Börsen Crash-Management

Börsen Crash-Management

Börsen Crash-Management

Aktuell erleben wir einige Korrekturen an den weltweiten Börsen, die Stimmung der Wirtschaft scheint schlecht zu sein. Solche Phasen an der Börse sind normal. Nach jedem Aufschwung kommt auch wieder ein Abschwung. Daher nun ein Fahrsicherheitstraining für Anleger.

Schlechter Start ins Börsenjahr 2016

Das Börsenjahr 2016 hat schlecht begonnen, wir haben in den ersten Tagen fast weltweit ein Minus im zweistelligen Bereich gesehen. Der ATX hat am 30.12.2015 rund 2397 Basispunkte und hatte am 11.2.2016 seinen Tiefstand bei 1957 Punkten. Das entspricht einem Verlust von rund 20 Prozent. Der Dax hatte am 30.12.15 rund 10743 Punkte und an seinem Tiefpunkt am 11.2.16 hatte er 8752 Punkte. Das ist ebenfalls ein Minus von fast 20 Prozent. Beim Dow Jones in Amerika war das Bild mit Verlusten von rund 12 Prozent ähnlich. Die chinesische Börse in Shanghai hatte sogar ein Minus von rund 25 Prozent.

Was sagen die Medien

Hier einfach ein paar Headlines der letzten Wochen von renommierten Zeitungen:

  • In der Presse am 8.02.2016 : Crash: Börsenkurse im freien Fall. DAX unter 9000, Dow Jones unter 16.000, ATX nicht mehr weit von 2000 entfernt: Die Aktienmärkte brechen dramatisch ein.
  • Handelsblatt am 13.02.2016: Die große Angst vor dem „Boom-Bust“. Die Börsen im Krisenmodus – in der vergangenen Woche ging es mit dem Dax schon wieder kräftig abwärts. Die Angst vor einer globalen Rezession ist groß.
  • The Economist am 13.02.2016: A tempest of fearEuropean banks are in the eye of a new financial storm.

Die Medien verbreiten, wie so oft bei Kurseinbrüchen, eine Weltuntergangsstimmung. Aber ist das wirklich hilfreich?

Du wirst von 2 Emotionen getrieben

Wie wir wissen, wird unsere Anlegerpsyche und unser logisches Denken vor allem von zwei Emotionen stark beeinflusst: Der Lust zu gewinnen und der Angst zu verlieren.

Die Lust zu gewinnen

Radikal formuliert, handelt es sich um die Gier nach mehr. Und wer kennt sie nicht? Gerade in Boomphasen, wenn man nach kurzer Zeit schon ein zweistelliges Plus erreicht, hat man Lust auf mehr und beginnt zu rechnen: Was, wenn ich statt meiner 5.000 Euro 50.000 investiert hätte? Und wenn ich dann nicht „nur“ 500, sondern sogar 5.000 Euro Gewinn gemacht hätte? Die Gefahr dabei nämlich ist, dass du zu immer höheren Kaufpreisen immer mehr Anteile kaufst. Doch irgendwann endet jede Börsenrallye und die Kurse brechen ein. Oft haben dann gerade die Skeptiker große Verluste, weil sie zu lange zögern und am Ende zu spät und zu teuer einkaufen.

Die Angst zu verlieren

Die zweite Emotion, die uns stark in unserem finanziellen Denken und Handeln beeinflusst, ist unsere Verlustangst und die Panik, viel Geld zu verlieren. Stell dir vor, nach den ersten kleinen Gewinnen brechen plötzlich die Börsen ein. Deine Wertpapiere sinken zunächst um knappe 5, dann um 10 und schließlich sogar um minus 22 Prozent. Zusätzlich liest du überall Horrormeldungen in den Medien. Klar, dass man da anfängt zu zweifeln. Irgendwann bekommt man dann richtig Panik und die Angst, alles Geld zu verlieren. Dann willst du alles so schnell wie möglich verkaufen und loswerden, damit die Verluste nicht noch größer werden. Genau an dieser Stelle laufen unerfahrene, unsichere und schlecht beratene Personen in die Panikfalle: Zuerst teuer gekauft (siehe Skeptiker) und dann schnell billig verkauft. Das bedeutet in der Regel, Geld verloren und aus.

Kühlen Kopf bewahren statt emotional handeln

Bevor du investierst, musst du dir immer die Frage stellen, wofür will ich mein Geld arbeiten lassen? Was ist mein Ziel?

