Private Krankenversicherung: Now or Never?

Private Krankenversicherung: Now or Never?

Private Krankenversicherung: Now or Never?

Wie wird sich das Österreichische Gesundheitssystem der Sozialversicherungen weiterentwickeln? Das ist die zentrale Frage, wenn du dich mit dem Thema einer privaten Krankenversicherung auseinander setzt. Erfahre in meinem Artikel, was die 5 Gründe für eine private Krankenversicherung sind und wie du bei dieser über 20.000 Euro sparen kannst!

Wie haben sich die Gesundheitsausgaben in Österreich entwickelt?

Dazu hilft uns ein Blick auf die Statistik Austria Seite. Seit 1990 bis 2014 haben sich die Ausgaben vom Staat inklusive Sozialversicherungsträgern mehr als verdreifacht. 1990 beliefen sich die Kosten auf rund 7,9 Milliarden Euro und 2014 auf 25,6 Milliarden. Wenn wir noch die Inflation beachten und dabei von einer Inflation von 2 Prozent ausgehen, dann würden wir auf rund 13 Milliarden Euro kommen. Die Kosten haben sich also auch inflationsbereinigt immerhin verdoppelt!

Wie werden sich die Kosten weiterentwickeln?

Das ist natürlich eine schwierig zu beantwortende Frage. Die hohen Kosten im Gesundheitswesen liegen auf der einen Seite bei älteren pflegebedürftigen Menschen und auf der anderen Seite bei chronisch kranken Menschen. Letztere werden als Kostenpunkt höchstwahrscheinlich stabil bleiben, wohingegen bei den älteren Menschen eindeutig eine steigende Tendenz auszumachen ist: Aktuell leben in Österreich rund 1,6 Millionen Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind. 2050 werden es eine Million mehr sein, also 2,6 Millionen Menschen. Ein Klient von mir hat einen sehr guten Einblick in die Altenpflege. Nach seiner Aussage sterben zwei Drittel der Menschen als Pflegefall. Die Pflegebedürtigkeit kann von ein paar Wochen bis zu mehreren Jahren dauern. Hier liegen meiner Meinung nach die ganz großen Herausforderungen für unser Gesundheitssystem.

Brauchst du nun eine Krankenzusatzversicherung?

Die Frage lautet also, ob dir der Staat mit deinen Sozialversicherungsabgaben langfristig eine medizinische Versorgung auf modernem Stand gewährleisten kann. Wenn wir die genannten Fakten und noch dazu eine immer höhere Staatsverschuldung berücksichtigen, dann müssen wir zu dem Schluss kommen: nein. Einerseits wird der Staat wegen seiner Verschuldung sparen müssen, andererseits wird er mit ansteigenden Gesundheitsausgaben konfrontiert. Die natürliche Folge ist, dass Leistungen abgebaut werden. Das haben auch schon verhältnismäßig viele Österreicher erkannt. Aktuell haben 3,05 Millionen Österreicher eine private Krankenzusatzversicherung, um diese Absicherungslücke zu schließen.

Rechnet sich jetzt ein Einstieg?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir verstehen, wovon die Prämienhöhe bei einer Krankenversicherung abhängt. Prämienrelevant sind das Alter und dein aktueller Gesundheitszustand. Deswegen gilt grundsätzlich folgende Aussage „je jünger und gesünder du bist, desto günstiger die Prämie“. Was aber jetzt sehr wenige wissen: Bei der Privaten Krankenzusatzversicherung hast du dann für immer deine Einstiegsprämie, es folgen nur noch Indexanpassungen, die Grundprämie steigt nicht mehr! Das ist besonders interessant für finanziell intelligente Menschen. Ist es für mich nun besser, früh einzusteigen und dadurch jetzt schon für die Krankenversicherung zu bezahlen oder ist es besser, später zu beginnen und sich jetzt die Prämienzahlungen zu sparen?

