Was macht einen smarten Experten aus?

Was macht einen smarten Experten aus?

smarteexpertenAm 09.10.2018 durften wir erneut ein sehr aufschlussreiches Interview führen. Dieses Mal mit dem Autoren- und Unternehmerpaar Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg, die uns mit ihrem neuesten Bestseller „Die Zeit der smarten Experten“ einen literarischen Wegweiser für die Zukunft des Unternehmertums mit auf den Weg geben.

 

 

 

In meinem Blog habe ich bereits mehrmals über die Diversifikation der Einkommensquellen berichtet. Wie wird eurer Meinung nach der klassische Büroangestellte zum smarten Experten?

Ein Weg ist, aktiv neben der Anstellung weiteres Geld zu verdienen. Dafür brauche ich ein Geschäftskonzept, das möglichst schlank aufgebaut werden kann. Wir nennen das ein smartes Geschäftskonzept. In unserem neuen Buch haben wir speziell die Experten-Konzepte  herausgegriffen. Expertenmodelle eignen sich dafür besonders gut, weil sie aus der eigenen Person geschöpft werden. In einem Service oder einer Produktion muss zum Beispiel erst extern eine Infrastruktur aufgebaut werden. Das ist bei Experten anders, sie können mit sehr wenigen Dingen starten.

Trotzdem raten wir auch bei Experten, zu Beginn nicht zu viel Risiko einzugehen und den Expertenstatus erst im Zuge seines Nebenberufes zu etablieren. Es ist grundlegend, sich zuerst auf Persönlichkeitsebene mit der Frage nach seinem Herzensthema auseinanderzusetzen und folglich einen diesbezüglichen Markt zu finden. Wir nennen dies umgangssprachlich „Herz-Taxi“. Ist diese Kombination gefunden, ein Thema, für das ich gerne aufstehe und für das andere mich auch buchen, dann kann ich das ausbauen.

 

Welche drei Fragen sollte man beantworten, um sein Expertenthema zu finden?

Um das Thema zu finden, das mich antreibt und in dem ich gleichzeitig von anderen auch als Experte akzeptiert werde, empfehlen wir, sich zu fragen:

  1. Welche Skills, Leidenschaften, Erfahrungen, Kompetenzen, Ausbildungen bilden die Basis meines Expertenthemas?
  2. Habe ich eine Faszination oder Betroffenheit (eigene Erfahrung, Prägung), wodurch mein Einstiegspunkt in das Expertenthema ermöglicht wird?
  3. Welche Belege (Rezensionen, Auszeichnungen, Follower) gibt es, die mich als Experte qualifizieren?

 

Wer ist im Umkehrschluss ungeeignet, ein smarter Experte zu werden?

Menschen, die bevorzugt praktisch arbeiten und in Teams in einer Firma aufblühen. Diese Menschen schaffen es meist nicht, sich tagelang zurückzuziehen, um an einem Programm, einem Buch oder einem Kurs zu arbeiten.

 

Welche Arten von smarten Experten gibt es laut eurer Erfahrung?

Wir schlüsseln im Buch fünf Grundtypen auf. Die Serien-Autoren, Media-Sender, Themen-Redner, Programm-Gestalter und Community-Builder. Was diese Typen unterscheidet, ist im Buch ausführlich beschrieben. Diese Typen zu kennen hilft einem, sein eigenes Experten-Konzept zusammenzustellen. Man muss also nicht einem „reinen“ Typen entsprechen. Aber man sollte sie kennen, bevor man auf eine professionelle Ebene geht.

Dann sehen wir in der Praxis noch zwei verschiedene Alters-Gassen: Einerseits die 20- bis 30-Jährigen. Diese gehen häuft mit Lifestyle-Themen raus und zeichnen sich oft durch viel Social Media aus. Anderseits die 35- bis 45-Jährigen, die sogenannten „Switcher“. Diese kommen vorwiegend aus der Selbständigkeit und wollen als smarte Experten leichtere Arbeitsprozesse und mehr Lebensqualität.  Hier geht es oft um „klassische“ Themen, die in eine neue, digitale Form wollen.

 

Wie viele Experten braucht unsere Gesellschaft bzw. wie viel Marktpotential gibt es eurer Meinung nach hierfür? Oder metaphorisch ausgedrückt: wenn es vor lauter Häuptlingen keine Indianer mehr gibt, wie kann die Gesellschaft dann noch funktionieren?

Es kommt immer mehr zu einem Umbruch und einem Wegfall der alten Industriearbeitsplätze. Viele Berufe müssen heute eine Etage nach oben, sich neu aufstellen, anderes Wissen anwenden. Wer vermittelt diese neuen Skills? Die Wertschöpfung wandert an vielen Stellen in den Kopf. „Abarbeiter“ werden in Zukunft Probleme haben, Arbeit zu finden. Dazu gibt es viele Umbrüche im Lifestyle:  vegan kochen? Kite-Surfen an asiatischen Küsten? Diese Fragen hatte man früher nicht. Daher kann es unserer Meinung nach nicht genug smarte Experten geben. Wir machen Mut, es zu versuchen.

 

Gerade in der amerikanischen Literatur, wie beispielsweise der „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris, wird behauptet, dass im Schlaf Millionen verdient werden können. Sind im Umkehrschluss Menschen, die hart arbeiten, daher nicht smart genug?

