Interview mit Robert Kiyosaki (Was für eine Ehre!)

Interview mit Robert Kiyosaki (Was für eine Ehre!)

von | Nov 30, 2016 | Allgemein | 0 Kommentare

Ich habe am Montag den 21. November 2016 Robert und Kim Kiyosaki in München zu einem Exklusivinterview getroffen.
Was für eine Ehre. Die wichtigsten Aussagen und 8 aktuelle Geldtipps von Robert Kiyosaki höchstpersönlich, habe ich dir aus dem 90-minütigen Interview zusammengefasst:

„The rise of robots is beginning!“

Künstliche Intelligenz, Automation, Digitalisierung: Das sind einige Schlagworte, von denen wir momentan oft in den Medien lesen. Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf uns? Dieser Frage hat sich Robert Kiyosaki sehr intensiv gestellt.

„Amerika kann innerhalb von 5 Jahren China in der Textilproduktion überholen. Was China aktuell mit Menschenkraft macht, kann Amerika mit Robotern in Zukunft kostengünstiger machen!“, sagt der Autor von „Rich Dad Poor Dad“.

Nicht nur das. In den USA wird an Robotern gearbeitet, die Operationen mit weitaus höherer Präzision durchführen als Chirurgen. Bis jetzt galt die Formel „Gute Ausbildung, gute Jobchancen“. Das scheint in Zukunft nur mehr bedingt zu funktionieren.
Haben wir mit immer höherer Arbeitslosigkeit zu rechnen? Robert Kiyosaki ist überzeugt davon. Google testet schon jetzt selbst fahrende Autos. Uber entwickelt bereits Konzepte für fahrerlose Taxis. Allein das könnte in Österreich zehntausende Jobs kosten.

„Start to create your own job and invest in your financial education“:

In seinem Buch „Cashflow Quadrant“ beschreibt Robert 4 Typen von Menschen: (1) den Angestellten, (2) den Selbstständigen, (3) den Unternehmer und (4) den Investor. Wir müssen lernen, unternehmerischer in unserer Karriereplanung zu werden.
Mein Tipp für alle Angestellten: Baue dir neben deinem Job andere Einkommensströme auf. Ob du als Lektor an einer FH in deinem beruflichen Spezialgebiet unterrichtest, ob du eine Immobilie finanzierst und vermietest oder ein E-Book entwirfst und es online verkaufst, starte mit eigenen Aktivitäten. Zusätzlich rät vor allem Kim Kiyosaki „Investiere in deine Finanzbildung und verbessere deinen Umgang mit Geld und Investments“.

„No asset behind the dollar“

Eine weitere wichtige Entwicklung liegt laut Robert Kiyosaki schon einige Zeit zurück. Am 15. August 1971 kündigte der damalige US-Präsident Nixon den Goldstandard auf. Der US-Dollar war somit nicht mehr mit Gold als realem Wert hinterlegt. Geld ist dadurch ein reiner Geldwert geworden, der sich laufend entwertet. Deswegen machen Sparbuchsparer nach Abzug der Kapitalertragssteuer und Inflation konsequent ein Minus.

„Convert money to assets“

Du musst die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sehr gut beherrschen. Es sollte jeden Monat ein Plus übrig bleiben, welches du Monat für Monat in Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder Rohstoffe umwandelst.

Dafür habe ich folgende Investitionsquoten-Tabelle für dich entwickelt:

WER:

StudentIn / in Ausbildung:
Jobeinsteiger
Berufstätiger

mtl. Investitionssumme des Nettoeinkommens:

mind. 10%
mind 30%
30% + 50% jeder Einkommenssteigerung

„Most freedom comes from disziplin“

Das Ziel von finanziell intelligenten Menschen ist die Unabhängigkeit. Das geht aber nur mit einer gewissen Disziplin. Konsequent Ausgaben niedrig zu halten, sich Luxus nur punktuell zu leisten, sind unverzichtbare Voraussetzungen dafür. Den sprichwörtlichen ersten Porsche soll man sich dann leisten, wenn man diesen nicht mehr aus der Vermögenssubstanz, sondern aus den passiven Erträgen finanzieren kann.

