Wie du beim Veranlagen langfristig zu den Gewinnern zählst

Wie du beim Veranlagen langfristig zu den Gewinnern zählst

Wie du beim Veranlagen langfristig zu den Gewinnern zählst

Das Tagesgeschehen stellt uns als Anleger derzeit vor beträchtliche Herausforderungen. Besonders die politischen Entwicklungen verunsichern uns. Hier in Europa dominieren uns die Unsicherheiten des Brexit und die Frage, wie sich die EU weiterentwickelt. In Amerika sorgt Trump mit seinen unvorhersehbaren Aktionen und dem schwelgenden Handelskrieg zwischen den USA und China für Unruhe. Russland ist und bleibt eine Diktatur. Zusätzlich haben wir andere Machthaber, die jederzeit für Turbulenzen sorgen können, etwa in Form des atomaren Bedrohungsszenarios durch Kim Jong-un.

Vor diesem Hintergrund möchte ich dir heute 5 Richtlinien mitgeben:

1. Kurzfristig reagieren die Psychopathen, langfristig die Strategen

Als Anleger muss dir die Relevanz deines Veranlagungshorizonts und dessen Wirkung bewusst sein. Je kürzer der Zeithorizont, desto stärker machst du dich als Anleger von politischen Ereignissen abhängig. Im Börsenjargon wird nicht umsonst von politischen Börsen gesprochen.

Umgekehrt, je länger dein Veranlagungshorizont, desto besser reagieren ökonomische Prinzipien wie Unternehmensgewinne. Die zentrale Frage ist: Was ist kurzfristig und was ist langfristig? Hier sind sich Ökonomen nicht ganz einig. Ich halte aber die Annahme, ab 20 Jahren von einer langfristigen Anlage zu sprechen, für sehr plausibel. Dazu habe ich dir folgend ein sehr wichtiges Chart herausgesucht:

grafik1

 

Die dunkelblaue Linie stellt die Wertentwicklung des S&P 500 dar, dem Index, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst. Die rote Linie zeigt die Unternehmensgewinne. Seit 1945 orientieren sich die Börsenkurse langfristig immer an den realen Unternehmensgewinnen.

Conclusio: Wähle einen entsprechend langen Veranlagungshorizont und die politischen Ereignisse können dir KOMPLETT egal sein. Cool, damit lässt es sich viel besser und ruhiger schlafen.

 

2. Achtung: linearer oder logarithmischer Chart

Immer wieder zeigen mir Klienten sehr eindrucksvolle Grafiken, etwa die folgende:

S&P 500 in linearer Darstellung:

grafik2

 

Zum Vergleich: S&P 500 in logarithmischer Darstellung:

grafik3

 

Genau der gleiche Index über den gleichen Zeitraum von 1900 bis 2018. Der extreme Unterschied liegt an der y-Achse: Die lineare Darstellung weist bei der vertikalen Kursskala gleiche Abstände zwischen den Einteilungen auf und die Einteilung erfolgt in Punkten. Der Abstand zwischen den Werten zehn und zwanzig ist genauso groß wie zwischen 90 und 100.

Der entscheidende Nachteil: Wir übersehen, dass die erste Kursbewegung eine Steigung von hundert Prozent ist, während die zweite nur eine Veränderung von elf Prozent bedeutet. Das führt schnell zu Fehleinschätzungen. Eine gute, detailliertere Erklärung findest du hier.

 

Aus der linearen Darstellung mit einem Plus von 15.000 Prozent liegt folgender Schluss nahe: „Ist das jetzt nicht zu hoch bewertet? Sollte ich nicht lieber warten, denn das erscheint an den Börsen aktuell massiv überteuert zu sein!“, während der Betrachter der logarithmischen Darstellung nicht zu diesem Schluss kommt, weil er die Entwicklung als völlig normal erkennt. Wer in Aktien mit einem langen Horizont investieren will, kann eigentlich immer investieren!

Tipp: Wer das Risiko eines falschen Zeitpunkts vermeiden will, sprich am Höchststand und damit sehr teuer zu kaufen, weil er kurzfristiger plant, der sollte unbedingt monatlich investieren. Dann kommt der Cost-Average-Faktor zum Tragen.

Wenn ich monatlich immer die gleiche Summe am Aktienmarkt einkaufe, dann kaufe ich automatisch zu einem Durchschnittspreis und reduziere damit das Risiko, am höchsten Punkt zu kaufen. Ich mache seit über zwölf Jahren mit diesem Weg persönlich als auch bei Klienten sehr positive Erfahrungen.

 

3. Einfach nur den MSCI World kaufen?

Der MSCI World ist ein Aktienindex, der aus über 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern besteht. Entscheidend ist dabei, die Gewichtung der Länder zu verstehen. Die Gewichtung entsteht anhand der Marktkapitalisierung. Aufgrund der Dominanz der US-Börsen befindet sich aktuell der US-Anteil bei über 60 Prozent. Siehe dazu auch die Grafik:

msci-world

Quelle: msci.com, Stand Dezember 2018

 

Das schaut schon grafisch unausgewogen aus, aber entspricht es auch wirklich der Realität? Du kannst dich erinnern, Börsenkurse folgen langfristig immer den Unternehmensgewinnen. Machen die amerikanischen Unternehmen weltweit 60% aller Gewinne? Eine mögliche Antwort darauf kann das Bruttoinlandsprodukt der einzelnen Länder liefern.

Ich habe dir die zehn größten Bruttoinlandsprodukte herausgesucht. Die Summe aller Bruttoinlandsprodukte weltweit ergab laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 2017 rund 80.000 Milliarden US-Dollars. Zwar ist Amerika hier führend mit 19.400 Milliarden, aber weit weg von den über 60% aller Gewinne. Conclusio: Hände weg vom MSCI World!

bruttoinlandsprodukt

Quelle: wikipedia

 

4. Doch besser, in Gold und andere Rohstoffe zu investieren?

Hier war es für mich sehr überraschend, als ich folgende Chart zu sehen bekam:

rohstoffpreise

 

Du siehst hier, dass Rohstoffe langfristig keine Erträge bringen. Einzig sinnvoll ist Gold als taktisch einzusetzende Absicherung. Es stimmt nämlich, dass Gold immer in Börsenkrisen steigt, dann aber wieder abfällt.