Die Beantwortung dieser Fragen ist notwendig, weil dir eine genaue Zieldefinition Auskunft über deinen Veranlagungshorizont gibt. Die Faustregel lautet: Jeder, der weniger als 10 Jahre Veranlagungszeit hat, sollte eine niedrigere Aktienquote von unter 50 Prozent wählen, weil Aktien zwar langfristig am ertragreichsten sind, aber auch die höchsten Schwankungen aufweisen. Ich erinnere nur an die Finanzkrise 2008/09, hier haben die weltweiten Börsen fast ein Minus von 50 Prozent erlebt. In kurzer Zeit ist dieser Verlust nicht mehr aufzuholen. Jeder, der mehr als 10 Jahre zur Verfügung hat, kann je nach Anlegertyp auch 100 Prozent Aktieninvestment eingehen. Mein Tipp: Bevor du investierst, dokumentiere dein Ziel und vor allem deinen Anlagehorizont. Das hilft dir ungemein, wenn dich mal wieder die Emotionen oder „Angstattacken“ packen, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Warum sollten wir uns mit Ertragserwartungen befassen?

Finanzmathematisch ist es möglich, für die unterschiedlichen Veranlagungsformen Ertragserwartungen zu berechnen. Ich hatte unlängst ein Investmentmeeting mit der Security KAG, die Veranlagungen der gesamten Grazer Wechselseitigen Versicherung managt. Diese hat mir für unseren Blog folgende Ertragserwartungen berechnet:

Wahrscheinlich werden diese Werte nie exakt eintreten, aber wir sehen eindeutig, dass die Erträge im Aktieninvestment höher sein werden als im Anleihen Segment. Aber nur, wenn du auch die Zeit für dich arbeiten lässt und deine Emotionen beherrschst. Deswegen lasse dich nicht von den negativen Nachrichten verunsichern. Erinnere dich an deine ursprüngliche Zielsetzung und überlege, ob du nicht die günstigeren Einkaufspreise nützen willst. Wie schon die alten babylonischen Kaufmänner sagten: „Geld verdienst du bei einem Handel, wenn du günstig einkaufst und teurer verkaufst“. Diese Regel gilt auch für die heutigen Börsen!

Tipp:

Für alle, die lernen wollen, wie sie mit den beiden Anlegeremotionen Gier und Angst umgehen können, lade ich recht herzlich zu unserem nächsten Cashflow Spielabend am 15.3.2016 ein. Hier kannst du diese beiden Emotionen spielerisch kennen lernen bzw. den Umgang damit erproben. Melde dich einfach hier an.

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

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Macht die Lebensversicherung Sinn beim Investieren?

Macht die Lebensversicherung Sinn beim Investieren?

Macht die Lebensversicherung Sinn beim Investieren?

Kapitalertragssteuer – Was viele Anleger falsch machen und was die Lebensversicherung damit zu tun hat. Seit 01.01.2016 ist es amtlich. Wir haben in Österreich eine Kapitalertragssteuer (Kest) von 27,5% auf alle Kapitalgewinne. Um gleich Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Diese Kest bezieht sich nicht nur auf Dividenden. Immer, wenn du Wertpapiere mit Gewinnen verkaufst, dann muss deine Depotbank 27,5% deines Gewinnes direkt an das Finanzministerium abführen.

Achtung! Bei 100.000 Euro Veranlagungssumme zahlst du schon immense Steuern

Wenn du beispielsweise 100.000 Euro über 15 Jahre veranlagst bei einer jährlichen Wertsteigerung von 4%, dann erreichst du nach Abzug der Kosten eine Gesamtsumme von ca. 170.000 Euro. Was wird davon nun durch die Kest versteuert? Dein Gewinn von 70.000 Euro zu 27,5%. Das sind 19.259 Euro!!

Als mein Blogleser weißt du, dass eine wesentliche Aufgabe deiner finanziellen Intelligenz darin liegt, Steuern so gut es geht zu vermeiden. Die Frage ist nun, gibt es einen legalen Weg, um die Kest zu reduzieren bzw. zu umgehen? Ja! Die Lebensversicherung ist in Österreich Kest befreit – wie macht das Sinn?

Nicht nachplappern, sondern rechnen

Viele Blogger, selbsternannte Veranlagungsgurus und Medien berichten sehr negativ über Lebensversicherungen. Die immer gleichen Argumente sind: Abschlusskosten sind sehr hoch, Produkte sind unflexibel, Ertrag ist zu niedrig. Wir wollen daher heute genauer hinsehen, ob dieses Mantra auch wirklich stimmt. Zuerst einmal eine einfache Rechnung: Angenommen, wir könnten den gleichen Ertrag bei der Lebensversicherung erzielen wie auf einem Wertpapierdepot und blieben bei unserem obigen Beispiel. Bei der Lebensversicherung sind zu Beginn 4% Versicherungssteuer zu bezahlen. Bei 100.000 Euro sind das folglich 4000 Euro. Wenn wir nun Depot und Lebensversicherung anhand der Besteuerung gegenüberstellen, dann sehen wir: Depot: 19.250 Euro Kest Besteuerung, Lebensversicherung 4000 Euro. So, jetzt müssen wir uns natürlich die Kostenseite ansehen. Hier haben die Lebensversicherungen in den letzten Jahren enorm aufgeholt und sind nun vergleichbar mit den Depotkosten über die gesamte Laufzeit der 15 Jahre, nur mit dem Unterschied, dass diese Kosten in der Regel in den ersten fünf Laufzeitjahren verrechnet werden. Deswegen auch die wichtige Regel: Lebensversicherungen sind nur für langfristiges Investment geeignet. Entweder für einmalige Veranlagung von mehr als 15 Jahren oder für monatliches Ansparen, empfehle ich grundsätzlich, dies nur für die Pensionsvorsorge in Erwägung zu ziehen. Was viele nicht berücksichtigen: Wenn du Änderungen in deinem Depot durchführst, zum Beispiel einen Fondswechsel, dann fallen zusätzliche Wechselgebühren an. Bei der Lebensversicherung nicht.

Abschließend können wir also festhalten, dass die Lebensversicherung eine echte Alternative sein kann, wenn wir ähnlich wie im Depot veranlagen können. Doch schauen wir uns das noch genauer an:

Welche Formen der Lebensversicherung gibt es?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Lebensversicherungen, die jeweils für unterschiedliche Zwecke verwendet werden können. Zum einen gibt es Erlebens- und zum anderen Ablebensversicherungen. Wir wollen uns in diesem Artikel natürlich mit den Erlebensversicherungen beschäftigen. Diese sind Ansparformen für lange Laufzeiten und werden deswegen auch sehr gerne als Pensionsvorsorge verwendet.

Bankenliebling: die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge

Die vor allem von Banken am meisten empfohlene Erlebensversicherung ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge. Diese weist die höchste staatliche Förderung bei den Lebensversicherungen auf, ist jedoch bei der Veranlagung oft sehr Österreich-lastig. Wie du aus meinem Artikel „Wie erreiche ich Wohlstand? – Investmentintelligenz“ schon weißt, gibt es eine wesentliche Grundregel beim Investieren: investiere nie in zu enge Märkte. Ist Österreich ein zu kleiner Markt? Vom weltweiten Börsenvolumen weist die wiener Börse – wenn überhaupt – 0,5% auf. Ich glaube, das beantwortet die Frage.

Bestseller: die klassische Lebensversicherung

Die meisten Österreicher haben diese Lebensversicherung. Die klassische Lebensversicherung war in der Vergangenheit sehr beliebt, weil man hier 100% Kapitalgarantie hat und früher auch teilweise 4-6% jährlichen Garantiezins bekam. Da wir aktuell in einem Niedrigzinsumfeld leben, ist der Garantiezins auf aktuell 1,5% gesunken. Somit hat diese Form der Lebensversicherung momentan keinen Sinn.

Hidden Champion: die fondsgebundene Lebensversicherung

Wie der Name sagt, veranlagt diese Lebensversicherung in Fonds bzw. ETFs. Vereinfacht gesagt, ist die fondsgebundene Lebensversicherung eine Hülle, in der einzelne Fonds bespart werden können. Eigentlich das, was wir eingangs als optimal definiert haben: Du kannst hier wie im Depot (außer Einzelaktien) investieren, ohne jedoch Kest bezahlen zu müssen. Die guten fondsgebundenen Anbieter haben mittlerweile eine sehr gute bzw. große Auswahl an Fonds. Teilweise sogar über 100 Möglichkeiten. Kann ich jetzt einfach jede fondsgebundene Lebensversicherung nehmen? Nein. Hier muss man auf die Kosten achten. Dafür solltest du dich unbedingt an einen Spezialisten wenden, besonders, da hier zusätzlich regelmäßige Up-dates notwendig sind, weil immer wieder neue Tarife auf den Markt kommen. Das ist auch ein Grund, warum ich als selbstständiger Anlageberater eine Partnerschaft mit FiNUM Private Finance eingegangen bin. Hier haben wir einen eigenen Experten, der sich intensiv mit der Analyse des Lebensversicherungsmarktes auseinander setzt.

Wer also finanziell intelligent anlegen will, keine unnötige Kapitalsteuer bezahlen möchte, mehr als 15 Jahre sein Geld investieren kann und in den Genuss einer breiten Diversifikation kommen will, der sollte ernsthaft an die fondsgebundene Lebensversicherung denken! Aktuell sehe ich in meiner Beratung auch vermehrtes Interesse, größere Summen (mehr als 50.000 Euro) in fondsgebundene Lebensversicherungen zu investieren.

Tipp:

Wer mehr zu steueroptimierendem Veranlagen und finanzieller Intelligenz erfahren will, der meldet sich einfach zu unserem nächsten Cashflow Abend an. Melde dich gleich hier an!

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