Unternehmertum mit Philipp Halla

Unternehmertum mit Philipp Halla

von | Dez 15, 2015

Reihe Jungunternehmer Porträt

Ist Selbstständigkeit für dich geeignet oder nicht? Diese Frage wollen wir mit der Porträtreihe Jungunternehmer diskutieren. Viele Menschen spielen mit dem Gedanken, sich einmal selbstständig zu machen. Einfach die eigene Idee umzusetzen, ist für die meisten ein großer Traum. Um finanziell intelligent zu sein, ist die eigene Karriereentwicklung wesentlich. Nicht für jeden ist Unternehmertum das Richtige. Mit dieser Porträtreihe möchte ich mehr Klarheit schaffen, wie Gründer ticken und welche Eigenschaften man dafür braucht. Finde mit Hilfe der Erfahrungen von Philipp Halla heraus, ob Selbstständigkeit auch ein Schritt für dich sein kann.

Den Mutigen gehört die Welt

Mit diesem Satz kann der Gründer von VERTICAL viele seiner bisherigen Karriereentscheidungen begründen. Nach dem Sportwissenschaftsstudium in Graz und mehreren Stationen als Unternehmensberater war Philipp Halla klar geworden: „ich möchte in einem der führenden Automobil Konzernen der Welt arbeiten“. Das Objekt der Begierde war Audi Ingolstadt. Doch als Österreicher ohne Wirtschaftsstudium kein leichtes Unterfangen. „Die Investition in einen Frack für den Techniker Ball in der Hofburg hat mein Leben verändert“, sagt Halla. Denn dort konnte er den entscheidenden Kontakt zu einer Person herstellen, der die Weichen für ein Vorstellungsgespräch in Ingoldstadt und letztendlich den Beginn seiner Karriere bei Audi legte.

Lernkurve muss steil sein

„Wenn du merkst, dass du dich in deiner Arbeit nicht mehr weiter entwickelst, dann musst du gehen“, ist seine sehr starke Überzeugung. „Viel zu viele Menschen bleiben viel zu lange auf Sesseln kleben, weil sie Angst haben und Sicherheit suchen“. Bei Audi hat Halla nach 2 Jahren das Gefühl gehabt, nicht schnell genug voran zu kommen. Vor allem erschien ihm sein Weg in den Vertrieb versperrt. Obwohl ihm alle abraten, kündigt er und beginnt bei einem Autohändler der Porsche Austria Group in Linz als Assistent des Geschäftsführers. Eine harte Zeit, weil er nun wieder von vorne anfangen muss. Halla beißt sich aber durch und bekommt die Möglichkeit, den Vertrieb in der Ukraine aufzubauen und danach Geschäftsführer in Chile zu werden.

Eigenes Baby auf die Welt bringen

Grundsätzlich ist Halla ein Mensch, der sich mit zu starr vorgegebenen Strukturen und Hierarchien schwer tut. Letztendlich erkennt er dies auch bei Porsche Austria und nutzt die Möglichkeit einer guten Abfertigung, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. „Der Beginn war beinhart. Zuerst hängst du in der Luft. Viele Ideen, aber kein Produkt, kein Arbeitsplatz, keine Infrastruktur und immer wieder Zweifel.“ Er verwendet knapp drei Monate, um mit Internetrecherchen den Bereich bzw. die Branche zu entdecken, in der er gründen will. Der gelungene Schritt schaut im Nachhinein sonnenklar aus: Mobilität, hier kennt Halla sich schließlich aus. Besonders die Elektromobilität ist zukunftsweisend. Damit konnte Halla die Suche einengen und wird auf einmal auf einen Elektroscooter aufmerksam, der unter mehreren Marken auftritt. Es muss also einen Erzeuger geben, der den Scooter als White Label auf den Markt bringt. Gesucht und gefunden, baut er seit Anfang 2015 rund um diesen Scooter seine Marke VERTICAL auf. Wer genaueres wissen will, der kann die Aktivitäten auf www.facebook.com/verticalbase  verfolgen.

Österreich denkt zu klein

Beeindruckend an Halla ist, in welchen Maßstäben er denkt. Der Markt in Österreich ist viel zu klein. Nach nur 11 Monaten und einem ersten Umsatz von über 100.000 Euro, denkt er über die Gründung eines Franchise-Systems nach. „Bei meinem MBA Studium in Amerika habe ich gelernt, global zu denken. Was für die Amerikaner eine Selbstverständlichkeit ist, ist hierzulande noch große Ausnahme. Gründe ein Unternehmen und rolle es anschließend weltweit aus“, erzählt Halla. Auf die Frage, woher das kommt, meint er: „Schon an den Wirtschaftsuniversitäten hier zu Lande wird nur an Österreich, vielleicht noch an Deutschland gedacht, aber das war es dann auch.“ Zu guter Letzt möchte ich von dem mutigen Gründer wissen, was er mit seinem Unternehmen erreichen will. Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Wir wollen die Zukunft der urbanen Mobilität mitgestalten.“

Weihnachts-Aktion

VERTICAL steht für Lifestyle, exzellente Leichtbauweise und Design. Mit dem VERTICAL Elektroroller wurden Lösungen für intermodale Verkehrskonzepte, für die Verbindung von öffentlichem Verkehr und Individualverkehr gefunden.  Der klappbare  Elektroroller ist nur 10,7 kg schwer, fährt fast 30 km/h, erreicht eine Distanz von 25 km und ist nach 2 Stunden wieder aufgeladen. Derzeit gibt es eine Weihnachtsaktion um 999 EUR  (49 EUR Rabatt) und der Webshop ist unter www.vertical.world erreichbar.

1 Kommentar

  1. Andreas Gnesda

    Philipp, Du bist eine außergewöhnliche Unternehmerpersönlichkeit!
    Danke für die Erfahrungen, die Du mit uns teist,
    ein überzeugter Mensch ist immer die Mehrheit!
    Du wirst Deinen Weg machen.
    Wir müssen in Österreich und in Europa endlich lernen, nicht „in Grenzen und Problemen“ zu denken,
    sondern in Herauforderungen und Lösungen!

    Antworten

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