Was macht einen smarten Experten aus?

Was macht einen smarten Experten aus?

smarteexpertenAm 09.10.2018 durften wir erneut ein sehr aufschlussreiches Interview führen. Dieses Mal mit dem Autoren- und Unternehmerpaar Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg, die uns mit ihrem neuesten Bestseller „Die Zeit der smarten Experten“ einen literarischen Wegweiser für die Zukunft des Unternehmertums mit auf den Weg geben.

 

 

 

In meinem Blog habe ich bereits mehrmals über die Diversifikation der Einkommensquellen berichtet. Wie wird eurer Meinung nach der klassische Büroangestellte zum smarten Experten?

Ein Weg ist, aktiv neben der Anstellung weiteres Geld zu verdienen. Dafür brauche ich ein Geschäftskonzept, das möglichst schlank aufgebaut werden kann. Wir nennen das ein smartes Geschäftskonzept. In unserem neuen Buch haben wir speziell die Experten-Konzepte  herausgegriffen. Expertenmodelle eignen sich dafür besonders gut, weil sie aus der eigenen Person geschöpft werden. In einem Service oder einer Produktion muss zum Beispiel erst extern eine Infrastruktur aufgebaut werden. Das ist bei Experten anders, sie können mit sehr wenigen Dingen starten.

Trotzdem raten wir auch bei Experten, zu Beginn nicht zu viel Risiko einzugehen und den Expertenstatus erst im Zuge seines Nebenberufes zu etablieren. Es ist grundlegend, sich zuerst auf Persönlichkeitsebene mit der Frage nach seinem Herzensthema auseinanderzusetzen und folglich einen diesbezüglichen Markt zu finden. Wir nennen dies umgangssprachlich „Herz-Taxi“. Ist diese Kombination gefunden, ein Thema, für das ich gerne aufstehe und für das andere mich auch buchen, dann kann ich das ausbauen.

 

Welche drei Fragen sollte man beantworten, um sein Expertenthema zu finden?

Um das Thema zu finden, das mich antreibt und in dem ich gleichzeitig von anderen auch als Experte akzeptiert werde, empfehlen wir, sich zu fragen:

  1. Welche Skills, Leidenschaften, Erfahrungen, Kompetenzen, Ausbildungen bilden die Basis meines Expertenthemas?
  2. Habe ich eine Faszination oder Betroffenheit (eigene Erfahrung, Prägung), wodurch mein Einstiegspunkt in das Expertenthema ermöglicht wird?
  3. Welche Belege (Rezensionen, Auszeichnungen, Follower) gibt es, die mich als Experte qualifizieren?

 

Wer ist im Umkehrschluss ungeeignet, ein smarter Experte zu werden?

Menschen, die bevorzugt praktisch arbeiten und in Teams in einer Firma aufblühen. Diese Menschen schaffen es meist nicht, sich tagelang zurückzuziehen, um an einem Programm, einem Buch oder einem Kurs zu arbeiten.

 

Welche Arten von smarten Experten gibt es laut eurer Erfahrung?

Wir schlüsseln im Buch fünf Grundtypen auf. Die Serien-Autoren, Media-Sender, Themen-Redner, Programm-Gestalter und Community-Builder. Was diese Typen unterscheidet, ist im Buch ausführlich beschrieben. Diese Typen zu kennen hilft einem, sein eigenes Experten-Konzept zusammenzustellen. Man muss also nicht einem „reinen“ Typen entsprechen. Aber man sollte sie kennen, bevor man auf eine professionelle Ebene geht.

Dann sehen wir in der Praxis noch zwei verschiedene Alters-Gassen: Einerseits die 20- bis 30-Jährigen. Diese gehen häuft mit Lifestyle-Themen raus und zeichnen sich oft durch viel Social Media aus. Anderseits die 35- bis 45-Jährigen, die sogenannten „Switcher“. Diese kommen vorwiegend aus der Selbständigkeit und wollen als smarte Experten leichtere Arbeitsprozesse und mehr Lebensqualität.  Hier geht es oft um „klassische“ Themen, die in eine neue, digitale Form wollen.

 

Wie viele Experten braucht unsere Gesellschaft bzw. wie viel Marktpotential gibt es eurer Meinung nach hierfür? Oder metaphorisch ausgedrückt: wenn es vor lauter Häuptlingen keine Indianer mehr gibt, wie kann die Gesellschaft dann noch funktionieren?

