerte bei den Schwellenländern, sprich den Emerging Markets. Fachkreise vertreten klar, dass aktuell mindestens 20–30 % in Asien investiert sein sollen.

Unser interner Fachökonom führt dazu im Wesentlichen zwei Gründe an: Erstens wird das künftige Wirtschaftszentrum in Asien liegen. Wobei im MSCI World Asien mit nicht einmal 5 % repräsentiert ist – also auch Hände weg von reinen MSCI World Investments! Zweitens sind durch den momentanen Handelskrieg die Kurse sehr günstig. China hat zum Beispiel seit seinem Jännerhoch 30 % eingebüßt.

4. Den Zeithorizont kürzer als zehn Jahre zu halten!

Jetzt kannst du natürlich sagen: Aktien und Ertragswerte, alles schön und gut, aber Aktien sind auch deutlich riskanter, da viel volatiler. Stimmt, das gilt es auf jeden Fall zu berücksichtigen. Sehr deutlich macht dazu Grafik Nr. 3: Schwankungen bei Aktien von 10­–20 % sind normal. Es gibt jedoch zwei wirksame Ansätze, um damit zurecht zu kommen. Einerseits muss der Zeithorizont für deine Veranlagung verlängert werden, zumindest auf 8–10 Jahre.

Andererseits ist das monatliche Investieren sehr empfehlenswert. Warum? Ich vermeide zum falschen Zeitpunkt einzusteigen! Würde ich einmalig am Höchstpunkt 100.000 Euro investieren und dann korrigieren die Märkte um 20 %, dann habe ich einen aktuellen Verlust von 20.000 Euro. Wenn ich hingegen monatlich einkaufe, dann habe ich vielleicht ein paar teure Einkäufe getätigt, die aber durch die sehr günstigen Einkäufe nach dem Einbruch ausgeglichen werden.

ertrags-risikoerwartungen

5. KESt auszublenden!

Seit 1.1.2016 ist die Kapitalertragssteuer in Österreich auf 27,5% angehoben worden. Jeder Ertrag bei Wertpapieren muss mit der KESt versteuert werden. Das sind im Wesentlichen bei Aktienveranlagungen: Dividendenausschüttungen, Substanzgewinne (unterjährige Verkäufe von Fonds und deren Kursgewinne müssen auch versteuert werden) sowie Veräußerungsgewinne am Ende. Siehe hier die vierte Grafik aus einem internen Rechentool von FiNUM.

Annahme: Jemand spart monatlich 200 Euro über 25 Jahre und lässt es dann noch fünf Jahre liegen:

Kest

Nach 25 Jahren kommen am Depot mit voller KESt-Last 85.200 Euro heraus. In Österreich sind fonds- bzw. indexgebundene Lebensversicherungen KESt-befreit, dafür bezahlt man zu Beginn eine Versicherungssteuer von 4%. Bei der fondsgebundenen Variante kommen 91.300 Euro heraus – also rund 6.000 Euro weniger Steuern, da beide Varianten mit einer Wertentwicklung von 4,5% berechnet sind.

Wie negativ sich die KESt aber wirklich auswirkt, siehst du nochmal fünf Jahre später. Dann ist der steuerliche Vorteil der Fondsgebundenen schon bei 13.400 Euro. Faustregel: Veranlagungen größer gleich 15 Jahre gehören eher in die fondsgebundene Variante!

 

Zugabe:

Im Rahmen der dritten Pensionssäule, der betrieblichen Vorsorge, gibt es ebenfalls extrem gute Möglichkeiten, die es zu nützen gilt. Siehe dazu meinen letzten Beitrag.

P.S: Vielen Dank an die Security KAG und FiNUM für die Zurverfügungstellung des Datenmaterials!

 

Photo by unsplash.com

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

Die 5 größten Sparfehler

Die 5 größten Sparfehler

Die 5 größten Sparfehler

Wenn es dir wirklich ein großen Anliegen ist, irgendwann finanziell frei zu sein, dann beachte diese 5 häufigsten Sparfehler. In diesem Artikel erfährst du von mir, wie du einfach dagegen vorgehen kannst.

Ich spare eh viel

Immer wieder kommen nach dem Cashflow-Spiel Personen zu mir und sagen, dass sie eh viel sparen. Sie legen doch immerhin monatlich 300 Euro auf die Seite, auf ein Sparkonto. Dann frage ich gerne nach, wofür sie das tun. Fast immer ist die Antwort dieselbe: „Für den nächsten Urlaub, nächstes Sofa oder Auto.“ Achtung, das ist die gefährlichste Form des Ansparens, es ist nämlich Konsumsparen. Diese Menschen sparen zwar jeden Monat, nur am Ende des Jahres ist alles wieder weg. Deswegen führt dieses Sparen nie zu Vermögensaufbau, obwohl diese Menschen immer das subjektive Gefühl haben, eh viel zu sparen.

 

Zinses-Zins, ja eh klar

Was lange würdest du schätzen, hält der durchschnittliche Privatinvestor seine Wertpapiere? 3 Jahre, 5 Jahre, 7 Jahre, 10 Jahre oder 18 Jahre? Bevor ich dir die Antwort gebe, möchte ich dir noch eine zweite Frage stellen: Wie lange wäre es sinnvoll Wertpapiere aufgrund des Zines-Zins zu halten? Die Realität zeigt eine Haltedauer von 7 Jahren. Wie schätzt du das ein?

