Wenn die Börse unter Wasser steht

Wenn die Börse unter Wasser steht

von | Aug 26, 2015

DSC08266Aus tagesaktuellem Anlass schreibe ich euch diesen Artikel, nachdem gestern angsteinflößende Überschriften die Medien überschwemmten. Besonders die Massenblätter prophezeien den Weltuntergang. Vom Börsencrash ist die Rede, unser Geld sei in Gefahr und in China und Japan sind die Börsen tief rot. Aber wie wir bereits wissen: only bad news are good news

Was ist tatsächlich geschehen?

Nachdem Chinas Regierung der eigenen Bevölkerung das Investieren in chinesische Aktien schmackhaft gemacht hat, sind Chinas Börsen sozusagen heiß gelaufen. Es wurde medial stark beworben und es gab großzügige Bankfinanzierungen über staatliche Banken. Durch die steigende Gier wurde es jedoch zu viel des Guten und die Preise stiegen weiter an. Irgendwann begannen die Kurse wieder zu sinken, weil Preis und Wirtschaftsleistung nicht mehr harmonierten und aus dem Gleichgewicht kamen. Der chinesischen Regierung passte das schlecht ins Konzept, weil der chinesische Aktienmarkt auch international beworben werden sollte. Also kam das Boot ins Wanken, es wurden Stützkäufe von Staatsseite eingeleitet, bis es zum kompletten Schiffbruch – sprich Markteinbruch – kam. In Summe ca. 30%. Dies wiederum wirkte sich auch auf die weltweiten Börsen aus: der DAX verlor beispielsweise run 20%.

Es ist also doch passiert, wie ich in meinem Artikel Nichts Neues unter der Sonne angekündigt hatte. Börsen steigen halt nicht unbegrenzt.

Wie soll ich nun als finanziell intelligenter Mensch agieren?

  1. Wie auf diesem Blog schon mehrmals empfohlen: Monatliches Ansparen in ein weltweites Aktienportfolio ist sehr gut, weil ich automatisch aktuell zu niedrigeren Preisen einkaufe und dadurch mehr für mein Geld bekomme. TIPP: Schlagzahl erhöhen. Wer mehr von den günstigen Einkaufsmomenten profitieren will, der kann jetzt sein monatliches Investment verdoppeln, sofern es das eigene Einkommen erlaubt, bzw. Erspartes auf Sparkonten brach liegt und nicht für die Cashreserve verwendet werden muss.
  2. Einmalveranlagungen können aktuell geleistet werden, sofern du ein eher offensiver Veranlagungstyp bist. Ich persönlich habe heute eine Summe neu veranlagt. ABER nicht das ganze Pulver verschießen, weil es könnte noch nicht das Ende der Abwärtsbewegung sein.
  3. Was, wenn ich schon veranlagt bin? Wenn du in einer breit diversifizierten Anlage z.B. Aktienfonds Asien ohne Japan bist, dann würde ich es halten, weil sich breite Investments wieder erholen werden. Außerdem würdest du durch einen Verkauf aktuell ca. 15 – 25% Minus realisieren.
    Was könnte zu weiteren Kursverlusten führen?

Wir sind aktuell in einem Marktumfeld, das sehr stark von den Interventionen der Notenbanken beeinflusst ist. Janet Yellen, die FED Präsidentin, hat grundsätzlich für dieses Jahr die erste Zinserhöhung angekündigt. Bis zur Asienkorrektur galt eine Zinserhöhung in Amerika als sicher, weil sich die amerikanische Wirtschaft stabilisiert hat und wieder wächst. Dies können wir an Kennziffern, wie beispielsweise der Arbeitslosigkeit, erkennen, die sich auf rund 5% gesenkt hat. Das sind klare Anzeichen, dass die Wirtschaft kein billiges Geld benötigt – sprich niedrige Zinsen – und somit die Zinsen erhöht werden können. Global betrachtet wäre es momentan möglicherweise zu früh für diesen Schritt. Aber Yellen ist in der Zwickmühle: Lässt sie die Zinsen wie bislang, freuen sich die Märkte, jedoch verliert sie ihre Glaubwürdigkeit.

Aus diesem Grund solltest du die Korrektur für kleine Zukäufe nutzen oder um dein monatliches Ansparen auszubauen. Dennoch: auf keinen Fall alles auf einmal investieren! Möglicherweise ergeben sich noch billigere Schnäppchen.

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