Wir können Tim Ferris‘ Aussage nicht ganz zustimmen. Es ist möglich, smart sein Geld zu verdienen, wir tun das ja auch. Aber wir haben viele Experten begleitet: Bis diese sich etabliert hatten, mussten sie Arbeitszeit investieren, häufig viel Zeit. Es muss ja erst einmal ein Produkt entwickelt werden, wofür sich dann eine Nachfrage aufbaut. Abgesehen davon ist auch die Halbwertszeit von Produkten zu berücksichtigen. In unserem Beispiel, wir schreiben Fachbücher, beträgt diese zwischen fünf und zehn Jahren. Sprich: Es gelingt so gut wie nie, mit einem einzigen Produkt ein Perpetuum Mobile aufzubauen. Wir zeigen deshalb im Buch, wie man Geschäftskonzepte als Struktur anlegt, also verschiedene Produkte im Portfolio kombiniert. Smart sein und dafür zu arbeiten, gehört in unseren Augen zusammen. Aber man kann smart arbeiten.

 

Ihr begleitet sehr viele Jungunternehmer. Was sind eurer Erfahrung nach die häufigsten Fehler bzw. wesentliche Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Gründung?

Ein häufiger Fehler liegt darin, dass anfangs schon zu viel Risiko übernommen wird. Man denkt an eine große Firma und nimmt dafür sogar Fremdkapital auf. Das ist gerade als Experte Unsinn. Wir raten, nur mit Komponenten zu gründen, die nicht in Widerspruch mit der noch „kleinen“ Idee stehen. Wer einen Online-Kurs ins Netz stellt, entwickelt keine eigene Plattform für Online-Kurse, er stellt diesen Kurs einfach bei Teachable, Coursera oder Udemy ein und testet, ob das funktioniert. Es reicht, den Ball zunächst flach zu halten.

Eine weitere Fehlerquelle ist „Teamromantik“. Alle sagen, man braucht als Unternehmer ein gutes Team. Ergo tendieren Jungunternehmer dazu, gleich zu Beginn Partner mit in die eigene Firma zu holen. Das Problem: Die meisten Teams lösen sich nach kurzer Zeit wieder auf. Das ist gerade unter Experten nicht lustig. Was passiert, wenn man zusammen Bücher geschrieben hat? Wem gehören die Rechte? Gerade als Experte kann ich aber perfekt solo arbeiten. Ich entwickle ein eigenes Geschäftsmodell, das gleichzeitig auch das eigene Herzensthema ist. Je mehr Leidenschaft man für sein Produkt hat, desto erfolgreicher und glücklicher wird man in seiner Arbeit. Dazu braucht man gerade zu Beginn kein Team. Später, wenn es wächst, kann das anders aussehen.

 

In eurem neuesten Buch ruft ihr das Zeitalter der smarten Experten aus. Was zeichnet denn nun einen smarten Experten aus? 

Die Tools für Experten sind sehr stark. Hier ist die digitale Transformation bereits voll angekommen. Nur noch die E-Commerce-Händler sind ähnlich gut ausgestattet. Davon abgeleitet ist für uns ein smarter Experte jemand, der diese Tools nutzt, und ein dazu passendes Geschäftsmodell aufbaut. Der Unterschied zum klassischen Experten ist der Arbeitsmodus. Klassisch arbeite ich mit Aufträgen für Kunden. Smarte Experten entwickeln Produkte und Marken und gehen damit auf den Markt, wie große Firmen das auch tun, nur eben smart.

 

In der Reichenliteratur ist man sich noch uneinig, ab wann jemand wirklich als reich und finanziell unabhängig gilt. Die Definitionen gehen von „Average Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 1.500-3000€) über „Good Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 10.000-30.000€) und „Big Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: über 100.000€) bis hin zu „Legendary Money“ (Monatliche Nettoeinnahmen: größer oder gleich 1 Million €). Wie schafft es eurer Meinung nach, ein smarter Experte zu „Good Money“ und darüber hinaus?

Smart zu werden hat zwei Gründe:

a) möchte ich eine bessere Qualität in meinem Leben

Also nicht mehr pendeln, sondern von zu Hause (in der Nähe meiner Familie) oder ortsunabhängig und mit freier Zeiteinteilung arbeiten, die Themen vorantreiben, die mich selbst interessieren … Dazu sind viele auch bereit, weniger als vorher zu verdienen. Trotzdem sollte ein Experte bei den Umsätzen bei 10.000 Euro pro Monat landen. Nur so kann ich privat genug entnehmen und Vermögen und Rücklagen aufbauen.

b) möchte ich gutes Geld verdienen

Es gibt Experten, die sehr gut verdienen. Wir arbeiten im Buch heraus, dass die hohen Einkommen sich bei den Experten aber nur einstellen, wenn ich das Geschäftskonzept strategisch denke. Die Skalierungs-Effekte kommen, wenn ich professionell ein gutes Thema an die richtige Stelle bringe. Entweder erreiche ich VIELE Menschen oder die RICHTIGEN Menschen. Gerade Experten verdienen häufig B2B mehr als B2C. Das hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Nur wenn ich weiß, dass ich etwas zu sagen habe, werde ich auch Geld damit verdienen.

 

Ihr beide seid eurer Definition nach selbst smarte Experten. Wo steht ihr auf eurem Weg und wo wollt ihr euch hin entwickeln? 

Wir sind gut etabliert. Wer über smarte Geschäftskonzepte nachdenkt, wird in der Regel irgendwann über uns stolpern. Das wollten wir, aber wie immer im Leben haben wir auch etwas Glück gehabt. Wir waren die ersten, die im deutschsprachigen Raum über smarte Geschäftskonzepte und Solopreneurship geschrieben haben.