Es kommt immer mehr zu einem Umbruch und einem Wegfall der alten Industriearbeitsplätze. Viele Berufe müssen heute eine Etage nach oben, sich neu aufstellen, anderes Wissen anwenden. Wer vermittelt diese neuen Skills? Die Wertschöpfung wandert an vielen Stellen in den Kopf. „Abarbeiter“ werden in Zukunft Probleme haben, Arbeit zu finden. Dazu gibt es viele Umbrüche im Lifestyle:  vegan kochen? Kite-Surfen an asiatischen Küsten? Diese Fragen hatte man früher nicht. Daher kann es unserer Meinung nach nicht genug smarte Experten geben. Wir machen Mut, es zu versuchen.

 

Gerade in der amerikanischen Literatur, wie beispielsweise der „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris, wird behauptet, dass im Schlaf Millionen verdient werden können. Sind im Umkehrschluss Menschen, die hart arbeiten, daher nicht smart genug?

Wir können Tim Ferris‘ Aussage nicht ganz zustimmen. Es ist möglich, smart sein Geld zu verdienen, wir tun das ja auch. Aber wir haben viele Experten begleitet: Bis diese sich etabliert hatten, mussten sie Arbeitszeit investieren, häufig viel Zeit. Es muss ja erst einmal ein Produkt entwickelt werden, wofür sich dann eine Nachfrage aufbaut. Abgesehen davon ist auch die Halbwertszeit von Produkten zu berücksichtigen. In unserem Beispiel, wir schreiben Fachbücher, beträgt diese zwischen fünf und zehn Jahren. Sprich: Es gelingt so gut wie nie, mit einem einzigen Produkt ein Perpetuum Mobile aufzubauen. Wir zeigen deshalb im Buch, wie man Geschäftskonzepte als Struktur anlegt, also verschiedene Produkte im Portfolio kombiniert. Smart sein und dafür zu arbeiten, gehört in unseren Augen zusammen. Aber man kann smart arbeiten.

 

Ihr begleitet sehr viele Jungunternehmer. Was sind eurer Erfahrung nach die häufigsten Fehler bzw. wesentliche Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Gründung?

Ein häufiger Fehler liegt darin, dass anfangs schon zu viel Risiko übernommen wird. Man denkt an eine große Firma und nimmt dafür sogar Fremdkapital auf. Das ist gerade als Experte Unsinn. Wir raten, nur mit Komponenten zu gründen, die nicht in Widerspruch mit der noch „kleinen“ Idee stehen. Wer einen Online-Kurs ins Netz stellt, entwickelt keine eigene Plattform für Online-Kurse, er stellt diesen Kurs einfach bei Teachable, Coursera oder Udemy ein und testet, ob das funktioniert. Es reicht, den Ball zunächst flach zu halten.

Eine weitere Fehlerquelle ist „Teamromantik“. Alle sagen, man braucht als Unternehmer ein gutes Team. Ergo tendieren Jungunternehmer dazu, gleich zu Beginn Partner mit in die eigene Firma zu holen. Das Problem: Die meisten Teams lösen sich nach kurzer Zeit wieder auf. Das ist gerade unter Experten nicht lustig. Was passiert, wenn man zusammen Bücher geschrieben hat? Wem gehören die Rechte? Gerade als Experte kann ich aber perfekt solo arbeiten. Ich entwickle ein eigenes Geschäftsmodell, das gleichzeitig auch das eigene Herzensthema ist. Je mehr Leidenschaft man für sein Produkt hat, desto erfolgreicher und glücklicher wird man in seiner Arbeit. Dazu braucht man gerade zu Beginn kein Team. Später, wenn es wächst, kann das anders aussehen.

 

In eurem neuesten Buch ruft ihr das Zeitalter der smarten Experten aus. Was zeichnet denn nun einen smarten Experten aus? 

Die Tools für Experten sind sehr stark. Hier ist die digitale Transformation bereits voll angekommen. Nur noch die E-Commerce-Händler sind ähnlich gut ausgestattet. Davon abgeleitet ist für uns ein smarter Experte jemand, der diese Tools nutzt, und ein dazu passendes Geschäftsmodell aufbaut. Der Unterschied zum klassischen Experten ist der Arbeitsmodus. Klassisch arbeite ich mit Aufträgen für Kunden. Smarte Experten entwickeln Produkte und Marken und gehen damit auf den Markt, wie große Firmen das auch tun, nur eben smart.

