Was du als Student & Jobeinsteiger vom Weltbestseller „Rich Dad Poor Dad“ wissen musst

Was du als Student & Jobeinsteiger vom Weltbestseller „Rich Dad Poor Dad“ wissen musst

Was du als Student & Jobeinsteiger vom Weltbestseller "Rich Dad Poor Dad" wissen musst

Bevor du weiter liest:

Erinnere dich für einen Moment an deine Kindheit. Wie würdest du die damalige finanzielle Situation deiner Familie beurteilen? Haben deine Eltern große Anstrengungen unternommen um Geld zu verdienen? War Geld ein Tabuthema oder wurde bei euch offen über Finanzen geredet? Wusstest du, was deine Eltern verdienen?

Welche Sätze hast du über Geld in deiner Jungend gehört? – „Das können wir uns nicht leisten“, „Reiche sind korrupt und werden immer reicher“ oder „Geld macht nicht glücklich“? Wurde in deiner Familie gespart? Hattest du ein Sparbuch? Oder haben deine Eltern investiert, etwa in Wertpapiere, Immobilien oder Geschäfte? Wurde bei dir zu Hause über große Beträge gesprochen, über mehrere Tausend Euro, Zehntausende, Hunderttausende, Millionen?

Nun überlege: Gibt es eine Parallele zwischen deinen Eltern und dir? Gehst du heute ähnlich mit Geld um wie deine Eltern in den Tagen deiner Kindheit und Jugend?

Der Bestsellerautor Robert T. Kiyosaki kritisiert in seinem Buch „Rich Dad Poor Dad“ die mangelnde Finanzbildung an Schulen. Kinder erlernen somit keinen richtigen Umgang mit Geld. Ihr Wissen erhalten sie somit einzig von Ihrer Familie, sprich von ihren Eltern. Das Resultat aus diesem Umstand ist erschreckend: Mittelstand und arme Eltern produzieren wieder arme Kinder.

Weil Geld auch ganz allgemein ein großes gesellschaftliches Tabuthema ist – über Geld redet man ja schließlich nicht – findet der Durchschnittsbürger auch kaum Wege zu einem sinnvollen Finanzmanagement. Mit seinem Buch „Rich Dad Poor Dad“ und seinem Brettspiel „Cashflow“ will Kiyosaki genau dieses wichtige Geldwissen vermitteln. Dazu schafft er zwei Kunstfiguren: Poor Dad, der sehr ungeschickt mit Geld umgeht, und Rich Dad, der überdurchschnittlich erfolgreich im Umgang mit Geld ist. Hier habe ich dir die wichtigsten Aussagen und Lektionen zusammengefasst:

7 wesentliche No-Gos, die Poor Dad
als Negativbeispiel vorlebt:

1. Lernt das, was ihm vorgesetzt wird: Will der Lehrer, dass er etwas auswendig lernt, macht er das, ohne zu hinterfragen. Eignet sich nur jenes Wissen an, das von ihm in Schule, Ausbildung und Studium verlangt wird. Versucht das zu erfüllen, was von ihm gefordert wird. Schaut nicht über den Tellerrand, ist ein guter Befehlsempfänger, aber nicht mehr. Macht das, was Mama, Papa, Lehrer, Freunde von ihm wollen.

2. Lässt sich für seine Zeit entlohnen. Bevorzugt das sichere Gehalt und die Vorteile einer Anstellung wie Krankenstand, Urlaub, 13. und 14. Gehalt. Meidet Verantwortung zu übernehmen. Für ihn gilt der Leitsatz: Sicher ist Sicher.

3. Erhöht konsequent seine Ausgaben nach Gehaltserhöhungen: größeres Auto, größeres Haus, teurere Urlaube, etc. Obwohl die Einnahmen steigen, bleibt monatlich oft weniger übrig als bisher.

4. Baut hohes Spezialwissen auf, ohne breites General-Know-how aufzubauen. Wundert sich, wenn plötzlich sein Spezialwissen infolge neuer Entwicklungen nicht mehr gefragt ist, der er aufgrund seiner Fokussierung und Scheuklappenmentalität nicht mitbekommen hat – womit erhinsichtlich seiner Karriereplötzlich am Abstellgleis landet.