Seit 25 Jahren arbeiten wir aus dem Home Office. Bei uns ist das ein eigenes Haus, das wir speziell für unsere Zwecke gebaut haben. Darin genießen wir unsere Unabhängigkeit. Das ist uns ein hoher Wert. Deshalb ist es uns wichtig, dass in unseren GmbHs keine anderen Gesellschafter sind, dass wir keine Fremdschulden haben. Dazu kommt, dass wir so gut wie keine Kundentermine mehr haben und damit fast nicht mehr beruflich ins Auto steigen, also unseren Tagesablauf optimal für uns gestalten können. Wo wir noch nicht so gut sind wie der eine oder andere digitale Experte, ist der automatisierte Workflow. Da gibt es noch Verbesserungspotential. Das wollen wir demnächst stärker angehen.

 

In euren Büchern streift ihr immer wieder mein Leidenschaftsthema „Finanzielle Intelligenz“, sprich wie man intelligent mit Geld umgeht. Auf welche Veranlagungsformen vertraut ihr?

Deswegen sind wir hier auch gerne mit dabei. Es wird uns in Deutschland, in Österreich wird das nicht viel anders sein, nicht beigebracht, wie man gut mit Finanzen umgeht. Aber es ist für die eigene Unabhängigkeit extrem wichtig. Ein Norddeutscher würde sagen: „Achte darauf, immer genug Wasser unter dem Kiel zu haben.“

Wir achten deshalb auf eine hohe Liquidität und verzichten dafür auf die eine oder andere Status-Anschaffung. Wir legen unser Geld in Immobilien, Aktien (meist ETFs) und Unternehmensbeteiligungen an. Als Business Angels sind wir vor allem aus beruflichem Interesse unterwegs. Wir wollen wissen, wie Gesellschafterkreise funktionieren. Unsere Beteiligungen bei Start-ups in der Seedphase lösen sich fast genauso oft in Luft auf, wie sie ziehen. Das ist also mit Vorsicht zu genießen.

 

Um den Kreis zu schließen, noch die Frage nach eurem Lebensmotto?

„Verändere dein Leben und auch das von anderen“. Es geht nicht nur ums Geld verdienen, sondern um positive Veränderung. Deswegen mögen wir auch die Expertenkonzepte so sehr. Wer seinen eigenen Horizont erweitert, um so den Einstieg in ein Expertenfenster zu bekommen, bereichert fast immer auch sein Leben und das Leben anderer Menschen positiv.

 

Photo by Hunters Race on Unsplash

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

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Mach deinen Erfolg zum Ritual!

Mach deinen Erfolg zum Ritual!

Mach deinen Erfolg zum Ritual!

Erfolgsrituale… jeder erfolgreiche Mensch hat sie und ganze Ratgeber werden über sie geschrieben. Und das ist auch gut so! Denn, seien wir mal ganz ehrlich, wie viele erprobte Erfolgsrituale fallen dir ad hoc ein? Wenn du sofort einige davon aufzählen kannst, super! Doch viele werden bei dieser Frage vielleicht erst mal ins Straucheln geraten. Das wollen wir vermeiden, denn Erfolgsrituale und persönliches Energiemanagement können dir auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit eine große Hilfe sein. Und die wollen wir schließlich alle erreichen, oder?

Vor rund 2 Monaten wurde ich von Michaela Forstik für eine der größten Online-Interviewreihen „Alltagshelden“ interviewt – und nun darf ich es endlich auch mit dir teilen! Ich spreche darin über meine Millionärsstudie und Finanzbildung, aber auch meine persönlichen Erfolgsrituale werden ein großes Thema sein. Falls du also noch kein Erfolgsritual hast, klick dich rein und schau dir vielleicht das eine oder andere ab!

Ich wünsche dir viel Spaß und hoffentlich auch Inspiration,

Dein Alexander

Photo by Zac Durant on Unsplash

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Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

GASTBEITRAG von Mag. Stefan Weinberger, Autor des Finanzblogs Greenmoney, über die Sinnhaftigkeit von Mikrokrediten:

Um zu erkennen, dass sich unsere Welt nicht gerade in einem stabilen Gleichgewicht befindet genügt in der Regel ein Blick in die Morgenzeitung. Vor allem die weltweite Armut ist ein ernstes Problem, da Armut oft ein Grund für kriegerische Auseinandersetzungen ist, die wiederum zu Fluchtbewegungen und weiterer Armut führen. Ein Patentrezept, diesen Kreislauf zu durchbrechen, habe ich natürlich nicht, aber es gibt Lösungen, die wirken. Ich persönlich bin ein großer Anhänger der Hilfe zur Selbsthilfe, oder wie es Konfuzius vor 2.500 Jahren formuliert hat: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Dieser Text soll allerdings kein Spendenaufruf sein. Wenn du trotzdem geben willst, gerne, aber langfristig bewegst du mehr, wenn du nachhaltig investierst. In meiner Beratungspraxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Thema Mikrokredit durch seine Komplexität oft nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit findet – was ich sehr schade finde. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einmal kurz erläutern, worum es sich dabei handelt, und wie du zumindest die Inflationsrate plus ein paar Zinsen verdienen können solltest.

