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Zeit und Wertpapiere: Wieviel ist deine Zeit wert?

Zeit und Wertpapiere: Wieviel ist deine Zeit wert?

Zeit und Wertpapiere: Wieviel ist deine Zeit wert?

Die letzten neun Wochen seit den Corona-Maßnahmen waren sehr intensiv. Deshalb melde ich mich erst jetzt wieder bei euch. Vielen Dank für eure Rücksicht! Warum waren die Wochen so intensiv? Wir haben in kurzer Zeit auf Homeoffice und digitale Beratung umgestellt. Gleichzeitig sind die Börsen teilweise bis zu 30% gefallen. Wenn du in den letzten zehn Jahren einmal bei unserem Cashflow oder My First Million Spiel warst, kannst du dich vielleicht noch erinnern: Wann werden Wertpapiere gekauft? Genau, wenn die Preise günstig sind. Wenn in kurzer Zeit so ein starker Einbruch geschieht, dann war und ist es immer gut gewesen zu investieren. Und das habe ich in den letzten neun Wochen sehr eingehend mit meinen Klienten gemacht.

Mein Partner Wolfgang Tritsch und ich haben in der Zwischenzeit an der Online-Version des My First Million Games gearbeitet und erfolgreich gelauncht. Seit einigen Wochen können Gruppen von 5-6 Personen moderiert durch einen Spielleiter das My first Million Game online spielen. Zusätzlich haben wir weiter an der My First Million Academy gearbeitet. Dabei hat uns ein Thema besonders beschäftigt. Wann soll ich meine Finanzen selbst managen und wann soll ich das gemeinsam mit einem guten Finanzberater machen?

Dein Passionfield

Jeder von uns hat von Haus aus Talente und Interessen mitbekommen. Talente sind Fähigkeiten, die dir gewisse Aufgabengebiete sehr einfach erscheinen lassen. Oft fallen uns unsere besonderen Talente gar nicht auf. Mein Kollege Wolfgang hat zum Beispiel die Fähigkeit vor Menschen zu sprechen und alle hören ihm wie gebannt zu. Ihm selbst ist das jedoch gar nicht bewusst gewesen, wie gut er als Redner bzw. Workshopleiter ist. Interessen sind die Gebiete, mit denen wir uns auch in unserer Freizeit begeistert beschäftigen. Welche Bereiche liest du in der Zeitung und welche überspringst du? Ich liebe zum Beispiel Wirtschaft/Finanzen und Sport, lasse hingegen Chronik und Kunst/Kultur aus. Dein Passionfield spannt sich genau hier auf, die Schnittmenge zwischen Talent und Interesse. Wenn deine Passionfields Finanzen und Veranlagen sind, dann ist es sinnvoll für dich, hier auch deine berufliche Heimat zu finden. Sprich, nicht nur ein bisschen in der Freizeit zu Traden und dich mit Aktien zu beschäftigen, sondern voll und ganz hineinzugehen. Wenn in deinem Passionfield aber andere Gebiete vorkommen, dann solltest du die Wichtigkeit von Finanzen erkennen und mit einem Profi zusammenarbeiten. Warum? Weil wir unsere Talente und Interessen nicht zufällig besitzen. Sie ermöglichen, dass du in diesen Bereichen spielerisch Extraklasse werden kannst und damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten kannst. Anders ausgedrückt: Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen – hier denke ich an Klimawandel, das Steigen der Weltbevölkerung, Rassismus, persönliche Freiheit, Künstliche Intelligenz, Grundeinkommen und noch vieles mehr. Wir können es uns eigentlich gar nicht leisten, dass du dein Potential nicht nutzt. Für die Entwicklung unseres My First Million Games habe ich mich einerseits über Literatur und Wissenschaft und andererseits über eine eigene kleine Millionärsstudie mit wohlhabenden und sehr erfolgreichen Menschen auseinandergesetzt. Die wesentliche Erkenntnis: Erfolgreiche Menschen suchen bewusst oder unbewusst ihr Passionfield und werden in diesem Bereich Extraklasse. Dadurch werden sie meistens sehr erfolgreich, erfüllt und glücklich. Sie widmen sich zu 100% ihrer Aufgabe, die sie durch ihre Talente und Interessen gesucht und gefunden haben.

