Rebalancing: Strategie schlägt Zufall

Rebalancing: Strategie schlägt Zufall

Rebalancing: Strategie schlägt Zufall!

In den letzten Wochen waren viele Prognosen für das Aktien-Jahr 2018 zu lesen. Wer sich ernsthaft mit Veranlagen auseinandersetzt, der stellt schnell fest, dass diese Vorhersagen allesamt wertlos sind. Kein Mensch der Welt kann den Börsenverlauf voraussagen. Meide diese Propheten und richte schon gar nicht deine Investmententscheidungen danach aus!

In diesem Artikel möchte ich dir eine 3-Step-Strategie zeigen, die viel intelligenter ist, als auf eventuelles Eintreten möglicher Prognosen zu hoffen!

Step 1: Asset-Allocation

Wenn wir akzeptieren können, dass es nicht möglich ist, den Markt vorherzusagen, dann macht es dennoch Sinn, sich an ihm auszurichten. Und aus vielen wissenschaftlichen Studien kennen wir auch die passende Strategie: Asset Allocation, sprich die Anlageverteilung. Je breiter die Veranlagung gestreut ist, desto besser ist sie vor Marktüberraschungen geschützt. Die Kunst ist nun die richtige Mischung zu finden. Mathematisch gesprochen: Finde die Veranlagungen, die am wenigsten miteinander korrelieren und du gewinnst in jeder Marktlage. Bei dieser Strategie will man das Risiko einer Einzelaktie vermeiden. Kaufst du beispielsweise eine Telekom-Aktie und Telekom geht Konkurs, dann hast du einen Totalausfall. Deswegen eignen sich zum einen günstige ETFs als auch aktiv gemanagte Fonds.

Schlaue Assets bzw. Märkte

Stellt sich natürlich die Frage, welche Anlagen gescheit sind. Aus meinen Erfahrungen aus nun 12 Jahren als Berater und über 20 Jahren als Investor heraus habe ich dir hier eine Auflistung von Assets und Märkten, an die ich glaube, gemacht:

  • Aktien Amerika (z.B: S&P 500)
  • Aktien Europa
  • Aktien Schwellenländer
  • Aktien Small Caps
  • Mischfonds (Anleihe, Aktie)
  • Immobilien
  • Rohstoffe (Gold)

Merke dir dabei: Aktien bringen Wachstum, Immobilien bringen Stabilität.

Sind ETFs das Allheilmittel?

Momentan fließen Milliarden an Euro und Dollar in ETFs und da primär in den S&P 500 und den MSCI World. Ungefiltert werden hier alle Aktientitel in die Höhe gezogen, egal wie gut ihre reale Wirtschaftsentwicklung ist. Das ist bedenklich! Deswegen wird es hier früher oder später zu sehr starken Korrekturen kommen müssen. Aus diesem Grund bin ich nicht mehr so überzeugt von ETFs. In Zukunft werden die aktiv gemanagten Investments mit größerer Wahrscheinlichkeit, wenn wir sie nicht am Index messen, gewinnen. Wie ihr wisst, bin ich bei FiNUM Finanzberater und dort legen wir ganz großen Wert auf diese „Index-Freiheit“. Und hier die richtigen Fonds herauszufiltern ist gar nicht so einfach. Aber noch viel spannender ist dann die konkrete Zusammenstellung der einzelnen Assets. Das ist die spannende Tätigkeit, die ich täglich mit meinen Klienten mache.

Step 2: Buy and Hold

Es gibt den bekannten Spruch „Zu viel Hin und Her, macht die Taschen leer“. Präge dir diesen Spruch bitte ein. Warren Buffett verkörpert wie kein anderer diesen Weg. Kaufe und behalte so lange wie möglich deine Positionen. Das hat zweierlei Gründe: Erstens entstehen dadurch jedes Mal Kauf-Verkaufs-Spesen. Zweitens musst du jedes Mal die Kapitalertragssteuer abführen. Beide Punkte zusammen führen dazu, dass du deinen Zinseszins-Hebel drastisch reduzierst. Wenn du in die richtigen Anlagen investiert hast, in die du auch vertraust, dann bleibe deiner Linie treu und du wirst reichlich belohnt!

Step 3: Rebalancing – die Wunderwaffe?

Angenommen deine Veranlagung ist nur auf 2 Investments aufgeteilt: Aktie Europa und Mischfonds zu einem Verhältnis von 70:30. Nach einem Jahr hat sich dein Aktieninvestment sehr gut entwickelt, was zu einem neuen Verhältnis von 80:20 führt. Rebalancing bedeutet nun, dass in regelmäßigen Abständen die ursprüngliche Verteilung 70:30 wieder hergestellt wird. In der Praxis bedeutet das: Du verkaufst teuer und kaufst günstig. Das, was nach alter Kaufmannsregel „billig einkaufen und teuer verkaufen“ sehr gescheit ist. Nur eben umgekehrt, du verkaufst zuerst teuer, um dann billig zu kaufen. Achtung, damit das Rebalancing funktioniert, müssen 2 Voraussetzungen erfüllt sein:

  • (hohe) Schwankung
  • wenig Korrelation zwischen den Anlagen

Jetzt höre ich schon deinen Einwand: Du hast mir doch gerade vorher gesagt, dass ich buy and hold machen soll, wegen der hohen Kosten und der Kapitalertragssteuer. Stimmt, hier haben wir eine interessante Alternative gefunden: In der Fondsgebundenen Lebensversicherung fallen die Kosten und die Steuer nicht an!

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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