Das Problem in vielen Gegenden dieser Erde ist, dass es kein funktionierendes Finanzsystem gibt. Landwirten und Kleinunternehmern fehlt damit ganz einfach das nötige Kapital zur Tätigung wichtiger Investitionen. Dass diese Menschen nicht einmal umgerechnet 2.000 € bekommen mutet hierzulande seltsam an, wo doch der neue Fernseher für die Fußball-EM locker über einen Konsumkredit finanziert werden kann.

Auf den Punkt gebracht: Weltweit haben circa drei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen und damit weder zu einem Bankkonto noch zu einem Mikrokredit. Materielle Besicherungen für Kredite können diese Menschen allerdings keine bieten, dennoch haben sie eine sehr hohe Rückzahlungsmoral und die Ausfälle sind kaum ein Problem. In genau diese „Nische“, also etwa drei Milliarden Menschen als Zielpublikum, investieren Mikrofinanzinstitute (MFI). Ein MFI vergibt Mikrokredite, immer ohne Besicherung und leicht mehrheitlich an Frauen. Der Aufwand ist natürlich dementsprechend hoch, aus diesem Grund können die Zinsen auch bis zu 25 % p.a. betragen. Nach ein bis zwei Jahren ist der Kredit in den meisten Fällen wieder getilgt und – das ist ja der Vorteil daran – diese Summe kann wieder als Kredit vergeben werden.

Wo kommen wir Anleger jetzt ins Spiel? Hier, bei der Finanzierung der MFI. Dies zwar indirekt über darauf spezialisierte Investmentfonds kannst du ein Darlehen an ein MFI vergeben. Trotz der strengen Regulierungen gibt es noch immer einige dieser Fonds. Wenn du beispielsweise 5.000€ in einen Solchen investierst, vergibst du de facto gut zwei Mikrokredite. Durch die Konstruktion als Fonds bist du aber nicht dem Risiko ausgesetzt, dass genau einer dieser beiden dein Geld nicht zurückzahlen kann, sondern dein Geld kommt in einen Topf, aus dem tausende Darlehensnehmer finanziert werden und das in verschiedenen Ländern und auf fast allen Kontinenten.

Man sollte aber nicht denken, dass jedes Investment in Mikrofinanz gut gegen Armut hilft. So finden sich in diesem Segment leider auch schwarze Schafe, nämlich stark gewinngetriebene „Mikrokredithaie“. Die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen MFI sind oft von Land zu Land sehr hoch. Deshalb gibt es Firmen und Organisationen, die die soziale Komponente von MFI richtig bewerten können. Auf deren Know-how kannst du bei der Auswahl des richtigen Investments getrost zählen. Die Implementierung sozialer Kriterien ist somit ein Kriterium guter Investmentfonds.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Zahlen eines großen Mikrofinanzfonds anführen. Dieser Fonds, den nur institutionelle Investoren und Dachfonds überhaupt kaufen können, verwaltet ein Volumen von etwa 250 Millionen Euro. Daraus werden Mikrokredite an etwa 285.000 Menschen vergeben. Gemeinsam mit deren Familien werden 1,4 Millionen Menschen in etwa 35 Schwellenländern erreicht. Geographisch investiert der Fonds vornehmlich in Südamerika und Asien. Die Kreditnehmer sind zu knapp über 50 % weiblich und leben ebenfalls leicht mehrheitlich in ländlichen Gebieten. Durchschnittlich werden pro Mikrounternehmer etwa 2.000 US-Dollar verborgt. Über das gesamte Portfolio des Fonds haften pro Kreditnehmer aktuell knapp 900 Euro aus. Bei uns wäre das der oben erwähnte Fernseher für die Europameisterschaft. Dort wird damit eine Existenzgründung finanziert.

Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf zurückkommen, dass es sich hier nicht um Spenden handelt, sondern um ein Investment. Von den Zinsen, die die Kleinunternehmer und Landwirte zahlen, bleibt nach Abzug der Kosten des MFI und des Fonds, der Währungsabsicherung und anderen Posten der Ertrag des Anlegers über. Mein Lieblingsfonds in diesem Segment hat über die letzten fünf Jahre immerhin 3,16 % nach Kosten erwirtschaftet, was in diesem Segment durchaus ansehnlich ist.

Tipp:

Wen Mikrokredite als Thema interessieren, der- bzw. diejenige ist herzlich zum nächsten Cashflow eingeladen.

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Karrieren sind kein Zufall

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Erfahre in diesem Artikel, was die wesentlichen Bestandteile für eine erfüllte Karriere sind. Welche Faktoren spielen in jeder erfolgreichen Karriere eine Rolle und wie kannst du dir diese aneignen?

Letzten Mittwoch war es wieder soweit, wir hatten einen erfolgreichen Abend im Zuge der Karriere Lounge beim Circle of Excellence mit spannendem Vortrag, interessanten Gästen und reichlich Netzwerkmöglichkeiten. Die richtigen Zutaten für ein gelungenes Erfolgsbuffet. Zu Gast war Clemens Widhalm, der uns mit guten Ratschlägen und Tipps, inspiriert vom Motivationsautor Dale Carnegie (Wie man Freunde gewinnt oder Besser miteinander reden), beehrte. Ein kleiner Auszug aus seinem Repertoire soll euch daran teilhaben lassen.

Die Mutter jedes Karriere-Erfolgs

Die Frage, die sich vermutlich jeder stellt: Wie komme ich zu Erfolg? Dale Carnegie hat es auf den Punkt gebracht: Die zentrale Grundlage für Erfolg ist ein gesundes Selbstvertrauen. Durch langjähriges Studieren und Analysieren erfolgreicher Menschen, ist Carnegie schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass es ein Muster im Erfolg gibt. Eine zentrale Grundlage dafür, dass Erfolg überhaupt möglich wird, ist seinen Ergebnissen nach das Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wer auf sich vertraut, der meistert viele Situationen einfach besser.