Dein Zeiteinsatz für deine Finanzen

Vor dem Hintergrund dieser grundlegenden Gedanken, hier ein interessantes Beispiel:

Angenommen du hast ein Wertpapierdepot mit 100.000 Euro. Du investierst 3 Stunden pro Woche für Recherche, Weiterbildung und Handeln am Wertpapierdepot. Wir nehmen an, dass du durch deinen persönlichen Einsatz sehr erfolgreich investierst und es schaffst rund 10% Ertrag pro Jahr zu erwirtschaften. Damit schaffst du den Index oder Fonds um 3,5% zu überbieten. In Euro bedeutet das einen Mehrertrag von 3.500 Euro bei deinem Depot mit 100.000 Euro. Das ist ein herausragendes Ergebnis. Dein Zeiteinsatz waren 52 Wochen mal 3 Stunden also 156 Stunden. Jetzt würden hier viele Menschen selbstzufrieden sagen, dass sie alles richtig gemacht haben. Doch stimmt dieses Gefühl? Nehmen wir an, dass du diese 156 Stunden anders einsetzt. Dein Passionfield ist beispielsweise Coaching. In diesem Bereich bist du ein Profi und deswegen nehmen wir an, dass du einen Stundensatz von 150 Euro verlangen kannst – übrigens ein normaler Stundensatz im Businesscoaching. Lass uns hier eine Rechnung aufstellen: 156 Stunden mal 150 Euro sind 23.400 Euro. Lass uns diese zwei Zahlen gegenüberstellen. Dein Zeiteinsatz in deinem Nicht-Passionfield „Wertpapierdepot“ hat dir 3500 Euro Mehrertrag im Jahr gebracht.  Was einem Stundensatz von 3500 Euro dividiert durch 156 Stunden, also 2,24 Euro entspricht. Hättest du diese Zeit in deinem Passionfield optimal einsetzt, wäre dein Mehrertrag 23.400 Euro gewesen.

Erkenntnis

Wenn dein Passionfield Finanzen & Investieren ist, dann Hände weg von einem Finanzberater. Gehe voll hinein, am besten auch beruflich und du wirst damit sehr erfolgreich und glücklich werden. Wenn Finanzen & Investieren nicht in deinem Passionfield liegen, dann arbeite mit voller Überzeugung mit einem guten Finanzberater zusammen. Es rechnet sich!

Viele Menschen überschätzen...

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

- Anthony Robbins 

 

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DAS WICHTIGE

 

Das Neueste aus Amerika

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Meine Frau und ich waren im Februar 2020 auf dem Fastlane Millionaire Summit in Arizona. Diese Unternehmerkonferenz war von dem Bestseller-Autor MJ Demarko „The Fastlane Millionaire“ organisiert. Welche Eindrücke und neue Erkenntnisse wir sammeln konnten, möchte ich mit dir teilen.

 

Stop Chasing Money

 

Gleich zu Beginn stellte ein Fast Milliardär fest, dass wir Geld nicht hinterherjagen sollen. Sonst muss man jeden Cent nacheinander verdienen und wird nicht reich. Vielmehr war sein Tipp herauszufinden, welche Probleme man für Konsumenten lösen könnte. Suche dir große Probleme und großes Vermögen wird folgen.

Löst du nur kleine Probleme, die noch dazu viele lösen können, dann wirst du auch wenig Vermögen aufbauen. Wenn du beispielsweise auf Amazon nur ein Wiederverkäufer bist, hast du nur eine geringe Gewinnmarge im Vergleich zu einem Private Label (eigenes Produkt und eigene Marke) oder wenn du ein eigenes Patent auf dein Produkt hast.

 

Dive into ponds, where you are paid for your efforts

 

Wenn du bei einem Wettbewerb mitmachst, bei dem es darum geht in die Tiefe von 20 Metern zu tauchen, es jedoch 3 Seen zur Auswahl gibt. Die Tiefe ist bei allen dreien gleich – eben die 20 Meter, nur dass bei dem einem 20.000 Euro, beim anderen 100.000 Euro und beim dritten 1 Million Euro am Grund liegen. Das Training und Vorbereitung sind bei beiden gleich. In welchen See würdest du springen?

Und genauso sollst du bei Geschäftsideen vorgehen. Gehe nicht in Bereiche/Nischen, wo wenig bezahlt wird. Suche dir die guten Märkte. Hier ein Beispiel aus der unternehmerischen Tätigkeit mit meiner Frau. Auf Amazon gibt es Unmengen an Produkten, die alle über den gleichen Marktplatz verkauft werden – trotzdem ist die Preissensibilität und dadurch die Gewinnmarge sehr unterschiedlich.

Wir hatten beispielsweise einmal Hundeleinen ist Angebot, welche wir bald wieder aufgelöst haben, weil das ein „Groscherl-Geschäft“ war. Hingegen haben beispielsweise Sportartikel eine deutlich höhere Gewinnmarge.

 

Done beats doubt

 

Eine Aussage, die mir extrem gut gefallen hat. Wir überlegen gerne sehr lange hin und her und machen eventuell auch Pro und Contra Listen. Vielleicht haben wir uns schon fast entschieden, etwas zu tun, doch dann kommt jemand und erklärt uns, warum unser Vorhaben nicht funktionieren wird.

Ab diesem Zeitpunkt dauert es oft nicht mehr lange, dass wir unsere Ideen / unseren Traum aufgegeben. So wird das aber nichts und führt nicht zu unserem Lebensglück. In einer Studie wurden Menschen auf dem Sterbebett befragt, was sie am meisten bereuen würden. Es waren nicht die Fehler, die sie begangen hatten. Es waren die Dinge, die sie nicht gemacht hatten. Deswegen war der Tipp, besser ausprobieren, als theoretisch darüber zu entscheiden.

