Elektromobilität - Die Fortbewegung der Zukunft?

Elektromobilität – Die Fortbewegung der Zukunft?

von | Aug 14, 2015

car-insurancePassend zur großen Hitzewelle und der Herausforderungen angesichts der Erderwärmung hatten wir in unserem letzten Circle of Excellence den Geschäftsführer von SMATRICS, Dr. Michael Fischer, zu Besuch, der uns einen Einblick in die E-Mobility Branche gegeben hat.

E-Mobility ist aktuell ein besonders dynamischer und wachsender Wirtschaftszweig. Die Vorteile vom E-Auto liegen auf der Hand: Kein Feinstaub, kein Co2Verbrauch, kein Lärm. Man stelle sich den Wiener Gürtel ausschließlich mit E-Autos vor. Wer glaubt, ein E-Auto sei ein umgewandelter Joghurtbecher, der täuscht sich gewaltig, die umweltfreundlichen Flitzer stehlen in Punkto Antrieb jedem Ferrari oder Lamborghini die Show, der Stadtverkehr wird zur spritzigen Rennstrecke. Ein Feld, in das es sich offenbar zu investieren lohnt.

In Norwegen fährt bereits jedes vierte neu zugelassene Auto elektrisch. Auch in den Niederlanden gibt es mittlerweile rund 50000 Fahrzeuge dieser Art und 3700 öffentliche Ladestationen. Gemessen an der Fläche des Landes ist das eine hohe Dichte. Deutschland kann hingegen lediglich 2400 Ladestationen vorweisen. Norwegen und die Niederlande sind definitiv ein Vorbild in Sachen E-Mobility. Politische Maßnahmen, wie Steuerbegünstigungen und Prämien, fördern das nachhaltige Fahren. Davon profitiert auch die Wirtschaft in der Elektromobilindustrie. Auch das österreichische Unternehmen SMATRICS, ein Joint Venture von Siemens und Verbund, investiert in E-Mobility und fördert österreichweit elektrisches Fahren durch das Ausbauen der Lade-Infrastruktur. Damit bietet SMATRICS das einzige flächendeckende E-Tankstellenetz in Österreich an. Der Geschäftsführer Dr. Fischer erklärt uns: „Wir wollen eine Zukunft, in der wir uns mit Hilfe von Elektromobilitätslösungen intelligent und nachhaltig fortbewegen. Ohne dabei auf individuelle Freiheiten verzichten zu müssen.“

In Deutschland hingegen ist der Markt am Stagnieren. Hersteller haben die Produktionen eingestellt und können nicht liefern. Trotz wesentlich geringerer Produktionskosten werden die E-Autos zu überteuerten Preisen angeboten. Co2-Bilanzen werden geschönt und Politik und Industrie hebeln eine zukunftsgewandte Elektromobilitätsproduktion aus. Dabei geht um viel: Die Unabhängigkeit vom Öl, das Sichern von Arbeitsplätzen, die Erhaltung der bisher starken Automobilbranche und natürlich das Minimieren der Umweltverschmutzung. Viele Länder und Unternehmen wie SMATRICS zeigen, dass E-Mobility kein Produkt der Zukunft bleiben muss, sondern bereits jetzt zu Erfolg und Nachhaltigkeit führt. „Die Erfindung des Automobils markiert einen Meilenstein in der Geschichte der individuellen Fortbewegung. Den nächsten setzt die Elektromobilität.“, heißt es auf deren Website. Nun sollte man diesen Meilenstein voran bringen, statt ihn zu ignorieren. Die Tendenzen der letzten Jahre zeigen eine Gesellschaft, die mehr und mehr daran interessiert ist, bewusst zu konsumieren. Von Bio-Produkten über FairTrade und grünen Strom, wird Konsum zu einer Lebenseinstellung, zu einem Einkaufen mit gutem Gewissen, Tendenz weiterhin steigend. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis das nachhaltigere Fortbewegungsmittel das Rennen macht, insbesondere dann, wenn die eingesetzte Elektroenergie zusätzlich aus 100% erneuerbaren Energien stammt. Bisher ist dieses gute Gewissen jedoch im Schnitt ein Drittel teurer als normale Benzin-Autos, obwohl es bereits Entwicklungen gibt, die wesentlich geringere Kosten zuließen.

In Zukunft würden die Preise für E-Fahrzeuge deutlich sinken, verspricht Dr. Fischer. Zudem folgen weitere Ersparnisse durch geringere Unterhaltungskosten. Man ist deutlich günstiger unterwegs als mit herkömmlichen Treibstoff und spart rund 35% Wartungskosten ein. Es gibt keinen Zylinder, keinen Ölwechsel, kein Getriebe, wodurch weniger Teile verschleißanfällig sind. Dadurch steigert sich wiederum der Wiederverkaufswert eines E-Autos. Bleibt das Problem der Batterie, welche nicht nur signifikant teurer ist, sondern auch noch in Punkto Durchhaltevermögen Luft nach oben lässt. Bis zu 240 Km soll ein elektrisches Auto mittlerweile bis zum erneuten Stromtanken schaffen.

Fazit E-Auto und Investment: Top oder Flop?

Wenn man die technischen Entwicklungen in der Mobilfunkindustrie der letzten zwanzig Jahre betrachtet, dann wird schnell deutlich, dass E-Mobility erst in der Anfangsphase ihrer Entwicklung steht. Der Vorteil besteht insbesondere in der Notwendigkeit: Die Co2-Regelung der EU von 2008, die Energiewende und das aufkommende Umweltbewusstsein stellen die Automobilbranche und ihre Nutzer vor die Dringlichkeit, umzudenken. Rund 70% des österreichischen Stroms sind nachhaltig durch Wasserkraft, hinzu kommen Wind- und Solarenergie. Diese beiden sind wenig steuerbar und Strom ist bisher nur schwer speicherbar. E-Autos bieten hier ein enormes Potential, da sie als Speicherkapazität nutzbringend eingesetzt werden können, wodurch wiederum zusätzliche finanzielle Einnahmen generiert werden können. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch mehr und mehr Firmen, wie zum Beispiel A1, stellen ihre Mobilität zumindest teilweise auf E-Autos um, weil sich diese, langfristig gesehen, ökologisch und ökonomisch rentieren. In diesem Sinne macht ein Investment in E-Mobility und nachhaltige Unternehmen durchaus Sinn. Es gibt mittlerweile einige gute Nachhaltigkeitsfonds, die zwar etwas mehr kosten, allerdings zwei Vorteile bieten: Erstens trägt mein Geld dazu bei, unseren Planeten zu schützen und zweitens verspricht dieses Feld gute Wachstumsperspektiven angesichts der Nachfrage einer stetig wachsenden Bevölkerung nach genug Wasser und sauberer Energie.

1 Kommentar

  1. Pavicsits Wilhelm

    Egal ob Gasexpansion oder Elektromagnetismus: Zur Umweltentlastung und Effizienzsteigerung muss die Sonnenenergie in das Antriebssystem eingebunden werden. Wegen des geringeren Gewichtes der Komponenten hat die Gasexpansion einen „Startvorteil“. Konkret kann die Anforderungen ein „moderner“, als Turbine/Drehkolben-Kombination (nicht „Wankel“) ausgeführter, Dampfmotor erfüllen.

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