„Crashes are part of financial education“

Robert Kiyosaki war als junger Mann Hubschrauberpilot in Vietnam. Im Ausbildungscamp haben sie immer und immer wieder den Handlungsablauf im Falle eines Motorausfalls geübt. Sie lernten den Steuerknüppel nach vorne zu reißen, damit der Helikopter kopfüber nach unten kippt, um dadurch eine Autorotation zu erreichen.

„Look into the eyes of death“ nannten sie diese Übung. Diese rettete in einem Einsatz Robert und 20 GIs das Leben, nachdem in einem Schussgefecht ein Motor ausgefallen war. Wir werden schon von klein auf und in der Schule konditioniert, keine Fehler zu machen. Robert sagt, mache Fehler und beginne früh zu investieren, um bei kleinen Summen geringen Schaden zu erleiden und trotzdem eine hohe Lernkurve zu erreichen.

„Trial and error“

Mich hat interessiert, wir Robert zu seinen Informationen kommt. Aufgrund welcher Hinweise trifft er seine Entscheidungen. Angaben aus Zeitungen und anderen Medien beachtet er kaum. Denn 90 Prozent der dort abgegebenen Prognosen seien einfach falsch. Wer sich einmal den Spaß machen will, kann zu Jahresende diverse Prognosen, wie sich die Kapitalmärkte im Folgejahr entwickeln werden, aufheben und ein Jahr später mit dem tatsächlichen Verlauf vergleichen. Robert verlässt sich vielmehr auf Personen, denen er vertraut. Wie er herausfindet, wem er vertrauen kann?

„Trial and error“, antwortet er verschmitzt. Seine Frau, Kim, war da schon etwas ausführlicher:

„Having no plan, is planing failure“

Sehr viele Menschen haben sich nie richtig Gedanken über ihre Ziele gemacht. Oft haben sie Vorstellung und treffen Aussagen wie „Es wäre schön, wenn ich einmal keine finanziellen Sorgen mehr hätte“. Das Problem dabei: Es sind nette Vorsätze bzw. Fantasien, die nie erreicht werden. Denn das eigene Handeln wird nicht auf die Zielerreichung ausgerichtet. Dazu 2 Planungstipps:

Baue deine Zielerreichungskette auf:

  1. Ziel identifizieren: „Was will ich eigentlich erreichen?“
  2. Zeitlichen Horizont definieren: „Bis wann möchte ich mein Ziel erreicht haben?“
  3. Ziel samt Zeitpunkt, wann dieses erreicht sein soll, niederschreiben.
  4. Echte Entscheidung treffen und Commitment aufbauen: „Komme was wolle, ich ziehe das durch!“
  5. Zielerreichungsplan erstellen: „Welche Teilziele muss ich bis wann umgesetzt haben, um das Gesamtziel nach Plan zu erreichen?“

Schaffe dir deine Erfolgstriade:

Aus dem Leistungssport kennen wir die 3 Elemente, die jeder erfolgreichere Profisportler vorfinden muss. Schaffe dir die gleichen Voraussetzungen, weil jeder von uns einmal in ein Motivationsloch fällt. Leider scheitern genau an diesem Punkt dann 90 Prozent der Menschen, weil sie ihr Ziel aus den Augen verlieren und aufhören an der Zielerreichung zu arbeiten:

Die Trainingsgruppe hilft dem Sportler sich täglich zu messen, zu vergleichen und lernen zu können. Anhand seines Trainingsplans sieht er, ob er auf Kurs ist. Sein Trainer holt ihn aus Motivationslöchern heraus und zeigt ihm seine blinden Flecken auf, damit er sich weiterentwickeln kann.


„Play, and play, and play Cashflow over and over again.“

(Wie du im Video siehst, musste ich für die 2 letzten Minuten hart kämpfen *lach*) 

Versuche dir im realen Leben ebenfalls deine eigene Erfolgstriade aufzubauen. Im Bereich der Finanzbildung hat Robert Kiyosaki mit Hilfe seines Spiels „Cashflow“ weltweit Cashflow-Clubs gegründet. Einen solchen haben wir auch in Wien und wir führen einmal im Monat einen Cashflow-Abend durch. Hier kannst du spielerisch deine finanzielle Intelligenz mit anderen interessierten Personen steigern. Trainingsplan sollte dein Finanzplan sein. Trainer ist im beruflichen Bereich ein Mentor oder Coach und im Finanzbereich ein guter Finanzplaner.

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