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Kindervorsorge smart gemacht!

Kindervorsorge smart gemacht!

Kindervorsorge: Smart gemacht und 1500 Euro geschenkt!

Monat: Juli 2019

 

Heute wende ich mich an alle Leserinnen und Leser, die entweder selber Eltern sind oder die Verwandte bzw. Bekannte mit Kindern haben. Wenn ein Neugeborenes auf die Welt kommt, stellen sich die meisten jungen Eltern die Frage: Was sollten wir denn eigentlich alles im Bereich Versicherung und Ansparen für unser Kind tun?

 

Ich gebe dir eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten an die Hand. Obendrein einen aktuellen Steuertipp, wie sich Eltern in Österreich pro Kind unter 18 Jahren jährlich 1500 Euro vom Finanzamt holen können.

 

Private Krankenzusatzversicherung

 

Macht eine private Krankenversicherung denn überhaupt Sinn? Oder ist das nur rausgeschmissenes Geld? Anfang 2018 durfte ich selber erleben, wie relevant die Privatversicherung mittlerweile ist. In meiner eigenen Familie musste sich jemand einer eher schweren Operation mit anschließendem mehrtägigem Krankenhausaufenthalt unterziehen.

 

Relativ schnell findest du in dieser Situation heraus, wer der medizinische Experte auf diesem Gebiet ist. Diesen erreichst du dann nur über seine Privatpraxis und er operiert dich auch nur zeitnah, wenn du entweder selber mehrere tausend Euro bezahlst oder privat versichert bist.

 

Da es bei der Operation Komplikationen gab, war vor allem die Nachbetreuung sehr wichtig. Und hier wurden die Vorteile noch einmal deutlich spürbar. Denn es ist ein wesentlicher Unterschied, ob du auf Sonderklasse liegst und die Schwester nur drei bis vier Patienten zu betreuen hat – oder zehn bis 20. Ob das Pflegepersonal nicht nachdenken muss, ob man dir nun eine Infusion geben darf oder nicht und uneingeschränkt die besten Behandlungen bzw. Medikamente eingesetzt werden.

 

Aus dieser Erfahrung heraus kann ich allen Eltern nur schwerstens eine private Krankenversicherung für ihre Kinder ans Herz legen.

 

Je jünger und gesünder, desto günstiger

 

Sobald ein Kind auf die Welt kommt, sollte dieses sofort privat krankenversichert werden, denn die Höhe der zu zahlenden Prämie richtet sich primär am Alter und Gesundheitszustand der zu versichernden Person. Hier gilt die Faustregel: „Je jünger und gesünder, desto günstiger die Prämie.“

 

Optionstarif

 

Es gibt hunderte Krankenversicherungstarife. Hier den richtigen herauszufinden, ist für Laien nahezu unmöglich. Merke dir aber unbedingt den Begriff Optionstarif, der reduziert deine Kosten sehr. 

 

Babyoption

 

Für alle angehenden Eltern: Sofern du schon selber krankenversichert bist, dann versuche, die Babyoption in deinen Vertrag zu integrieren. „Versuche“ sage ich deswegen, weil das nicht alle Versicherer anbieten.

 

Was ist die Babyoption? Wie ich zuvor schon erwähnt habe, ist neben dem Alter auch der Gesundheitszustand relevant für die Prämienkalkulation. Babyoption sichert dir zu, egal in welchem Gesundheitszustand dein Kind auf die Welt kommt, du kannst es zur normalen Kondition und Prämie versichern.

 

Wichtig dabei: Die Babyoption muss vor der Schwangerschaft integriert werden – das kostet im Monat ein paar Euro.

 

Unfallversicherung

 

Da bei Babys und Kleinkindern eine höhere Verletzungsgefahr besteht, gehört eine Unfallversicherung auf jeden Fall dazu. Oft wird die Unfallversicherung mit der Krankenversicherung nach Unfall verwechselt.

 

Mit einer Krankenversicherung wird dem Kind im Spital nach einem Unfall die beste medizinische Versorgung geboten. Hingegen ist die Unfallversicherung relevant, wenn ein Invaliditätsgrad nach der Rehabilitation bestehen bleibt.

 

Worst Case: Ich erleide einen so schweren Unfall, dass ich danach an den Rollstuhl gebunden bin. Dann kommen sehr hohe Kosten auf mich zu. Aus diesem Grund hier ein paar Tipps: Die Grundversicherungssumme sollte mindestens 100.000 Euro umfassen, Bergekosten sollten ebenfalls mitversichert sein.