 

1 – 5 – 10 Plan

 

Eine Unternehmerin hat uns ihr Geheimnis verraten. Sie arbeitet schon seit Jahrzehnten sehr erfolgreich mit dem 1 – 5 – 10 Plan. Was ist das für ein Plan? Überlege zuerst was du gerne in 10 Jahren alles erreicht haben willst – beruflich, einkommensmäßig, Beziehung, Fitness, Freunde, etc.

Dann überlege dir, was du in 5 Jahren erreicht haben musst, damit du in 10 Jahren deine Ziele erreichen kannst. Überlege dir im letzten Schritt was du in einem Jahr erreicht haben musst, damit du in 5 Jahren deine Zwischenziele erreicht hast. Wenn du das konsequent machst, dann bist du nicht mehr aufzuhalten.

 

Systemise your life

 

Ein sehr erfolgreicher Unternehmer hat erklärt, dass sein wesentliches Erfolgsrezept darauf basiert, dass er in seinem Leben versucht alles zu systematisieren, damit er Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben hat. Er sieht viel zu viele Menschen, die sich auf Nebenschauplätzen verzetteln. Das sind Bereiche, die sie nicht aus Leidenschaft machen. Oft wird viel Zeit in diese Tätigkeiten investiert, ohne dass sie viel Mehrwert bringen.

Beispiele dafür sind zum Beispiel Steuererklärungen, Finanzen, Essen, etc. Alles was wichtig, aber keine Leidenschaft ist, lagert er aus oder baut ein System auf, welches ihn minimalen Zeitaufwand kostet. Hier ein persönliches Beispiel: mir macht meine Steuererklärung keinen Spaß – Rechnungen ablegen, etc.

Dafür habe ich eine Bilanzbuchhalterin, die mir das alles abnimmt und ich habe damit wirklich viel Lebensqualität gewonnen. In meinen ersten Jahren als Selbstständiger habe ich alle Belege vorbereitet, abgelegt und mich immer geärgert, dass ich das machen muss. Damit ärgere ich mich nicht mehr herum und es geht mir viel besser.

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DAS WICHTIGE

 

Wer Millionär werden will, muss seine Earning Power steigern

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... muss seine Earning Power steigern

Wer Millionär werden will, muss seine Earning Power steigern

Wie viele von euch wissen, habe ich mit meinem Partner Wolfgang Tritsch in den vergangenen zwei Jahren das My First Million Game entwickelt. Ziel des Spiels ist es, spielerisch die Grundlagen für Vermögensbildung zu lernen. Ein wesentlicher Faktor dabei ist der Ausbau der eigenen Earning Power, sprich deiner Einkommenskraft. Bestimmt wird deine Earning Power von zwei Bereichen: deinem Humankapital und deinem Investmentkapital.

 

Entwicklung der Earning Power

 

Wenn wir über deine Einkommenskraft sprechen, dann ist vor allem die Entwicklung dieser relevant. Schaue dir dafür einmal deine vergangenen 5 Jahre an. Beginne mit dem Jahr 2019. Wie hoch war hier dein monatlicher Nettoverdienst? Notiere dir den Wert; daneben machst du das Gleiche mit den Jahren 2018, 2017, 2016 und 2015. Was fällt dir auf?

Warum sehr viele Menschen nie finanziell frei werden, liegt an der Indexsteigerung. Die meisten Angestellten bekommen jährliche Gehaltserhöhungen, jedoch liegt diese meistens nur bei 2-3 Prozent. Warum? Weil dies ein Inflationsschutz ist und somit nicht mehr Geld als Kaufkraft.

„Aber mehr bekomme ich einfach beim Chef nicht durch,“ bekomme ich häufig zu hören. Lass uns im Folgenden anschauen, welche Möglichkeiten du hast, deine Earning Power zu steigern.

 

Steigere dein Humankapital

 

Die meisten Menschen glauben ihr Humankapital über Zusatzausbildungen zu steigern. Ob das ein zusätzlicher Kurs ist, ein Zertifikat oder ein MBA; sie drücken wieder die Schulbank. Ist das gescheit? Klare Antwort: in den seltensten Fällen.

Um dein Humankapital nachhaltig steigern zu können, musst du lernen, wie der Firmeneigentümer zu denken. Ich möchte, dass du dich kurz auf den Sessel deines Chefs setzt. Du bist wie jedes Jahr mit den Mitarbeitergesprächen im ersten Quartal beschäftigt. Mitarbeiter A will eine Gehaltserhöhung, weil er in seiner Freizeit einen aufwendigen Zusatzkurs absolviert hat. Mitarbeiter B will eine Gehaltserhöhung, weil er nachweislich den Geschäftsumsatz gesteigert hat. Wem würdest du eine Gehaltserhöhung über der Inflation zusprechen?