Treffen wir folgende Annahme: Ein 30-jähriger Mann will diese Frage anhand eines Sonderklassentarifes Einzelzimmer, ist eine Tarifart, beantwortet haben, wenn er jetzt oder 10 Jahre später beginnen würde. Die Krankenversicherung läuft in der Regel ein Leben lang, weil je älter du bist, desto mehr Leistung wirst du voraussichtlich davon in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund nehmen wir ein Lebensalter von 82 Jahre an. Dieser Sonderklassentarif kostet den jungen Mann mit 30 Jahren aktuell 121,91 Euro bei einem der 3 größten Krankenzusatz-Anbieter der Merkur. Berechnen wir diese Prämie für die gesamte Laufzeit – 121,91 x 12 x 52 – kommen wir auf eine Prämiensumme von 76.071,84 Euro. Indexanpassungen berücksichtigen wir bei dieser Betrachtungsweise bewusst nicht. Als 40-jähriger Mann würde er 153,66 Euro bezahlen. Berechnen wir wieder für die gesamte Laufzeit die Prämiensumme: 153,66 x 12 x 42, kommen wir auf eine Prämiensumme von 77.444,64 Euro. Unter der Annahme, dass es während der 10 Jahre, die der 40-jährige später beginnt, keine außerordentlichen Prämienerhöhungen gibt, würde der 30-jährige 1372,80 Euro sparen und jetzt schon vollen Versicherungsschutz genießen! 

5 Gründe, die für einen jetzigen Einstieg sprechen

Erstens: Die staatlichen Leistungen im Gesundheitswesen werden zurückgehen, sodass dieses Defizit privat ausgeglichen werden muss. Zweitens: Wie oben erläutert, macht es finanzmathematisch Sinn. Außerdem wärst du jetzt schon abgesichert und hättest damit 10 Jahre mehr Absicherungsschutz. Drittens: Prämien für Neuverträge werden regelmäßig erhöht, wir haben erst Anfang dieses Jahres eine Erhöhung gehabt und es wird demnächst wieder eine geben. Davon sind fast ausschließlich Neuverträge betroffen, in den seltensten Fällen bestehende Verträge. Viertens: Es kommen regelmäßig neue Tarife auf den Markt. Alte Tarife sind dann meistens nicht mehr für Neuverträge offen. Sehr oft sind die Änderungen mit anderen bzw. niedrigeren Leistungen verbunden. Fünftens – und das ist meiner Meinung nach einer der wesentlichsten Gründe: Wenn du innerhalb der 10 Jahre eine gesundheitliche Verschlechterung erfährst, dann können je nach Grad der Schwere folgende Situationen eintreten – die Krankenversicherung lehnt dich komplett ab, das passiert zum Beispiel oft bei Diabetes. Sie schließt Teilbereiche vom Versicherungsschutz aus, bei Wirbelsäulenproblemen zum Beispiel Ausschluss der Wirbelsäule, oder die Versicherung verrechnet dir einen Risikoaufschlag, wodurch sich die Prämie erhöht.

Voraussichtlich ab Mai 2016 werden Prämien um 5-9 Prozent erhöht!

Die Finanzmarktaufsicht senkt den Rechnungszins für österreichische Versicherer von 2,5 auf 1,75 Prozent. So weit so spektakulär. Aber welche Auswirkungen hat das? Private Krankenversicherer sammeln Prämien von ihren Kunden und bilden damit Rücklagen, um im Leistungsfall die Kosten der Kunden übernehmen zu können. Diese Rücklagen sind gar nicht selten über viele Jahrzehnte hinweg zu kalkulieren, wie wir im Falle unseres 30-jährigen Mannes gesehen haben. Diese Rückstellung erzielt aktuell, aufgrund der Niedrigzinsphase am defensiven Kapitalmarkt, kaum mehr Erträge. Daher hat die Finanzmarktaufsicht den kalkulatorischen Rechnungszins als Vorsichtsmaßnahme reduziert, damit die Krankenversicherer auch langfristig die Leistungsversprechen ihren Kunden gegenüber halten können. Die unmittelbare Auswirkung werden alle Neukunden voraussichtlich ab Mai 2016 deutlich spüren, weil sich die Prämien bis zu 9 Prozent verteuern werden. Lasst uns noch einmal unser Beispiel aufgreifen. Die aktuelle Prämie des 30-jährigen wird sich bei 5 Prozent von 121,91 auf 128,01 Euro erhöhen und bei 9% sogar auf 132,88 Euro. Für die gesamte Versicherungsdauer reden wir von fast 7000 Euro, die er mehr zahlen müsste. Hier auch ein weiterer Artikel dazu.

Insider Tipp – das Beste zum Schluss

Wenn du noch jung bist – sagen wir unter 40 Jahre alt – dann gibt es bei guten Versicherern die Möglichkeit eines Optionstarifs. Da kostet die Prämie 70 Prozent weniger. Dafür tritt im ersten Schritt bei der Sonderklasse nur Leistung im Falle eines Unfalls ein, bei Krankheiten gibt es keine Sonderklasse. Nach 3 Jahren kannst du allerdings jährlich, immer zur Hauptfälligkeit, in den Volltarif wechseln und bleibst bei der ursprünglichen Prämie, die du bei Abschluss bezahlt hast.