 

Einer der wichtigsten Teile einer Unfallversicherung ist die so genannte Gliedertaxe. Diese bestimmt den Invaliditätsgrad, also letztlich die Höhe der ausgezahlten Geldleistung, im Fall eines durch Unfall eingebüßten Körperteils. Hier empfehle ich dir unbedingt, dich an einen Experten zu wenden. In dieser komplexen Materie die bestmögliche Lösung zu finden, ist nicht einfach.

 

 

 

Familienbonus Plus

 

 

Anfang des Jahres wurde in österreichischen Medien viel über den Familienbonus berichtet, den die damalige Regierung beschlossen hatte. In der Tat bedeutet das rund 1500 Euro pro Jahr für Kinder unter 18 Jahren. Allerdings bekommst du das Geld nur, wenn du als Mutter oder Vater dieses auch beantragst. Bitte mach das unbedingt!!

 

Hier auch der Link zum Bundesministerium mit einer guten Erklärung samt Formular: https://www.bmf.gv.at/top-themen/familienbonusplus.html

 

Ich habe das auch ausgefüllt. Als Angestellter bitte deinem Dienstgeber übergeben und als Selbstständiger einfach deinem Steuerberater, damit diese die 1500 Euro für dich einholen können.

 

 

 

Kindervorsorge

 

Umgerechnet bedeuten diese 1500 Euro Familienbonus 125 Euro mehr im Monat. Das ist der perfekte Betrag, um Geld für deine Kinder anzusparen. Auch hier gilt: Je früher du für deine Kinder startest, desto mehr baut sich auf. Leider denken viele, vor allem Großeltern, beim Ansparen fürs Enkerl an einen Bausparer. Bitte unterbinde das! In einer Phase von Niedrigzins und negativen Zinsen macht das keinen Sinn. Nicht umsonst gibt es die Regel:

 

100 – Lebensalter = Aktienquote

 

Für Kinder, die noch viele Jahre vor sich haben, gehört mit einer höheren Aktienquote vorgesorgt. Klassisch könnte das ein Wertpapierdepot sein. Wer smart für seine Kinder vorsorgen will, der macht das über eine fondsgebundene Lebensversicherung, welche in Österreich KEST-befreit ist.

 

Wenn auch du smart für deine Kinder vorsorgen und strategisch beraten werden willst, dann melde dich einfach bei uns unter office@finanzielle-intelligenz.at.

 

 

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash  

Wir haben bei FiNUM zweimal im Jahr ein Strategiemeeting, bei dem sich kluge Köpfe Gedanken rund um Geld, Veranlagung und Versicherung machen. Heuer fand das zweite Meeting am 10. und 11. September in Wien statt. Wenn ich nun einige Tage nachher meine Unterlagen betrachte und die Inhalte reflektiere, dann hebt sich ein Thema besonders ab - aktives Stimmrecht.

 

 

Klimawandel ist kein Fake

 

Aktuell erleben wir weltweit permanent Nachrichten über die dramatischen Folgen des menschlichen Handelns. Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überbevölkerung, Hurrikans und vieles mehr fällt mir dazu ein.

Unser Sohn hat mich vor Kurzem gefragt, wer Plastik erfunden hat. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten. Das war auch nicht so wichtig für ihn. Wichtiger war ihm die Aussage danach: „Der gehört auf jeden Fall verurteilt, weil so viele Meerestiere wegen ihm sterben müssen“. Es ist erschrecken, dass sich ein 10-Jähriger darüber Gedanken machen muss.

Auch Prominente machen auf die Problematik aufmerksam. Dominik Thiem schreibt bei Tennisturnieren auf die Kameralinsen der großen Rundfunksender „Save the Ocean“.

 

 

Zeigt uns die junge Generation gerade unsere Fehler auf?

 

Ich habe den Eindruck, ein neues globales Verständnis wächst bei unseren Kindern heran. Sie zeigen uns auf, dass so nicht mehr weitergehen kann. Das ist ein wichtiges Signal und jeder von uns ist gefordert Verantwortung zu übernehmen. Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, hat Anfang des Jahres Schüler zu Streiks aufgerufen. Seitdem gehen weltweit tausende junge Menschen an den „Fridays for Future“ auf die Straße.