Mindestens 20 Jahre, am besten noch viel länger, lautet die richtige Antwort. Bei meiner Befragung von Millionären habe ich dieselbe Frage gestellt, für welchen Zeithorizont sie also Veranlagungsentscheidungen treffen würden. Hier das Zitat eines Teilnehmers: „Ich denke an meine Enkel.“ Wohl bemerkt hatte dieser Teilnehmer zwar Kinder, aber noch keine Enkelkinder. Wohlhabende lassen ihre Veranlagungen nicht ohne Grund viel länger arbeitet – sie haben den Zinses-Zins verstanden und lassen ihn Jahrzehnte wirken und sich entfalten. Learning – verändere deinen gedanklichen Veranlagungshorizont um Jahrzehnte!

 

Kenne deinen Feind

Was ist der größte Gegenspieler des Zinses-Zins-Effekts? – ja, richtig, die Inflation. Viele können das beantworten, aber wenige tun wirklich etwas dagegen. Laut Statistiken liegen rund 50% der Vermögen auf Sparkonten, Bausparern und Co. herum. Ok, das Sparbuch ist die einfachste Variante, denn ich entscheide im Endeffekt nichts und kann jederzeit auf mein Geld zugreifen. Aber dieses „Zugreifen können“ kostet echt viel Geld. Aktuell liegen die Inflation bei rund 2 Prozent und die Sparzinsen bei 0,3 Prozent. Nach 10 Jahren bei 10.000 Euro ein Verlust von über 2.000 Euro oder 20 Prozent!! Der erste Feind ist also die Inflation, welches ist der zweite, fast unsichtbare Feind? Unsere Unentschlossenheit.

Wäre es aktuell nicht viel gescheiter eine echte Entscheidung zu treffen und beispielsweise in eine Vorsorgewohnung zu investieren? Der Mieter bezahlt vereinfacht gesprochen den größten Teil meiner erworbenen Wohnung zurück. Wenn ich mir einen sinnvollen Fixzins absichere, dann profitiere ich doppelt. Meine Rate bleibt trotz Inflation gleich, somit zahle ich immer weniger zurück und gleichzeitig ist meine Mieteinnahme mietindexiert und gegen Inflation geschützt. Mein Tipp: Treffe entschlossen Entscheidungen und denke langfristig!

 

Zu spät beginnen

Bei der schon erwähnten Millionärsbefragung habe ich auf festgestellt, dass die meisten schon in sehr jungen Jahren zu investieren begonnen haben. Einige waren sogar noch minderjährig. In den Interviews war immer wieder ein ähnliches Muster zu erkennen: Weil sie früh am Kapitalmarkt erste Erfahrungen gesammelt haben, konnten sie (a) den Zinses-Zins vergrößern und (b) einen sehr wertvollen Erfahrungsschatz aufbauen. Was ist dein längstmöglicher Zinses-Zins-Hebel? Lebensendalter minus aktuelles Alter. Wir haben aktuell eine Lebenserwartung von rund 90 Jahren. Beginne ich mit 20, dann liegt mein möglicher Zinses-Zins-Hebel 70 Jahren, beginne ich mit 30, dann sind es nur noch 60 Jahre. Weil es immer wieder an den Märkten Auf und Abs gibt, kann ich mit einem größeren Erfahrungsschatz neue Situationen besser analysieren und eher Chancen daraus erkennen.

Ein befragter Millionär hat nicht umsonst gesagt: „Fast ausschließlich haben mich die Krisen in meinem Leben weitergebracht.“ Bist du so wie ich ein Kind der Siebziger Jahre, dann hast du die Dotcom-Blase rund um 2000 und die Finanzkrise rund um 2008 auch als Investor erleben können. Dieses Erfahrungswissen ist sehr wertvoll. Deswegen gibt es nur eine Antwort: so bald wie möglich mit dem Investieren am Kapitalmarkt beginnen und in weiterer Folge auch im Immobilienmarkt einsteigen.

 

Führe Buch

Viele Menschen meinen viel zu sparen. Sie haben wirklich das Gefühl, wenig auszugeben, sich auch wenig zu gönnen. Schaut man sich dann die Vermögenssituation an, stellt sich oft schnell ein anderes Bild ein. Weil folgende Formel nicht lügt:

Lebensalter x aktuellem Jahresnettoeinkommen / 10 = finanzielle Potenz

Ein Beispiel dazu: ein 35-jähriger Angestellter mit einem Jahresnetto von 45.000 Euro.

35 x 45.000 / 10 = 157.500 Euro. Hätte er diese 157.500 Euro tatsächlich aufgebaut, dann könnte man ihn als guten Sparer/Investor bezeichnen. Denn er kann sehr gut Vermögen aufbauen und gilt somit als vermögensreich. Liegt er darunter, dann baut er weniger gut Vermögen auf und gilt eher als einkommensreich.

Da wir bei Ausgaben oft ein falsches Bild von uns selbst haben, musst du darüber Buch führen, wenn du es wirklich erst meinst mit deiner finanziellen Freiheit!