5. Arbeitet in seiner Erwerbszeit fast ausschließlich für andere. Das Gehalt ist das Wichtigste und meistens auch die einzige Einkommensquelle. Baut eine hohe Abhängigkeit vom Job und dem Wohlwollen seiner Vorgesetzten auf.

6. Macht oft andere für seine Situation verantwortlich: den Staat, der höhere Abgaben und Steuern verlangt; den Vorgesetzten, der ihn bei der letzten Beförderung übergangen hat; die Eltern, die einem schlechte Eigenschaften mitgegeben haben, und und und …

7. Hat keine Ziele, führt keinen Finanzplan, hat keinen professionellen Ansprechpartner in Bezug auf seine Finanzen, Veranlagungen und Steuern. Macht sich keine Gedanken um sein Geld. Baut keine Vermögenswerte auf.

9 wichtige To-Dos, die uns Rich Dad vorlebt:

1. Nimmt sich erfolgreiche Menschen zum Vorbild. Gut geeignet sind Personen, die viel Verantwortung übernehmen, wie Topmanager und Unternehmer. Eignet sich ihre Art zu denken an. Sie denken groß und lassen sich nicht beschränken. Lernt unternehmerisch zu denken.

2. Setzt sich mit folgenden Teildisziplinen auseinander und wird in einigen davon richtig gut:
Sales: Er lernt sich sehr gut zu vermarkten, hat mindestens ein Jahr im Verkauf gearbeitet, nützt jede Möglichkeit, um vor Menschen zu reden. Dadurch lernt er Menschen zu führen und richtig zu kommunizieren.
Management: Selbstmanagment, Talentemanagement, Zeitmanagement, Einnahmen-Ausgaben-Managment, Personalauswahl- und Führung
Zahlenwissen: Investieren, Geschäftspläne, Rechnungswesen, Steuern
Entscheidungsfähigkeit: lernt Entscheidungen zu treffen, ohne Zögern, Zaudern und Zweifeln.

3. Verzichtet auf überbordendes theoretisches Spezialwissen, sondern versucht Wissen immer schnell in praktisches Wissen umzuwandeln. Lernt durch praktisches Tun und den Lernansatz „Trial and Error“. Ein No-Go für ihn: jahrelangesLernen ohne Praxisbezug. Studium kombiniert er vom ersten Semester an mit einem (geringfügigen) Job.

4. Jeder von ihm gesparte Euro, wird als Mitarbeiter betrachtet, der Erträge erwirtschaften soll. Mit der Zeit führt er seine Mitarbeiter immer besser und hütet sich davor, seine Geldmitarbeiter zu entlassen. Setzt sich mit seinen Finanzen auseinander, hat einen konkreten Finanzplan und nützt jede Möglichkeit, um sein Finanzwissen auszubauen. Hat schon einmal Cashflow gespielt. 😉

5. Weiß, wie wichtig es ist, den Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten zu kennen. Verbindlichkeiten nehmen Geld aus seiner Tasche, wohingegen Vermögenswerte passive Erträge erwirtschaften und Geld in die Brieftasche bringen.

6. Lässt sich nicht von Emotionen übermannen – nicht von Konsumreizen, die ihmin der Werbung und in Kaufhäusern begegnen. Beim Investieren lässt er sich weder von Gier noch von Angst leiten.

7. Sucht sich Berater, die selbst das erfolgreich praktizieren, was sie predigen. Als erfolgreicher Mensch beschäftigt er gerne Menschen, die intelligenter sind als er selbst.

8. Gönnt sich Luxus von den Einnahmen seiner Vermögenswerte. Greift niemals das eigentliche, schon aufgebaute Kapital an, da auf diese Weise seine passiven Einnahmen versiegen würden. Beispiel Wertpapierdepot: Hier würde er niemals Anteile verkaufen, sondern nur die Zinserträge bzw. Dividendeneinnahmen, um sich so etwas Luxus zu leisten.

9. Entwickelt Erfolgsgewohnheiten: regelmäßigen Sport, gesunde Ernährung. Baut ein tragfähiges Netzwerk auf und pflegt es, investiert regelmäßig in Vermögenswerte, kümmert sich auch um seine Pensionsvorsorge; Einnahmen- Ausgaben = immer Nettopositiv und im Laufe der Jahre ansteigend; meidet Nörgler und Jammerer. Er weiß nicht alles besser, sondern macht es besser!

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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