 

In der Reichenliteratur ist man sich noch uneinig, ab wann jemand wirklich als reich und finanziell unabhängig gilt. Die Definitionen gehen von „Average Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 1.500-3000€) über „Good Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 10.000-30.000€) und „Big Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: über 100.000€) bis hin zu „Legendary Money“ (Monatliche Nettoeinnahmen: größer oder gleich 1 Million €). Wie schafft es eurer Meinung nach, ein smarter Experte zu „Good Money“ und darüber hinaus?

Smart zu werden hat zwei Gründe:

a) möchte ich eine bessere Qualität in meinem Leben

Also nicht mehr pendeln, sondern von zu Hause (in der Nähe meiner Familie) oder ortsunabhängig und mit freier Zeiteinteilung arbeiten, die Themen vorantreiben, die mich selbst interessieren … Dazu sind viele auch bereit, weniger als vorher zu verdienen. Trotzdem sollte ein Experte bei den Umsätzen bei 10.000 Euro pro Monat landen. Nur so kann ich privat genug entnehmen und Vermögen und Rücklagen aufbauen.

b) möchte ich gutes Geld verdienen

Es gibt Experten, die sehr gut verdienen. Wir arbeiten im Buch heraus, dass die hohen Einkommen sich bei den Experten aber nur einstellen, wenn ich das Geschäftskonzept strategisch denke. Die Skalierungs-Effekte kommen, wenn ich professionell ein gutes Thema an die richtige Stelle bringe. Entweder erreiche ich VIELE Menschen oder die RICHTIGEN Menschen. Gerade Experten verdienen häufig B2B mehr als B2C. Das hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Nur wenn ich weiß, dass ich etwas zu sagen habe, werde ich auch Geld damit verdienen.

 

Ihr beide seid eurer Definition nach selbst smarte Experten. Wo steht ihr auf eurem Weg und wo wollt ihr euch hin entwickeln? 

Wir sind gut etabliert. Wer über smarte Geschäftskonzepte nachdenkt, wird in der Regel irgendwann über uns stolpern. Das wollten wir, aber wie immer im Leben haben wir auch etwas Glück gehabt. Wir waren die ersten, die im deutschsprachigen Raum über smarte Geschäftskonzepte und Solopreneurship geschrieben haben.

Seit 25 Jahren arbeiten wir aus dem Home Office. Bei uns ist das ein eigenes Haus, das wir speziell für unsere Zwecke gebaut haben. Darin genießen wir unsere Unabhängigkeit. Das ist uns ein hoher Wert. Deshalb ist es uns wichtig, dass in unseren GmbHs keine anderen Gesellschafter sind, dass wir keine Fremdschulden haben. Dazu kommt, dass wir so gut wie keine Kundentermine mehr haben und damit fast nicht mehr beruflich ins Auto steigen, also unseren Tagesablauf optimal für uns gestalten können. Wo wir noch nicht so gut sind wie der eine oder andere digitale Experte, ist der automatisierte Workflow. Da gibt es noch Verbesserungspotential. Das wollen wir demnächst stärker angehen.

 

In euren Büchern streift ihr immer wieder mein Leidenschaftsthema „Finanzielle Intelligenz“, sprich wie man intelligent mit Geld umgeht. Auf welche Veranlagungsformen vertraut ihr?

Deswegen sind wir hier auch gerne mit dabei. Es wird uns in Deutschland, in Österreich wird das nicht viel anders sein, nicht beigebracht, wie man gut mit Finanzen umgeht. Aber es ist für die eigene Unabhängigkeit extrem wichtig. Ein Norddeutscher würde sagen: „Achte darauf, immer genug Wasser unter dem Kiel zu haben.“

Wir achten deshalb auf eine hohe Liquidität und verzichten dafür auf die eine oder andere Status-Anschaffung. Wir legen unser Geld in Immobilien, Aktien (meist ETFs) und Unternehmensbeteiligungen an. Als Business Angels sind wir vor allem aus beruflichem Interesse unterwegs. Wir wollen wissen, wie Gesellschafterkreise funktionieren. Unsere Beteiligungen bei Start-ups in der Seedphase lösen sich fast genauso oft in Luft auf, wie sie ziehen. Das ist also mit Vorsicht zu genießen.

 

Um den Kreis zu schließen, noch die Frage nach eurem Lebensmotto?

