Warum du vor allem auf deine kleinen Ausgaben achten solltest

Warum du vor allem auf deine kleinen Ausgaben achten solltest

Warum du vor allem auf deine kleinen Ausgaben achten solltest

 Folgende Aussage in einem Kundengespräch hat mich sehr zum Nachdenken und im Endeffekt zum Entwickeln des Lifestyle-Faktors bewegt: „Wir geben relativ viel Geld für kleine Dinge aus und eigentlich relativ wenig Geld für große Dinge.“

 

Was meinte der Kunde mit kleinen Dingen?

 

Alle, die schon einmal Cashflow spielen waren, kennen das Feld Schnick-Schnack. Die kleinen Dinge, die wir uns zwischendurch mal eben schnell kaufen. Ob das der Latte Macchiato um die Ecke ist, das leckere Brötchen, das Mittagessen bzw. Abendessen unterwegs, das Feierabend-Bier oder was auch immer. Oder solche Sachen wie die neuesten elektronischen Geräte, etwa das neueste Smartphone. Oder Möbel oder Gartengeräte, Werkzeuge, Computerspiele oder, oder …

 

Wie sieht es mit laufenden monatlichen Dingen aus wie Handytarif, Versicherungen, Fitnesscenter, Abos etc.? All das zusammengefasst verstand der Kunde als kleine Dinge. Diese haben relativ gesehen wenig Wirkung und vor allem verlieren sie ganz schnell an Wert, aber in Summe kosten sie viel Geld.

 

Umgekehrt meinte er mit großen Dingen alles Wertsteigernde. Wie oft bzw. regelmäßig kaufen wir Vermögenswerte? Das sind jene Werte, die mit der Zeit im Wert steigen und somit Wohlstand aufbauen und letztendlich zu Reichtum führen. Ob das Immobilien sind, Wertpapiere wie Aktien, Fonds, ETFs oder Firmenwerte – ihnen allen gemeinsam ist das Potential zur Wertsteigerung.

 

 

Die kleinen Dinge zwischendurch …

 

Der Lifestyle-Faktor zeigt dir auf, wie viele kleine, „wertlose“ Dinge du dir im Alltag so kaufst und stellt eine Relation dar, wie viel dich das langfristig betrachtet kostet. Diese Relation ist so immens wichtig zu verstehen. Sie schafft dir das nötige Bewusstsein, um bewusst mit deinem Geld umzugehen – versprochen! Starten wir einfach mit einer Liste von möglichen kleinen Dingen, die wir im Laufe der Klientengespräche so gesammelt haben. Bitte fülle die Liste gleich für dich aus bzw. ergänze sie auch.

 

 

 

 

Ein Praxisbeispiel

 

Lass uns jetzt einfach ein aktuelles Beispiel aus einem letzten Kliententermin heranziehen. Die Angewohnheit der Klientin, sich ein Frühstück unterwegs beim Ströck mit Kaffee und Zimtschnecke zu kaufen, am späten Vormittag einen Caffè Latte im Bistro, Mittagessen und am Nachmittag einen kleinen süßen Snack je nach Lust und Laune: In Summe bedeuten diese kleinen Dinge pro Tag rund 25 Euro und das Einsparpotential lag bei 13 Euro. Was bedeutet das nun langfristig? Hier die Excel-Hochrechnung. Zuerst für die 25 Euro:

 

 

 

Jetzt für das Einsparpotential:

 

 

Diese Zahlen haben der Klientin die Dimensionen recht drastisch vor Augen geführt. Ihr Lifestyle-Faktor bei kleinen Dingen beträgt 182.500 Euro. Wenn Sie die nächsten 20 Jahre diese Konsumangewohnheiten beibehält, hat sie am Ende 182.500 Euro dafür ausgegeben. Gelingt es ihr, das Einsparungspotential einzuhalten, reden wir noch immer von fast 95.000 Euro. Das sind schon gewaltige Zahlen.

 

 

Was passiert, wenn ich stattdessen investiere?

 

Wenn die Klientin nun konsequent ihren Lifestyle-Faktor reduziert und dieses Geld stattdessen in große Dinge investiert, was passiert dann? Ich möchte dir hier aufzeigen, auf wie viel Wohlstand wir verzichten durch die kleinen Dinge zwischendurch:

Nehmen wir an, die Klientin legt dieses Geld konsequent über ihr gesamtes Berufsleben an, also 40 Jahre: 

 

 

Wenn sie das Einsparpotential über 40 Jahre anlegt:


Je nachdem, wie offensiv sie das Geld investiert, kostet sie ihr jetziger Lifestyle-Faktor zwischen 361.000 Euro und 1.968.000 Euro.

 

Wenn wir uns das noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Wenn wir weniger in kleine Dinge zwischendurch investieren, einfach einen Kaffee da und dort weniger, einfach ein Essen unterwegs weniger, einfach ein Getränk weniger etc., dann können wir relativ einfach auch mit durchschnittlichem Einkommen Wohlstand, finanzielle Reserven bzw. Reichtum aufbauen.

 

 

 

Wir haben jetzt Frühling und nicht wenige Haushalte nutzen das zum Frühjahrsputz. Nutze diese Zeit auch für einen Frühjahrsputz bei deinen Ausgaben. Du wirst überrascht sein, wie viel du dir ersparst, und du baust deine Investmentquote konsequent aus – abgesehen davon ist ein Lebensstil ohne diese überflüssigen kleinen Dinge zwischendurch gesünder … Dann wünsche ich dir viel Spaß beim Umsetzen deines finanziellen Frühjahrsputzes, denn arm wirst du auf diese Weise auf gar keinen Fall!

 

Photo by Tamara Bellis on Unsplash

 

 

 

Viele Menschen überschätzen...

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

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