Wenn man also der landläufigen Meinung folgt und immer einen gewissen Teil seines Vermögens in Gold hält, dann wird man bestraft und macht Verluste. Es gibt ein, zwei sehr gute Vermögensverwalter, die Gold sehr gut dazu mischen. Diese setzen wir für unsere Klienten ein.

Fazit: keine Rohstoffe langfristig halten.

 

5. Hidden Champion – Small Caps

Wer langfristig zu den Gewinnern an den Börsen gehören will, der muss folgendes berücksichtigen:

  • Aktien weltweit gestreut zu halten, ist sehr sinnvoll – aber Achtung: nicht nur ETFs kaufen, wie beim MSCI World gezeigt, besonders Asien stärker gewichten
  • Immobilien als defensive Strategie sind gut
  • Small Caps gehören unbedingt dazu – siehe letzte Grafik
  • Monatliches Investieren über Cost Average einsetzen
  • Ein Tipp noch zu ETFs: Je weniger transparent der Markt ist, desto weniger darfst du ETFs einsetzen. Je transparenter, desto eher. Der US-Markt ist der transparenteste Markt, also ETF-tauglich, Asien und Small Caps aber nicht!

letzte-grafik

 

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My first million game

My first million game

Warum 99 % dem Geld hinterher laufen und nur 1 % Geld wie ein Magnet anziehen

Komm und spiele das My First Million Game!

Diese Frage beschäftigt mich schon seit rund zehn Jahren. Wie ist es möglich, dass ein kleiner Prozentsatz an Menschen riesige Summen an Geld anziehen, und andere sich abmühen, um finanziell über die Runden zu kommen? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich letztes Jahr rund 20 Millionäre im Raum Wien tiefeninterviewt. Die Interviews dauerten in der Regel 2,5-3 Stunden. Ich wollte herausfinden, was Millionäre anders machen als der Durchschnitt. Jedes Interview war anders und großartig zu erleben, wofür ich sehr dankbar bin.

In meinem heutigen Blogartikel möchte ich dir daraus die wesentlichen Erkenntnisse vorstellen und von unserem neuen Finanzspiel My First Million Game erzählen.

 

Erkenntnis 1: Unternehmergeist wecken

90 Prozent der Studienteilnehmer waren unternehmerisch aktiv. Das ist schon eine spannende Erkenntnis. Offensichtlich erhöht es deutlich die Chancen, zu Wohlstand zu kommen, wenn du Unternehmer bist. Ist jetzt jeder Trafikant, Installateur oder Würstelstandbesitzer am besten Weg zum Millionär? Nein, natürlich nicht. Entscheidend ist, ob er/sie Zeit gegen Geld tauscht oder ob seine Einnahmen losgelöst von seiner/ihrer Arbeitszeit sind.

Ein einfaches Rechenbeispiel dazu: Was ist effizienter?

10 + 10 +10 +10 +10 + 10 + 10 +10 +10 +10 = 100 oder

10 x 10 = 100

Die Millionäre haben einen Weg gefunden zu multiplizieren, anstatt zu addieren, zum Beispiel über Produkte oder Systeme. In Wien kennt jeder die Kebap Kette Türkis. Der Eigentümer ist schwerreich geworden, weil er nicht selber in einem Standort steht, sondern viele Standorte an stark frequentierten Plätzen hat.

 

Erkenntnis 2: Money Flow aktivieren

Weit über 70 Prozent der Studienteilnehmer haben vor ihrem zwanzigsten Lebensjahr erste eigene Investitionen am Kapitalmarkt getätigt. Sie waren also sehr früh damit konfrontiert, sich mit Geldanlage auseinanderzusetzen. Was nicht gemeint ist, dass sie am Sparbuch zu sparen begonnen haben. Nein, sie haben selber in Aktien, Fonds, Anleihen etc. investiert.

Das entscheidende Kriterium ist, sie haben eigene Finanzentscheidungen sehr früh getroffen. Dabei ist es sogar relativ nebensächlich, ob diese Entscheidungen gut oder schlecht waren. Das Entscheidende dabei war, dass es ihnen geholfen hat, sich früh mit dem Investieren vertraut zu machen. Sie lernten, wie sie ihr Geld aus der Sackgasse auf die Autobahn bringen konnten.

Mit Sackgasse sind sinnbildlich Sparkonten, Sparbücher und Konsum gemeint, sprich totes Kapital. Autobahn oder Schnellstraßen sind sehr stark für sie der Aktienmarkt gewesen. So haben die Millionäre sehr früh ihren Money Flow gestartet.

 

Erkenntnis 3: Quantenfeld einsetzen

Jeder zweite Teilnehmer der Studie hat angegeben, regelmäßig zu meditieren. Ist das ein Zufall? Ich denke nicht. Meditation ist eine der effektivsten Varianten, um eine Verbindung zum Quantenfeld bzw. Universum zu erzeugen. Weiters konnte ich erkennen, dass sich fast jeder der Millionäre beruflich verwirklicht. Sie sind bewusst oder unbewusst auf ihren Leidenschaftsfeldern gelandet.

Das ist jene Schnittmenge aus deinen Interessen und Talenten, wo du besonders gut dein Potential ausschöpfen kannst. Menschen, die gut mit dem Quantenbewusstsein verbunden sind, leben intensiv ihre Lebensmission. Viele Teilnehmer waren der intensiven Überzeugung, dass jeder Mensch eine (vor-)bestimmte Lebensmission hat. Finde diese und du erlangst Glück, Wohlstand und Erfüllung.