Vision und Durchhalten

In diesem Sinne darfst du dich nicht kleiner machen als du bist, sprich, du wächst mit deinen Aufgaben.  Aber von nichts kommt nichts. Schon Mahatma Gandhi wusste: „Setze deine Ziele groß genug und deine Umstände werden sich deinen Zielen fügen.“ Für große Visionen sind allerdings Mut und Selbstvertrauen notwendig. Wer nicht an sich selbst glaubt, wird kaum genug Entschiedenheit und Durchhaltevermögen aufbringen, den Weg bis ans Ende zu gehen.

Kann man das Lernen?

Der effektivste Weg zu mehr Selbstvertrauen ist das Üben von Reden und Sprechen vor großen Gruppen. Und wer kennt es nicht: Wie oft hast du dich in der Schule oder auf der Uni vor den Referaten gescheut? Doch gerade hier ist es wichtig, aus der eigenen Komfortzone heraus den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Trainiere dein Selbstvertrauen und deine rhetorischen Fähigkeiten vor vielen Menschen. Du kannst zum Beispiel extra dafür vorgesehene Workshops besuchen oder in deinem Unternehmen öfter Präsentationen übernehmen. Du wirst den Erfolg in deiner Karriere schnell spüren, denn umso besser du (angst)frei vor Menschen sprichst und im Umgang mit Menschen bist, desto selbstsicherer wirst du. Umso selbstsicherer du wiederum wirst, desto einfacher wird dir schließlich das Reden vor großen Gruppen fallen. Und so weiter. Diese Spirale dreht sich nach oben und am Ende fällt dir Präsentieren, Netzwerken und Verantwortung wesentlich leichter.

Die Beziehung zu Anderen

Ein weiterer Schritt zum Erfolg liegt wesentlich in der effektiven Gestaltung von Beziehungen zu anderen Menschen. Denken wir wieder an unsere Jugend: Der coolste und erfolgreichste Typ in der Schule hatte nicht unbedingt die besten Noten, aber immer die meisten Leute um sich herum und kam am besten bei den Mädels an. Und wieso waren diese Typen meistens so cool? Weil sie nicht versucht haben, jemanden nachzumachen. Es lohnt sich nicht, jemanden zu imitieren. Investiere stattdessen in ein gutes Verhältnis zu dir selbst, zum Beispiel indem du dir Zeit für dein Hobby und deine Interessen nimmst. Wenn du diese Interessen dann noch mit anderen teilst, investierst du zusätzlich sogar in erfolgreiche Beziehungen und kannst Freundschaften aufbauen oder vertiefen und von und mit den anderen lernen. Es ist schließlich einfacher, Freunde zu gewinnen, wenn man sich für seine Mitmenschen interessiert, als zu versuchen, dass sie sich für dich interessieren. Wir sind heutzutage sicher mehr denn je als Ich zentrierte egoistische Einzelkämpfer unterwegs. Aber wie im Sport schaffen es die besten Sportler nicht ohne ein gutes Team und einen Coach im Rücken an ihr Ziel.

Abgesehen davon, dass jeder Mensch für sich selbst definieren muss, was Erfolg bedeutet und wo die Reise hingehen soll, basiert ein gesundes Erfolgsrezept auf bestimmten Grundzutaten wie Selbstvertrauen, Visionen und Beziehungen. So, wie eine gesunde Ernährung dir zu mehr Vitalität verhilft, kannst du auch deinen Erfolg beeinflussen. Es liegt in deiner Hand.

TIPP:

Auch beim Arbeiten an Beziehungen zu anderen gilt: Du kannst es lernen. Dabei geht es nicht immer darum, selbst zu reden, sondern auch mal zuzuhören. Suche dir einen Mentor oder Coach, lese Ratgeberbücher oder tausche dich in Foren mit anderen aus. Oft werden an der Uni Mentoringprogramme angeboten oder Youngleaders-Foren in Unternehmen. Erkundige dich einfach und leave your comfort zone.

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Private Krankenversicherung: Now or Never?

Private Krankenversicherung: Now or Never?

Private Krankenversicherung: Now or Never?

Wie wird sich das Österreichische Gesundheitssystem der Sozialversicherungen weiterentwickeln? Das ist die zentrale Frage, wenn du dich mit dem Thema einer privaten Krankenversicherung auseinander setzt. Erfahre in meinem Artikel, was die 5 Gründe für eine private Krankenversicherung sind und wie du bei dieser über 20.000 Euro sparen kannst!

Wie haben sich die Gesundheitsausgaben in Österreich entwickelt?

Dazu hilft uns ein Blick auf die Statistik Austria Seite. Seit 1990 bis 2014 haben sich die Ausgaben vom Staat inklusive Sozialversicherungsträgern mehr als verdreifacht. 1990 beliefen sich die Kosten auf rund 7,9 Milliarden Euro und 2014 auf 25,6 Milliarden. Wenn wir noch die Inflation beachten und dabei von einer Inflation von 2 Prozent ausgehen, dann würden wir auf rund 13 Milliarden Euro kommen. Die Kosten haben sich also auch inflationsbereinigt immerhin verdoppelt!

Wie werden sich die Kosten weiterentwickeln?