 

 

Nachhaltiger Leben

 

Ein sehr lieber Freund von mir hat dies schon vor einigen Jahren antizipiert und geht mit gutem Beispiel voran. Vor den VW-Dieselskandalen hat er der Verbrennungsmotoren-Industrie den Rücken gekehrt und baut seit rund fünf Jahren sehr erfolgreich seine E-Mobility Start-ups auf. Er fährt nur noch öffentlich oder E-Auto, hat auf eine fleischarme Ernährung umgestellt, beteiligt seine Mitarbeiter an seinen Start-ups und meidet Plastikmüll.

Das hat mich wirklich beeindruckt und auch schon zum Teil auf mich abgefärbt. Ich achte mittlerweile darauf Plastiksackerl mehrfach zu verwenden oder auf kompostierbare Sackerl zurückzugreifen. Im Alltag fahre ich immer mehr öffentlich, gehe zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Fleischlos bin ich noch nicht, aber vielleicht wird das noch. Auf das Fliegen großteils zu verzichten, ist für mich kein Problem, da ich es ohnehin nicht sehr angenehm finde.

 

 

Ein großer Hebel liegt in unseren Berufen

 

Seit 2006 bin ich selbstständiger Finanzberater und trage doch für mehrere Millionen Euro zumindest eine Mitverantwortung. Hier will grundsätzlich jeder Kunde mit so wenig Risiko wie möglich den maximalen Gewinn erzielen.

Doch was passiert, wenn wir uns unsere Veranlagung unter einem anderen Gesichtspunkt ansehen? Wie viel CO2, wie viel Energie, wie viel Wasser bzw. wie viele Ressourcen verbrauchen, vergeuden bzw. verschwenden unsere Investments? Sind unsere Veranlagungen im Sinne zukünftiger Generationen? Beschleunigen oder entschleunigen unsere Gelder den Klimawandel?

Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann eröffnen sich neue Perspektiven der Bewertung. Welche Investments geben nachhaltig Sinn, welche sind zwar kurzfristig gut, aber schlecht für unsere Umwelt? Hier möchte ich in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen.

Veranlagen mit Sinn ist das Ziel

 

Bis jetzt war ich bei ökologischen Investments eher zurückhaltend. Aus folgenden Gründen:

  • Gebührenstruktur zumeist überteuert
  • Viel Marketing und heiße Luft
  • Schlechtere Performance
  • Eingeschränkte Auswahl

In den letzten Jahren hat sich einiges getan und meiner Meinung nach ist die Zeit reif, um nachhaltig zu investieren. Es gibt mittlerweile einige gute Fonds mit sehr guter Kostenstruktur, deren Rendite sich auch in den letzten Jahren sehen lässt. Die Auswahl ist zwar im Vergleich zum gesamten Veranlagungsuniversum nach wie vor geringer. Hier hat der Anleger aber selbst Handhabe, wieviel er nachhaltig investieren möchte. Es muss ja, nicht zu 100 Prozent sein.

Was mich restlos überzeugt hat – das aktive Stimmrecht

 

Wir haben jetzt rund 5 Jahre großer ETF-Hysterie hinter uns. Jeder Finanzjournalist, der etwas auf sich hielt, hat einen sehr positiven Artikel über ETFs geschrieben. Die Aussage ist auch bestechend: Fondsmanager schaffen es kaum über 5 Jahre ihren Vergleichsindex zu schlagen und sind auch teurer. Warum investierst du denn dann noch in aktiv gemanagte Fonds?

Ein wesentlicher Punkt bei nachhaltigen Fonds ist, dass diese ihre Stimmrechte bei Aktionär-Hauptversammlungen aktiv ausüben. Was heißt das? Im Gesellschaftsrecht ist festgehalten, dass jede Aktiengesellschaft einmal jährlich eine ordentliche Hauptversammlung abhalten muss. Hierbei werden grundsätzliche Entscheidungen für das jeweilige Unternehmen getroffen.

ETFs sind hier wenig bis gar nicht aktiv, womit eine wichtige Kontrollinstanz unserer Wirtschaft geschwächt wird. Dieses aktive Stimmrecht nehmen aber einige sehr gute Öko-Fonds wahr. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, Unternehmen auf den nachhaltigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft aufmerksam zu machen.

Auch ich werde das künftig in meiner Veranlagungsberatung fix integrieren und meinen Klienten aufzeigen, damit auch wir unseren Beitrag leisten. Ich freue mich auf die nächsten Veranlagungstermine😊

 

 

 Photo by Chris Barbalis on Unsplash

 

Viele Menschen überschätzen...

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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