Karrieren sind kein Zufall

Karrieren sind kein Zufall

Karrieren sind kein Zufall

Erfahre in diesem Artikel, was die wesentlichen Bestandteile für eine erfüllte Karriere sind. Welche Faktoren spielen in jeder erfolgreichen Karriere eine Rolle und wie kannst du dir diese aneignen?

Letzten Mittwoch war es wieder soweit, wir hatten einen erfolgreichen Abend im Zuge der Karriere Lounge beim Circle of Excellence mit spannendem Vortrag, interessanten Gästen und reichlich Netzwerkmöglichkeiten. Die richtigen Zutaten für ein gelungenes Erfolgsbuffet. Zu Gast war Clemens Widhalm, der uns mit guten Ratschlägen und Tipps, inspiriert vom Motivationsautor Dale Carnegie (Wie man Freunde gewinnt oder Besser miteinander reden), beehrte. Ein kleiner Auszug aus seinem Repertoire soll euch daran teilhaben lassen.

Die Mutter jedes Karriere-Erfolgs

Die Frage, die sich vermutlich jeder stellt: Wie komme ich zu Erfolg? Dale Carnegie hat es auf den Punkt gebracht: Die zentrale Grundlage für Erfolg ist ein gesundes Selbstvertrauen. Durch langjähriges Studieren und Analysieren erfolgreicher Menschen, ist Carnegie schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass es ein Muster im Erfolg gibt. Eine zentrale Grundlage dafür, dass Erfolg überhaupt möglich wird, ist seinen Ergebnissen nach das Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wer auf sich vertraut, der meistert viele Situationen einfach besser.

Vision und Durchhalten

In diesem Sinne darfst du dich nicht kleiner machen als du bist, sprich, du wächst mit deinen Aufgaben.  Aber von nichts kommt nichts. Schon Mahatma Gandhi wusste: „Setze deine Ziele groß genug und deine Umstände werden sich deinen Zielen fügen.“ Für große Visionen sind allerdings Mut und Selbstvertrauen notwendig. Wer nicht an sich selbst glaubt, wird kaum genug Entschiedenheit und Durchhaltevermögen aufbringen, den Weg bis ans Ende zu gehen.

Kann man das Lernen?

Der effektivste Weg zu mehr Selbstvertrauen ist das Üben von Reden und Sprechen vor großen Gruppen. Und wer kennt es nicht: Wie oft hast du dich in der Schule oder auf der Uni vor den Referaten gescheut? Doch gerade hier ist es wichtig, aus der eigenen Komfortzone heraus den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Trainiere dein Selbstvertrauen und deine rhetorischen Fähigkeiten vor vielen Menschen. Du kannst zum Beispiel extra dafür vorgesehene Workshops besuchen oder in deinem Unternehmen öfter Präsentationen übernehmen. Du wirst den Erfolg in deiner Karriere schnell spüren, denn umso besser du (angst)frei vor Menschen sprichst und im Umgang mit Menschen bist, desto selbstsicherer wirst du. Umso selbstsicherer du wiederum wirst, desto einfacher wird dir schließlich das Reden vor großen Gruppen fallen. Und so weiter. Diese Spirale dreht sich nach oben und am Ende fällt dir Präsentieren, Netzwerken und Verantwortung wesentlich leichter.