Das ist natürlich eine schwierig zu beantwortende Frage. Die hohen Kosten im Gesundheitswesen liegen auf der einen Seite bei älteren pflegebedürftigen Menschen und auf der anderen Seite bei chronisch kranken Menschen. Letztere werden als Kostenpunkt höchstwahrscheinlich stabil bleiben, wohingegen bei den älteren Menschen eindeutig eine steigende Tendenz auszumachen ist: Aktuell leben in Österreich rund 1,6 Millionen Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind. 2050 werden es eine Million mehr sein, also 2,6 Millionen Menschen. Ein Klient von mir hat einen sehr guten Einblick in die Altenpflege. Nach seiner Aussage sterben zwei Drittel der Menschen als Pflegefall. Die Pflegebedürtigkeit kann von ein paar Wochen bis zu mehreren Jahren dauern. Hier liegen meiner Meinung nach die ganz großen Herausforderungen für unser Gesundheitssystem.

Brauchst du nun eine Krankenzusatzversicherung?

Die Frage lautet also, ob dir der Staat mit deinen Sozialversicherungsabgaben langfristig eine medizinische Versorgung auf modernem Stand gewährleisten kann. Wenn wir die genannten Fakten und noch dazu eine immer höhere Staatsverschuldung berücksichtigen, dann müssen wir zu dem Schluss kommen: nein. Einerseits wird der Staat wegen seiner Verschuldung sparen müssen, andererseits wird er mit ansteigenden Gesundheitsausgaben konfrontiert. Die natürliche Folge ist, dass Leistungen abgebaut werden. Das haben auch schon verhältnismäßig viele Österreicher erkannt. Aktuell haben 3,05 Millionen Österreicher eine private Krankenzusatzversicherung, um diese Absicherungslücke zu schließen.

Rechnet sich jetzt ein Einstieg?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir verstehen, wovon die Prämienhöhe bei einer Krankenversicherung abhängt. Prämienrelevant sind das Alter und dein aktueller Gesundheitszustand. Deswegen gilt grundsätzlich folgende Aussage „je jünger und gesünder du bist, desto günstiger die Prämie“. Was aber jetzt sehr wenige wissen: Bei der Privaten Krankenzusatzversicherung hast du dann für immer deine Einstiegsprämie, es folgen nur noch Indexanpassungen, die Grundprämie steigt nicht mehr! Das ist besonders interessant für finanziell intelligente Menschen. Ist es für mich nun besser, früh einzusteigen und dadurch jetzt schon für die Krankenversicherung zu bezahlen oder ist es besser, später zu beginnen und sich jetzt die Prämienzahlungen zu sparen?

Treffen wir folgende Annahme: Ein 30-jähriger Mann will diese Frage anhand eines Sonderklassentarifes Einzelzimmer, ist eine Tarifart, beantwortet haben, wenn er jetzt oder 10 Jahre später beginnen würde. Die Krankenversicherung läuft in der Regel ein Leben lang, weil je älter du bist, desto mehr Leistung wirst du voraussichtlich davon in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund nehmen wir ein Lebensalter von 82 Jahre an. Dieser Sonderklassentarif kostet den jungen Mann mit 30 Jahren aktuell 121,91 Euro bei einem der 3 größten Krankenzusatz-Anbieter der Merkur. Berechnen wir diese Prämie für die gesamte Laufzeit – 121,91 x 12 x 52 – kommen wir auf eine Prämiensumme von 76.071,84 Euro. Indexanpassungen berücksichtigen wir bei dieser Betrachtungsweise bewusst nicht. Als 40-jähriger Mann würde er 153,66 Euro bezahlen. Berechnen wir wieder für die gesamte Laufzeit die Prämiensumme: 153,66 x 12 x 42, kommen wir auf eine Prämiensumme von 77.444,64 Euro. Unter der Annahme, dass es während der 10 Jahre, die der 40-jährige später beginnt, keine außerordentlichen Prämienerhöhungen gibt, würde der 30-jährige 1372,80 Euro sparen und jetzt schon vollen Versicherungsschutz genießen! 

5 Gründe, die für einen jetzigen Einstieg sprechen

Erstens: Die staatlichen Leistungen im Gesundheitswesen werden zurückgehen, sodass dieses Defizit privat ausgeglichen werden muss. Zweitens: Wie oben erläutert, macht es finanzmathematisch Sinn. Außerdem wärst du jetzt schon abgesichert und hättest damit 10 Jahre mehr Absicherungsschutz. Drittens: Prämien für Neuverträge werden regelmäßig erhöht, wir haben erst Anfang dieses Jahres eine Erhöhung gehabt und es wird demnächst wieder eine geben. Davon sind fast ausschließlich Neuverträge betroffen, in den seltensten Fällen bestehende Verträge. Viertens: Es kommen regelmäßig neue Tarife auf den Markt. Alte Tarife sind dann meistens nicht mehr für Neuverträge offen. Sehr oft sind die Änderungen mit anderen bzw. niedrigeren Leistungen verbunden. Fünftens – und das ist meiner Meinung nach einer der wesentlichsten Gründe: Wenn du innerhalb der 10 Jahre eine gesundheitliche Verschlechterung erfährst, dann können je nach Grad der Schwere folgende Situationen eintreten – die Krankenversicherung lehnt dich komplett ab, das passiert zum Beispiel oft bei Diabetes. Sie schließt Teilbereiche vom Versicherungsschutz aus, bei Wirbelsäulenproblemen zum Beispiel Ausschluss der Wirbelsäule, oder die Versicherung verrechnet dir einen Risikoaufschlag, wodurch sich die Prämie erhöht.

