5 größe Irrtümer rund um passives Einkommen!

5 größe Irrtümer rund um passives Einkommen!

5 große Irrtümer rund um passives Einkommen!

Wie du weißt, organisiere ich einmal im Monat einen Cashflow-Spieleabend. Ziel dabei ist es, passive Einnahmen über Mieteinnahmen, Dividenden oder Geschäftsbeteiligungen so auszubauen, dass diese höher sind als deine Lebenskosten. Dann bist du laut Robert Kiyosaki, dem Begründer dieses Spiels, aus dem Hamsterrad ausgebrochen und finanziell frei. Diese Idee fasziniert mittlerweile Millionen von Menschen: „In der Hängematte am Strand liegen und einfach von seinen passiven Einnahmen zu leben“ – wer würde da schon nein sagen?

In den letzten 10 Jahren habe ich diese 5 Fehler beim passiven Cashflow-Aufbau gesehen:

 

Erster Irrtum: Begeistert sein und nie beginnen

Es gibt immer wieder Teilnehmer am Cashflow-Spiel, die die Idee super finden, aber nie aktiv mit der Umsetzung beginnen. Sie sind so mit dem Alltag und den organisatorischen Tagesthemen beschäftigt, dass sie dafür keine Zeit finden. Gerade aber beim Cashflow-Aufbau ist eine gewisse Planung notwendig. Planen kann ich jedoch nur, wenn ich mich auf dem Tagesgeschäft herausnehme und mir eine Auszeit zum Nachdenken nehme. Oft haben Menschen das Gefühl, sie wären dann unproduktiv, weil doch nur Arbeit zählt. J.D. Rockefeller prägte den Satz: „Es ist besser einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als ein Monat dafür zu arbeiten.“

Regel: Nimm dir einmal im Monat 1 bis 2 Stunden Zeit, um über deine Cashflow-Strategie nachzudenken. Schmiede deinen Plan, den du umsetzen kannst und wirst.

 

Zweiter Irrtum: Nur auf Cashflow schauen

Gerade zu Beginn konzentrieren sich viele Cashflow-Begeisterte ausschließlich auf die passiven Einnahmen. Das kann leider nicht funktionieren! Zu Beginn ist deine aktive Arbeitskraft dein Antriebsmotor. Wenn deine aktiven Einnahmen zu schnell stagnieren bzw. sinken, sind deine passiven Einnahmen noch zu gering, um die aktive Arbeitskraft zu ersetzen. In der Regel benötigen Personen 10 bis 30 Jahre, um entsprechend hohe passive Einnahmensströme zu erreichen. Gerade wenn du über den Weg der passiven Einnahmen finanziell frei werden willst, musst du deine aktiven Einnahmen im Vorfeld massiv steigern!

Regel: Baue konsequent deine aktiven Einnahmen aus: Mache Karriere, baue weitere Einnahmequellen wie Vortragstätigkeiten etc. auf! Dieses Mehr wandle in Vermögenswerte um, die dir passive Einnahmen bringen.

 

Dritter Irrtum: Über seine Verhältnisse leben

Gesellschaftlich und medial bedingt sind wir sehr starkem Konsumdruck ausgesetzt. Es gibt viele Interessensgruppen, die deinen Konsum brauchen: Der Staat verdient an jeder deiner Ausgaben mittels Steuer mit. Schönstes Beispiel dafür ist die Umsatzsteuer. Sie besteuert den Austausch von Waren und Dienstleistungen. In der Regel bezahlst du rund 20 Prozent Umsatzsteuer bei jedem Produkt, das du erwirbst, mit. Der jeweilige Unternehmer muss diese dann ans Finanzamt abführen. Je mehr du kaufst, desto mehr verdient der Staat mit. Die Werbung suggeriert dir, der Kauf dieser Produkte macht dich glücklicher, gesünder, schlanker, fitter, attraktiver etc. Erliegst du diesem Glauben zu stark, dann lebst du konsequent über deine Verhältnisse und kannst nur geringe oder gar keine passiven Einnahmen aufbauen.

Regel: Lebe konsequent unter deinen finanziellen Möglichkeiten. Du solltest rund 30 Prozent deiner monatlichen Einnahmen auf die Seite legen können. Diese gehören dann konsequent in Vermögenswerte, Aktien, Anleihen, Immobilien etc. umgewandelt.

 

Vierter Irrtum: Passives Einkommen nicht diversifizieren

Wie bei der Veranlagung gilt es auch bei passiven Einnahmen zu diversifizieren. Wenn du von einer einzigen passiven Einnahme abhängst und diese dir wegbricht, dann hast du keine Einnahmen mehr. Häufig ist das bei Immobilien der Fall. Wenn nur eine Wohnung dein passives Income generiert, dann fallen bei einem Leerstand deine Einnahmen auf null. Schlau ist es hingegen, diese beiden passiven Einnahmen aufzubauen: Investitions-Einnahmen – das sind Einnahmen aus veranlagtem Kapital – und Entrepreneurial-Einnahmen – das sind Einnahmen aus unternehmerischen Tätigkeiten, die passiven Charakter haben. Weil diese Einnahmen weniger bekannt sind, lass mich dir ein paar Beispiele nennen:

Produkte, die du über Amazon verkaufen kannst – meine Frau verkauft zum Beispiel Hundeleinen über Amazon; Vermieten eines Zimmers in deiner Wohnimmobilie zu gewissen Zeiten. Wenn du in einer Großstadt wohnst und flexibel bist, dann schau einmal, wann dort Messen, Events, Konzerte etc. stattfinden. Oft gibt es zu diesen Zeiten eine Verknappung an Wohnmöglichkeiten und du kannst einfach über diverse Online-Plattformen ein Zimmer vermieten. Vielleicht besitzt du Gegenstände, die du vermieten kannst – hier habe ich als tolles Beispiel von einem Event-Beamer-Verleih gehört. Es gibt wirklich zahlreiche Möglichkeiten, um über unternehmerische Tätigkeiten auch passive Einnahmen zu generieren.

Regel: Versuche mehrere passive Einnahmequellen aufzubauen.

 

Fünfter Irrtum: Zu hohe Erwartungen

Wir leben in einer sehr kurzfristig denkenden und agierenden Welt. Wir sind gewöhnt auf Knopfdruck Bedürfnisse gestillt zu bekommen. Ein Beispiel, das mir hier sofort einfällt, sind Bücher und Filme: Früher musste ich in eine Buchhandlung gehen, ein Buch aussuchen oder teilweise noch Wochen warten, bis es zur Abholung in der Buchhandlung eingetroffen ist. Heute haben wir unseren Kindle und damit innerhalb weniger Minuten das gewünschte Buch. Das gleiche bei Filmen: Früher mussten wir noch in Videotheken fahren um uns Videos auszuborgen. Wenn wir den Film gesehen haben, mussten wir die Videokassette zurückbringen. Heute alles unvorstellbar. Leider übertragen wir das unbewusst auch auf unsere Finanzen und passiven Einnahmen. Hier muss ich dich warnen: Bitte gehe nicht davon aus, dass du morgen schon von deinen passiven Einnahmen leben kannst. Schraube deine Erwartungen herunter. Bleibe aber fokussiert und arbeite beständig am Aufbau deiner passiven Einnahmequellen, es lohnt sich!

Regel: Stelle dich auf ein langfristiges Projekt von 10 bis 30 Jahren ein. Solange brauchen Menschen in der Regel, um finanziell frei zu sein.

 

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

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