 

photo by stocksnap.io 

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Liebe Leser!

Das erste Jahr unseres Blogs Finanzielle Intelligenz ist vorbei. Ich hoffe, ihr habt hilfreiche Anregungen und Ideen erhalten, um mit eurem Geld smarter umzugehen. Ich möchte den heutigen Artikel dazu nutzen, um auf die wesentlichen Aspekte finanzieller Intelligenz hinzuweisen. Lerne die sechs wesentlichen Bereiche für deinen finanziellen Wohlstand kennen.

Die Definition finanzieller Intelligenz – Was sie bedeutet und wofür ich sie brauche:

Finanzielle Intelligenz ist die Fähigkeit Wohlstand aufzubauen, von dem man nachhaltig leben kann, sodass man nicht mehr arbeiten gehen muss. Finanzielle Intelligenz strebt also finanzielle Freiheit an!

Wohlstand und finanzielle Freiheit können nur aufgebaut werden, wenn die folgenden Faktoren vorhanden sind bzw. berücksichtigt werden:

Karriereintelligenz – Mache Karriere und steigere deine Einnahmen!

Die meisten Menschen starten mit wenig oder gar keinem Kapital. Die einzige Möglichkeit nun an Geld zu kommen ist, dass du mit deiner Arbeitskraft Geld verdienst. Wenn du allerdings nur arbeitest, um genug zum Leben zu haben, dann wirst du kein Kapital aufbauen können, von dessen Erträgen du einmal leben kannst. Aus diesem Grund ist es für dich von großer Bedeutung, genau den beruflichen Bereich zu finden, der dir viel Spaß macht und in welchem du Fähigkeiten besitzt, die du ausbauen kannst und die vom Markt auch benötigt werden. Das ist Karriereintelligenz. Alle Selfmade-Millionäre haben außerordentliche Fähigkeiten in ihren beruflichen Gebieten entwickelt und haben diese konsequent ausgebaut. Wenn du gut bist, kannst du mehr Geld verdienen. Und hohe bzw. steigende Einnahmen sind eine wichtige Voraussetzung für Wohlstandsaufbau.

Sparintelligenz – Gib immer weniger aus als du einnimmst!

Kein Mensch der Welt kann sich Wohlstand aufbauen, wenn er keine Sparintelligenz hat. Die alte Kaufmannsweisheit „Gib weniger aus als du einnimmst“ ist leider in der heutigen Konsumwelt sehr in Vergessenheit geraten. Unsere Großeltern hatten noch Werte wie Genügsamkeit, Fleiß und Sparsamkeit. Sie haben Europa nach dem 2. Weltkrieg genau mit diesen Eigenschaften wieder aufgebaut und uns einen gewissen Wohlstand ermöglicht. Diese Werte sind nicht mehr in Mode. Vielmehr geht es heutzutage um Selbstverwirklichung, die primär über Konsum und schnelle Lustbefriedung gesucht wird. Zu unser aller Unglück ist das beste Beispiel dafür der Staat. Fast alle Staaten in Europa geben seit Jahrzehnten mehr Geld aus als sie einnehmen. Das kann langfristig nicht gut gehen. Generell sollte gelten: Lege als Student 10% deiner Einnahmen auf die Seite. Bei Einstieg in einen Vollzeitjob werden dann zwei Drittel deiner Einnahmen zum Leben verwendet und ein Drittel gespart. Bei jeder neuen Einkommenssteigerung, legst du 50% auf die Seite. So kannst du Wohlstand aufbauen!

Investmentintelligenz – Ohne Investieren oder Veranlagen kein Wohlstand!

Die breite Masse geht bei Geldangelegenheiten auf Nummer sicher. Generationen von Menschen sparen in Bausparformen, Garantiezins-Produkten oder mit dem Sparbuch. Ist die breite Masse wohlhabend? Nein, ist sie nicht. Leider leben nur 2-5% der Bürger in einer Familie, die sich als finanziell intelligent bezeichnen kann. Sie haben es geschafft, ein Geldwissen aufzubauen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Diese Familienangehörigen müssten nicht mehr arbeiten, weil sie finanziell frei sind. Die Einnahmen ihrer Investments sind höher als ihre Ausgaben. Meistens wird jedoch ganz im Sinne der Karriereintelligenz sehr intensiv gearbeitet. Jetzt die entscheidende Frage: Sparen diese Familien primär über Bausparer und Co? Fehlanzeige. Diese Familien haben sich ganz gezielt Vermögenswerte aufgebaut, wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Geschäftsbeteiligungen, etc. – alles Veranlagungen, die nicht todsicher sind, aber über längere Zeit (meist mehrere Jahrzehnte) viel höhere Erträge erwirtschaften. Ziel ist es, nach Abzug von Steuer, Kosten und Inflation zumindest den Wert zu erhalten bzw. reale Wertsteigerungen zu erwirtschaften. Der wesentliche Unterschied ist: Wohlstandsaufbauer denken langfristig, lernen mit Risiko – sprich Wertschwankungen – umzugehen. Sie veranlagen schon früh und streuen ihre Veranlagungen sehr breit.