Wie du weißt, veranstalte ich jeden Monat einen Cashflow Spieleabend. Hier spielen wir regelmäßig das Finanzspiel von Robert Kiyosaki. Vergangenen Herbst wurde ich mehrfach gefragt, ob ich eines unserer Spiele verkaufen könnte, weil diese nicht mehr auf Deutsch zu kaufen seien. Dann hat das Quantenbewusstsein bei mir eingeschlagen: „Dann entwickle doch ein neues Finanzspiel und arbeite die Erkenntnisse aus deiner Ministudie ein“.

Wow, coole Idee, aber auch eine sehr große Herausforderung mit viel Arbeit. Schnell einen Verbündeten suchen und mit der Entwicklung beginnen. Wer spielt gerne und wäre für ein solches Projekt zu gewinnen? Mein Kollege und mittlerweile Partner Wolfgang Tritsch! Gefragt und begonnen. Die letzten elf Monate haben wir beide geplant, getüftelt, gespielt und immer wieder verworfen und verbessert, und jetzt ist es so weit.

 

Lerne im „My First Million Game“, deinen Money Flow zu aktivieren

Im „My First Million“ Spiel geht es darum, wie der Name schon sagt, seine erste Million aufzubauen. Jeder Spieler beginnt in der Basic Variante mit einem Startkapital von 100.000 Euro. Im Spiel gibt es im Wesentlichen drei Assetgruppen: Start-ups, Aktien und Immobilien. Was das Spiel so herausragend als Finanzspiel macht, sind die 240 Wissensfragen, die aus diesen drei Bereichen kommen.

Wenn du beispielsweise ein Start-up bei „My First Million“ gründest, kannst du es nur weiterentwickeln, wenn du einen oder mehrere Business-Know-how-Punkte hast. Diese bekommst du, indem du Fragen wie die folgende richtig beantwortest:

 

Auf welchen drei Schritten basiert Lean Start-up?

  1. Idee – Experiment – Daten
  2. Idee – Planen – Umsetzen
  3. Vision – Gründen – Starten
  4. Gründen – Investieren – Skalieren

Was meinst du, welche Antwort richtig ist? A, B, C oder D?

Die Börse weist drei Aktien auf, deren Kurse ständig in Bewegung sind, weil nach jedem Würfelzug eine neue Karte vom Stapel Börsenticker gezogen wird. Diese führen zu Kursveränderungen. Nach jeder Änderung hast du neue Kauf- bzw. Verkaufsmöglichkeiten. Börse-Know-how-Punkte bringen dir zusätzliche Gratisaktien ein. Hier auch ein Beispiel für eine Börse-Know-how-Frage:

 

Wer bestimmt die Zusammensetzung des Dow Jones Index?

  1. Die Erben von Dow Jones
  2. Der Herausgeber des Wall Street Journal
  3. Die New York Stock Exchange
  4. Die FED (amerikanische Notenbank)

Immobilien können im Spiel als Anteile an bestehenden Immobilienprojekten gekauft werden. Hier bringen dir die Know-how-Punkte die Möglichkeit, deine Mieterlöse zu steigern. Auch hier wollen wir dir eine exemplarische Frage nicht vorenthalten:

 

In welcher der folgenden Städte konnte man laut Rentcafé 2017 vergleichsweise noch am billigsten mieten?

  1. London
  2. Singapur
  3. San Francisco
  4. Paris

Durch die Know-how-Fragen baust du spielerisch Wissen in allen drei Bereichen auf, das dir bei deinen eigenen finanziellen Entscheidungen auch zugute kommen kann. Im Spiel hast du darüber hinaus die Möglichkeit, finanzielle Entscheidungen zu treffen, ohne befürchten zu müssen, dass sich falsche Entscheidungen negativ auf deine Lebenssituation auswirken.

Wenn du dich aber spielerisch mit den drei Assetklassen öfter beschäftigst und Spaß und Erfolg dabei hast, warum solltest du in Zukunft nicht auch in deinem Leben mehr für dich herausholen?

Ziel des „My First Million“ Game ist es, die Frage „warum 99% Geld hinterherlaufen und 1% Geld wie ein Magnet anziehen“ spielerisch zu beantworten. Spiele haben den großen Vorteil, dass wir Neues ohne Risiko ausprobieren können. Wir haben unser Spiel so konzipiert, dass du dir durch mehrmaliges Spielen immer mehr die wesentlichen Erfolgsmuster von Millionären aneignest. Komm zu unserem nächsten Spieleabend am 15.12.2018 und lerne das Spiel bereits jetzt kennen, denn kaufen wirst du es erst voraussichtlich ab Mai 2019 können!

Schicke uns einfach ein kurzes Mail an office@finanzielle-intelligenz.at mit deinem Namen und der Angabe, ob du alleine oder in Begleitung kommen willst. Du kannst dich auf einen spannenden und unterhaltsamen Abend freuen!

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Die 5 größten Anlagefehler – aktuell!

Die 5 größten Anlagefehler – aktuell!

Die 5 größten Anlagefehler - aktuell!

Es ist wieder einmal Zeit für einen Blick auf die aktuelle Marktlage. Besuche bedeutender Investmentsymposien haben meinen Blick für die derzeit größten Anlagefehler nochmals geschärft. Ich will diese hier in 5 Punkten für dich zusammenfassen!

1. Anleihen zu halten!

Wir sind seit circa Mitte 2014 in Europa in der Nullzins-Politik gefangen. Das hat im ersten Schritt direkt alle Sparbuchsparer getroffen. Der Realzins, das ist der Zins nach Abzug der Inflation, ist negativ geworden. Wer in dieser Sparform zu viel Geld liegen hat, der vernichtet sein Erspartes. Klare Empfehlung: Hier nur noch die Notreserve anlegen (man spricht hier in der Regel bei Angestellten von 2–3 Monatsnettogehältern und bei Selbstständigen von 3–6 Monatsnettoeinnahmen)!