„Verändere dein Leben und auch das von anderen“. Es geht nicht nur ums Geld verdienen, sondern um positive Veränderung. Deswegen mögen wir auch die Expertenkonzepte so sehr. Wer seinen eigenen Horizont erweitert, um so den Einstieg in ein Expertenfenster zu bekommen, bereichert fast immer auch sein Leben und das Leben anderer Menschen positiv.

 

Photo by Hunters Race on Unsplash

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

Mach deinen Erfolg zum Ritual!

Mach deinen Erfolg zum Ritual!

Mach deinen Erfolg zum Ritual!

Erfolgsrituale… jeder erfolgreiche Mensch hat sie und ganze Ratgeber werden über sie geschrieben. Und das ist auch gut so! Denn, seien wir mal ganz ehrlich, wie viele erprobte Erfolgsrituale fallen dir ad hoc ein? Wenn du sofort einige davon aufzählen kannst, super! Doch viele werden bei dieser Frage vielleicht erst mal ins Straucheln geraten. Das wollen wir vermeiden, denn Erfolgsrituale und persönliches Energiemanagement können dir auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit eine große Hilfe sein. Und die wollen wir schließlich alle erreichen, oder?

Vor rund 2 Monaten wurde ich von Michaela Forstik für eine der größten Online-Interviewreihen „Alltagshelden“ interviewt – und nun darf ich es endlich auch mit dir teilen! Ich spreche darin über meine Millionärsstudie und Finanzbildung, aber auch meine persönlichen Erfolgsrituale werden ein großes Thema sein. Falls du also noch kein Erfolgsritual hast, klick dich rein und schau dir vielleicht das eine oder andere ab!

Ich wünsche dir viel Spaß und hoffentlich auch Inspiration,

Dein Alexander

Photo by Zac Durant on Unsplash

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Was ist Finanzielle Intelligenz?

Liebe Leser!

Das erste Jahr unseres Blogs Finanzielle Intelligenz ist vorbei. Ich hoffe, ihr habt hilfreiche Anregungen und Ideen erhalten, um mit eurem Geld smarter umzugehen. Ich möchte den heutigen Artikel dazu nutzen, um auf die wesentlichen Aspekte finanzieller Intelligenz hinzuweisen. Lerne die sechs wesentlichen Bereiche für deinen finanziellen Wohlstand kennen.

Die Definition finanzieller Intelligenz – Was sie bedeutet und wofür ich sie brauche:

Finanzielle Intelligenz ist die Fähigkeit Wohlstand aufzubauen, von dem man nachhaltig leben kann, sodass man nicht mehr arbeiten gehen muss. Finanzielle Intelligenz strebt also finanzielle Freiheit an!

Wohlstand und finanzielle Freiheit können nur aufgebaut werden, wenn die folgenden Faktoren vorhanden sind bzw. berücksichtigt werden:

Karriereintelligenz – Mache Karriere und steigere deine Einnahmen!

Die meisten Menschen starten mit wenig oder gar keinem Kapital. Die einzige Möglichkeit nun an Geld zu kommen ist, dass du mit deiner Arbeitskraft Geld verdienst. Wenn du allerdings nur arbeitest, um genug zum Leben zu haben, dann wirst du kein Kapital aufbauen können, von dessen Erträgen du einmal leben kannst. Aus diesem Grund ist es für dich von großer Bedeutung, genau den beruflichen Bereich zu finden, der dir viel Spaß macht und in welchem du Fähigkeiten besitzt, die du ausbauen kannst und die vom Markt auch benötigt werden. Das ist Karriereintelligenz. Alle Selfmade-Millionäre haben außerordentliche Fähigkeiten in ihren beruflichen Gebieten entwickelt und haben diese konsequent ausgebaut. Wenn du gut bist, kannst du mehr Geld verdienen. Und hohe bzw. steigende Einnahmen sind eine wichtige Voraussetzung für Wohlstandsaufbau.

Sparintelligenz – Gib immer weniger aus als du einnimmst!

Kein Mensch der Welt kann sich Wohlstand aufbauen, wenn er keine Sparintelligenz hat. Die alte Kaufmannsweisheit „Gib weniger aus als du einnimmst“ ist leider in der heutigen Konsumwelt sehr in Vergessenheit geraten. Unsere Großeltern hatten noch Werte wie Genügsamkeit, Fleiß und Sparsamkeit. Sie haben Europa nach dem 2. Weltkrieg genau mit diesen Eigenschaften wieder aufgebaut und uns einen gewissen Wohlstand ermöglicht. Diese Werte sind nicht mehr in Mode. Vielmehr geht es heutzutage um Selbstverwirklichung, die primär über Konsum und schnelle Lustbefriedung gesucht wird. Zu unser aller Unglück ist das beste Beispiel dafür der Staat. Fast alle Staaten in Europa geben seit Jahrzehnten mehr Geld aus als sie einnehmen. Das kann langfristig nicht gut gehen. Generell sollte gelten: Lege als Student 10% deiner Einnahmen auf die Seite. Bei Einstieg in einen Vollzeitjob werden dann zwei Drittel deiner Einnahmen zum Leben verwendet und ein Drittel gespart. Bei jeder neuen Einkommenssteigerung, legst du 50% auf die Seite. So kannst du Wohlstand aufbauen!

Investmentintelligenz – Ohne Investieren oder Veranlagen kein Wohlstand!

Die breite Masse geht bei Geldangelegenheiten auf Nummer sicher. Generationen von Menschen sparen in Bausparformen, Garantiezins-Produkten oder mit dem Sparbuch. Ist die breite Masse wohlhabend? Nein, ist sie nicht. Leider leben nur 2-5% der Bürger in einer Familie, die sich als finanziell intelligent bezeichnen kann. Sie haben es geschafft, ein Geldwissen aufzubauen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Diese Familienangehörigen müssten nicht mehr arbeiten, weil sie finanziell frei sind. Die Einnahmen ihrer Investments sind höher als ihre Ausgaben. Meistens wird jedoch ganz im Sinne der Karriereintelligenz sehr intensiv gearbeitet. Jetzt die entscheidende Frage: Sparen diese Familien primär über Bausparer und Co? Fehlanzeige. Diese Familien haben sich ganz gezielt Vermögenswerte aufgebaut, wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Geschäftsbeteiligungen, etc. – alles Veranlagungen, die nicht todsicher sind, aber über längere Zeit (meist mehrere Jahrzehnte) viel höhere Erträge erwirtschaften. Ziel ist es, nach Abzug von Steuer, Kosten und Inflation zumindest den Wert zu erhalten bzw. reale Wertsteigerungen zu erwirtschaften. Der wesentliche Unterschied ist: Wohlstandsaufbauer denken langfristig, lernen mit Risiko – sprich Wertschwankungen – umzugehen. Sie veranlagen schon früh und streuen ihre Veranlagungen sehr breit.

Absicherungsintelligenz: Berücksichtige auch das worst-case Szenario

So risikoscheu der Durchschnitt bei seinen Finanzen ist, so leichtsinnig ist dieser wiederum bei den wirklichen worst-case Varianten. Welche zum Teil irreversiblen Katastrophenszenarien auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit gibt es? Gehen wir nochmal einen Schritt zurück. Der erste Bereich der finanziellen Intelligenz ist die Karrierefähigkeit, um die eigene Einkommenssituation sukzessive auszubauen. Was könnte dir da langfristig in die Quere kommen? Körperliche Gebrechen, psychische Probleme, Invadilität, kurz zusammengefasst: Berufsunfähigkeit. Viele Menschen haben für ihr Auto eine Vollkaskoversicherung. Hat das Auto also einen Totalschaden, dann ist es zur Gänze versichert. Was aber ist, wenn du einen Totalschaden hast? Kann deine Familie bis ins hohe Alter für dich sorgen? Oder müsstest du dich darum selber kümmern? Die Meisten blenden diese Frage einfach aus. „So was passiert mir nicht!“ – Ein Blick in die Statistik aber reicht. Jeder dritte Österreicher und auch Deutsche wird einmal in seinem Berufsleben zumindest temporär berufsunfähig. Viele Jungfamilien gehen zudem ein überdurchschnittlich hohes Risiko ein, weil oft zwei Drittel und mehr vom Einkommen des Jungvaters abhängen. Doch was, wenn ihm etwas passiert? Die relevantesten worst-case Fälle sind Berufsunfähigkeit, Chronische Krankheiten und damit verbunden extrem hohe Arzt-, Behandlungs- und Medikamentenkosten, Ableben (meinst du den Tod?? dann schreibe lieber Tod, nicht Ableben). Auch eine Pensionsabsicherung solltest du einplanen, wenn du bis 65 nicht finanziell intelligent genug gewesen bist. Die staatliche Pension wird sehr niedrig ausfallen und eventuell nur bei der Existenzsicherung liegen. Um jedoch einen gewissen Lebensstandard halten zu können, bedarf es einer adäquaten Pensionsvorsorge.