Absicherungsintelligenz: Berücksichtige auch das worst-case Szenario

So risikoscheu der Durchschnitt bei seinen Finanzen ist, so leichtsinnig ist dieser wiederum bei den wirklichen worst-case Varianten. Welche zum Teil irreversiblen Katastrophenszenarien auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit gibt es? Gehen wir nochmal einen Schritt zurück. Der erste Bereich der finanziellen Intelligenz ist die Karrierefähigkeit, um die eigene Einkommenssituation sukzessive auszubauen. Was könnte dir da langfristig in die Quere kommen? Körperliche Gebrechen, psychische Probleme, Invadilität, kurz zusammengefasst: Berufsunfähigkeit. Viele Menschen haben für ihr Auto eine Vollkaskoversicherung. Hat das Auto also einen Totalschaden, dann ist es zur Gänze versichert. Was aber ist, wenn du einen Totalschaden hast? Kann deine Familie bis ins hohe Alter für dich sorgen? Oder müsstest du dich darum selber kümmern? Die Meisten blenden diese Frage einfach aus. „So was passiert mir nicht!“ – Ein Blick in die Statistik aber reicht. Jeder dritte Österreicher und auch Deutsche wird einmal in seinem Berufsleben zumindest temporär berufsunfähig. Viele Jungfamilien gehen zudem ein überdurchschnittlich hohes Risiko ein, weil oft zwei Drittel und mehr vom Einkommen des Jungvaters abhängen. Doch was, wenn ihm etwas passiert? Die relevantesten worst-case Fälle sind Berufsunfähigkeit, Chronische Krankheiten und damit verbunden extrem hohe Arzt-, Behandlungs- und Medikamentenkosten, Ableben (meinst du den Tod?? dann schreibe lieber Tod, nicht Ableben). Auch eine Pensionsabsicherung solltest du einplanen, wenn du bis 65 nicht finanziell intelligent genug gewesen bist. Die staatliche Pension wird sehr niedrig ausfallen und eventuell nur bei der Existenzsicherung liegen. Um jedoch einen gewissen Lebensstandard halten zu können, bedarf es einer adäquaten Pensionsvorsorge.

Neben diesen vier Hauptfaktoren (Karriere, Sparen, Investment, Absicherung) der finanziellen Intelligenz gibt es zwei weitere Nebenfaktoren, die wesentlich zum Gesamterfolg deines Wohlstandsaufbaus beitragen.

Zukunftsblick: Öffne dich für Neues!

Warum fällt es uns grundsätzlich so schwer, Entscheidung zu treffen? Weil die Konsequenz unserer Entscheidungen in der Zukunft liegt, die ja bekanntlich ungewiss und neu ist. Und vor allem Neuen und Unbekannten haben wir Menschen seit jeher Angst. Dennoch müssen wir lernen, damit umzugehen. Lernen wir das nicht, werden die anderen Entscheidungen für uns treffen. Und wer möchte schon ein entmündigtes Leben führen? Die einzige Möglichkeit fit für die Zukunft zu sein, ist, sich neugierig und offen mit neuen Entwicklungen auseinander zu setzen. Suche Informationsquellen, die dich mit neuen Erkenntnissen füttern und von denen du lernen kannst. Das können qualitativ hochwertige Medien sein, intelligente Menschen usw. Mit deren Hilfe schaffst du es, deinen Blick für die Zukunft zu schärfen, Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und letztlich bessere Entscheidungen zu treffen.

Selbstmanagement: Arbeite an dir!

Wesentliche Eigenschaften des Selbstmanagements sind: Disziplin, Konstanz, Wille und Commitment. Alle bisher genannten Faktoren – Karriere-, Spar-, Investment-, Absicherungsintelligenz und Zukunftsblick sind wertlos, wenn du nicht ein gewisses Maß an Selbstmanagement besitzt. Nur wer sich selbst Ziele stecken kann und diese auch fokussiert verfolgt, kann finanzielle Freiheit erlangen. Die meisten Menschen scheitern an diesem Punkt. Die einzige Möglichkeit, um die Wahrscheinlichkeit deines langfristigen Erfolgs zu steigern, habe ich im Sport kennengelernt. Kein Spitzensportler käme je auf die Idee, seine Ziele ohne Trainer anzugehen. Ein guter Trainer, Coach bzw. Berater hilft dir, an deinen Zielen festzuhalten, dich aus deiner Comfortzone heraus zu holen, dein volles Potential auszuschöpfen und so schließlich deine Leistung zu steigern. Warum darauf verzichten? Was die Fähigkeiten des Selbstmanagements abrundet, ist die Fähigkeit, die richtigen Personen um sich zu vereinen. Das beginnt bei der Auswahl des richtigen Lebenspartners, Freunde, Geschäftspartner, Vorgesetzten, Mentoren und geht bis zu den richtigen Beratern, wie Steuer- und Finanzberater, Ärzte und so weiter.

Abschließend wünsche ich euch allen ein gesundes, lustiges und finanziell intelligentes Jahr 2016!

Tipp: Nutze deine Energie und starte das Jahr finanziell intelligent. Komm und spiele am 26.1.16 um 19.00 Uhr mit anderen Interessierten Personen das Cashflow Spiel. Dort lernst du spielerisch deine finanziellen Fähigkeiten zu steigern. Melde dich hier an!