 

Denke unternehmerisch

 

Was heißt das nun für dich? Um mehr zu verdienen, musst du dein Mindset verändern. Stelle dir täglich die zentrale Frage: wie kann ich meinen Mehrwert in der Firma erhöhen? Welche Probleme gibt es, die bei dir in der Arbeit ungelöst sind. Löse diese und suche neue, die zu unmittelbaren Effekten führen.

Unternehmen wollen/müssen Gewinne machen. Finde also Aufgaben, die du lösen kannst, die zu entweder mehr Umsatz oder zu Kosteneinsparungen. Binde deinen Vorgesetzten in deine Miniprojekte ein und mache ihm sichtbar, welchen Mehrwert du eingebracht hast. Du wirst keine Probleme mehr bei Gehaltsverhandlungen haben!

 

Steigere dein externes Humankapital

 

Beginne zusätzliche Einkommensströme zu entwickeln. Hier gibt es wieder zwei Arten von Kapital. Lass uns das eine Manpower-Kapital nennen und das andere Produkt-Kapital. Beim Manpower-Kapital erschaffst du neue Income-Ströme über deine eigene Arbeitskraft außerhalb deines Kernjobs. Gar nicht so wenige unserer Klienten haben nebenbei beispielsweise eine Lehrtätigkeit als Lektor an einer FH, sind zusätzlich Sachverständige oder geben Tennisstunden.

Mehr Einsatz bedeutet hier mehr Einkommen und du steigerst damit dein Humankapital weiter. Das ist auch sinnvoll zu machen. Aber Zeit ist ein knappes Gut, weil auch dein Tag nur 24 Stunden hat.

Aus diesem Grund ist auch das Produktkapital sehr interessant. Hier entwickelst du ein oder mehrere Produkte, die unabhängig von deinem Zeitfaktor verkauft werden können. Nimm Robert Kiyosaki, den Bestseller Autor von Poor Dad Rich Dad her. Das Buch hat er einmal geschrieben und mittlerweile schon Millionen Mal verkauft. Er kann also an einem Tag ein Stück verkaufen, genauso gut aber auch zehn, 100 oder 1000 Stück, weil dies nicht mehr an seine Arbeitskraft gekoppelt ist.

Diesen Effekt nennen Ökonomen auch den Skalierungseffekt. Oder nimm Wolfi und mich her, wir haben jetzt ein Produkt – das First Million Spiel – außerhalb unserer Kernarbeitszeit entwickelt. Überlege dir also, wo du auch ein Produkt entwickeln kannst. Übrigens macht das auch sehr viel Spaß 😊.

 

Lass dein Investmentkapital nicht brach liegen

 

Die dritte Quelle deiner Earning Power ist dein Investmentkapital. Das ist jenes Geld, welches für dich arbeiten kann und dadurch zusätzliche Einkommensströme aufbaut. Diese Erträge sind dann passive Erträge, für diese musst du nicht mehr arbeiten. Um also finanziell frei zu werden, musst du zuerst dein Humankapital ausbauen und dann konsequent dein Free Income in Investmentkapital umwandeln – am besten automatisch Monat für Monat.

Es darf dir also nicht passieren, dass du zu viel deiner Einnahmen in Ausgaben, sprich Konsum, steckst. Es darf dir auch nicht passieren, dass dein Geld Brach liegt. Was meine ich damit? Auf Girokonten, Sparkonten und Bausparern erwirtschaftest du keine Erträge. Investmentkapital ist wie im My First Million Game auch in folgende drei Bereiche zu investieren: eigene Geschäftsideen, Kapitalmarkt – hier primär in Aktien über Fonds und ETFs und last but not least in Immobilien.

 

Starte jetzt

 

Überlege dir zum Abschluss fünf Maßnahmen, die du ergreifen willst, um deine Earning Power zu erhöhen. Nochmal zusammengefasst die drei zentralen Fragen:

  • Wie kannst du dein Humankapital steigern?
  • Wie kannst du dein externes Humankapital außerhalb der Arbeit steigern?
  • Um wie viel willst du dein monatliches Investmentkapital in den nächsten Monaten durch die Maßnahmen zum Humankapital ausbauen?

Viel Freude und Erfolg beim Umsetzen!

 

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DAS WICHTIGE

 

Was macht einen smarten Experten aus?

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Was macht einen smarten Experten aus?

smarteexpertenAm 09.10.2018 durften wir erneut ein sehr aufschlussreiches Interview führen. Dieses Mal mit dem Autoren- und Unternehmerpaar Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg, die uns mit ihrem neuesten Bestseller „Die Zeit der smarten Experten“ einen literarischen Wegweiser für die Zukunft des Unternehmertums mit auf den Weg geben.

 

 

 

In meinem Blog habe ich bereits mehrmals über die Diversifikation der Einkommensquellen berichtet. Wie wird eurer Meinung nach der klassische Büroangestellte zum smarten Experten?

Ein Weg ist, aktiv neben der Anstellung weiteres Geld zu verdienen. Dafür brauche ich ein Geschäftskonzept, das möglichst schlank aufgebaut werden kann. Wir nennen das ein smartes Geschäftskonzept. In unserem neuen Buch haben wir speziell die Experten-Konzepte  herausgegriffen. Expertenmodelle eignen sich dafür besonders gut, weil sie aus der eigenen Person geschöpft werden. In einem Service oder einer Produktion muss zum Beispiel erst extern eine Infrastruktur aufgebaut werden. Das ist bei Experten anders, sie können mit sehr wenigen Dingen starten.

Trotzdem raten wir auch bei Experten, zu Beginn nicht zu viel Risiko einzugehen und den Expertenstatus erst im Zuge seines Nebenberufes zu etablieren. Es ist grundlegend, sich zuerst auf Persönlichkeitsebene mit der Frage nach seinem Herzensthema auseinanderzusetzen und folglich einen diesbezüglichen Markt zu finden. Wir nennen dies umgangssprachlich „Herz-Taxi“. Ist diese Kombination gefunden, ein Thema, für das ich gerne aufstehe und für das andere mich auch buchen, dann kann ich das ausbauen.

 

Welche drei Fragen sollte man beantworten, um sein Expertenthema zu finden?

Um das Thema zu finden, das mich antreibt und in dem ich gleichzeitig von anderen auch als Experte akzeptiert werde, empfehlen wir, sich zu fragen:

  1. Welche Skills, Leidenschaften, Erfahrungen, Kompetenzen, Ausbildungen bilden die Basis meines Expertenthemas?
  2. Habe ich eine Faszination oder Betroffenheit (eigene Erfahrung, Prägung), wodurch mein Einstiegspunkt in das Expertenthema ermöglicht wird?
  3. Welche Belege (Rezensionen, Auszeichnungen, Follower) gibt es, die mich als Experte qualifizieren?

 

Wer ist im Umkehrschluss ungeeignet, ein smarter Experte zu werden?

Menschen, die bevorzugt praktisch arbeiten und in Teams in einer Firma aufblühen. Diese Menschen schaffen es meist nicht, sich tagelang zurückzuziehen, um an einem Programm, einem Buch oder einem Kurs zu arbeiten.

 

Welche Arten von smarten Experten gibt es laut eurer Erfahrung?

Wir schlüsseln im Buch fünf Grundtypen auf. Die Serien-Autoren, Media-Sender, Themen-Redner, Programm-Gestalter und Community-Builder. Was diese Typen unterscheidet, ist im Buch ausführlich beschrieben. Diese Typen zu kennen hilft einem, sein eigenes Experten-Konzept zusammenzustellen. Man muss also nicht einem „reinen“ Typen entsprechen. Aber man sollte sie kennen, bevor man auf eine professionelle Ebene geht.

Dann sehen wir in der Praxis noch zwei verschiedene Alters-Gassen: Einerseits die 20- bis 30-Jährigen. Diese gehen häuft mit Lifestyle-Themen raus und zeichnen sich oft durch viel Social Media aus. Anderseits die 35- bis 45-Jährigen, die sogenannten „Switcher“. Diese kommen vorwiegend aus der Selbständigkeit und wollen als smarte Experten leichtere Arbeitsprozesse und mehr Lebensqualität.  Hier geht es oft um „klassische“ Themen, die in eine neue, digitale Form wollen.

 

Wie viele Experten braucht unsere Gesellschaft bzw. wie viel Marktpotential gibt es eurer Meinung nach hierfür? Oder metaphorisch ausgedrückt: wenn es vor lauter Häuptlingen keine Indianer mehr gibt, wie kann die Gesellschaft dann noch funktionieren?

Es kommt immer mehr zu einem Umbruch und einem Wegfall der alten Industriearbeitsplätze. Viele Berufe müssen heute eine Etage nach oben, sich neu aufstellen, anderes Wissen anwenden. Wer vermittelt diese neuen Skills? Die Wertschöpfung wandert an vielen Stellen in den Kopf. „Abarbeiter“ werden in Zukunft Probleme haben, Arbeit zu finden. Dazu gibt es viele Umbrüche im Lifestyle:  vegan kochen? Kite-Surfen an asiatischen Küsten? Diese Fragen hatte man früher nicht. Daher kann es unserer Meinung nach nicht genug smarte Experten geben. Wir machen Mut, es zu versuchen.

 

Gerade in der amerikanischen Literatur, wie beispielsweise der „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris, wird behauptet, dass im Schlaf Millionen verdient werden können. Sind im Umkehrschluss Menschen, die hart arbeiten, daher nicht smart genug?

Wir können Tim Ferris‘ Aussage nicht ganz zustimmen. Es ist möglich, smart sein Geld zu verdienen, wir tun das ja auch. Aber wir haben viele Experten begleitet: Bis diese sich etabliert hatten, mussten sie Arbeitszeit investieren, häufig viel Zeit. Es muss ja erst einmal ein Produkt entwickelt werden, wofür sich dann eine Nachfrage aufbaut. Abgesehen davon ist auch die Halbwertszeit von Produkten zu berücksichtigen. In unserem Beispiel, wir schreiben Fachbücher, beträgt diese zwischen fünf und zehn Jahren. Sprich: Es gelingt so gut wie nie, mit einem einzigen Produkt ein Perpetuum Mobile aufzubauen. Wir zeigen deshalb im Buch, wie man Geschäftskonzepte als Struktur anlegt, also verschiedene Produkte im Portfolio kombiniert. Smart sein und dafür zu arbeiten, gehört in unseren Augen zusammen. Aber man kann smart arbeiten.

 

Ihr begleitet sehr viele Jungunternehmer. Was sind eurer Erfahrung nach die häufigsten Fehler bzw. wesentliche Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Gründung?

Ein häufiger Fehler liegt darin, dass anfangs schon zu viel Risiko übernommen wird. Man denkt an eine große Firma und nimmt dafür sogar Fremdkapital auf. Das ist gerade als Experte Unsinn. Wir raten, nur mit Komponenten zu gründen, die nicht in Widerspruch mit der noch „kleinen“ Idee stehen. Wer einen Online-Kurs ins Netz stellt, entwickelt keine eigene Plattform für Online-Kurse, er stellt diesen Kurs einfach bei Teachable, Coursera oder Udemy ein und testet, ob das funktioniert. Es reicht, den Ball zunächst flach zu halten.

Eine weitere Fehlerquelle ist „Teamromantik“. Alle sagen, man braucht als Unternehmer ein gutes Team. Ergo tendieren Jungunternehmer dazu, gleich zu Beginn Partner mit in die eigene Firma zu holen. Das Problem: Die meisten Teams lösen sich nach kurzer Zeit wieder auf. Das ist gerade unter Experten nicht lustig. Was passiert, wenn man zusammen Bücher geschrieben hat? Wem gehören die Rechte? Gerade als Experte kann ich aber perfekt solo arbeiten. Ich entwickle ein eigenes Geschäftsmodell, das gleichzeitig auch das eigene Herzensthema ist. Je mehr Leidenschaft man für sein Produkt hat, desto erfolgreicher und glücklicher wird man in seiner Arbeit. Dazu braucht man gerade zu Beginn kein Team. Später, wenn es wächst, kann das anders aussehen.

 

In eurem neuesten Buch ruft ihr das Zeitalter der smarten Experten aus. Was zeichnet denn nun einen smarten Experten aus? 

Die Tools für Experten sind sehr stark. Hier ist die digitale Transformation bereits voll angekommen. Nur noch die E-Commerce-Händler sind ähnlich gut ausgestattet. Davon abgeleitet ist für uns ein smarter Experte jemand, der diese Tools nutzt, und ein dazu passendes Geschäftsmodell aufbaut. Der Unterschied zum klassischen Experten ist der Arbeitsmodus. Klassisch arbeite ich mit Aufträgen für Kunden. Smarte Experten entwickeln Produkte und Marken und gehen damit auf den Markt, wie große Firmen das auch tun, nur eben smart.

 

In der Reichenliteratur ist man sich noch uneinig, ab wann jemand wirklich als reich und finanziell unabhängig gilt. Die Definitionen gehen von „Average Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 1.500-3000€) über „Good Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: 10.000-30.000€) und „Big Money“ (monatliche Nettoeinnahmen: über 100.000€) bis hin zu „Legendary Money“ (Monatliche Nettoeinnahmen: größer oder gleich 1 Million €). Wie schafft es eurer Meinung nach, ein smarter Experte zu „Good Money“ und darüber hinaus?

Smart zu werden hat zwei Gründe:

a) möchte ich eine bessere Qualität in meinem Leben

Also nicht mehr pendeln, sondern von zu Hause (in der Nähe meiner Familie) oder ortsunabhängig und mit freier Zeiteinteilung arbeiten, die Themen vorantreiben, die mich selbst interessieren … Dazu sind viele auch bereit, weniger als vorher zu verdienen. Trotzdem sollte ein Experte bei den Umsätzen bei 10.000 Euro pro Monat landen. Nur so kann ich privat genug entnehmen und Vermögen und Rücklagen aufbauen.

b) möchte ich gutes Geld verdienen

Es gibt Experten, die sehr gut verdienen. Wir arbeiten im Buch heraus, dass die hohen Einkommen sich bei den Experten aber nur einstellen, wenn ich das Geschäftskonzept strategisch denke. Die Skalierungs-Effekte kommen, wenn ich professionell ein gutes Thema an die richtige Stelle bringe. Entweder erreiche ich VIELE Menschen oder die RICHTIGEN Menschen. Gerade Experten verdienen häufig B2B mehr als B2C. Das hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Nur wenn ich weiß, dass ich etwas zu sagen habe, werde ich auch Geld damit verdienen.

 

Ihr beide seid eurer Definition nach selbst smarte Experten. Wo steht ihr auf eurem Weg und wo wollt ihr euch hin entwickeln? 

Wir sind gut etabliert. Wer über smarte Geschäftskonzepte nachdenkt, wird in der Regel irgendwann über uns stolpern. Das wollten wir, aber wie immer im Leben haben wir auch etwas Glück gehabt. Wir waren die ersten, die im deutschsprachigen Raum über smarte Geschäftskonzepte und Solopreneurship geschrieben haben.

Seit 25 Jahren arbeiten wir aus dem Home Office. Bei uns ist das ein eigenes Haus, das wir speziell für unsere Zwecke gebaut haben. Darin genießen wir unsere Unabhängigkeit. Das ist uns ein hoher Wert. Deshalb ist es uns wichtig, dass in unseren GmbHs keine anderen Gesellschafter sind, dass wir keine Fremdschulden haben. Dazu kommt, dass wir so gut wie keine Kundentermine mehr haben und damit fast nicht mehr beruflich ins Auto steigen, also unseren Tagesablauf optimal für uns gestalten können. Wo wir noch nicht so gut sind wie der eine oder andere digitale Experte, ist der automatisierte Workflow. Da gibt es noch Verbesserungspotential. Das wollen wir demnächst stärker angehen.

 

In euren Büchern streift ihr immer wieder mein Leidenschaftsthema „Finanzielle Intelligenz“, sprich wie man intelligent mit Geld umgeht. Auf welche Veranlagungsformen vertraut ihr?

Deswegen sind wir hier auch gerne mit dabei. Es wird uns in Deutschland, in Österreich wird das nicht viel anders sein, nicht beigebracht, wie man gut mit Finanzen umgeht. Aber es ist für die eigene Unabhängigkeit extrem wichtig. Ein Norddeutscher würde sagen: „Achte darauf, immer genug Wasser unter dem Kiel zu haben.“

Wir achten deshalb auf eine hohe Liquidität und verzichten dafür auf die eine oder andere Status-Anschaffung. Wir legen unser Geld in Immobilien, Aktien (meist ETFs) und Unternehmensbeteiligungen an. Als Business Angels sind wir vor allem aus beruflichem Interesse unterwegs. Wir wollen wissen, wie Gesellschafterkreise funktionieren. Unsere Beteiligungen bei Start-ups in der Seedphase lösen sich fast genauso oft in Luft auf, wie sie ziehen. Das ist also mit Vorsicht zu genießen.

 

Um den Kreis zu schließen, noch die Frage nach eurem Lebensmotto?

„Verändere dein Leben und auch das von anderen“. Es geht nicht nur ums Geld verdienen, sondern um positive Veränderung. Deswegen mögen wir auch die Expertenkonzepte so sehr. Wer seinen eigenen Horizont erweitert, um so den Einstieg in ein Expertenfenster zu bekommen, bereichert fast immer auch sein Leben und das Leben anderer Menschen positiv.

 

Photo by Hunters Race on Unsplash

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was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

- Anthony Robbins 

 

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Mach deinen Erfolg zum Ritual!

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Erfolgsrituale… jeder erfolgreiche Mensch hat sie und ganze Ratgeber werden über sie geschrieben. Und das ist auch gut so! Denn, seien wir mal ganz ehrlich, wie viele erprobte Erfolgsrituale fallen dir ad hoc ein? Wenn du sofort einige davon aufzählen kannst, super! Doch viele werden bei dieser Frage vielleicht erst mal ins Straucheln geraten. Das wollen wir vermeiden, denn Erfolgsrituale und persönliches Energiemanagement können dir auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit eine große Hilfe sein. Und die wollen wir schließlich alle erreichen, oder?

Vor rund 2 Monaten wurde ich von Michaela Forstik für eine der größten Online-Interviewreihen „Alltagshelden“ interviewt – und nun darf ich es endlich auch mit dir teilen! Ich spreche darin über meine Millionärsstudie und Finanzbildung, aber auch meine persönlichen Erfolgsrituale werden ein großes Thema sein. Falls du also noch kein Erfolgsritual hast, klick dich rein und schau dir vielleicht das eine oder andere ab!

Ich wünsche dir viel Spaß und hoffentlich auch Inspiration,

Dein Alexander

Photo by Zac Durant on Unsplash

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Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

GASTBEITRAG von Mag. Stefan Weinberger, Autor des Finanzblogs Greenmoney, über die Sinnhaftigkeit von Mikrokrediten:

Um zu erkennen, dass sich unsere Welt nicht gerade in einem stabilen Gleichgewicht befindet genügt in der Regel ein Blick in die Morgenzeitung. Vor allem die weltweite Armut ist ein ernstes Problem, da Armut oft ein Grund für kriegerische Auseinandersetzungen ist, die wiederum zu Fluchtbewegungen und weiterer Armut führen. Ein Patentrezept, diesen Kreislauf zu durchbrechen, habe ich natürlich nicht, aber es gibt Lösungen, die wirken. Ich persönlich bin ein großer Anhänger der Hilfe zur Selbsthilfe, oder wie es Konfuzius vor 2.500 Jahren formuliert hat: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Dieser Text soll allerdings kein Spendenaufruf sein. Wenn du trotzdem geben willst, gerne, aber langfristig bewegst du mehr, wenn du nachhaltig investierst. In meiner Beratungspraxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Thema Mikrokredit durch seine Komplexität oft nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit findet – was ich sehr schade finde. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einmal kurz erläutern, worum es sich dabei handelt, und wie du zumindest die Inflationsrate plus ein paar Zinsen verdienen können solltest.

Das Problem in vielen Gegenden dieser Erde ist, dass es kein funktionierendes Finanzsystem gibt. Landwirten und Kleinunternehmern fehlt damit ganz einfach das nötige Kapital zur Tätigung wichtiger Investitionen. Dass diese Menschen nicht einmal umgerechnet 2.000 € bekommen mutet hierzulande seltsam an, wo doch der neue Fernseher für die Fußball-EM locker über einen Konsumkredit finanziert werden kann.

Auf den Punkt gebracht: Weltweit haben circa drei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen und damit weder zu einem Bankkonto noch zu einem Mikrokredit. Materielle Besicherungen für Kredite können diese Menschen allerdings keine bieten, dennoch haben sie eine sehr hohe Rückzahlungsmoral und die Ausfälle sind kaum ein Problem. In genau diese „Nische“, also etwa drei Milliarden Menschen als Zielpublikum, investieren Mikrofinanzinstitute (MFI). Ein MFI vergibt Mikrokredite, immer ohne Besicherung und leicht mehrheitlich an Frauen. Der Aufwand ist natürlich dementsprechend hoch, aus diesem Grund können die Zinsen auch bis zu 25 % p.a. betragen. Nach ein bis zwei Jahren ist der Kredit in den meisten Fällen wieder getilgt und – das ist ja der Vorteil daran – diese Summe kann wieder als Kredit vergeben werden.

Wo kommen wir Anleger jetzt ins Spiel? Hier, bei der Finanzierung der MFI. Dies zwar indirekt über darauf spezialisierte Investmentfonds kannst du ein Darlehen an ein MFI vergeben. Trotz der strengen Regulierungen gibt es noch immer einige dieser Fonds. Wenn du beispielsweise 5.000€ in einen Solchen investierst, vergibst du de facto gut zwei Mikrokredite. Durch die Konstruktion als Fonds bist du aber nicht dem Risiko ausgesetzt, dass genau einer dieser beiden dein Geld nicht zurückzahlen kann, sondern dein Geld kommt in einen Topf, aus dem tausende Darlehensnehmer finanziert werden und das in verschiedenen Ländern und auf fast allen Kontinenten.

Man sollte aber nicht denken, dass jedes Investment in Mikrofinanz gut gegen Armut hilft. So finden sich in diesem Segment leider auch schwarze Schafe, nämlich stark gewinngetriebene „Mikrokredithaie“. Die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen MFI sind oft von Land zu Land sehr hoch. Deshalb gibt es Firmen und Organisationen, die die soziale Komponente von MFI richtig bewerten können. Auf deren Know-how kannst du bei der Auswahl des richtigen Investments getrost zählen. Die Implementierung sozialer Kriterien ist somit ein Kriterium guter Investmentfonds.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Zahlen eines großen Mikrofinanzfonds anführen. Dieser Fonds, den nur institutionelle Investoren und Dachfonds überhaupt kaufen können, verwaltet ein Volumen von etwa 250 Millionen Euro. Daraus werden Mikrokredite an etwa 285.000 Menschen vergeben. Gemeinsam mit deren Familien werden 1,4 Millionen Menschen in etwa 35 Schwellenländern erreicht. Geographisch investiert der Fonds vornehmlich in Südamerika und Asien. Die Kreditnehmer sind zu knapp über 50 % weiblich und leben ebenfalls leicht mehrheitlich in ländlichen Gebieten. Durchschnittlich werden pro Mikrounternehmer etwa 2.000 US-Dollar verborgt. Über das gesamte Portfolio des Fonds haften pro Kreditnehmer aktuell knapp 900 Euro aus. Bei uns wäre das der oben erwähnte Fernseher für die Europameisterschaft. Dort wird damit eine Existenzgründung finanziert.

Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf zurückkommen, dass es sich hier nicht um Spenden handelt, sondern um ein Investment. Von den Zinsen, die die Kleinunternehmer und Landwirte zahlen, bleibt nach Abzug der Kosten des MFI und des Fonds, der Währungsabsicherung und anderen Posten der Ertrag des Anlegers über. Mein Lieblingsfonds in diesem Segment hat über die letzten fünf Jahre immerhin 3,16 % nach Kosten erwirtschaftet, was in diesem Segment durchaus ansehnlich ist.

Tipp:

Wen Mikrokredite als Thema interessieren, der- bzw. diejenige ist herzlich zum nächsten Cashflow eingeladen.

Viele Menschen überschätzen...

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
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