Die Beziehung zu Anderen

Ein weiterer Schritt zum Erfolg liegt wesentlich in der effektiven Gestaltung von Beziehungen zu anderen Menschen. Denken wir wieder an unsere Jugend: Der coolste und erfolgreichste Typ in der Schule hatte nicht unbedingt die besten Noten, aber immer die meisten Leute um sich herum und kam am besten bei den Mädels an. Und wieso waren diese Typen meistens so cool? Weil sie nicht versucht haben, jemanden nachzumachen. Es lohnt sich nicht, jemanden zu imitieren. Investiere stattdessen in ein gutes Verhältnis zu dir selbst, zum Beispiel indem du dir Zeit für dein Hobby und deine Interessen nimmst. Wenn du diese Interessen dann noch mit anderen teilst, investierst du zusätzlich sogar in erfolgreiche Beziehungen und kannst Freundschaften aufbauen oder vertiefen und von und mit den anderen lernen. Es ist schließlich einfacher, Freunde zu gewinnen, wenn man sich für seine Mitmenschen interessiert, als zu versuchen, dass sie sich für dich interessieren. Wir sind heutzutage sicher mehr denn je als Ich zentrierte egoistische Einzelkämpfer unterwegs. Aber wie im Sport schaffen es die besten Sportler nicht ohne ein gutes Team und einen Coach im Rücken an ihr Ziel.

Abgesehen davon, dass jeder Mensch für sich selbst definieren muss, was Erfolg bedeutet und wo die Reise hingehen soll, basiert ein gesundes Erfolgsrezept auf bestimmten Grundzutaten wie Selbstvertrauen, Visionen und Beziehungen. So, wie eine gesunde Ernährung dir zu mehr Vitalität verhilft, kannst du auch deinen Erfolg beeinflussen. Es liegt in deiner Hand.

TIPP:

Auch beim Arbeiten an Beziehungen zu anderen gilt: Du kannst es lernen. Dabei geht es nicht immer darum, selbst zu reden, sondern auch mal zuzuhören. Suche dir einen Mentor oder Coach, lese Ratgeberbücher oder tausche dich in Foren mit anderen aus. Oft werden an der Uni Mentoringprogramme angeboten oder Youngleaders-Foren in Unternehmen. Erkundige dich einfach und leave your comfort zone.

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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Die besseren Karten in der Gehaltsverhandlung

Die besseren Karten in der Gehaltsverhandlung

Die besseren Karten in der Gehaltsverhandlung

Ein GASTBEITRAG von Dr. Conrad Pramböck, dem Gehalts- und Karriereexperten.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu Ihren Chef und bitten ihn um 10 % Gehaltserhöhung. Ihr Chef sagt darauf: „Kommt nicht infrage. Gehen Sie zurück an die Arbeit.“ Was passiert jetzt? Ob Sie mit einer Gehaltserhöhung das Büro verlassen oder zum gleichen Gehalt weiterarbeiten, ist in erster Linie eine Frage, wer von beiden das bessere hat.

BATNA ist die Abkürzung für „Best Alternative To a Negotiated Agreement”. Anders ausgedrückt: Wenn die Verhandlungen scheitern, wer hat dann die bessere Alternative?

In Gehaltsverhandlungen zählen ja insbesondere eine bessere Performance und ein größerer Verantwortungsbereich als berechtigte Argumente. Doch selbst wenn Sie Jahr für Jahr beste Leistungen erbringen und Ihren Verantwortungsbereich laufend erweitern, kann es passieren, dass Ihr Gehalt gleich bleibt, wenn Sie keine bessere Alternative zu Ihrem derzeitigen Job und Ihrem aktuellen Gehalt haben.

Ein Rechtsanwalt lud die besten Kandidaten zu einer abschließenden Gesprächsrunde in seine Kanzlei ein. „Liebe Kandidaten! Am liebsten würden wir Sie alle bei uns aufnehmen, aber wir haben nur eine Stelle als Rechtsanwaltsanwärter zu besetzen. Vor sich finden Sie ein Blatt Papier und einen Stift. Bitte notieren Sie eine Zahl. Das sind die Konditionen, zu denen Sie bereit sind, für uns zu arbeiten. Derjenige mit dem niedrigsten Gebot fängt bei uns kommenden Montag an.“

Wer ist in dieser Situation in der stärkeren Verhandlungsposition? Ganz eindeutig der Rechtsanwalt. Warum? Er hat das bessere BATNA, denn er hat die Wahl aus mehreren gleichwerigen Kandidaten.