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

Meine 6 besten Spartipps für den Alltag [2te Edition]

Meine 6 besten Spartipps für den Alltag [2te Edition]

Meine 6 besten Spartipps für den Alltag (2te Edition)

Meine 6 besten Spartipps für den Alltag [2te Edition]

Wer kennt das nicht? Wir nehmen uns immer wieder gegen Jahreswechsel vor, Geld zu sparen und merken dann am Ende des Monats „oje, ist doch nicht viel übrig geblieben“.

Du kennst das Gefühl? Dann bist du bei meinen besten Spartipps – Volume 2 – genau richtig!

Geld clever zu sparen, fällt vielen Leuten nicht leicht. Wie kann ich also lernen mit Geld umzugehen?
Warum fällt uns sparen teilweise so schwer? Bevor du weiterliest, solltest du diesen TedTalk auf keinen Fall verpassen:

https://www.ted.com/talks/shlomo_benartzi_saving_more_tomorrow

Hier die Best of meiner Spartipps. 6 Spartipps, um im Alltag Geld zu sparen:

Spartipp Nr. 1 – Wohne klein, aber fein!

Wenn ich mir die Haushaltsrechnungen meiner Klienten ansehe, dann springt ein Punkt sofort ins Auge: Wohnen. Viele Menschen müssen für diesen Block teilweise bis zu 50% ihrer Einkommen ausgeben. Welche Möglichkeiten gibt es also beim Wohnen sinnvoll zu sparen? Ein Single Haushalt ist die mit Abstand teuerste Wohnvariante. Vermeide also, alleine zu wohnen. Als Student wohne so lange es geht zu Hause oder in einer WG. Bei der Familiengründung frage dich ehrlich, ob du unbedingt eine 150m2 Wohnung im angesagtesten Bezirk benötigst. Grundregel: „Wohne klein, aber fein“.

Aktuell zeichnet sich in den Ballungszentren wie Wien, Graz, etc. ab, dass wohnen auf Miete günstiger ist als Eigentum zu schaffen! Die Immobilienpreise sind beispielsweise in Wien in den letzten 5 Jahren um rund 60% gestiegen. Das entspricht einer jährlichen Preissteigerung von rund 12%. Im Vergleichszeitraum sind Mieten um rund 20% gestiegen, was rund 4% pro Jahr entspricht.

Spartipp Nr. 2 – Brauchst du wirklich ein Auto?

Ein zweiter großer Kontenbereich ist das Auto. Lass uns gemeinsam berechnen, was das beliebteste Auto Österreichs, der VW Golf, im Monat kostet. Die schlechteste Variante ist natürlich, diesen neu zu kaufen. Da es unterschiedliche Golfvarianten gibt, lass uns einen Kaufpreis von 30.000 Euro annehmen. Sagen wir, der VW wurde 7 Jahre gefahren und dann  um 5000 Euro verkauft. Jetzt rechnen wir einfach 25.000 Euro durch die Anzahl der Monate (7x12=84), das sind rund 300 Euro. Dazu 2 Tankfüllungen pro Monat, damit kommen wir auf 100 Euro.

Für die Versicherung rechnen wir in den ersten Jahren mit Kasko, dann ohne: 75 Euro im Monat, Reparatur, Service und alle Jahre neue Reifen, grober Schätzwert: 40 Euro. Somit kostet der VW Golf monatlich satte 515 Euro. Beim Auto kann ich clever sparen, indem ich vor allem gebraucht und antizyklisch kaufe. Die meisten Autos werden immer im Frühling gekauft. Wann die wenigsten? Kurz vor Weihnachten oder Jänner. Hier sind Händler oft bereit, ordentliche Preisnachlässe zu geben, auch bei Gebrauchtwagen. Mein bester Tipp ist allerdings: Brauchst du wirklich ein Auto?

Gerade bei Mobilität geht der Trend auch immer stärker weg vom Eigentum hin zur Verfügbarkeit. Wenn du in einer Großstadt lebst, dann nütze die immer größere Verbreitung von Carsharing Angeboten wie Car2go.

Tipp: Wenn du es nicht wirklich eilig hast, dann kannst auch in Wien mittlerweile auf Taxifahrten verzichten und Uber deutlich günstiger dich befördern lassen.

Spartipp Nr. 3 – Günstig Urlauben

Urlaube sind im Jahresbudget absolut betrachtet oft größere Summen. Für diejenigen ohne Kinder und alle, die nicht dem Lehrerberuf verpflichtet sind: Fahre niemals in der Hauptsaison, hier sind sehr hohe Aufschläge. Nütze Vergleichsplattformen und schaue auch diverse Aktionen an. Für Eltern und Familien lohnen sich bei Kurzurlauben last minute Buchungen. Wir waren beispielsweise kurzfristig über ein verlängertes Wochenende auf einer tollen Selbstversorgerhütte in der Steiermark. Drei Tage 300 Euro mit 2 Familien. Wir haben einfach am Donnerstag an die lokalen Tourismusverbände ein Mail geschrieben und tolle und günstige Angebote erhalten!

Ab einem gewissen Alter kannst du deinen Freunden und deiner Familie beim „dich beschenken“ helfen. Wie oft hast du schon Geschenke bekommen, die du nie verwendest hast? Wie oft hast du schon gekämpft, um ein passendes Geschenk für jemanden zu finden?