Etwas zeitverzögert hat es auch die Anleihen erwischt. Nach Abzug von Kosten und Inflation sind mit wenigen Ausnahmen alle namhaften internationalen Staatsanleihen im Minus (siehe dazu auch die erste Grafik). Als kluger Investor bedeutet das für dich: Anleihen raus aus deinem Depot! Tipp: Auch genau bei Mischfonds hinsehen und vor allem bei Pensionsvorsorgen. Im Fall einer fondsgebundenen Variante kannst du leicht das Investment ändern.

realzinsen

2. Weniger als 60 % Aktien zu halten!

Die konsequente Antwort auf „Anleihen raus!“ ist die Erhöhung der Aktienquote. Viele Experten und auch unsere internen FiNUM-Berechnungen kommen zu dem Schluss, dass ein Anleger aktuell mindestens 60% Aktienquote benötigt, um nach Abzug von Kosten, Steuer und Inflation positiv sein zu können. Wer also nachhaltigen Ertrag erwirtschaften will, muss bereit sein, 60–100 % Aktienquote einzusetzen. Wer darunter liegt, wird keinen realen Ertrag erwirtschaften und somit wieder sein Geld verlieren, so wie im Fall von Anleihen-Investments.

ertragserwartung

Wie in der zweiten Grafik gut erkennbar, liegen die Ertragserwartungen bei Aktien zwischen 5 und 11,6 % – also deutlich über den negativen Erwartungen bei Anleihen.

 

3. Auf Asien zu verzichten!

Ein Blick auf Grafik Nr. 2 macht zudem deutlich zwei Gruppen unterscheidbar. Einmal den niedrigeren Ertragswert bei entwickelten Regionen (DM, steht für Developed Markets), andererseits höhere Ertragswerte bei den Schwellenländern, sprich den Emerging Markets. Fachkreise vertreten klar, dass aktuell mindestens 20–30 % in Asien investiert sein sollen.

Unser interner Fachökonom führt dazu im Wesentlichen zwei Gründe an: Erstens wird das künftige Wirtschaftszentrum in Asien liegen. Wobei im MSCI World Asien mit nicht einmal 5 % repräsentiert ist – also auch Hände weg von reinen MSCI World Investments! Zweitens sind durch den momentanen Handelskrieg die Kurse sehr günstig. China hat zum Beispiel seit seinem Jännerhoch 30 % eingebüßt.

4. Den Zeithorizont kürzer als zehn Jahre zu halten!

Jetzt kannst du natürlich sagen: Aktien und Ertragswerte, alles schön und gut, aber Aktien sind auch deutlich riskanter, da viel volatiler. Stimmt, das gilt es auf jeden Fall zu berücksichtigen. Sehr deutlich macht dazu Grafik Nr. 3: Schwankungen bei Aktien von 10­–20 % sind normal. Es gibt jedoch zwei wirksame Ansätze, um damit zurecht zu kommen. Einerseits muss der Zeithorizont für deine Veranlagung verlängert werden, zumindest auf 8–10 Jahre.

Andererseits ist das monatliche Investieren sehr empfehlenswert. Warum? Ich vermeide zum falschen Zeitpunkt einzusteigen! Würde ich einmalig am Höchstpunkt 100.000 Euro investieren und dann korrigieren die Märkte um 20 %, dann habe ich einen aktuellen Verlust von 20.000 Euro. Wenn ich hingegen monatlich einkaufe, dann habe ich vielleicht ein paar teure Einkäufe getätigt, die aber durch die sehr günstigen Einkäufe nach dem Einbruch ausgeglichen werden.

ertrags-risikoerwartungen

5. KESt auszublenden!

Seit 1.1.2016 ist die Kapitalertragssteuer in Österreich auf 27,5% angehoben worden. Jeder Ertrag bei Wertpapieren muss mit der KESt versteuert werden. Das sind im Wesentlichen bei Aktienveranlagungen: Dividendenausschüttungen, Substanzgewinne (unterjährige Verkäufe von Fonds und deren Kursgewinne müssen auch versteuert werden) sowie Veräußerungsgewinne am Ende. Siehe hier die vierte Grafik aus einem internen Rechentool von FiNUM.

Annahme: Jemand spart monatlich 200 Euro über 25 Jahre und lässt es dann noch fünf Jahre liegen:

Kest

Nach 25 Jahren kommen am Depot mit voller KESt-Last 85.200 Euro heraus. In Österreich sind fonds- bzw. indexgebundene Lebensversicherungen KESt-befreit, dafür bezahlt man zu Beginn eine Versicherungssteuer von 4%. Bei der fondsgebundenen Variante kommen 91.300 Euro heraus – also rund 6.000 Euro weniger Steuern, da beide Varianten mit einer Wertentwicklung von 4,5% berechnet sind.

Wie negativ sich die KESt aber wirklich auswirkt, siehst du nochmal fünf Jahre später. Dann ist der steuerliche Vorteil der Fondsgebundenen schon bei 13.400 Euro. Faustregel: Veranlagungen größer gleich 15 Jahre gehören eher in die fondsgebundene Variante!

 

Zugabe:

Im Rahmen der dritten Pensionssäule, der betrieblichen Vorsorge, gibt es ebenfalls extrem gute Möglichkeiten, die es zu nützen gilt. Siehe dazu meinen letzten Beitrag.

P.S: Vielen Dank an die Security KAG und FiNUM für die Zurverfügungstellung des Datenmaterials!

 

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Welcher Immobilien-Typ bin ich?

Welcher Immobilien-Typ bin ich?