Ähnlich ging es einer Freundin von mir, die bei einer Werbeagentur als Art Director arbeitet. Als sie gut vorbereitet zu Ihrem Chef ging, um eine Gehaltserhöhung zu bewirken, unterbrach er sie und deutete er auf einen großen Stapel Papier auf seinem Schreibtisch: „Wissen Sie, was das ist, Frau Kollegin? 200 Bewerbungen für Ihren Job. Noch Fragen?“

Doch die Verhandlungsmacht muss nicht immer zwingend beim Arbeitgeber liegen. Ein Headhunter rief einen Kandidaten mit den Worten an: „Sie sind der letzte infrage kommende Wunschkandidat meines Auftraggebers. Bitte nennen Sie uns Ihren Preis.“

Grundsätzlich gilt: Je einzigartiger Ihre Fähigkeiten und Ihr Netzwerk sind, desto gefragter sind Sie am Arbeitsmarkt. Mehr Chancen eröffnen Ihnen meist ein besseres BATNA. Ein bekanntes Sprichwort lautet ja: „Wer die Wahl hat, hat die Qual.“ In Karrierefragen gilt jedoch das genaue Gegenteil: Wer keine Wahl hat, hat die Qual, weil er sich alles gefallen lassen muss.

In Verhandlungen sollten Sie sich bewusst sein: Sie können Ihren Verhandlungspartner zu nichts zwingen, ohne Ihr Vertrauensverhältnis nachhaltig zu schädigen. Jedes Verhandlungsergebnis sollte eine Win-Win-Situation zum besten Wohle aller Beteiligten darstellen, um möglichst langfristigen Bestand zu haben. Druck auszuüben wirkt meist kontraproduktiv. Auch Erpressung funktioniert als Strategie nur ganz kurzfristig und ist in den seltensten Fällen empfehlenswert.

Was Sie sehr wohl tun können, ist die Erarbeitung eines BATNA. Stellen Sie sich die Frage: „Was werde ich tun, wenn mein Anliegen abgelehnt wird?“ Alternativen vor Augen zu haben, verschafft Ihnen Sicherheit, Ruhe und Gelassenheit. Sie strahlen innere Stärke während der Verhandlung aus, weil Sie wissen, dass Ihnen nichts passieren kann. So oder so, am Ende gewinnen Sie.

Gehen Sie jedoch behutsam damit um, Ihr BATNA in der Verhandlung preiszugeben. Wenn Sie Ihren Chef mit der Tatsache konfrontieren, dass Sie ein Angebot vom Mitbewerb haben, müssen Sie bereit sein, das Unternehmen sofort zu verlassen.

Sollte Ihr Verhandlungspartner sein BATNA erwähnen, können Sie ihn darauf hinweisen, dass es doch nicht so gut ist, wie er meint. Ein Chef konterte seinem Mitarbeiter: „Sie können gerne das Jobangebot unseres Konkurrenten annehmen, aber ich versichere Ihnen, dass Sie dort nicht glücklich werden. Die meisten verlassen das Unternehmen wieder nach spätestens drei Monaten, weil das Betriebsklima so schlecht ist. Sie sind noch jung. Vielleicht brauchen Sie ja diese Erfahrung, aber als Freund rate ich Ihnen davon ab. Sollten Sie dort nicht mehr zufrieden sein, rufen Sie mich gerne wieder an. Vielleicht haben wir ja wieder eine Stelle für Sie frei.“

Die Grundlage für beruflichen Erfolg besteht darin, Leistung zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und sich ein berufliches Netzwerk aufzubauen. Um in Verhandlungen erfolgreich zu sein, brauchen Sie ein BATNA, das Sie sich laufend erarbeiten sollten. Mit der Sicherheit einer besseren Alternative können Sie zu jeder Zeit selbstbewusst in Ihre Gehaltsverhandlung gehen.

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

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