Voraussichtlich ab Mai 2016 werden Prämien um 5-9 Prozent erhöht!

Die Finanzmarktaufsicht senkt den Rechnungszins für österreichische Versicherer von 2,5 auf 1,75 Prozent. So weit so spektakulär. Aber welche Auswirkungen hat das? Private Krankenversicherer sammeln Prämien von ihren Kunden und bilden damit Rücklagen, um im Leistungsfall die Kosten der Kunden übernehmen zu können. Diese Rücklagen sind gar nicht selten über viele Jahrzehnte hinweg zu kalkulieren, wie wir im Falle unseres 30-jährigen Mannes gesehen haben. Diese Rückstellung erzielt aktuell, aufgrund der Niedrigzinsphase am defensiven Kapitalmarkt, kaum mehr Erträge. Daher hat die Finanzmarktaufsicht den kalkulatorischen Rechnungszins als Vorsichtsmaßnahme reduziert, damit die Krankenversicherer auch langfristig die Leistungsversprechen ihren Kunden gegenüber halten können. Die unmittelbare Auswirkung werden alle Neukunden voraussichtlich ab Mai 2016 deutlich spüren, weil sich die Prämien bis zu 9 Prozent verteuern werden. Lasst uns noch einmal unser Beispiel aufgreifen. Die aktuelle Prämie des 30-jährigen wird sich bei 5 Prozent von 121,91 auf 128,01 Euro erhöhen und bei 9% sogar auf 132,88 Euro. Für die gesamte Versicherungsdauer reden wir von fast 7000 Euro, die er mehr zahlen müsste. Hier auch ein weiterer Artikel dazu.

Insider Tipp – das Beste zum Schluss

Wenn du noch jung bist – sagen wir unter 40 Jahre alt – dann gibt es bei guten Versicherern die Möglichkeit eines Optionstarifs. Da kostet die Prämie 70 Prozent weniger. Dafür tritt im ersten Schritt bei der Sonderklasse nur Leistung im Falle eines Unfalls ein, bei Krankheiten gibt es keine Sonderklasse. Nach 3 Jahren kannst du allerdings jährlich, immer zur Hauptfälligkeit, in den Volltarif wechseln und bleibst bei der ursprünglichen Prämie, die du bei Abschluss bezahlt hast.

In unserem Beispiel heißt das: Der 30-jährige würde beim Optionstarif aktuell rund 37 Euro bezahlen, mit Leistungsanspruch bei einem Unfall. Wenn er 34 Jahre alt ist, kann er in den Volltarif wechseln. Obwohl er nun älter ist und vielleicht eine schwere Krankheit wie Diabetes hat, muss ihn der Krankenversicherer zu seiner ursprünglichen Prämie mit 121,91 Euro in den Volltarif aufnehmen und ihm ab diesem Zeitpunkt alle Leistungen bei Diabetes bezahlen. Wenn es dir gelingt, lange gesund zu bleiben, indem du auch ein wenig auf dich achtest, dann könntest du bei manchen Versicherern sogar bis 50 im Optionstarif bleiben. Besonders allen jungen Klienten empfehle ich diese Variante, weil du im Best Case eine Ersparnis von – bleiben wir bei unserem Beispiel: 37 x 12 x 20 (weil bis 50 im Optionstarif) + 121,91 x 12 x 32 (die restlichen Jahre bis 82) ergibt 55.693,44 Euro – von 20.378,40 Euro hast!!

Wer Interesse hat, kann sich zeitnah bei mir melden! Wenn euch der Artikel gefallen hat, dann teilt ihn mit euren Freunden und Bekannten, um diesen Wissensvorsprung an sie weiterzugeben. Gerne stehe ich euch für weitere Informationen zur Verfügung.

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Was bringt die Zukunft? Am Beispiel von Silicon Valley

Was bringt die Zukunft? Am Beispiel von Silicon Valley

Was bringt die Zukunft? Am Beispiel von Silicon Valley

GASTBEITRAG von

Der erste Circle of Excellence in diesem Jahr hatte den ebenso erfolgreichen wie sympathischen Manager und Unternehmer Andreas Gnesda von teamgnesda zu Gast. In seiner lebhaften Präsentation hat er von sich, dem Silicon Valley und der Arbeitswelt großer Konzerne wie Apple, Intel, Google, Adobe Tesla, Dell oder Facebook erzählt. Ein Blick in die Innovationsschmiede der USA bringt viel, weil Amerika allgemein um einige Jahre in der Entwicklung voraus sind. Was ist das Silicon Valley eigentlich und welche Unternehmen kommen von dort? Die zentrale Frage des Abends war: Was bringt die Zukunft? Hier eine kleine Zusammenfassung.

Lösungsorientiert statt problemorientiert arbeiten

Österreicher gelten zumeist als gemütlich und grantig, speziell in Wien. Den Amerikanern sagt man hingegen eine offene Art und gewisse Oberflächlichkeit nach. Doch was können wir von diesen Stereotypen lernen? Das Silicon Valley ist im Gegensatz zur schönen vielfältigen Natur Österreichs eine totale Einöde. Dennoch sitzen dort mitunter die weltweit größten Firmen und es werden jährlich 15 Millionen $ investiert.

In Europa haben wir nicht nur die Tendenz zu klein zu denken, im Gegensatz zum „Think Big“ der USA, nein, wir tendieren auch dazu, eher negativ statt offen zu denken und zu handeln. Wir sehen Probleme und „Aber“ oder „das geht doch schief“, statt einfach mal die Lösung und unser Potential zu fokussieren. Und dann versuchen wir die Gründe für diese Probleme zu finden und warum das jetzt nicht funktioniert hat. Stellen wir uns doch lieber die Frage: Wie kann ich es besser machen? Und was kann ich anders machen? Und lass uns dann sagen: Ich mache es besser. Ich verändere etwas. Und dann mach es einfach. So können wir auch die Zukunft gestalten.

Prinzip „We share und „We trust“: Together we are strong

Wer viel im Ausland oder auf internationalen Konferenzen und Meetings unterwegs ist, dem ist vielleicht schon aufgefallen, dass die amerikanischen Teilnehmer in den meisten Fällen wahnsinnig gut präsentieren und netzwerken können. Das ist nicht ohne Grund. Das Prinzip, Ideen zu teilen und zu präsentieren ist dort tief verankert. Denn nur wer sein Vorhaben, sein Projekt und seine Innovation teilt, der kann andere Menschen dafür begeistern und wichtige Sponsoren, Support und Ratschläge einholen. Dabei hat Kreativität und Offenheit einen hohen Stellenwert, der hier in Europa bisweilen oft unterschätzt und negiert wird. Doch ist es unsere Kreativität, die uns aus der Masse hervorhebt und es ist unsere Offenheit, sich nicht einschränken zu lassen, die uns mit Menschen in Kontakt bringt. Für ein fruchtbares Netzwerk sind diese Faktoren unabdingbar.

Wenn man zusammen und miteinander arbeitet, kann man außerdem mehr erreichen als allein.

Jemanden zu fördern und in ein Projekt zu investieren, hat natürlich auch mit Vertrauen auf der einen und Verantwortung auf der anderen Seite zu tun. Doch gerade in einer Umgebung, in der Vertrauen herrscht, ist Platz für Kreativität, Ideen, Innovation und Offenheit. Das bedeutet zum Beispiel, dass man sich etwas nimmt, weil man es braucht und nicht, weil es davon viel gibt. In unserer Gesellschaft, die zwischen Geiz, Gier und Überfluss lebt, eine erfrischende Devise.

Die W-Fragen: Was? Warum? Wozu?

Stellen wir uns doch einmal die wichtigsten Fragen:

Was mache ich? —> Was ist meine Aufgabe? Was arbeite ich?

Warum mache ich das? —> Was ist meine intrinsische Motivation?

Wozu mache ich es? —> Was mache ich damit? Was ist das Ziel meiner Arbeit?

Erst, wenn ich mir darüber im Klaren bin, wo ich stehe und wo meine Reise hingeht, kann ich zielgerichtet darauf hinarbeiten. Die Zielsetzung ist der erste Schritt auf dem Weg zum Ziel. Die eigene Ausrichtung und Orientierung ermöglicht es uns überhaupt erst, die eigenen Standpunkte, Werte und Bestimmungen nach Außen zu tragen und so wiederum andere vom eigenen Projekt zu überzeugen.

Visionen statt Gier

Dabei spielen zunächst Inhalte, anstelle der Gier nach Geld, eine Rolle. Die Führungsposition, der Gewinn, das Streben nach Geld sind lediglich die Folge eines erfolgreichen Unternehmens, sollten jedoch nicht das erste Ziel sein. Vielmehr geht es darum, Visionen zu haben, Werte zu schaffen und etwas zu bewegen. Ein guter Unternehmer ist ein Visionär, ein „Historiker der Zukunft“, wie Gnesda begeistert erklärt. Er erkennt Veränderungen bevor sie entstehen, ergreift die Initiative und geht ein Risiko ein, wenn andere wegschauen. Mehr davon hilft uns in Österreich wieder mehr die Zukunft aktiv zu gestalten. Das hat viel mit Verantwortung zu tun, denn „als Unternehmer verantwortet man eine soziale Gemeinschaft“, so Gnesda.

Verantwortung: Machen statt Zuschauen

Österreich gilt als gesellig und gemütlich, aber das kann bisweilen auch hinderlich sein, wenn man als Unternehmer vorankommen und fortschrittlich sein möchte. „Just do it“ bedeutet eben genau das: Mach was aus deinem Leben. Wer eigenverantwortlich handelt, macht nicht nur mehr aus seinem Leben, sondern wird auch im Beruf weiter kommen. Statt ewig über alles nachzudenken und träge hinauszuzögern, sollte das Motto lauten: Probieren geht über Studieren. Und wenn etwas mal nicht klappt: aufstehen und weitergehen.

Tipp:

Nimm dir für die nächsten Tage ein Projekt vor und setze dieses innerhalb der kommenden Woche um. Dabei konzentriere dich ausschließlich auf die Lösung und deine Umsetzungsstärken. Vermeide Gedanken, warum das nicht funktionieren kann oder wird. Egal, ob du mehr Obst essen, mehr Sport treiben, mehr sparen oder zum Cashflow Game kommen willst. Oder ob du deinem Chef ein cooles, innovatives Projekt vorstellen willst, mache es einfach! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir von euren Erfolgen im Kommentar erzählt, das inspiriert und ermutigt euch und die anderen Leser!

In diesem Sinne: Was bringt uns die Zukunft? Unsere Antwort des Circle Talks, was du dir vornimmst und umsetzt, weil dann bist du Gestalter deiner Zukunft – Just go for it!

 

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

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