Drei Feinde unseres Vermögens

Drei Feinde unseres Vermögens

von | Sep 26, 2015

Viele Menschen hätten gerne mehr Geld, Kapital und Vermögen. Nur wenige schaffen dies aufzubauen und noch weniger schaffen es, einen Wohlstand über Generationen zu halten bzw. auszubauen.Ein wesentlicher Grund dafür liegt sicherlich darin, dass sie sich keine Gedanken darüber machen, warum sie eigentlich ein gewisses Vermögen aufbauen sollten. Oft hört man Sätze wie „Geld macht nicht glücklich“ und „Geld verdirbt den Charakter“. Stimmt das? Nun ja, Geld per se ist neutral und weder positiv noch negativ. Jeder Einzelne gibt Geld die Energie bzw. den Wert, den er ihm beimisst.

Aus meiner Sicht gibt es einen wesentlichen Grund, warum es gut ist, nachhaltigen Wohlstand aufzubauen: Geld gibt uns Freiheiten. Desto mehr Geld wir haben, desto weniger geraten wir in Abhängigkeit. Alltäglich betrachtet sind 90 % der Bevölkerung fast zu 100 % von ihrem Arbeitgeber abhängig. Sobald ich gekündigt werde, fehlt es an Einkommen und ich gerate schnell in einen finanziellen Engpass. Durch die Globalisierung wächst diese Abhängigkeit sogar, weil interessante Arbeitgeber ins Ausland abwandern. In den letzten acht Jahren sind die Gehälter in Österreich real um 2,2 % zurück gegangen. Dass Arbeitnehmer kontinuierlich mehr leisten müssen und zunehmend höherem Druck ausgesetzt sind, sehen wir auch an anderer Stelle. Die Burnout-Raten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Mittlerweile sind schon fast zwei Drittel aller Fälle von Berufsunfähigkeit psychische Erkrankungen. Erst heute hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem über fünfzig jährigen Geschäftsführer, der erschreckt beobachtet, dass vielen seiner Bekannten gekündigt wird und sie sich plötzlich mit ihrer Arbeitslosigkeit konfrontiert sehen.

Es gibt noch  weitere Beispiele, die alltägliche Abhängigkeiten aufzeigen. Hat man hingegen sinnvolle Vermögenswerte aufgebaut, dann schaffe ich damit eine höhere Immunität gegen solche häufig unvorhersehbaren Gefahren. Dies bringt wiederum Freiheit und vor allem Lebensqualität. Überlege also, wie wichtig Freiheit und Unabhängigkeit für dich sind und finde eine Motivation für deinen Vermögensaufbau.

Feind Nummer 1: Konsum

Da viele Menschen kein Motiv für den Aufbau von Vermögen haben, wandert ein großer Teil der Einnahmen in Konsumausgaben. Amerikanische Studien haben den „klassischen“ Weg der Selfmade-Millionäre aufgezeigt.  Sie achten sehr genau darauf, dass jeder Euro bzw. Dollar so lange wie möglich bei ihnen bleibt und so produktiv wie möglich für sie arbeitet. Sie leben deutlich unter ihren finanziellen Möglichkeiten, damit können sie nicht selten 40 % und mehr ihrer Einnahmen sparen und in Vermögenswerte umwandeln. Vermögenswerte können passive Einnahmen generieren. Aus jedem investierten Euro kann ein weiterer entstehen. Ein interessantes Buch zum Thema ist „The Millionaire Next Door“ eine Zusammenfassung findest du auf Wikipedia.
Tipp: Arbeite an deiner Ausgabenkultur. Jedes Unternehmen führt genau Buch darüber, wo welche Ausgaben hin fließen. Führe deine eigene Buchhaltung.

Feind Nummer 2: Inflation

Dieser Feind ist schnell erklärt. Seit 1960 hatten wir mit ganz wenigen Ausnahmen eine Inflation über 1 % bis max. 10 %. Das heißt, wenn wir unser Geld nicht produktiv investieren, wie zum Beispiel Sparbuch oder Bausparer, dann entwertet sich unser Geld. Die Faustregel „Wer auf das Sparbuch setzt, dem holt die Inflation ein!“ wird auch in Zukunft stimmen. Hier kann man einen Blick auf die historischen Inflationsraten werfen.
Tipp: Beginne verstärkt Vermögenswerte (Aktien, Dividendenpapiere, Immobilien, etc.) statt Geldwerte wie Sparbücher und Co aufzubauen.

Feind Nummer 3: Steuer

Gerade in Phasen, wie die aktuelle, wenn der Staat wegen hoher Staatsverschuldung und schwachem BIP-Wachstum wenig Geld besitzt, sucht der Staat nach Wegen, um mehr Steuereinnahmen zu generieren. Dieser Feind ist extrem schwer zu besiegen. 2016 kommen starke steuerliche Veränderungen auf jeden von uns zu. Einen aufschlussreichen Artikel zum Thema „Steuerreform Anfang 2016“ findest du auf https://www.nachrichten.at, der letzte Absatz in diesen Artikel behandelt das Thema „Vermögensbezogene“ Steuern. Es ist wichtig, heuer noch die richtigen Entscheidungen zu treffen, um von diesen einschneidenden Veränderungen weniger stark betroffen zu sein.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Viele Menschen überschätzen...

 

was sie heute erreichen können und unterschätzen was sie in 10 Jahren erreichen können.

 

- Anthony Robbins 

 

ALEXANDER OBERENZER

 

Köstlergasse 10 / 4,
1060 Wien

www.finum.at

Wertpapierverzeichnis