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Megatrend ökologisches Investieren

Megatrend ökologisches Investieren

Megatrend Ökologisches Investieren

 

     

    Wir haben bei FiNUM zweimal im Jahr ein Strategiemeeting, bei dem sich kluge Köpfe Gedanken rund um Geld, Veranlagung und Versicherung machen. Heuer fand das zweite Meeting am 10. und 11. September in Wien statt. Wenn ich nun einige Tage nachher meine Unterlagen betrachte und die Inhalte reflektiere, dann hebt sich ein Thema besonders ab - aktives Stimmrecht.

     

     

    Klimawandel ist kein Fake

     

    Aktuell erleben wir weltweit permanent Nachrichten über die dramatischen Folgen des menschlichen Handelns. Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung, Hurrikans und vieles mehr fällt mir dazu ein.

    Unser Sohn hat mich vor Kurzem gefragt, wer Plastik erfunden hat. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Das war auch nicht so wichtig für ihn. Wichtiger war ihm die Aussage danach: „Der gehört auf jeden Fall verurteilt, weil so viele Meerestiere wegen ihm sterben müssen“. Es ist erschrecken, dass sich ein 10-Jähriger darüber Gedanken machen muss.

    Auch Prominente machen auf die Problematik aufmerksam. Dominik Thiem schreibt bei Tennisturnieren auf die Kameralinsen der großen Rundfunksender „Save the Ocean“.

     

     

    Zeigt uns die junge Generation gerade unsere Fehler auf?

     

    Ich habe den Eindruck, ein neues globales Verständnis wächst bei unseren Kindern heran. Sie zeigen uns auf, dass so nicht mehr weitergehen kann. Das ist ein wichtiges Signal und jeder von uns ist gefordert Verantwortung zu übernehmen. Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, hat Anfang des Jahres Schüler zu Streiks aufgerufen. Seitdem gehen weltweit tausende junge Menschen an den „Fridays for Future“ auf die Straße.

     

     

    Nachhaltiger Leben

     

    Ein sehr lieber Freund von mir hat dies schon vor einigen Jahren antizipiert und geht mit gutem Beispiel voran. Vor den VW-Dieselskandalen hat er der Verbrennungsmotoren-Industrie den Rücken gekehrt und baut seit rund fünf Jahren sehr erfolgreich seine E-Mobility Start-ups auf. Er fährt nur noch öffentlich oder E-Auto, hat auf eine fleischarme Ernährung umgestellt, beteiligt seine Mitarbeiter an seinen Start-ups und meidet Plastikmüll.

    Das hat mich wirklich beeindruckt und auch schon zum Teil auf mich abgefärbt. Ich achte mittlerweile darauf Plastiksackerl mehrfach zu verwenden oder auf kompostierbare Sackerl zurückzugreifen. Im Alltag fahre ich immer mehr öffentlich, gehe zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Fleischlos bin ich noch nicht, aber vielleicht wird das noch. Auf das Fliegen großteils zu verzichten, ist für mich kein Problem, da ich es ohnehin nicht sehr angenehm finde.

     

     

    Ein großer Hebel liegt in unseren Berufen

     

    Seit 2006 bin ich selbstständiger Finanzberater und trage doch für mehrere Millionen Euro zumindest eine Mitverantwortung. Hier will grundsätzlich jeder Kunde mit so wenig Risiko wie möglich den maximalen Gewinn erzielen.

    Doch was passiert, wenn wir uns unsere Veranlagung unter einem anderen Gesichtspunkt ansehen? Wie viel CO2, wie viel Energie, wie viel Wasser bzw. wie viele Ressourcen verbrauchen, vergeuden bzw. verschwenden unsere Investments? Sind unsere Veranlagungen im Sinne zukünftiger Generationen? Beschleunigen oder entschleunigen unsere Gelder den Klimawandel?

    Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann eröffnen sich neue Perspektiven der Bewertung. Welche Investments geben nachhaltig Sinn, welche sind zwar kurzfristig gut, aber schlecht für unsere Umwelt? Hier möchte ich in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen.

    Veranlagen mit Sinn ist das Ziel

     

    Bis jetzt war ich bei ökologischen Investments eher zurückhaltend. Aus folgenden Gründen:

    • Gebührenstruktur zumeist überteuert
    • Viel Marketing und heiße Luft
    • Schlechtere Performance
    • Eingeschränkte Auswahl

    In den letzten Jahren hat sich einiges getan und meiner Meinung nach ist die Zeit reif, um nachhaltig zu investieren. Es gibt mittlerweile einige gute Fonds mit sehr guter Kostenstruktur, deren Rendite sich auch in den letzten Jahren sehen lässt. Die Auswahl ist zwar im Vergleich zum gesamten Veranlagungsuniversum nach wie vor geringer. Hier hat der Anleger aber selbst Handhabe, wieviel er nachhaltig investieren möchte. Es muss ja, nicht zu 100 Prozent sein.

    Was mich restlos überzeugt hat – das aktive Stimmrecht

     

    Wir haben jetzt rund 5 Jahre großer ETF-Hysterie hinter uns. Jeder Finanzjournalist, der etwas auf sich hielt, hat einen sehr positiven Artikel über ETFs geschrieben. Die Aussage ist auch bestechend: Fondsmanager schaffen es kaum über 5 Jahre ihren Vergleichsindex zu schlagen und sind auch teurer. Warum investierst du denn dann noch in aktiv gemanagte Fonds?

    Ein wesentlicher Punkt bei nachhaltigen Fonds ist, dass diese ihre Stimmrechte bei Aktionär-Hauptversammlungen aktiv ausüben. Was heißt das? Im Gesellschaftsrecht ist festgehalten, dass jede Aktiengesellschaft einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung abhalten muss. Hierbei werden grundsätzliche Entscheidungen für das jeweilige Unternehmen getroffen.

    ETFs sind hier wenig bis gar nicht aktiv, womit eine wichtige Kontrollinstanz unserer Wirtschaft geschwächt wird. Dieses aktive Stimmrecht nehmen aber einige sehr gute Öko-Fonds wahr. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, Unternehmen auf den nachhaltigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft aufmerksam zu machen.

    Auch ich werde das künftig in meiner Veranlagungsberatung fix integrieren und meinen Klienten aufzeigen, damit auch wir unseren Beitrag leisten. Ich freue mich auf die nächsten Veranlagungstermine😊

     

     

     Photo by Chris Barbalis on Unsplash

     

    Viele Menschen überschätzen...

    was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

    - Anthony Robbins 

     

    ALEXANDER OBERENZER

     

    Köstlergasse 10 / 4,
    1060 Wien

    www.finum.at

    Wertpapierverzeichnis

     

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