Ich habe gerade meinen 40-ziger gefeiert und im Vorfeld wurde vor allem meine Frau immer wieder gefragt, was wünscht sich denn eigentlich der Alex. Irgendwann habe ich dann beschlossen, ihnen das Schenken einfach zu machen. Ich wünsche mir schon seit langem ein verlängertes Wochenende mit meiner Frau in Rom. Alle Freunde und Bekannten haben einfach ein wenig dazu beigetragen, dass wir jetzt sogar 3x nach Rom fliegen könnten. 🙂 Das werde ich in den nächsten Jahren auch machen, weil ich habe mich sehr gefreut und mein Umfeld hat sich nicht mehr den Kopf bezüglich Geschenks zerbrechen müssen.

Spartipp Nr. 4 – Schnäppchen clever kaufen

Erfreue dich auch an Schnäppchen Käufen bei Alltagssachen! Aber überlasse das nicht dem Zufall oder mach es von deiner Stimmung abhängig. Die meisten Menschen schlagen nämlich nur punktuell bei Angeboten oder Aktionen zu und geben dann bei anderen Käufen wieder deutlich mehr aus. Um jedoch gezielter günstig einzukaufen, zeige ich dir hier zwei praktische Seiten:

www.meinKauf.at

www.aktionsfinder.at

Der effizienteste Weg ist hingegen, wenn du bei Aktionen, wie zum Beispiel Toilettenpapier, einen gewissen Vorrat kaufst. Dann sparst du nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Grundvoraussetzung dafür: Du kannst es dir leisten und du hast auch genug Platz für die Zwischenlagerung zu Hause.

Frage regelmäßig nach, ob man noch etwas mit dem Preis machen kann. Wenn Handwerker bei dir etwas zu Hause machen müssen, frage nach. Wenn du regelmäßig in die Therme gehst, frage nach, ob sie Aktionen haben. Regelmäßiges Nachfragen kann dir überraschende Ergebnisse bringen:

Lustige Anekdote dazu. Zu meinem Geburtstag hat mich ein ganz lieber Freund zum Essen eingeladen. Wir waren in einem Lokal mit sehr guten Speisen, aber leider waren die Portionen eher klein. Als wir das Dessert bestellt haben, haben wir den Kellner eher ein wenig aus Spaß heraus gefragt, ob er denn nicht die Portion etwas größer machen könnte. Er negierte, weil diese schon vorgefertigt seien. Wir baten ihn aber, ob er sich etwas einfallen lassen könnte. Wie gesagt eher im Spaß.

Er verblüffte uns. Die Nachspeisen waren zwar klein, aber er brachte uns einen Gruß aus der Küche mit, die aufs Haus ging und am besten von den 3 Desserts schmeckte. Einfach fragen.

Spartipp Nr.5 – Effizient shoppen gehen

Jetzt wenden wir uns dem Bereich Kleidung zu. Je nachdem welchen Beruf du hast, musst du mehr oder weniger in Kleidung investieren. Obwohl viele Akademiker als Berufskleidung Anzug, Kostüm, etc. benötigen, kann dies leider nicht steuerlich als Arbeitskleidung abgesetzt werden. Andere Berufe können dies, wie beispielsweise Tischler, Installateure usw. Grundsätzlich stimme ich der Aussage „Kleider machen Leute“ zu. Die Frage ist nur, wie kann ich dennoch dabei Geld sparen?

Eine Antwort, die ich für mich persönlich gefunden habe, sind Outlet-Stores. In der Umgebung von Wien gibt es zum Beispiel Wien Parndorf. Hier sind die wichtigsten Marken vertreten und alle sind mindestens 30% günstiger. Dafür nehme ich in Kauf, dass ich nicht den neuesten Anzug trage. Um Geld und Zeit zu sparen, fahre ich einmal im Jahr nach Parndorf und kaufe  3-4 Anzüge. Ich rufe vorher die Storebesitzerin von Hugo Boss an. Da sie meine Größe schon kennt, bereitet sie mir rund 10 Anzüge vor.

Das gleiche dann für Hemden, Socken usw. Diese Methode ist besonders für Menschen geeignet, die wie ich nicht gerne shoppen gehen. Es ist effizient und man muss sich für den Rest des Jahres keine Sorgen mehr darum machen. Wenn du gerne shoppen gehst, dann mache aus deinem Parndorf Besuch einfach einen Ganztagestrip und spare clever bei deiner Kleidung!

Wenn du auch ein Hugo Boss Fan bist, dann habe ich für dich den „Überhammer“: Die Hugo Boss Outlets haben eine Kundenkarte. Bist du Besitzer einer solchen, dann wirst du 2 Mal im Jahr zu den family&friends Tagen eingeladen. Dann bekommst du auf die schon um 30% reduzierte Ware nochmal Minus 30%!!