In unserem Beispiel heißt das: Der 30-jährige würde beim Optionstarif aktuell rund 37 Euro bezahlen, mit Leistungsanspruch bei einem Unfall. Wenn er 34 Jahre alt ist, kann er in den Volltarif wechseln. Obwohl er nun älter ist und vielleicht eine schwere Krankheit wie Diabetes hat, muss ihn der Krankenversicherer zu seiner ursprünglichen Prämie mit 121,91 Euro in den Volltarif aufnehmen und ihm ab diesem Zeitpunkt alle Leistungen bei Diabetes bezahlen. Wenn es dir gelingt, lange gesund zu bleiben, indem du auch ein wenig auf dich achtest, dann könntest du bei manchen Versicherern sogar bis 50 im Optionstarif bleiben. Besonders allen jungen Klienten empfehle ich diese Variante, weil du im Best Case eine Ersparnis von – bleiben wir bei unserem Beispiel: 37 x 12 x 20 (weil bis 50 im Optionstarif) + 121,91 x 12 x 32 (die restlichen Jahre bis 82) ergibt 55.693,44 Euro – von 20.378,40 Euro hast!!

Wer Interesse hat, kann sich zeitnah bei mir melden! Wenn euch der Artikel gefallen hat, dann teilt ihn mit euren Freunden und Bekannten, um diesen Wissensvorsprung an sie weiterzugeben. Gerne stehe ich euch für weitere Informationen zur Verfügung.

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
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Was bringt die Zukunft? Am Beispiel von Silicon Valley

Was bringt die Zukunft? Am Beispiel von Silicon Valley

Was bringt die Zukunft? Am Beispiel von Silicon Valley

GASTBEITRAG von

Der erste Circle of Excellence in diesem Jahr hatte den ebenso erfolgreichen wie sympathischen Manager und Unternehmer Andreas Gnesda von teamgnesda zu Gast. In seiner lebhaften Präsentation hat er von sich, dem Silicon Valley und der Arbeitswelt großer Konzerne wie Apple, Intel, Google, Adobe Tesla, Dell oder Facebook erzählt. Ein Blick in die Innovationsschmiede der USA bringt viel, weil Amerika allgemein um einige Jahre in der Entwicklung voraus sind. Was ist das Silicon Valley eigentlich und welche Unternehmen kommen von dort? Die zentrale Frage des Abends war: Was bringt die Zukunft? Hier eine kleine Zusammenfassung.

Lösungsorientiert statt problemorientiert arbeiten

Österreicher gelten zumeist als gemütlich und grantig, speziell in Wien. Den Amerikanern sagt man hingegen eine offene Art und gewisse Oberflächlichkeit nach. Doch was können wir von diesen Stereotypen lernen? Das Silicon Valley ist im Gegensatz zur schönen vielfältigen Natur Österreichs eine totale Einöde. Dennoch sitzen dort mitunter die weltweit größten Firmen und es werden jährlich 15 Millionen $ investiert.

In Europa haben wir nicht nur die Tendenz zu klein zu denken, im Gegensatz zum „Think Big“ der USA, nein, wir tendieren auch dazu, eher negativ statt offen zu denken und zu handeln. Wir sehen Probleme und „Aber“ oder „das geht doch schief“, statt einfach mal die Lösung und unser Potential zu fokussieren. Und dann versuchen wir die Gründe für diese Probleme zu finden und warum das jetzt nicht funktioniert hat. Stellen wir uns doch lieber die Frage: Wie kann ich es besser machen? Und was kann ich anders machen? Und lass uns dann sagen: Ich mache es besser. Ich verändere etwas. Und dann mach es einfach. So können wir auch die Zukunft gestalten.

Prinzip „We share und „We trust“: Together we are strong

Wer viel im Ausland oder auf internationalen Konferenzen und Meetings unterwegs ist, dem ist vielleicht schon aufgefallen, dass die amerikanischen Teilnehmer in den meisten Fällen wahnsinnig gut präsentieren und netzwerken können. Das ist nicht ohne Grund. Das Prinzip, Ideen zu teilen und zu präsentieren ist dort tief verankert. Denn nur wer sein Vorhaben, sein Projekt und seine Innovation teilt, der kann andere Menschen dafür begeistern und wichtige Sponsoren, Support und Ratschläge einholen. Dabei hat Kreativität und Offenheit einen hohen Stellenwert, der hier in Europa bisweilen oft unterschätzt und negiert wird. Doch ist es unsere Kreativität, die uns aus der Masse hervorhebt und es ist unsere Offenheit, sich nicht einschränken zu lassen, die uns mit Menschen in Kontakt bringt. Für ein fruchtbares Netzwerk sind diese Faktoren unabdingbar.

Wenn man zusammen und miteinander arbeitet, kann man außerdem mehr erreichen als allein.

Jemanden zu fördern und in ein Projekt zu investieren, hat natürlich auch mit Vertrauen auf der einen und Verantwortung auf der anderen Seite zu tun. Doch gerade in einer Umgebung, in der Vertrauen herrscht, ist Platz für Kreativität, Ideen, Innovation und Offenheit. Das bedeutet zum Beispiel, dass man sich etwas nimmt, weil man es braucht und nicht, weil es davon viel gibt. In unserer Gesellschaft, die zwischen Geiz, Gier und Überfluss lebt, eine erfrischende Devise.

Die W-Fragen: Was? Warum? Wozu?

Stellen wir uns doch einmal die wichtigsten Fragen:

Was mache ich? —> Was ist meine Aufgabe? Was arbeite ich?

Warum mache ich das? —> Was ist meine intrinsische Motivation?

Wozu mache ich es? —> Was mache ich damit? Was ist das Ziel meiner Arbeit?

Erst, wenn ich mir darüber im Klaren bin, wo ich stehe und wo meine Reise hingeht, kann ich zielgerichtet darauf hinarbeiten. Die Zielsetzung ist der erste Schritt auf dem Weg zum Ziel. Die eigene Ausrichtung und Orientierung ermöglicht es uns überhaupt erst, die eigenen Standpunkte, Werte und Bestimmungen nach Außen zu tragen und so wiederum andere vom eigenen Projekt zu überzeugen.

Visionen statt Gier

Dabei spielen zunächst Inhalte, anstelle der Gier nach Geld, eine Rolle. Die Führungsposition, der Gewinn, das Streben nach Geld sind lediglich die Folge eines erfolgreichen Unternehmens, sollten jedoch nicht das erste Ziel sein. Vielmehr geht es darum, Visionen zu haben, Werte zu schaffen und etwas zu bewegen. Ein guter Unternehmer ist ein Visionär, ein „Historiker der Zukunft“, wie Gnesda begeistert erklärt. Er erkennt Veränderungen bevor sie entstehen, ergreift die Initiative und geht ein Risiko ein, wenn andere wegschauen. Mehr davon hilft uns in Österreich wieder mehr die Zukunft aktiv zu gestalten. Das hat viel mit Verantwortung zu tun, denn „als Unternehmer verantwortet man eine soziale Gemeinschaft“, so Gnesda.

Verantwortung: Machen statt Zuschauen

Österreich gilt als gesellig und gemütlich, aber das kann bisweilen auch hinderlich sein, wenn man als Unternehmer vorankommen und fortschrittlich sein möchte. „Just do it“ bedeutet eben genau das: Mach was aus deinem Leben. Wer eigenverantwortlich handelt, macht nicht nur mehr aus seinem Leben, sondern wird auch im Beruf weiter kommen. Statt ewig über alles nachzudenken und träge hinauszuzögern, sollte das Motto lauten: Probieren geht über Studieren. Und wenn etwas mal nicht klappt: aufstehen und weitergehen.

Tipp:

Nimm dir für die nächsten Tage ein Projekt vor und setze dieses innerhalb der kommenden Woche um. Dabei konzentriere dich ausschließlich auf die Lösung und deine Umsetzungsstärken. Vermeide Gedanken, warum das nicht funktionieren kann oder wird. Egal, ob du mehr Obst essen, mehr Sport treiben, mehr sparen oder zum Cashflow Game kommen willst. Oder ob du deinem Chef ein cooles, innovatives Projekt vorstellen willst, mache es einfach! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir von euren Erfolgen im Kommentar erzählt, das inspiriert und ermutigt euch und die anderen Leser!

In diesem Sinne: Was bringt uns die Zukunft? Unsere Antwort des Circle Talks, was du dir vornimmst und umsetzt, weil dann bist du Gestalter deiner Zukunft – Just go for it!

 

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was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

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