Neben diesen vier Hauptfaktoren (Karriere, Sparen, Investment, Absicherung) der finanziellen Intelligenz gibt es zwei weitere Nebenfaktoren, die wesentlich zum Gesamterfolg deines Wohlstandsaufbaus beitragen.

Zukunftsblick: Öffne dich für Neues!

Warum fällt es uns grundsätzlich so schwer, Entscheidung zu treffen? Weil die Konsequenz unserer Entscheidungen in der Zukunft liegt, die ja bekanntlich ungewiss und neu ist. Und vor allem Neuen und Unbekannten haben wir Menschen seit jeher Angst. Dennoch müssen wir lernen, damit umzugehen. Lernen wir das nicht, werden die anderen Entscheidungen für uns treffen. Und wer möchte schon ein entmündigtes Leben führen? Die einzige Möglichkeit fit für die Zukunft zu sein, ist, sich neugierig und offen mit neuen Entwicklungen auseinander zu setzen. Suche Informationsquellen, die dich mit neuen Erkenntnissen füttern und von denen du lernen kannst. Das können qualitativ hochwertige Medien sein, intelligente Menschen usw. Mit deren Hilfe schaffst du es, deinen Blick für die Zukunft zu schärfen, Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und letztlich bessere Entscheidungen zu treffen.

Selbstmanagement: Arbeite an dir!

Wesentliche Eigenschaften des Selbstmanagements sind: Disziplin, Konstanz, Wille und Commitment. Alle bisher genannten Faktoren – Karriere-, Spar-, Investment-, Absicherungsintelligenz und Zukunftsblick sind wertlos, wenn du nicht ein gewisses Maß an Selbstmanagement besitzt. Nur wer sich selbst Ziele stecken kann und diese auch fokussiert verfolgt, kann finanzielle Freiheit erlangen. Die meisten Menschen scheitern an diesem Punkt. Die einzige Möglichkeit, um die Wahrscheinlichkeit deines langfristigen Erfolgs zu steigern, habe ich im Sport kennengelernt. Kein Spitzensportler käme je auf die Idee, seine Ziele ohne Trainer anzugehen. Ein guter Trainer, Coach bzw. Berater hilft dir, an deinen Zielen festzuhalten, dich aus deiner Comfortzone heraus zu holen, dein volles Potential auszuschöpfen und so schließlich deine Leistung zu steigern. Warum darauf verzichten? Was die Fähigkeiten des Selbstmanagements abrundet, ist die Fähigkeit, die richtigen Personen um sich zu vereinen. Das beginnt bei der Auswahl des richtigen Lebenspartners, Freunde, Geschäftspartner, Vorgesetzten, Mentoren und geht bis zu den richtigen Beratern, wie Steuer- und Finanzberater, Ärzte und so weiter.

Abschließend wünsche ich euch allen ein gesundes, lustiges und finanziell intelligentes Jahr 2016!

Tipp: Nutze deine Energie und starte das Jahr finanziell intelligent. Komm und spiele am 26.1.16 um 19.00 Uhr mit anderen Interessierten Personen das Cashflow Spiel. Dort lernst du spielerisch deine finanziellen Fähigkeiten zu steigern. Melde dich hier an!

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis

 

Serie klassische Denkfehler – Beitrag 1

Serie klassische Denkfehler – Beitrag 1

Serie klassische Denkfehler - Beitrag 1

IMG_9973Der Rückschaufehler: weise investieren, statt kopflos verlieren.

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich mich in einem Zweig der Wirtschaftspsychologie spezialisiert, der mich schon immer sehr fasziniert hat: behavioral finance. Sie beschäftigt sich mit dem vermeintlich irrationalen Verhalten auf Finanz- und Kapitalmärkten.

In den nächsten Monaten möchte ich also immer wieder klassische Denkfehler, die es zu vermeiden gilt, mit euch diskutieren. Heute werde ich euch den Rückschaufehler vorstellen, unter Bezugnahme aktueller Überzeugungen in der Finanzpresse. (mehr …)