Spartipp Nr.6 – Trainiere mit einem günstigen Tarif

Immer mehr Menschen gehen ins Fitness Studio. Das halte ich auch für sehr gut, weil Gesundheit, Fitness und Vitalität wichtige Aspekte für ein glückliches und erfülltes Leben sind. Und wir alle kennen die Aussage „bei deiner Gesundheit sollst du nicht sparen“. Deswegen akzeptieren wir oft auch hohe monatliche Mitgliedsbeiträge von 100 Euro und mehr. Jetzt fallen dir sicher sofort die Discount Fitnesscenter um 19,90 Euro im Monat ein. Wenn du dich dort wohl fühlst, ist es natürlich klasse, weil so sparst du wirklich Geld. Aber was, wenn nicht?

Es gibt viele Fitness Studios, die ihre Auslastung optimieren wollen und unterschiedliche Tarife anbieten: Volltarif, bei dem du jederzeit trainieren kannst. Halbtagstarif, du kannst nur bis 16.00 Uhr ins Studio gehen und teilweise auch einen Mittagstarif, da kannst du zwischen 12.00 und 16.00 Uhr trainieren. Die meisten Besucher gehen zu regelmäßigen Zeiten trainieren. Für mich ist es beispielsweise möglich, eine verlängerte Mittagspause zu nehmen. So konnte ich vom 100 Euro Tarif auf 29.90 Euro monatlich kommen. Immerhin eine jährliche Ersparnis von 840 Euro! Meiner Meinung nach, eine cleverer Tipp, um viel Geld zu sparen.

Diesen Tipp habe ich von einem lieben Blog Leser bekommen. Er gibt gar nichts mehr für das Fitness Center aus, weil er nur noch nach der Methode „Training ohne Geräte – nur mit eigenem Körpergewicht“ macht. Hier gibt es sehr kostengünstige Apps nach denen du trainieren kannst oder einfach Youtube Videos trainieren. Hier eine kleine Kostprobe:

Anfänger:  https://www.youtube.com/watch?v=iYe1e1q5XS8

Fortgeschrittene: https://www.youtube.com/watch?v=itNlicIf9_U

So lernst du, mit Geld richtig umzugehen:

Wichtig: Beginne jetzt damit, ein bis zwei Monate deine täglichen Ausgaben zu notieren, um deine Ausgaben nachzuvollziehen. Erst über diese Maßnahme gelingt es dir, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wo dein Geld hinfließt. Dadurch lernst du auch, mit deinem Geld richtig umzugehen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Tool?

Dann lade dir jetzt deine persönliche Monatsbilanz runter – kostenlos!
(So ersparst du dir auch das lästige Rechnen – ein Hoch auf Excel ;-))

Viele meiner Klienten, die das tatsächlich gemacht haben, waren teilweise schockiert, wie viel Geld sie im Alltag ausgeben. Es war ihnen einfach nicht bewusst. Und genau hier musst du ansetzen. Alle deine unbewussten Ausgaben sind diejenigen, die dich am meisten kosten!

Last but not least Investmenttipp Nummer 1:

Was machst du nun eigentlich mit all dem Ersparten? Ja richtig, es soll intelligent investiert werden. Wie du das smart machst, damit setzen wir uns immer intensiv beim Cashflow Game Abend auseinander. Schaue hier, was du dort lernen kannst: https://www.finanzielle-intelligenz.at/cashflow-spieleabend/

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

Die Vermögensformel für den Wohlstand

Die Vermögensformel für den Wohlstand

Die Vermögensformel für den Wohlstand

Ist dein Wohlstand überdurchschnittlich oder unterdurchschnittlich?

Wir Menschen lieben Vergleiche. Nicht umsonst üben schon in der Kindheit Märchen mit Sprüchen wie “Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?” große Faszination auf uns aus. Schwierig fällt das Vergleichen im Bereich Vermögen.

Vor kurzem bin ich auf eine Formel gestoßen, die diese Frage beantwortet. (Quelle The Millionaire Next Door )

Die Wolstandsformel lautet:

Alter x Bruttojahreseinkommen bzw. Gewinn vor Steuern x 0,1 (10 Prozent)

Schauen wir uns dazu 3 reale Fallbeispiele aus meiner Praxis an:

BEISPIEL 1 Ein 35-Jähriger Angestellter mit einem Jahresbruttogehalt von 50.000 Euro. Wie viel Kapital sollte er aufgebaut haben?

Rechengang: 35 (Alter) x 50.000 (Bruttojahresgehalt) x 0,1 = 175.000 €

Jetzt müssen wir noch vergleichen, wie hoch sein eigentliches Nettovermögen ist. Nettovermögen sind alle Vermögenswerte-Verbindlichkeiten:

Sparkonto: 

+20.000 €

Depot: 

+80.000 €

Eigentumswohnung:  

+250.000 €

Wohnungskredit: 

-160.000 €

Nettovermögen:   

190.000 €

BEISPIEL 2: Ein fast 40-jähriger Anwalt mit einem Jahresgewinn vor Abzug der Steuern 120.000 Euro.

Rechengang: 40 (Alter) x 120.000 (Bruttojahresgehalt) x 0,1 = 480.000 €

Sparkonto: 

+10.000 €

Depot: 

0 €

Eigentumshaus:  

0 €

Anteil Partnerschaft:    

+200.000 €

Kredit: 

-90.000 €

Nettovermögen:   

120.000 €

BEISPIEL 3: Eine 50-jährige Unternehmerin mit einem Jahresgewinn vor Steuern von 200.000 Euro.

