Die 5 größten Sparfehler

Die 5 größten Sparfehler

Die 5 größten Sparfehler

Wenn es dir wirklich ein großen Anliegen ist, irgendwann finanziell frei zu sein, dann beachte diese 5 häufigsten Sparfehler. In diesem Artikel erfährst du von mir, wie du einfach dagegen vorgehen kannst.

Ich spare eh viel

Immer wieder kommen nach dem Cashflow-Spiel Personen zu mir und sagen, dass sie eh viel sparen. Sie legen doch immerhin monatlich 300 Euro auf die Seite, auf ein Sparkonto. Dann frage ich gerne nach, wofür sie das tun. Fast immer ist die Antwort dieselbe: „Für den nächsten Urlaub, nächstes Sofa oder Auto.“ Achtung, das ist die gefährlichste Form des Ansparens, es ist nämlich Konsumsparen. Diese Menschen sparen zwar jeden Monat, nur am Ende des Jahres ist alles wieder weg. Deswegen führt dieses Sparen nie zu Vermögensaufbau, obwohl diese Menschen immer das subjektive Gefühl haben, eh viel zu sparen.

 

Zinses-Zins, ja eh klar

Was lange würdest du schätzen, hält der durchschnittliche Privatinvestor seine Wertpapiere? 3 Jahre, 5 Jahre, 7 Jahre, 10 Jahre oder 18 Jahre? Bevor ich dir die Antwort gebe, möchte ich dir noch eine zweite Frage stellen: Wie lange wäre es sinnvoll Wertpapiere aufgrund des Zines-Zins zu halten? Die Realität zeigt eine Haltedauer von 7 Jahren. Wie schätzt du das ein?

Mindestens 20 Jahre, am besten noch viel länger, lautet die richtige Antwort. Bei meiner Befragung von Millionären habe ich dieselbe Frage gestellt, für welchen Zeithorizont sie also Veranlagungsentscheidungen treffen würden. Hier das Zitat eines Teilnehmers: „Ich denke an meine Enkel.“ Wohl bemerkt hatte dieser Teilnehmer zwar Kinder, aber noch keine Enkelkinder. Wohlhabende lassen ihre Veranlagungen nicht ohne Grund viel länger arbeitet – sie haben den Zinses-Zins verstanden und lassen ihn Jahrzehnte wirken und sich entfalten. Learning – verändere deinen gedanklichen Veranlagungshorizont um Jahrzehnte!

 

Kenne deinen Feind

Was ist der größte Gegenspieler des Zinses-Zins-Effekts? – ja, richtig, die Inflation. Viele können das beantworten, aber wenige tun wirklich etwas dagegen. Laut Statistiken liegen rund 50% der Vermögen auf Sparkonten, Bausparern und Co. herum. Ok, das Sparbuch ist die einfachste Variante, denn ich entscheide im Endeffekt nichts und kann jederzeit auf mein Geld zugreifen. Aber dieses „Zugreifen können“ kostet echt viel Geld. Aktuell liegen die Inflation bei rund 2 Prozent und die Sparzinsen bei 0,3 Prozent. Nach 10 Jahren bei 10.000 Euro ein Verlust von über 2.000 Euro oder 20 Prozent!! Der erste Feind ist also die Inflation, welches ist der zweite, fast unsichtbare Feind? Unsere Unentschlossenheit.

Wäre es aktuell nicht viel gescheiter eine echte Entscheidung zu treffen und beispielsweise in eine Vorsorgewohnung zu investieren? Der Mieter bezahlt vereinfacht gesprochen den größten Teil meiner erworbenen Wohnung zurück. Wenn ich mir einen sinnvollen Fixzins absichere, dann profitiere ich doppelt. Meine Rate bleibt trotz Inflation gleich, somit zahle ich immer weniger zurück und gleichzeitig ist meine Mieteinnahme mietindexiert und gegen Inflation geschützt. Mein Tipp: Treffe entschlossen Entscheidungen und denke langfristig!

 

Zu spät beginnen

Bei der schon erwähnten Millionärsbefragung habe ich auf festgestellt, dass die meisten schon in sehr jungen Jahren zu investieren begonnen haben. Einige waren sogar noch minderjährig. In den Interviews war immer wieder ein ähnliches Muster zu erkennen: Weil sie früh am Kapitalmarkt erste Erfahrungen gesammelt haben, konnten sie (a) den Zinses-Zins vergrößern und (b) einen sehr wertvollen Erfahrungsschatz aufbauen. Was ist dein längstmöglicher Zinses-Zins-Hebel? Lebensendalter minus aktuelles Alter. Wir haben aktuell eine Lebenserwartung von rund 90 Jahren. Beginne ich mit 20, dann liegt mein möglicher Zinses-Zins-Hebel 70 Jahren, beginne ich mit 30, dann sind es nur noch 60 Jahre. Weil es immer wieder an den Märkten Auf und Abs gibt, kann ich mit einem größeren Erfahrungsschatz neue Situationen besser analysieren und eher Chancen daraus erkennen.

Ein befragter Millionär hat nicht umsonst gesagt: „Fast ausschließlich haben mich die Krisen in meinem Leben weitergebracht.“ Bist du so wie ich ein Kind der Siebziger Jahre, dann hast du die Dotcom-Blase rund um 2000 und die Finanzkrise rund um 2008 auch als Investor erleben können. Dieses Erfahrungswissen ist sehr wertvoll. Deswegen gibt es nur eine Antwort: so bald wie möglich mit dem Investieren am Kapitalmarkt beginnen und in weiterer Folge auch im Immobilienmarkt einsteigen.

 

Führe Buch

Viele Menschen meinen viel zu sparen. Sie haben wirklich das Gefühl, wenig auszugeben, sich auch wenig zu gönnen. Schaut man sich dann die Vermögenssituation an, stellt sich oft schnell ein anderes Bild ein. Weil folgende Formel nicht lügt:

Lebensalter x aktuellem Jahresnettoeinkommen / 10 = finanzielle Potenz

Ein Beispiel dazu: ein 35-jähriger Angestellter mit einem Jahresnetto von 45.000 Euro.

35 x 45.000 / 10 = 157.500 Euro. Hätte er diese 157.500 Euro tatsächlich aufgebaut, dann könnte man ihn als guten Sparer/Investor bezeichnen. Denn er kann sehr gut Vermögen aufbauen und gilt somit als vermögensreich. Liegt er darunter, dann baut er weniger gut Vermögen auf und gilt eher als einkommensreich.

Da wir bei Ausgaben oft ein falsches Bild von uns selbst haben, musst du darüber Buch führen, wenn du es wirklich erst meinst mit deiner finanziellen Freiheit!

 

photo by stocksnap.io 

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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