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Wer sich ernsthaft mit dem Thema Investieren auseinandersetzt, kommt nicht an dem Evergreen Immobilie vorbei. Der Ansatz, eine Wohneinheit mit Fremdkapital zu kaufen und den Mieter den Kredit zurückzahlen zu lassen, ist schon Jahrhunderte alt. Der Charme dabei ist, dass Banken Immobilien lieben und gerne Fremdkapital zu guten Konditionen zur Verfügung stellen. Warum? Immobilien sind für eine Bank sicher und so sollten wir auch als Anleger denken: Immobilien bringen Stabilität, Aktien bringen Wachstum. So lautet die Formel, mit der schon viele Menschen ein kleines Vermögen aufgebaut haben, auf den Punkt gebracht.

 

Aber Achtung: Du musst das richtige Konzept für dich wählen!

 

Genauso wie es viele Menschen gibt, die mit Immobilien Wohlstand aufgebaut haben, so gibt es auch genug Personen, die sich wieder sehr enttäuscht von der Immobilie abwenden. Ich habe einige Klienten, die beispielsweise in Wien Zinshäuser geerbt haben, die mir immer wieder erzählen, wie viel Geld sie regelmäßig in die Häuser stecken müssen und wie sehr sie bei Leerstand zu kämpfen haben. Hier beobachte ich regelmäßig, dass nicht für jeden die gleiche Immobilie geeignet ist. Lass mich dir die drei bekannten Immobilienkonzepte vorstellen und gegenüberstellen, damit du am Ende mit Sicherheit sagen kannst, welcher Ansatz am besten zu dir passt.

 

Wohnung selber suchen, erhalten und vermieten

 

Hier suchst du selber im Internet auf Immobilienseiten und in deinem Netzwerk nach passenden Wohnungen. Ein häufig gewähltes Konzept: Wohnungen zwischen 30 und 50 Quadratmetern in Großstädten mit guter öffentlicher Anbindung. Das ist der arbeitsintensivste Ansatz, denn du kümmerst dich um alles selber: Kauf, eventuelle Sanierung, Instandhaltung, passenden Mieter finden, Mietvertrag richtig erstellen, erreichbar sein für den Mieter, wenn etwas nicht funktioniert wie zum Beispiel die Heizung, und dann, wenn der Mieter auszieht, geht es wieder von Neuem los. Speziell Anfänger unterschätzen den hohen Zeitaufwand, der nicht immer, aber immer wieder phasenweise anfällt.

Für wen ist dieser Ansatz gut geeignet: Personen, die Immobilien lieben und sich gerne 50 bis 100 Immobilien in ihrer Freizeit ansehen. Personen, die auch handwerklich geschickt sind bzw. ein gutes Händchen für Einrichtung und Aufwertung von Wohnungen haben. Wichtiges Kriterium: Es macht mir Spaß und ich tue es auch gerne in meiner Freizeit!

 

Vorsorgewohnung

 

Das ist das gleiche Konzept wie gerade oben beschrieben, nur mit dem Unterschied, dass du dich nicht selber um Suche, Erhaltung und Vermietung kümmerst. Meistens sind das ganze Immobilienprojekte, die von Immobilienentwicklern umgesetzt werden. Die guten Immobilienentwickler kommen an gute Lagen heran und können mit ihrem Know-how solche Wohneinheiten bauen, die stark nachgefragt sind. Das reduziert ein großes Risiko von dir als Immobilieninvestor – den Leerstand. Top-Anbieter haben Leerstandsquoten von unter 3%. Teilweise arbeiten diese Spezialisten auch mit einer Subverwaltung zusammen, die sich komplett um Vermietung, Erhaltung und Mietermanagement kümmert.

Für wen ist dieses Modell geeignet: Personen, die Immobilien als Investment schätzen, aber keine Zeit, keine große Leidenschaft bzw. kein Händchen für Immobilien und Handwerk haben.

 

Bauherrenmodell

 

Dieses Modell ist speziell im Raum Wien sehr verbreitet. Hier steigst du in eine Bauherrengesellschaft ein und übernimmst somit auch das unternehmerische Risiko der Sanierung oder des Neubaus. Dafür kannst du aber auch einiges steuerlich absetzen. Damit steigt deine Renditeerwartung. In der Regel werden hier alte Zinshäuser in Wien renoviert. Die Stadt Wien fördert dies auch teilweise, weil sie damit sehr kostengünstig das Stadtbild verschönern kann. So gibt es jährlich Zielgebiete, die gezielt von der Stadt Wien gefördert werden.

Geeignet ist das Bauherrnmodell vor allem für Besserverdiener. Wer jährlich über 80.000€ Jahresbrutto verdient, befindet sich schon in der 50%-Steuerstufe und kann somit am meisten absetzen.

 

Tabelle Wohnung selber vermieten – Vorsorgewohnung – Bauherrnmodell

 

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Diese 7 Fragen solltest du dir stellen

 

  1. Glaube ich an das Konzept: Wohnung kaufen und vermieten jetzt und in Zukunft?
  2. Machen mir Immobilien Spaß?
  3. Bin ich handwerklich geschickt?
  4. Eigne ich mir einfach fehlendes rechtliches Wissen wie zum Beispiel Mietrecht an?
  5. Verdiene ich über 80.000€ Jahres-Brutto-Gehalt?
  6. Möchte ich Zeit für meine Mieter aufwenden, wenn etwas nicht funktioniert?
  7. Kann ich mit Schulden leben?

 

Was sind aber nun die häufigsten Fehler von Immobilienanfängern, die es auf jeden Fall zu vermeiden gilt:

 

Selbstüberschätzung – ich kann alles selber machen

 

Der erste und wahrscheinlich häufigste Fehler ist die Selbstüberschätzung, alles als Immobilieninvestor selber machen zu können. Folgende Bereiche müsstest du beherrschen bzw. auslagern:

 

  • Immobiliensuche, -bewertung und Verhandlung des richtigen Kaufpreises,
  • Finanzierung,
  • Wohnungspotential heben durch richtiges Aufwerten: Umbau, Renovierung, Einrichtung
  • smartes Vermarkten auf den richtigen Kanälen wie Immo-Plattformen
  • Rechtliches rund um das Vermieten,
  • Leerstandsrisiko vermindern.

 

In allen Bereichen top zu sein, ist nahezu unmöglich! Das heißt, du musst dir das richtige Netzwerk aufbauen: Makler, Architekten, Handwerker, Rechtsanwalt, Finanzierer etc. Oder du entscheidest dich für die Variante der Vorsorgewohnung bzw. des Bauherrenmodells, wo komplett ausgelagert werden kann.

 

Eine Wohnung kaufen, in der man selber gerne wohnen würde

 

In der Regel sind Menschen, die vermieten können, Besserverdiener oder wohlhabender. Als jemand aus dieser Gruppe wohnst du nicht wie der Durchschnitt. Du wohnst in der Regel deutlich größer und in Gegenden, die schlechte Mietrendite versprechen. Löse dich davon und versuche, an den Durchschnitt zu denken: Der Durchschnittswiener verdient im Monat 1500€, ist immer öfter Single und sucht auf Immobilienseiten nicht nach Wohnungsgröße, sondern nach Miethöhe von 400–600€. Hast du für diese Person mit deinem Wohnungsangebot die richtige Antwort?

 

Zu wenig Fremdkapitaleinsatz

 

Der Deutsche und auch der Österreicher sind grundsätzlich sehr risikoavers. In beiden Ländern sind wir sehr von einem Satz geprägt: „Schulden haben ist schlecht.“ Aber Achtung: Hier fehlt eine wichtige Differenzierung. Es gibt nämlich gute und schlechte Schulden. Schulden für Anschaffung und Konsum sind schlecht. Ein Kredit als Privatperson für ein Auto, die nächste Reise oder eine neue Küche – sorry, das ist finanzieller Schwachsinn! Aber Schulden aufzunehmen für eine Investition wie eine Immobilie, die vermietet wird, das wird in der Finanzliteratur als gute Schulden bezeichnet. Steuerlich betrachtet kannst du die Zinsen deines Kredits bei vermieteten Objekten absetzen. Je höher dein Fremdkapitaleinsatz, desto mehr kannst du absetzen und deine Eigenkapitalrendite steigt. Wer also beispielsweise 200.000 Euro in Immobilien investieren will, sollte also nicht eine Wohnung zu 100% mit Eigenmitteln kaufen, sondern zwei bis vier mit einem Eigenkapitaleinsatz von 25–50% je nach Risikobereitschaft und Einkommenssituation.

 

Zugabe Immobilienfinanzierung!

 

Allgemein ist bekannt, dass Banken immer mehr auf ihre Kostenstruktur und Effizienzen achten müssen. Welche Auswirkung hat das auf deine Finanzierung? Früher konntest du dir ohne Probleme bei 5 bis 10 Banken je nach Zeit und Interesse Finanzierungsangebote einholen. Wenn du dir 10 Angebote einholst, dann werden aber 9 Banken kein Geschäft machen und auf ihren administrativen Kosten, die entstanden sind, sitzen bleiben. Heute gibt es Kreditratings, die jeder Klient erhält. Je öfter angefragt wird, desto tiefer sinkt dein Rating und damit deine Konditionen, was für dich höhere Finanzierungskosten bedeutet. Deswegen meine dringende Empfehlung: Wende dich an Institutionen wie FiNUM, die das aktuelle Wissen haben, wo du in deiner persönlichen Situation mit welcher Immobilie am besten finanzierst!

 

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Die nächste Krise kommt bestimmt. Was hilft: gute Vorbereitung

Die nächste Krise kommt bestimmt. Was hilft: gute Vorbereitung

Die nächste Krise kommt bestimmt. Was hilft? Gute Vorbereitung

Wer erinnert sich nicht an die Finanzkrise 2008?

An die Angst, die Anspannung und Ungewissheit?

Am 15. September 2008 geht mit Lehman Brothers eine der größten US-Investmentbanken in die Brüche. Die Bilder von Büroangestellten, die in Pappkartons ihre persönlichen Sachen aus dem Büro tragen, gehen um die Welt. Nicht Tausende, sondern Hunderttausende gleicher Fälle folgen. Die Auswirkungen treffen auch Österreich mit voller Wucht. Die Verluste werden so groß, dass am 10.10.2008 das erste Mal in der Geschichte der Wiener Börse der Handel ausgesetzt wird.

 

Die Headlines der Zeitungen signalisieren nichts als Unheil: Weltweit brechen die Aktienkurse massiv ein; Keiner traut sich mehr zu handeln; Die Weltwirtschaft kommt ins Stocken; Die Kündigungswelle kommt auf uns zu etc. Weltweit verlieren die Börsen 50–60% an Wert. Es setzt sich bei Anlegern rund um den Globus die Meinung durch, dass diese Krise anders ist als alles jemals erlebte. Panik macht sich breit und Massen an Menschen verkaufen ihre Aktien: Denn es droht der Komplettzusammenbruch. Sie alle haben sich sehr blutige Nasen geholt!

 

Warum ich von dem Crash erzähle? Weil Crashs Teil von Börsen sind. Sie sind immer vorgekommen und werden immer wieder vorkommen. Also lohnt es sie zu kennen, zu verstehen und in einer ruhigen Phase Leitlinien zu definieren. So sparst du dir viel Ärger und Verluste – und steigst nicht selten mit schönen Gewinnen aus! Aber dann stelle ich mir doch die Frage, ob es nicht besser wäre Aktien zu meiden? NEIN, NEIN, NEIN, weil Aktien dir zu Wohlstand verhelfen wie keine andere Veranlagungsform, wenn du gewisse Regeln beachtest. Aktien waren die letzten 200 Jahre der beste Ort für langfristig orientierte Anleger.

 

Das solltest du über Aktienentwicklungen wissen

 

Diese Entwicklungen möchte ich dir anhand des S&P 500 zeigen, des Amerikanischen Aktienindex der 500 größten amerikanischen börsennotierten Unternehmen. Dieser Markt ist der am besten beforschte. Zwei Begriffe benötigen wir dafür: Wenn der Markt mindestens 10% von seinem Höchststand verliert, nennt man das Marktkorrektur. Wenn er mehr als 20 % einbricht, reden wir von einem Crash oder Bärenmarkt. Jetzt frage ich dich, wie oft glaubst du kommt eine Korrektur historisch vor?

Was glaubst du: jährlich, alle 2 Jahre, 3 Jahre, 5 Jahre, 10 Jahre, 20 oder 30 Jahre?

 

Die Antwort war auch für mich bei der Auseinandersetzung mit dem S&P 500 überraschend. Korrekturen gibt es jährlich. Wow, so häufig! Wie lange dauern Korrekturen in der Regel an? Rund 54 Tage und fallen im Schnitt um rund 14%. Aber für mich noch verblüffender ist die Tatsache, dass nur 20 % der Marktkorrekturen tatsächlich zu Crashs werden. Was lernen wir daraus? 80% der Korrekturen sind nach 54 Tagen schon wieder vorbei.

 

Schauen wir uns nun die Bärenmärkte an. Diese gibt es historisch betrachtet alle 3 bis 5 Jahre. Also auch überraschend regelmäßig. Musst du dich davor fürchten? Nein. Seit 1900 gab es 34 Mal einen Bärenmarkt. In den letzten 70 Jahren waren es 14 Crashs, die zwischen 1 und 23 Monate dauerten. Spätestens nach 2 Jahren war der Spuk wieder vorbei. Die Verluste lagen im Schnitt bei -30,5%. Nur überstiegen sie 40 Prozent. Am spektakulärsten ist aber die Betrachtung der 12 Monate nach dem Bärenmarkt. Im Schnitt ist der US-Markt dann um rund 39% wieder gestiegen!!

Wenn wir uns den Markt seit 1980 genauer ansehen, dann stellen wir fest, dass innerhalb von 37 Jahren der US-Markt 28-mal mit positiver Rendite schloss, trotz jährlicher Korrekturen. Trotz Golfkrise, Dotcom-Blase, 11. September, Konflikte in Fernost und der Finanz- und Eurokrise! Seit 1996 war die durchschnittliche Rendite bei rund 8%.

 

Lerne von deinen Vorfahren!

 

Der Mensch hat auf dieser Erde seinen Siegeszug nicht wegen seiner körperlichen Fähigkeiten setzen können. Da gibt es viele Lebewesen, die uns haushoch überlegen sind. Aber der Mensch hat die Fähigkeit entwickelt, die Natur zu beobachten, Muster zu erkennen und sich diese zunutze zu machen. Nehmen wir die vier Jahreszeiten.

 

Der Mensch hatte gelernt, dass in unseren Breitengraden ein Winter herannaht. Da er das erkannt hatte, konnte er sich vorbereiten. Er säte seine Saat im Frühling, denn er hatte gelernt, dass dann seine Früchte am besten wuchsen. Er sammelte rechtzeitig Holz, um später Heizen zu können. Legte Vorräte an Korn und anderen Nahrungsmittel an. Damit lernte er die schwierige Zeit gut zu meistern, weil er wusste: Auch nach dem härtesten Winter kommt ein Frühling. Das gab ihm Sicherheit!

Das Gleiche sollten wir auch am Kapitalmarkt machen. Sicherheit gewinnen durch das Erkennen von Mustern und das entsprechende Ausrichten.

 

Erlerne die Verlässlichkeit der Börse zu nutzen

 

In der Regel steigt der Markt. Im Schnitt schließen von vier Jahren drei positiv ab und eines negativ. Der Langfristtrend ist immer positiv. Korrekturen und Crashs kommen fast immer aus heiterem Himmel, aber sehr regelmäßig. Im Vorhinein sind sie nicht zu prognostizieren. Jedoch setzt die Erholung auch genauso überraschend wieder ein und meistens sehr stark. Wer seit 1980 nur die besten zehn Handelstage versäumt hat, hätte seine Rendite von rund 8 Prozent auf 4,5% reduziert. Hier zitiere ich Sir Templeton, einen der erfolgreichsten Investoren des 20. Jahrhunderts:

„Die vier gefährlichsten Worte beim Investieren sind: ‚Dieses mal ist alles anders.’“

 

Nach jedem Börsenwinter kommt ein Frühling – immer!! Bleibe investiert. Wer also finanziell wirklich frei werden will, der kommt am Aktienmarkt nicht vorbei. Warren Buffett formuliert es so: „Mein Reichtum ist das Ergebnis einer Kombination aus einem Leben in Amerika, einigen guten Genen und ZINESZINS.“

 

Sei vorbereitet und achte auf folgende Investment-Regeln:

 

  1. Investiere am Aktienmarkt
  2. Denke, plane und handle langfristig. Setze dir eine Mindesthaltedauer von 10 Jahren. WEIL der Zinses-Zins-Effekt nur über Jahrzehnte seine große Wirkung entfalten kann
  3. Stelle sicher, dass du nicht auf dieses Kapital angewiesen bist. Sodass du jeden Crash aussitzen kannst
  4. Investiere breit gestreut, nicht nur in einen Markt oder zu kleine Märkte
  5. Halte auch ca. 10–30 Prozent in defensiven Titeln bzw. einen Teil auch in Cash
  6. Investiere regelmäßig monatlich die gleiche Summe als Basisinvestment in den Aktienmarkt
  7. Lerne Korrekturen zu lieben und verdopple in dieser Zeit deine Investmentsumme!
  8. Halte dich an diese Regeln – ganz besonders in der Krise!

 

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

Mikrokredite: gutes Investment oder Augenauswischerei?

GASTBEITRAG von Mag. Stefan Weinberger, Autor des Finanzblogs Greenmoney, über die Sinnhaftigkeit von Mikrokrediten:

Um zu erkennen, dass sich unsere Welt nicht gerade in einem stabilen Gleichgewicht befindet genügt in der Regel ein Blick in die Morgenzeitung. Vor allem die weltweite Armut ist ein ernstes Problem, da Armut oft ein Grund für kriegerische Auseinandersetzungen ist, die wiederum zu Fluchtbewegungen und weiterer Armut führen. Ein Patentrezept, diesen Kreislauf zu durchbrechen, habe ich natürlich nicht, aber es gibt Lösungen, die wirken. Ich persönlich bin ein großer Anhänger der Hilfe zur Selbsthilfe, oder wie es Konfuzius vor 2.500 Jahren formuliert hat: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Dieser Text soll allerdings kein Spendenaufruf sein. Wenn du trotzdem geben willst, gerne, aber langfristig bewegst du mehr, wenn du nachhaltig investierst. In meiner Beratungspraxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Thema Mikrokredit durch seine Komplexität oft nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit findet – was ich sehr schade finde. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einmal kurz erläutern, worum es sich dabei handelt, und wie du zumindest die Inflationsrate plus ein paar Zinsen verdienen können solltest.

Das Problem in vielen Gegenden dieser Erde ist, dass es kein funktionierendes Finanzsystem gibt. Landwirten und Kleinunternehmern fehlt damit ganz einfach das nötige Kapital zur Tätigung wichtiger Investitionen. Dass diese Menschen nicht einmal umgerechnet 2.000 € bekommen mutet hierzulande seltsam an, wo doch der neue Fernseher für die Fußball-EM locker über einen Konsumkredit finanziert werden kann.

Auf den Punkt gebracht: Weltweit haben circa drei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen und damit weder zu einem Bankkonto noch zu einem Mikrokredit. Materielle Besicherungen für Kredite können diese Menschen allerdings keine bieten, dennoch haben sie eine sehr hohe Rückzahlungsmoral und die Ausfälle sind kaum ein Problem. In genau diese „Nische“, also etwa drei Milliarden Menschen als Zielpublikum, investieren Mikrofinanzinstitute (MFI). Ein MFI vergibt Mikrokredite, immer ohne Besicherung und leicht mehrheitlich an Frauen. Der Aufwand ist natürlich dementsprechend hoch, aus diesem Grund können die Zinsen auch bis zu 25 % p.a. betragen. Nach ein bis zwei Jahren ist der Kredit in den meisten Fällen wieder getilgt und – das ist ja der Vorteil daran – diese Summe kann wieder als Kredit vergeben werden.

Wo kommen wir Anleger jetzt ins Spiel? Hier, bei der Finanzierung der MFI. Dies zwar indirekt über darauf spezialisierte Investmentfonds kannst du ein Darlehen an ein MFI vergeben. Trotz der strengen Regulierungen gibt es noch immer einige dieser Fonds. Wenn du beispielsweise 5.000€ in einen Solchen investierst, vergibst du de facto gut zwei Mikrokredite. Durch die Konstruktion als Fonds bist du aber nicht dem Risiko ausgesetzt, dass genau einer dieser beiden dein Geld nicht zurückzahlen kann, sondern dein Geld kommt in einen Topf, aus dem tausende Darlehensnehmer finanziert werden und das in verschiedenen Ländern und auf fast allen Kontinenten.

Man sollte aber nicht denken, dass jedes Investment in Mikrofinanz gut gegen Armut hilft. So finden sich in diesem Segment leider auch schwarze Schafe, nämlich stark gewinngetriebene „Mikrokredithaie“. Die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen MFI sind oft von Land zu Land sehr hoch. Deshalb gibt es Firmen und Organisationen, die die soziale Komponente von MFI richtig bewerten können. Auf deren Know-how kannst du bei der Auswahl des richtigen Investments getrost zählen. Die Implementierung sozialer Kriterien ist somit ein Kriterium guter Investmentfonds.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Zahlen eines großen Mikrofinanzfonds anführen. Dieser Fonds, den nur institutionelle Investoren und Dachfonds überhaupt kaufen können, verwaltet ein Volumen von etwa 250 Millionen Euro. Daraus werden Mikrokredite an etwa 285.000 Menschen vergeben. Gemeinsam mit deren Familien werden 1,4 Millionen Menschen in etwa 35 Schwellenländern erreicht. Geographisch investiert der Fonds vornehmlich in Südamerika und Asien. Die Kreditnehmer sind zu knapp über 50 % weiblich und leben ebenfalls leicht mehrheitlich in ländlichen Gebieten. Durchschnittlich werden pro Mikrounternehmer etwa 2.000 US-Dollar verborgt. Über das gesamte Portfolio des Fonds haften pro Kreditnehmer aktuell knapp 900 Euro aus. Bei uns wäre das der oben erwähnte Fernseher für die Europameisterschaft. Dort wird damit eine Existenzgründung finanziert.

Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf zurückkommen, dass es sich hier nicht um Spenden handelt, sondern um ein Investment. Von den Zinsen, die die Kleinunternehmer und Landwirte zahlen, bleibt nach Abzug der Kosten des MFI und des Fonds, der Währungsabsicherung und anderen Posten der Ertrag des Anlegers über. Mein Lieblingsfonds in diesem Segment hat über die letzten fünf Jahre immerhin 3,16 % nach Kosten erwirtschaftet, was in diesem Segment durchaus ansehnlich ist.

Tipp:

Wen Mikrokredite als Thema interessieren, der- bzw. diejenige ist herzlich zum nächsten Cashflow eingeladen.

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
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www.finum.at

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