Rechengang: 50 (Alter) x 200.000 (Bruttojahresgehalt) x 0,1 = 1.000.000 €

Spar- und Firmenkonto:  

+80.000 €

Depot: 

+100.000 €

Firmenwert Schätzung:

+300.000 €

Eigentumshaus:

+800.000 €

Wohnung (vermietet)

+250.000 €

Firmenkredit:

-90.000 €

Wohnungskredite: 

-700.000 €

Nettovermögen:   

740.000 €

Wer ist gut im Vermögensaufbau?

Dazu stelle ich gerne den 35-jährigen Angestellten dem 40-jährigen Anwalt gegenüber.

Betrachten wir zuerst den 35-jährigen Angestellten mit einem Nettovermögen von 190.000 Euro: Er hat mit 23 Jahren begonnen zu arbeiten und während seiner Schul- und Ausbildungszeit immer nebenbei in den Ferien und der Freizeit gejobbt. Auch diverse Gelder von Großeltern und Verwandten hat er meistens brav gespart. Mit 25 Jahren hat er sogar angefangen, sein Geld zu veranlagen. Alleine aus diesen Geldern hat er mit 35 Jahren insgesamt ca. 50.000 Euro aufgebaut. Wenn wir uns nun überschlagsmäßig ansehen, wie viel er monatlich auf die Seite gelegt hat:

190.000-50.000 = 140.000€ : 12 (Jahre ) = 11.667€ (pro Jahr) : 12 (Monate) = 972€.

…bedeutet, dass er monatlich ca. 972 Euro gespart hat, ohne Veranlagungserfolg gerechnet. Tatsächlich aber hat er einen Veranlagungserfolg von rund 4 % Wertsteigerung per anno gehabt. Somit musste er durchschnittlich „nur“ 670 Euro monatlich ansparen. Obwohl der 35-jährige Angestellte kein übermäßiger Geldverdiener ist, ist er trotzdem ein sehr guter Wohlstands-Aufbauer. Warum?
Er hat einfach eine sehr gute Defense. Er hat sehr niedrige Ausgaben und kann deswegen viel sparen und Geld lange für sich arbeiten lassen. Es gelingt ihm, Geld auch produktiv zu veranlagen. In Anbetracht seiner Einkommenssituation ist das Nettovermögen von 190.000 Euro ein ausgezeichnetes Ergebnis. Was ist sein Weiterentwicklungspotenzial? Vermutlich seine Einkommenssituation. Hier liegt er mit einem monatlichen Nettoeinkommen von rund 2300 Euro im Vergleich zu anderen nicht unbedingt im oberen Bereich.

Analysieren wir nun den 40-jähriger Anwalt mit einem Jahresgewinn von 120.000 Euro vor Abzug der Steuern.

Er hat während der Schul- und Studienzeit nichts gespart. Seine Eltern haben ihm stets eingeprägt: „man ist eben nur einmal jung und dein Geld soll dir Spaß und Freude bereiten.“ So hat er einen hohen Lebens- und Reisestandard genossen. Karrieretechnisch ist er erfolgreich und legt großen Wert auf Status – Kleidung, Reisen, Restaurants, Golfen – sprich hohe Ausgaben. Laut der Formel sollte er schon fast eine halbe Million besitzen, tatsächlich aber hat er lediglich ein Nettovermögen von 120.000 Euro aufgebaut. Wie viel hat er nun monatlich angespart: Mit 25 fing er an, zu arbeiten, d. h. er arbeitet seit 15 Jahren.

120.000 : 15 (Jahre Arbeitszeit) = 8.000€ : 12 (Monate) = auch 670 €.

Obwohl unser Anwalt das fast 2,5-fache Einkommen hat, spart er den gleichen Betrag wie der 35-jährige Angestellte!

Conclusio:

Wenn wir den Anwalt sehen, dann würden wir meinen, dass uns ein sehr reicher Mensch gegenübertritt. Immer 5-Sterne Hotels, edles Auto, tolle Anzüge, große Innenstadtwohnung. Tatsächlich aber ist er ein schlechter Wohlstands-Aufbauer, weil er fast alles wieder ausgibt. Wo müsste er also ansetzen, wenn er ein gewisses Maß an finanzieller Freiheit erreichen will? Richtig, eindeutig auf der Ebene der Ausgaben. Oft ist den Menschen nicht bewusst, was passiert, wenn sie diesen ausschweifenden Lebenswandel weiter führen. Tatsache ist, dass unser Anwalt gerne einen gewissen Lebensstandard pflegt. Diesen kann er sich ja auch gut leisten, weil er aktuell gut verdient. Was aber, wenn er nicht mehr arbeiten kann oder will? Zum Beispiel, wenn er in Pension geht? Dann wird er vermutlich mit rund einem Fünftel seiner jetzigen monatlichen Einnahmen auskommen müssen. Er wird seinen Lebensstandard nicht halten können.

Oft reicht diese Erkenntnis, um eine gewisse Umverteilung zu starten und mit dem Aufbau des eigenen Wohlstands zu beginnen. Wie geht es dir mit deinem Wohlstandstandsaufbau? Welche Themen kommen dir bekannt vor?

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis