Vier Menüs und der richtige Schuss Pfeffer...

Vier Menüs und der richtige Schuss Pfeffer…

von | Jun 6, 2015

PepperGrundsätzlich kannst du zwischen vier unterschiedlichen Karrieremenüs wählen, sprich in vier verschiedenen Bereichen Karriere machen: als Angestellter, Selbstständiger, Unternehmer oder Investor. An dieser Stelle möchte ich dir diese vier Möglichkeiten gegenüberstellen:

Ein Angestellter hat einen Job und wird primär für seinen Zeiteinsatz, beispielsweise 40 Stunden in der Woche, entlohnt. Leistungsentlohnung? Eher Fehlanzeige. Die Entlohnung ist dementsprechend zeitorientiert. Andererseits wird dieses Anstellungsmodell für gewöhnlich als besonders sicher empfunden. Im Krankenstand und im Urlaub erhält man weiterhin sein Gehalt, in einigen Ländern gibt es außerdem nach wie vor das 13- und 14. Gehalt und im Falle eines Jobverlustes gibt es Arbeitslosenhilfe.

Der Selbständige wird hingegen für seine Ergebnisse bezahlt. Typische Beispiele für diesen Weg sind selbstständige Ärzte, Anwälte, Berater und Coaches. Generell gilt: je spezialisierter sie sind und je komplexere Probleme sie lösen können, desto mehr Einkommen bzw. je höhere Honorare können sie verlangen. Hier funktioniert das Entlohnungssystem so: desto mehr und desto schwierigere Aufgaben ich löse, desto mehr verdiene ich. Somit ist es ergebnisorientiert. Dafür liegen hier auch mehr Verantwortung, Unsicherheiten und Lasten auf den Schultern des Selbstständigen, da er sich um Versicherungen und das Überstehen von Krisen selbst kümmern muss.

Der Unternehmer baut ein System auf. Das können Dienstleistungen oder Produkte sein. Der große Unterschied zu den bereits genannten ist nun, dass er Mitarbeiter für sich arbeiten lässt und damit einen entscheidenden Vorteil erwirtschaftet. Er kann seinen Arbeitseinsatz multiplizieren. Jeder Mensch hat bekanntlich nur 24 Stunden Zeit am Tag zur Verfügung. Durch den Einsatz von mehr oder weniger Mitarbeitern können erfolgreiche Unternehmer ihre Ergebnisse nun aber unglaublich steigern und so zu überdurchschnittlichen Einnahmen kommen. Siehe Marc Zuckerberg zum Beispiel. Die Herausforderung hierbei ist, ein starkes Unternehmersystem mit einer sehr guten Geschäftsidee aufzubauen.

Der Investor ist nun jemand, der Geld für sich arbeiten lässt. Bestes Beispiel dafür ist Warren Buffet, der ausschließlich durch Investitionen einer der reichsten Menschen der Welt geworden ist. Ähnlich wie bei den Unternehmern können hier Ergebnisse multipliziert und dadurch großer Wohlstand aufgebaut werden.

 Menü eins ist ein falscher Hase…Normale Angestellte und Sparer verlieren jetzt und in Zukunft

Warum nun zähle ich dir diese Bereiche auf? Viele Menschen sind in ihrer Karriere sehr eindimensional unterwegs. Sie essen quasi alle das gleiche. Über 80% der arbeitenden Bevölkerung in Europa sind Angestellte! Aber wer sagt, dass du nur ein Lieblingsgericht haben musst? Der durchschnittliche Bürger ist Angestellter und Sparer. Sofern du als Angestellter nicht ins Management aufsteigst, bleibt es, wie die letzten Jahre beweisen, bei einer Stagnation in der Gehaltsentwicklung, hier gibt es wenig Einkommenssteigerungs-Potential. Auch übers Sparen inklusive Sparzinsen wird das Geld, nach Abzug der KEST und der Inflation, letztlich weniger. Warum also erfreut sich dieser Weg solcher Beliebtheit? Ja, es scheint eben sicherer… Der sichere Weg in eine hohe Abhängigkeit zum Arbeitgeber und zum späteren Pensionssystem. Von (finanzieller) Freiheit und Unabhängigkeit fehlt jede Spur.

Die Lösung ist so einfach wie bei einer gesunden Ernährung: Die Vielfalt macht‘s! Sei in zwei oder mehr Feldern aktiv, vor allem, wenn du in einem Angestelltenverhältnis arbeitest. Lass dein Geld für dich arbeiten und investiere zum Beispiel. Oder starte parallel die eine oder andere selbständige oder unternehmerische Aktivität. Einige meiner Klienten verdienen sich zum Beispiel als Vortragende oder Lektoren an Fachhochschulen etwas dazu. Finde heraus, was dir Spaß macht und was du gut kannst und ob der Markt bereit ist, dich dafür zu bezahlen.

Der richtige Schuss Pfeffer zum Durchstarten 

Im letzten Abschnitt möchte ich mich nun der Zutat zuwenden, die auf keinen Fall fehlen sollte, um deiner Karriere die notwendige Würze zu verleihen und dich weiterzubringen. Wir hatten in unserer Finanzkanzlei vor zwei Wochen ein Kamingespräch mit Salomé Wagner. Sie ist Kommunikationsexpertin und führt ein eigenes Unternehmen. Salomé hat uns die Wichtigkeit eines Mentors in der Karriere aufgezeigt. Egal in welchem Bereich du aktiv bist, kann dir ein Mentor durch seinen Erfahrungsvorsprung helfen, viele Fehler zu vermeiden, an dir zu arbeiten und letztlich erfolgreicher zu werden. Dabei gibt es verschiedene Arten von Mentoren, diejenigen, die dir vor allem inhaltlich helfen, zum Beispiel wenn du in eine neue Branche wechselst und dir dein Mentor die neuen Spielregeln beibringt. Oder diejenigen, die dir wichtige Türen in deiner Karriere öffnen können und ein bereits gefestigtes Netzwerk haben. Dies kann sehr entscheidend für Angestelltenkarrieren im Topmanagement sein.

Doch wie komme ich nun zu meinem Mentor? Als erstes musst du überlegen, wer und was in deiner Karriere aktuell für dich wichtig ist. Willst du dich weiterbilden, möchtest du den Bereich wechseln oder willst du einfach die Karriereleiter weiter hinauf klettern? Überlege, wer in deinem Umfeld ein potentieller Mentor sein könnte und spreche ihn an. Falls dir niemand dazu einfällt, gibt es auch einige interessante Mentoring Programme, die Mentoren vermitteln und übers Mentoring informieren.

https://www.alumni.ac.at/portal/berufkarriere/alma

http://www.wu.ac.at/students/bachelorstudents/excellence/mentoring/

Diese beiden Programme sind von der Universität (Uni Wien, WU) initiiert und richten sich dementsprechend an Studierende, die sich schon Karrieretechnisch und beruflich orientieren wollen. Es ist sicherlich ein sinnvolles Programm für Jungakademiker_innen, die bereits erste Berufsluft schnuppern wollen und ein Netzwerk aufbauen möchten, das später nützlich sein kann.

http://www.netzwerk-hr.at/index_DEU_HTML.php

Ein Netzwerkprogramm, das sich auf Arbeitgeber_innen und ihre Mitarbeiter_innen in Oberösterreich fokussiert und verschiedene Programme um Wissensvermittlung, Wissensgenerierung und Mentoring im Bereich Human Resources versammelt. Ein wichtiger Teilbereich ist das Cross-Mentoring mit besonderem Fokus auf der Förderung von Frauen.

http://www.mentoringzweipunktnull.com/

Ein Blog, ein Netzwerk, ein modernes Mentoring Programm 2.0. Hier soll nicht nur Wissen vermittelt, sondern Menschen zusammengebracht und weitergebracht werden. Der Blog und das Programm richten sich speziell an Führungskräfte, die im steten Wechsel der Arbeitswelt von heute an sich arbeiten wollen.

https://www.wko.at/Content.Node/Mentoring/MigrantInnen

Ein Mentoring Programm, das sich auf Migrant_innen spezialisiert hat, mit dem Ziel, den erfolgreichen Integrationsprozess durch die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern. Qualifizierte Menschen mit Migrationshintergrund sollen durch wichtige Kontakte und ein gutes Netzwerk effektiv in den Einstieg im österreichischen Arbeitsmarkt unterstützt werden.

http://www.wcnvienna.org/

http://frau-im-ogv.at/presse/informationen.html

Diese beiden Programme richten sich ausschließlich an Frauen und dienen vor allem dem aktiven Nutzen von Netzwerken und Kontakten für die eigene Karriere. Es gibt neben den Mentoring Programmen diverse Veranstaltungen und Einbindung in die Community.

 

http://kontor5.de/

Dieses Mentoring Programm hat sich auf Unternehmen und Verwaltungen spezialisiert, die ihre Nachwuchsführungskräfte effektiv fördern und unterstützen wollen. Das Programm mit Hauptsitz in Hamburg bietet verschiede Mentoring-Strukturen an, vom regulären Mentoring übers branchenübergreifende Cross-Mentoring.

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